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Zungenrandkarzinom T2N0 Frage an Dr. Wust?

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  • Zungenrandkarzinom T2N0 Frage an Dr. Wust?

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    meine Ehefrau, 32 Jahre alt, bekam nach Ostern die Diagnose Zungenrandkarzinom links.
    Der Tumor wurde mit Sicherheitsabstand herausoperiert, laut pathologischem Befund im gesunden.
    Zusätzlich wurde an der linken Halsseite prophylaktisch eine Neck Dissection vorgenommen, die herausoperierten Lymphknoten waren nicht befallen (NO).
    Zur Sicherheit soll nun eine Bestrahlung (konformale Photonen, 3D geplant...hoffentlich richtig ausgedrückt...sorry) erfolgen.

    Aufgrund der Nebenwirkungen (Mundtrockenheit etc.) und einiger Artikel bezüglich intensitätsmodulierter Strahlentherapie (IMRT), ist meine Unsicherheit gewachsen.
    Meiner Frau soll vor den Bestrahlungssitzungen Amifostin verabreicht werden.

    Welche Strahlentherapie ist am günstgsten für meine Frau ? ...Kann man evtl. warten und engmaschig kontrollieren ? ...Ist der Einsatz von Amifostin sinnvoll ?

    vielen Dank im voraus für ein paar Zeilen
    Grüsse


  • RE: Zungenrandkarzinom T2N0 Frage an Dr. Wust?


    Bei einem T2-Karzinom (also 2-4 cm Größe) besteht ein lokales Rezidivrisiko. Gerade in dem (jungen) Alter sollte man es nicht darauf ankommen lassen. Wenn das Rezidiv erst einmal da ist, verschlechtert sich die Prognose i.d.R. Da kein Lymphknotenbefall vorlag, reicht m.E. eine lokale Bestrahlung der linken Seite. Dazu ist eine 3D-geplante konformale Radiotherapie gut geeignet. Da man nur die eine Seite bestrahlt, wird das Problem mit der Mundtrockenheit nicht so groß sein. Die IMRT bietet nur unter speziellen Voraussetzungen (konkave Form des Zielvolumens) etwas Vorteile. Es ist fraglich, ob das hier zum Tragen kommt. Amifostin gilt als Protektivum für die Schleimhaut. Es ist nicht bewiesen, aber wenn man es anbietet, kann es vielleicht ein bisschen die akute Schleimhautreizung verringern.

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