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HNO Tumore

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  • HNO Tumore

    Sehr geehrter Herr Prof Wust,

    Wie ist die Prognose speziell bei Rachen Tumoren des Stadiums T3-T4 wenn der Patient noch relativ jung (unter 40 Jahre) ist und einen Karnofski Index von über 70 hat? (Keine Metastasen in Leber und Lunge)
    Ich habe leider nur 3-4 Jahre alte Informationen im Internet dazu gefunden die meines erachtens nicht mehr stimmen dürften.Dort wird berichtet das nur etwa 20% der erkrankten die nächsten 5 Jahre übeleben.

    Ist das auch 2002 noch so oder gibt es da Fortschritte in der Behandlung dieser Tumore?
    Wie sprechen diese Tumore auf eine kombinierte Radio/Chemotherapie an? Hat ein Patient in diesem Stadium (T3-T4)überhaupt eine Chance die nächsten 2-3 Jahre zu überleben oder muß man eher mit weniger als 12 monaten rechnen?

    Des weiteren würde mich interessieren was die warscheinlichste Todesursache bei einem Patienten mit einem Ösophaguskarzinom Stadíum T3-T4 ist.
    Stimmt es das diese Patienten praktisch *verhungern* und aufgrund des schlechten Ernährungszustandes sterben?
    Für eine Beantwortung meiner Fragen wäre ich ihnen sehr dankbar.


  • RE: HNO Tumore


    Zu 1:Sie haben den Lymphknotenstatus vergessen (N?), der fast der wichtigste prognostische Indikator ist. Der andere wichtige Faktor ist Operabilität. Da Sie nach der RCT fragen, gehen Sie offenbar von Inoperabilität aus. Dann ist nach erfolgreicher RCT (was eine Ochsentour ist) die 3-5 Jahresüberlebenszeit schätzungsweise bei 30-50%, also vielleicht etwas besser als von Ihnen angegeben. Das hängt aber sehr empfindlich von den anderen prognostischen Faktoren ab und setzt den erfolgreichen Abschluß der RCT voraus.
    Zu 2: Normalerweise kann man mit verschiedenen Maßnahmen (Stent, Dilatation, Brachytherapie) die Passage beim Ösophaguskarzinom aufrechterhalten. Zumindest kann man eine PEG (Sonde in den Magen) legen. Verhungern wird daher i.allg. der Patient nicht (es sei denn, er lehnt diese Maßnahmen ab). Versterben kann man an dem lokalen Progreß (Fistel, Blutung etc) oder an den Metastasen. Eine sog. Tumorkachexie ist eine Folge der Inappetenz in Verbindung mit zunehmender Tumorzellzahl, die dem Körper die Nährstoffe entzieht (das ist aber nicht der von Ihnen beschriebene Grund, obwohl es im Ergebnis das gleiche sein kann).

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