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Randomisierte Studie?

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  • Randomisierte Studie?

    Sehr geehrter Herr Professor Wust,
    Vielen Dank für Ihre Antwort vom 9.11. (Magenkrebs: Chemo vor OP). Sie hat mir sehr geholfen und mich ziemlich überzeugt. Doch jetzt habe ich ein neues Problem: Die neue Therapie wird im Rahmen einer Studie durchgeführt, wo das Los entscheidet ob man vor der OP eine Chemo bekommt oder nur operiert wird. Kann es jetzt womöglich passieren, dass meine Mutter schließlich DOCH KEINE Chemo bekommt, obwohl die Ärzte ständig betonen, dass das für besser halten - nur weil die "Münze" vielleicht anders entschieden hat? Kann man als Patient die modernere Behandlung (Chemo + OP) in so einem Fall trotzdem verlangen oder muss man sich widerstandlos auf sein Glück verlassen? Ich kann das gar nicht glauben. Schließlich geht es ja nicht um einen Schnupfen..... Für eine - nochmalige - Antwort wäre ich Ihnen sehr, sehr dankbar.


  • RE: Randomisierte Studie?


    Wie ich in meiner Antwort erwähnte - das Konzept der neoadjuvanten Chemotherapie ist zwar theoretisch einleuchtend, aber nicht bewiesen. Sie haben ja selber Bedenken geäußert. Die sog. Standardtherapie ist zur Zeit erst Operation, dann eventuell adjuvante Behandlung. Die Frage wird man nur beantworten können, wenn man eine Studie dieser Art (d.h. randomisiert) durchführt. Daher ist es wichtig, daß Patienten an solchen Studien teilnehmen - sonst wird man prak-tisch keinen Fortschritt in der Medizin haben (weil man ja nie sicher weiß, was nun besser ist). Ich würde daher die Teilnahme empfehlen, da natürlich auch der Kontrollarm eine gute Behandlung ist (eben die Standardtherapie) und die Betreuung in solchen Studien in beiden Armen besonders gut ist.
    P.S.: Zurecht erwarten Patienten, daß Sie nach dem neuesten Stand der medizinischen Wissenschaft behandelt. Das ist aber nur zu gewährleisten, wenn solche Studien ermöglicht werden.

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