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Frage an Prof.Wust Bronchialkarzinom

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  • Frage an Prof.Wust Bronchialkarzinom

    Lieber Herr Prof. Wust,

    ich hatte Sie vor kurzem schonmal angeschrieben; mein Mann hat jetzt das Ergebnis vom Katharinenhospital bekommen:

    Diagnose:
    Intraspinale Tumormetastase von Höhe BWK3 - 5 mit instabiler Kompressionsfraktur BWK4 sowie paravertebralem Wachstum von Tumormetastasen.

    Therapie:
    Operation am 18.03.: Totallaminektomie Th3, Th4 sowiwe teilweise Th5, Entfernung des intraspinal gelegenen Tumorgewebes und Wirbelkörperresektion BWK4, Implantation eines Wirbelkörperersatzes in Höhe BWK4 sowie unter Navigation dorsal Implantation von Fixateur intern von Th1, Th2 und Th6, Th7.

    Histologie:
    Metastase eines bonchio-alvolären Karzinoms.
    Die ama 01.04. durchgeführte Ganzkörper-PET-CT-Untersuchung zeigte pathologische FDG-Mehrspeicherungen im OP-Gebiet, insbesondere im Bereich des Titankörbchens auf Höhe BKW4 paramedian linksbetont, vereinbar mit postoperativ-reaktiven Veränderungen. Ferner pathologische FDG-Mehrspeicherung in Lymphknoten im Mediastinuml bzw. im rechten Lungenhilus in zum Teil sehr ausgedehnten pleuralen Verdickungen rechts, partiell auch mit össärer Destruktion benachbarter Rippen sowiwe der vierten Rippe rechts lateral, vereinbar z.B. mit einem pleuramesotheliom mit mediastinalen/hilären bzw. össsären Metastasen. Im restlichen Untersuchungsgebiet keine weiteren pathologischen FDG-Mehrspeicherungen, insbesondere nicht im Bereich der Schilddrüse, im Lungenparenchym und auch nicht abdominal.

    Zur weiteren Therapie wurde mein Mann in der Strahlenklinik vorgestellt, hierbei wurde eine Strahlentherapie indiziert. Am 25.03. wurde mein Mann in der Onkologie vorgestellt, hierbei wurde die primäre Radiotherapie indiziert, im Anschluss daran Kontroll-CT und Wiedervorstellung in der Onkologie.

    Wie sehen die Chancen für meinen Mann aus, wieviel Zeit bleibt ihm noch? Schlagen bei diesem Tumor Bestrahlung und Chemo überhaupt an? Kann der rechte Lungenflügel nicht entfernt werden? Gibt es weitere Alternativen?
    Ist für ihn eine Luftveränderung gut, z.B. am Meer? Ich mache mir sehr große Sorgen und bin für Ihre Antwort
    dankbar.



  • RE: Frage an Prof.Wust Bronchialkarzinom


    Nach den PET-Ergebnissen könnte ein recht ausgedehnter Tumor vorliegen mit Anreicherung im rechten Hilus, Mediastinum, aber auch in der Pleura. Ich frage mich, wo überall bestrahlt wird und ob die Bestrahlung den gesamten Tumor erfasst. Die Strahlentherapeuten haben sicherlich ein CT und sollten Ihnen mal das zu bestrahlende Gebiet zeigen. Besonders gut sind die Aussichten nicht, zumal schon eine Metastase festgestellt wurde. Andererseits ist das broncho-alveoläre Karzinom eher langsam wachsend, so dass man auf einen entsprechend langsamen Krankheitsverlauf hoffen kann. Eine radikale Therapie wäre zwar die Entfernung der gesamten rechten Lunge, aber das ist ein sehr belastender Eingriff (und von fraglichem Sinn bei einer schon bekannten Metastase). Inwieweit die Bestrahlung geeignet ist, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen, da ich das Zielgebiet nicht kenne. Wahrscheinlich sollte man bestrahlen. Gleichzeitig sollte man auf eine geringe Wachstumsgeschwindigkeit hoffen.

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    • RE: Frage an Prof.Wust Bronchialkarzinom


      Lieber Herr Prof. Wust,

      heute waren wir wieder im KH und außer Bestrahlung soll im Anschluss auch noch eine Chemo erfolgen. Ich habe gehört, dass es die Möglichkeit gibt, vor Verabreichung einer Chemo, eine sogenannte Chemotherapie-Sensitivitäts-Testung zu machen, welche feststellen würde, auf welche Chemo dieser Krebs ansprechen würde, das ich privat bezahlen würde.
      Angenommen dieser Krebs wächst langsam, wie Sie sagen, wieviel Zeit bleibt meinem Mann noch, Sie können das sicherlich beurteilen.

      Vielen Dank.

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