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Muellersche Mischgewebetumor

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  • Muellersche Mischgewebetumor

    hallo,

    meine mutter wurde vor einer woche wg gebährmutterkrebs operiert. nun nach einer woche und verhältnismäßig gutem zustand wurde die diagnose "muellersche mischgewebetumor" festgestellt. nach mom auskunftsstand handelt es sich um eine verhältnismäßig seltene bzw unbekannt tumorart.
    wer weis mehr darüber -

    danke
    peter63


  • RE: Muellersche Mischgewebetumor


    Beim Müllerschen Mischtumor handelt es sich um ein sogenanntes Karzinosarkom (maligner mesodermaler Mischtumor; maligner Müller’scher Mischtumor).
    Es ist ein maligner (bösartiger) Tumor mit Karzinom- und Sarkomanteilen.
    Der Sarkomanteil kann heterologe Anteile (mit Gewebetypen, die normalerweise nicht im Uterus vorkommen, z.B. Knorpel oder Skelettmuskulatur)
    oder homologe Anteile (mit mesenchymalen
    Gewebetypen, die normalerweise im Uterus existieren) enthalten.
    Diese Tumorart ist insgesamt recht selten, aber recht aggressiv.
    Es gibt hohe Rezidivraten von 50-70% innerhalb von fünf Jahren.
    Müller’sche Mischtumore haben daher eine ungünstigste Prognose.
    Die Hälfte der Rezidive tritt bereits in den ersten beiden Jahren nach Primärbehandlung auf.
    Karzinosarkome metastasieren vorwiegend intraabdominal(im Bauch), davon in 21% pelvin (im Beckenbereich).

    Als Therapie steht die Operation im Vordergrund.
    Eine Bestrahlung kann durchaus indiziert sein, wozu Prof. Wust sicher mehr sagen kann.
    Chemotherapeutisch sprechen diese Tumore auf Platinverbindungen und Ifosfamid meist gut an.
    Eine Hormontherapie ist ohne Effekt.

    Kommentar


    • An Prof Wust bzgl Chemo/Bestrahlung Karzinosarkom


      sehr geehrter professor wust,

      bzgl Karzinosarkom gab mir d.Glöckner detaillierte antowort.

      aktueller stand wie folgt:
      Alter meiner Mutter 71Jahre
      OP: Entahme Uterus kpl. inclusive bösartigem geschwulst, nach auskunft operierender prof. Stufe 1c eingestuft., lymphknoten im bauch kein befall, keine weitere streuung mom feststellbar lt Abtastung im bauchbereich.

      10 Tage nach OP tendenziell guter zustand meiner mutter.
      probleme mit darm/verdauung nach op abklingend.

      es ist evtl eine chemo-behandlung geplant mit ggf anschließender bestrahlung von bauch/beckenbereich.

      frage:
      wie verträglich ist eine chemo-therapie im alter von 70 jahren?, bzw wie ist erfahrungsgemäß der zu erwartende ablauf einer solchen behandlung in dieser altersgruppe ?

      ist es evtl angebracht, wenn derzeit keine streuung feststellbar ist, mit der chemo zu warten um dem organismus zeit zu geben, seine abwehrkräfte wieder aufzubauen ?

      meine persönliche meinung ist, nach dieser op und steigendem optimismus meiner mutter, nicht gleich die chemisch keule einzusetzen, da dies ggf immer noch reichen sollte, sollten nach bestimmtem zeitraum (müssten ärtze festlegen) wieder knoten oder geschwüre auftreten.

      ich bitte daher um ihre meinung als experte.

      danke

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