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Hirnmetastasen Frage an Prof. Wust

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  • Hirnmetastasen Frage an Prof. Wust

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wust.
    Sie haben meiner Nichte und mir schon einige Fragen innerhalb des letzten Jahres beantwortet, dafür nochmals unseren Dank. Meine Schwester hat nach Brustkrebs, Lebermetastasen usw inzwischen jeweils Metastasen im Klein-, Groß- und Stammhirn. Wochenlang hat sie alles was sie zu sich nahm, erbrochen, sogar die Astronautenkost. Sie lag nur im Bett, konnte keine Helligkeit mehr ab und sobald sie den Kopf bewegte, wieder nur spucken. Das einzige, was Sie auch schon ansprachen, war Cortison zu geben. Dieses bekommt sie seit dem14.4. Nach nur 2 maliger Einnahme war das Erbrechen vorbei. Sie ist plötzlich ein ganz anderer Mensch, ißt wieder, sitzt zeitweise im Rollstuhl und beteiligt sich interessiert an allen Gesprächen. Ich weiß, dass es keine Heilung gibt, aber wie lange kann Cortison helfen? Können die Metastasen jetzt schneller wachsen?
    Was haben Sie für Erfahrungen. Was kann jetzt kommen?
    Im Moment schöpfen wir alle Kraft aus der gegebenen Situation. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
    Herzlichen Gruß
    marwin


  • RE: Hirnmetastasen Frage an Prof. Wust


    Die Wirkung des Cortisons ist vorübergehend, vielleicht einige Wochen. Bei gutem Ansprechen auf Cortison ist meist auch das Ansprechen auf eine Radiotherapie gut. Man sollte noch einmal prüfen, ob da noch etwas Luft ist (vielleicht eingegrenzt auf die Manifestationen im Kleinhirn). Aber auch das wäre vorübergehend. Daher kann ich nur raten, die Zeit jetzt zu nutzen. Wenn die Cortisonwirkung nachlässt, kommt es wieder zu den Beschwerden, die mit dem erhöhten Hirndruck (Hirnödem) verbunden sind. Da die Dosierung nicht beliebig gesteigert werden kann, wird es dann schwierig.

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