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Frage an Prof. Wust (Zervix)

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  • Frage an Prof. Wust (Zervix)

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,
    im vergang. Jahr wurde bei mir ein inoperables Zervixkarzinom bestrahlt, Tumor hat sehr gut angesprochen. Laut Arzt so gut wie keine Beeeinträchtigung der umliegenden Organe. Nun laut MRT Rezidiv. Im Vergleich zum letzten MRT 5/04 hat sich ein mehrere cm großes Rezidiv ausgebildet. Im prox. Anteil mit nekrotischem zentralen Bereich. Infiltration in die Parametrien. Re. lateral Ausdehnung bis an Beckenwand. Dringender Vd. auf Infiltration in vordere Rektumwand. Infiltration in Harnblase ist nicht sicher auszuschließen. Größenprogredienter Lymphknoten lingual li. und re. Kein Ascitas. Neu aufgetretene metastasensuspekte Signaliterationen im Ca sacrum bliat. und innerhalb der Symphyse. Paraortal in Höhe Mittelbauch annähernd unveränderte LKV. Kein Anhalt für Lebermetastasen.

    Nach normaler Untersuchung in Praxis meinte der Arzt eine afterloading Bestrahlung sei ausreichend. Chemo würde er erst empfehlen, wenn irgendwann wieder etwas auftritt.
    Das MRT habe ich selbst veranlasst und bin nun laienhaft der Meinung, dass eine afterloading Bestrahlung nicht ausreichend ist. Was meinen Sie?
    Besteht eventuell die Möglichkeit einer Wärmetherapie? Wenn ja, können Sie mir eine Klinik nennen?

    Vielen Dank!


  • RE: Frage an Prof. Wust (Zervix)


    Sie haben recht. Wenn es sich tatsächlich um ein Rezidiv der genannten Ausdeh-nung handelt, wäre eine Chemotherapie, eventuell zusammen mit einer Tiefenhy-perthermie vielleicht die sinnvollste Therapie. Eine Standardtherapie beim bereits bestrahlten Rezidiv gibt es nicht. Insofern sollte man sich zurückhalten zu klare Empfehlunen abzugeben. An der Charité Berlin (Campus Virchow-Klinikum) werden in der Frauenklinik Prof. Lichtenegger / Dr. Sehouli Konzepte der Chemotherapie zusammen mit Hyperthermie eingesetzt.

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