• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Fistel nach Bestrahlung

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Fistel nach Bestrahlung

    Meiner Mutter wurde vor ca. 25 Jahren die Nebenschilddrüse entfernt mit darauffolgender Bestrahlungsbehandlung. Nunmehr hat sich vor ca. 9 Monaten im Halsbereich eine Fistel gebildet, aus der permanent Flüssigkeit austritt. Verschiedenste Ärzte sind bisher nicht tätig geworden, "strahlengeschädigte Haut könne eben nicht behandelt werden", war der Kommentar.
    Ein privater Arzt hat nunmehr wenigstens Zinksalbe und Zinktabletten verordnet, weiters den Bereich um die Fistel mit Vitaminen unterspritzt, damit sich die Haut wieder regeneriert.
    Es ist auch bereits die Luftröhre in Mitleidenschaft gezogen, da es beim Sprechen "pfeift". Gestern ist ein zweites kleines Loch neben dem bestehenden aufgebrochen. Wir haben nun echte Panik, dass der gesamte Halsbereich aufbricht. Gibt es Hilfe?


  • RE: Fistel nach Bestrahlung


    Der Zeitraum von 25 Jahren ist für die Entwicklung einer chronischen Strahlenfolge (Ulcus, Fistel) sehr lang. Sah denn die Haut auch schon vorher verändert aus (Hautverfärbung, Induration = Verhärtung)? Wenn es eine Strahlenfolge ist, sind die therapeutischen Möglichkeiten leider wirklich begrenzt. Man sollte die Haut möglichst zufrieden lassen und alle belastenden Maßnahmen vermeiden. Da es bei einer chronischen Strahlenfolge letztlich eine Durchblutungsstörung ist, kann eventuell eine hyperbare Sauerstofftherapie helfen. Das wäre i.S. eines Versuches gerechtfertigt, aber erst wenn die Diagnose eindeutig feststeht. Leider zahlen die gesetzlichen Kassen für diese Sauerstoff-Therapie nicht, weil ihre Nützlichkeit nicht unzweifelhaft bewiesen ist (was bei der Art der Anwendung aber auch sehr schwer, wenn nicht unmöglich ist). Praktiker wissen, dass es eine Möglichkeit ist.

    Kommentar


    • RE: Fistel nach Bestrahlung


      Sehr geehrter Herr Dr. Wust!
      Ich möchte mich für Ihre Antwort bedanken. Leider ist meine Mutter am 17.10. für uns eigentlich sehr unerwartet an einer Lungenentzündung mit anschließendem Herz-und Nierenversagen verstorben. Diese kam wohl daher, dass die Luftröhre durch die Fistel schon längere Zeit angegriffen war (ist meine Theorie).
      Danke nochmals für Ihre Auskunft.

      Kommentar

      Lädt...
      X