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Frage an Prof. Wust

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  • Frage an Prof. Wust

    Bei meiner Oma (59 Jahre) wurde vor einem Monat Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt. Außerdem hat sie schon mehrere Metastasen im Rücken, Lunge, Magen und Leber. Der Arzt meint sie wird nicht mehr lange leben. Wie kann die Lebensqualität bei solchen Patienten verbessert werden? Sie selber weiß nichts von dieser schlimmen Diagnose. Wir, meine Mutter und ich halten es für besser, wenn sie nicht damit konfrontiert wird, sie ist sehr labil.
    Trotzdem hat sie schon starke Schmerzen und fragt sich natürlich, wo die herkommen. Und was bewirkt das Medikament Megamin? Kann es den Krebs heilen?
    Vielen Dank im voraus!
    Mit freundl. Grüßen Madlen


  • RE: Frage an Prof. Wust


    Ein metastasierendes Pankreaskarzinom hat eine sehr schlechte Prognose. Die einzige Therapiemöglichkeit ist die Chemotherapie mit Gemcitabin. Damit könnte eine Stabilisierung, Schmerzreduktion und Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden. Gerade in Anbetracht des noch recht jungen Alters sollte man eine solche Therapie durchführen, wenn nicht gravierende Gründe dagegen sprechen. Ich weiss nicht, ob es gut ist, so einen Patienten zu bevormunden, dass man ihm die Diagnose vorenthält. Das wird nirgends mehr gebilligt. Natürlich heißt das nicht taktlose schonungslose Aufklärung. Langsames Hinführen zur Diagnose ist sinnvoll: ernste Erkrankung, Tumor in der Bauchspeicheldrüse, Medikamente gegen den Tumor, Schmerzmittel etc. Das von Ihnen genannte Medikament ist mir nicht bekannt. Mindestens eine vernünftige Schmerztherapie sollte bei Ihrer Oma durchgeführt werden. Hinsichtlich der Begründung s.o. Wie Sie es zur Zeit machen, geht es jedenfalls nicht!

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