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Rezidive nach Darmkrebs

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  • Rezidive nach Darmkrebs

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    wir bitten um Ihren Rat zu nachstehendem Befund, insbesondere im Becken. Mein Vater 68 J. hat folgende Krankengeschichte: 02/2002 Sigmacarcinom mit Lebermetastasen, Nierenzell-Carcinom rechts, Inzidentalalom rechte Nebennniere, OP incl. TME, dann 11/2002 OP wg. Verdacht auf Lebermetastasen, Histologie ergab jedoch Haemangiome. CT-Kontrollen Thorax und Abdomen alle 6 Monate, bisher ohne Befund, bis letzte CT-Kontrolle 23.03.2004. Diese ergab einen sehr langen Befund und ich hoffe es ist für eine Rat von Ihnen ausreichend wenn ich Ihnen hier nur die abschliessende Beurteilung aufführe:

    "1. Im Thorax-CT weiterhin kein Nachweis pulmonaler Filiae bei Zustand nach Nierenzell-Ca und Sigma-NPL.
    2. ca. 5 x 6 cm grosse tumoröse Weichteilformation im becken rechts praesacral, dorsal den Iliacalgefässen anliegend - vereinbar mit einer Lymphknotenmetastase, DD lokales Tumorrezidiv. Neu gegenüber dem Vor-CT vom Okt. 2003 nachweisbare intrahepatische Herde im rechten Leberlappen dorsal von 2 bzw. 3 cm Grösse. Regionale Gallengangsstauung intrahepatisch im rechten Leberlappen dorso-basal. Verdacht auf tumoröse Infiltration des rechten Zwerchfellschenkels perihepatisch bei progredienter knolliger Weichteilverdickung in diesem Bereich. In der rechten Nierenloge ansonsten kein Anhalt für ein Lokalrezidiv. Prostata-Hyperplasie."

    Wenn es möglich ist, hätten wir von Ihnen gern eine Empfehlung hinsichtlich der Therapie zur Behandlung des Tumors im Beckenbereich da man meinem Vater bereits gesagt hat dies sei vordringlich, könne sich aber schwierig gestalten (wegen der Nähe zu den Gefässen oder dem Kreuzbein, soweit wir es verstanden haben??). Gibt es Zentren die darauf spezialisiert sind und evtl. noch andere Methoden als operative Entfernung anbieten können?

    Vielen herzlichen Dank im voraus für Ihre Mühe!

    Kerstin_63





  • RE: Rezidive nach Darmkrebs


    9. Hinsichtlich des doch recht ausgedehnten Beckentumors ist eine Radiochemotherapie zu empfehlen. Die Leber wird dabei mitbehandelt. Es bieten sich Kombinationen mit 5-FU und Oxaliplatin zusätzlich zur Strahlentherapie an. Inwieweit der Beckentumor operativ angegangen werden kann, kann ich natürlich so nicht beurteilen. Erfahrungsgemäß ist das schwierig und, wenn überhaupt, nur mit sehr radikaler Chirurgie möglich. Da steht dann das Alter etwas dagegen. Universitäre Zentren verfügen über die gesamte Palette an Therapien.

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