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Darmkrebs

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  • Darmkrebs

    Hallo!
    Bei meiner Mama wird nächste Woche ein bösartiger Tumor am Dickdarm entfernt,der auch Metastasen bis zur Leber gestreut hat.Die Ärztin sagte,das es keine Chance auf Heilung gibt und ich sollte im schlimmsten Fall davon ausgehen,das meine Mama noch 1-2 Jahre zu leben hat.Gibt es nicht auch Möglichkeiten die Metastasen zu Operieren und somit die Lebensdauer zu erhöhen?


  • RE: Darmkrebs


    Hallo,
    ich kann mir denken,wie es euch jetzt geht. Auch bei meiner Ma wurde vor einem Jahr Darmkrebs festgestellt und es wurden auch Metas. an der Leber operativ entfernt.Trotzdem haben uns die Ärzte immer gesagt,dass es keine Heilung mehr geben kann,auch wenn wir es nicht glauben konnten und wollten,zumal meine Mutter erst 60 war und bis vor kurzem auch "fit",d.h. sie hatte eigentlich keine Beeinträchtigung durch den Krebs,mit Ausnahme der Chemo halt,die z. T. schon belastend war.Vor 4 Wochen war dann buchstäblich über Nacht alles anders und letzte Woche ist sie verstorben... es ist so unfassbar.
    Aber ich wollte Dir keine Angst machen,das ist das Letzte,was Du jetzt brauchst,vielmehr wollte ich dir sagen,dass ich durch meine Ma etliche Betroffene kennengelernt habe,die schon 3 oder 5 Jahre auch mit Lebermetas. leben-und zwar ganz gut-gib also die Hoffnung nicht auf,vielleicht läuft es bei Euch ja besser!. Meine Mutter hat sich in den letzten Monaten noch einer sog LITT unterziehen wollen(bin durch dieses Forum darauf aufmerksam geworden) ,dafür war es aber schon zu spät,statt dessen wurde eine sog.TACE gemacht.Das Ganze fand bei Prof. Vogel(Radiologie der Uni Frankfurt/Main)statt und ich wünschte,wir wären früher darauf gestoßen,denn ich glaube,dass es an dieser TACE lag,dass es ihr so lange gut ging-auch wenn es zeitlich am Ende nichts gebracht hat. Hätte man noch eine LITT machen können,wäre es sicher noch besser gelaufen.Vielleicht ist das bei Euch ja noch möglich.
    Ich hab leider die Internetadresse nicht parat ,aber bei google wirst du sicher fündig! Prof Vogel ist ein sehr netter Mann,meine Ma konnte ihm voll vertrauen. Ich weiß ja nicht,wo ihr wohnt,von uns aus ist FFM fast 500 km entfernt,aber da man nur jeden Monat einmal kommen muss,war es uns das wert.
    Dass eine dauerhafte Heilung bei Lebermetas. nicht möglich ist,solltet ihr wissen,aber der zeitliche Rahmen kann viel länger sein! Genieße die-hoffendlich lange- Zeit mit deiner Mama und sehte dabei trotzdem den Tatsachen ins Auge,wir haben das leider immer verdrängt und so getan,als würde alles wieder gut,das ist für mich jetzt das Schlimmste. Ich wünsche euch alles Gute. Melde dich, wenn du Fragen hast.

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    • RE: Darmkrebs


      Hallo muffin,
      leider muss auch ich dir sagen, dass Lebermetastasen nicht heilbar sind. Meine Mutter hatte Lebermetastasen durch Brustkrebs. Die Chemo hat überhaupt nicht gegriffen und letzten September ist sie dann gestorben.
      Versucht soviel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen und Schmerzen zu reduzieren, denn dann kann sie die verbleibende Zeit wirklich noch genießen.
      Durch die Chemo wurde meine Mutter nur noch geschwächt.
      Alles Gute und viel Kraft
      Sabine

