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pseudomyxoma peritonei

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  • pseudomyxoma peritonei

    Bei meiner Tochter, 37 Jahre alt, ist vor einem Jahr diese sehr seltene Krebserkrankung festgestellt worden. Da sie in den USA lebt, wurde sie dort (in Houston) im Juni 2003 operiert. Dabei wurden das Krebsgewebe und einige Organe (Gebärmutter, Eierstöcke, Blinddarm, Milz, Gallenblase) entfernt und unmittelbar anschließend eine hyperthermische Chemotherapie im Bauchraum durchgeführt. Es hat Monate gedauert, bis sie wieder in ein halbwegs normales Leben zurückkehren konnte.
    Bei einer Nachuntersuchung im März 04 wurden im Bereich Niere/Blase zwei neue Gewächse von 2 - 3 cm festgestellt. Die dagegen eingesetzte Chemotherapie mit Tabletten (Xeloda und Iressa) mußte wegen anhaltenden schweren Durchfalls und Hautproblemen unterbrochen werden. Sie wird jetzt in reduzierter Form wieder aufgenommen. Die nächste Untersuchung ist Ende Juli.
    In großer Sorge um das Schicksal meiner Tochter und die Zukunft ihres kleinen Kindes will ich in Erfahrung bringen, mit welchen Mitteln und mit welchen Ergebnis man hierzulande (oder im benachbarten Ausland) gegen neue Gewächse dieses Krebses vorgeht. Ferner, bei welcher Größenordnung der neuen Gewächse eine weitere Operation unausweichlich erscheint. Diese will die Patientin angesichts der Erfahrungen mit der 1. Operation solange wie möglich vermeiden.
    Ich glaube zwar, daß die Ärzte in Houston modernste Methoden und Mittel zur Behandlung einsetzen, möchte aber nicht versäumen, nach Erfahrungen in Deutschland und Umgebung zu "fahnden". Leider ist bei uns über diese Krankheit, außer in dem eindrucksvollen Internetauftritt des Kantonshospitals von St. Gallen, so gut wie nichts zu erfahren.
    J. Christ.


  • RE: pseudomyxoma peritonei


    Diese Tumorart ist nicht sehr chemosensibel. Daher bleibt ab einer gewissen Größe in erster Linie eine operative Verkleinerung (Tumordebulking). Das kann auch schonender durchgeführt werden. Bei der Erst-Op sind ja noch einige Organe ent-fernt worden. Wir setzen die Mittel wie bei Sarkomen ein und addieren auch manchmal Hyperthermie (allerdings sollte der Tumor, wenn er ausgedehnt ist, vorher so weit als möglich verkleinert werden). Da der Tumor recht langsam wächst, kann man unter gewissen Umständen auch eine Weile zuwarten, ehe man etwas unternimmt, insbesondere wenn Therapien schlecht vertragen werden.

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    • RE: pseudomyxoma peritonei


      Sehr geehrter Herr Wust, ich melde mich noch einmal mit dem Fall meiner in den USA lebendenTochter, zu dem Sie freundlicherweise am 26.05.04 Stellung genommen haben. Der Tumor ist wieder gewachsen und verursacht inzwischen Entzündungen in den Eingeweiden. Es gibt Komplikationen (Öffnungen) an den alten Operationsnarben. Der Chirurg der 1. Operation lehnt eine weitere Operation ab, wegen Vernarbungen, Verwachsungen usw. Verschiedene Chemotherapien, zuletzt mit Erbitux, Irinotecan und Oxaliplatin haben das neue Wachstum des Tumorgewebes nicht stoppen können. Die Patientin kann nur noch flüssige Nahrung zu sich nehmen und trinken; sie muß sich oft erbrechen, wiegt nur noch 44 Kilo und wird überwiegend künstlich ernährt. Wir Eltern rechnen mit dem Schlimmsten. Trotzdem die Frage: Wenn eine Operation nicht mehr in Frage kommt, welche Chemotherapie wird in Deutschland/Europa im fortgeschrittenen Stadium von PMP eingesetzt? Hat man schon Thalidomid probiert? Oder was sonst? Bevor wir völlig resignieren, möchten wir nach den einschlägigen Erfahrungen hierzulande fragen. Mit Dank im voraus und freundl. Gruß, Jürgen Christ.

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