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Knochenmetastasen

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  • Knochenmetastasen

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    bei meiner Tante wurde vor ca. 9 Monaten ein bereits metastasierten BC (nicht-kleinzellig/Adeno/Hirnmetastasen) diagnostiziert.
    Seit ca. 4 Monaten erhält sie täglich 1 Tablette (250 mg) des Medikamentes Iressa, was ihr sehr gut hilft und bereits nach 6 Wochen zu entsprechenden Remissionen in den befallenen Organen, insb. der Lunge, geführt hat. Anfang 10/2004 wurde sogar eine Partialremission der Hirnmetastasen festgestellt.
    Leider hat sie jetzt seit einiger Zeit wieder vermehrt Schmerzen in den Knochen - im 05/2004 wurden ossäre Metastasen im LWK 1+4 diagnostiziert und bestrahl -.
    Ist es möglich, daß sich trotz des guten Anschlagens von Iressa in den Knochen neue Metastasen gebildet haben? Ich könnte das nicht so ganz nachvollziehen, da Iressa sowohl bei dem Primärtumor als auch bei den cerebralen, pulmonalen und hepatischen Metastasen zu einem Rückgang geführt hat; m. E. müßte dann auch ein Rückgang der ossären Metastasenbildung vorhanden sein? Oder gilt für Knochenmetastasen etwas anderes? In diesem Zshg. habe ich kürzlich gelesen, daß sich Knochenmetastasen normalerweise nicht verkleinerten!? Dies verstehe ich nicht! Warum gilt für Knochenmetastasen etwas anderes als für alle die anderen Metastasen? Welche Aussagen macht ein Knochenszintigramm im Hinblick auf eine Skelettmetastasierung? Diese, in den Befunden erwähnten, "Spots" können, so weit mir bekannt ist, auch auf eine vermehrte Osteoblasten-Tätigkeit zurück-
    zuführen sein, so daß man anhand einer solchen Szinti-
    graphie überhaupt nicht abschließend beurteilen kann, ob es sich um eine Metastasierung oder die o. g. Osteo-
    blasten-Tätigkeit handelt!? Wenn jetzt aber wirklich in diesem Fall eine weitere Skelettmetastasierung - trotz Einnahme von Iressa - eingesetzt hätte - wie würde man im Hinblick auf die Knochen weiter vorgehen? Warten, bis Iressa auch hier seine Wirksamkeit gezeigt hat; was, wie mir bekannt ist, immer länger dauert als in den anderen befallenen Organen? Eine Chemotherapie simultan zur Iressa-Therapie verabreichen? Warten, bis konkreter Knochenschmerz auftritt, um dann die einzelnen betroffenen Stellen lokal zu bestrahlen? Oder möglicherweise mit diesen Radionukliden arbeiten, um eine Stabilisierung des Skeletts zu erreichen; sofern die Gabe von Radionukliden parallel zu Iressa überhaupt möglich ist? Tatsache ist ja aber, daß Iressa als Medikament während irgendeiner anderen Therapie nicht abgesetzt werden kann, da man eben nicht weiß, ob es ein zweites Mal genauso gut anschlagen wird!
    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir diese Fragen beantworten könnten, da ich hier langsam den Überblick verliere!!!

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