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Bestrahlung abgesetzt

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  • Bestrahlung abgesetzt

    Guten Tag Herr Prof. Wust,

    ich bitte Sie um eine offene Meinungsäusserung.

    Bei meinem Vater wurde vor ca. 2 Wochen ein Bronchialcarzinom festgestellt. Dieses soll zwischen, bzw. hinter den Lungeflügeln sitzen und drückt auf die Speiseröhre. Ausserdem wurden 7 Hirnmetastasen (je 2-4 cm) festgestellt.

    Bisher wurden 10 Bestrahlungssitzungen am Kopf durchgeführt. (jeweils von 2 versch. Kopfseiten) Cortision in hoher Dosis verabreicht, ausserdem wurde eine intravenöse Chemotherapie (3 Tage) durchgeführt.

    Ürsprünglich wurden 15 Bestrahlungssitzungen angesetzt. Gestern kam mein Vater aus der Klinik zurück und sagte, dass die Bestrahlung abgesetzt wurde, ausserdem soll er kein Cortison mehr nehmen. Er sagte, sein Kopf wurde mit einem Fotoaparat fotografiert (kein CT). Er war alleine in der Klinik und wir wissen nicht mehr als dieses.

    Was sollen wir davon halten? (Eine Heilungschance wurde uns von Anbeginn an nicht in Aussicht gestellt.) Wie lange
    schätzen Sie, darf mein Vater noch Leben, wie lange können wir damit rechnen, dass er seine Persönlichkeit erhält und bleibt er ansprechbar?

    Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.
    Marcus Wörsching

    P.S.: Dieses Forum ist für uns "ins kalte Wasser geworfene" Angehörige eine grosse Hilfe. Danke dafür.


  • RE: Bestrahlung abgesetzt


    Eine Meinungsäußerung kann ich nur abgeben, wenn ich die Dosierung kenne. Es gibt auch Bestrahlungsschemata am Hirn, die aus 10 Einzelbestrahlungen (jeweils 2 Felder von re und li) bestehen. Dann ist die Einzeldosis höher (3 Gy). Unter diesen Umständen betrachtet man die Hirnbestrahlung als abgeschlossen und wartet jetzt zu. Das Cortison setzt man dann ab, da es auf längere Sicht zu unangenehmen Nebenwirkungen führt. Dieverbleibende Zeit läßt sich nur vermuten - sie ist leider nicht sehr lang und liegt im Bereich von einigen Monaten (bei hoffentlich guter Lebensqualität). Wenn die Hirnmetastasen wieder wachsen, d.h. Hirndruckzeichen einsetzen, kann man eventuell eine Chemotherapie mit Temozolomid versuchen. Man muß aber auch den Tumor in der Lunge beobachten und eventuell behandeln (ebenfalls Bestrahlung), wenn er beginnt, Beschwerden zu verursachen.

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