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      • RE: Darmkrebs


        Hallo barbara-babs!
        Danke für deine Antwort.Das mit deiner Ma tut mir sehr leid.Meine Ma ist letzten Monat 50 geworden und ich habe wahnsinige Angst sie zu verlieren.Ich weiß das wir das beste raus machen müssen aber es ist so schwer.Seit ich weiß was sie hat,habe ich das Gefühl,das mein Leben so völlig unwichtig geworden ist.Andererseits weiß ich auch das ich selber noch eine Familie habe und für die da sein muß.Ich hoffe einfach nur,das wir noch ganz viel miteinander verbringen können. Danke nochmal Ela

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        • RE: Darmkrebs


          Hallo Saraurmel!
          Auch dir möchte ich danken,das du mir geantwortet hast.Ich weiß das wir viel Zeit mit meiner Ma verbringen müssen und das tun wir auch.Wir genießen einfach das was wir noch haben.Wer weiß vielleicht haben wir ja auch noch viel mehr Zeit als die Ärzte uns gesagt haben. Danke Ela

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          • RE: Darmkrebs


            Hallo Muffin!
            Zunächst mal halte ich die Angabe der Ärztin hinsichtlich der Lebenserwartung Deiner Mutter für nicht besonders "gscheit". Wie lange jemand mit dieser Erkrankung leben kann, hängt nämlich von sehr vielen Faktoren ab, wie zB vom histologischen Befund, von der Ausbreitung der Metastasen (ist eine Op möglich?), von den Chemotherapien und vom Allgemeinzustand des Patienten. Es gibt also da überhaupt keine allgemein gültigen Regeln, allenfalls Durchschnittswerte.
            Zuerst sollte geprüft werden, ob die Lebermetastasen (nach der Darmoperation) chirurgisch entfernt werden können. Dies hängt wiederum von der Anzahl, Größe und Lage der Metastasen ab. Es gibt da die klassische Operationsmethode oder sog. ablative Verfahren, wie die LITT. Selbst für den Fall der Inoperabilität könnte durch die Verabreichung einer Chemo, zB Folfox oder Folfiri, eine Operation aufgrund der Verkleinerung der Metastasen vielleicht doch noch möglich werden (sog. neoadjuvante Chemo). Diese Möglichkeiten sollten also unbedingt geprüft und ausgeschöpft werden. Zudem gibt es neue, sehr effiziente Substanzen, die in der palliativen Behandlung zT in Studien schon zum Einsatz kommen, wie zB Avastin oder Erbitux, die mit den vorgenannten Chemos Folfox oder Folfiri kombiniert werden.
            Meine Mutter wurde vor 5 Jahren mit der selben Erkrankung schon "abgeschrieben", bis sich dann ein Chirurgenteam entschieden hat, die Lebermetastasen zu operieren. Heute gehts ihr immer noch sehr gut. Ich halte daher die Kombination aus OP und Chemo für günstig. Du solltest mit Deier Mutter auch unbedingt Ärzte einer geeigneten Universitätsklinik aufsuchen, die sozusagen auf dem letzten Stand sind. Da ist vielleicht noch viel möglich. Also unbedingt eine "second opinion" eines erfahrenen Onkologen und eines Transplantationschirurgen (unbedingt die Röntgen- oder CT-Bilder mitnehmen) einholen.
            Wünsche Dir und Deiner Mutter viel Glück.
            Vinnie

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            • RE: Darmkrebs


              Hallo Vinnie?
              Danke für deine Antwort. So wie es im Moment aussieht wird am Freitag die OP bei meiner Ma gemacht und dann werden wir alles für Sie tun,was wir tun können.Da wir ja erst seit einer Woche wissen was Sie hat,kann ich im Moment noch garnichts mit den ganzen Fachbegriffen anfangen.Ich hoffe das kommt noch,damit man auch das beste für meine Ma findet.Danke nochmal,Ela

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