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Pankreaskarzinom oder Lymphkongrumerat

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  • Pankreaskarzinom oder Lymphkongrumerat

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    meine Schwester, (43 J., 4 Kinder im Alter von 12 - 24 J.) bekam am 26.07.01 „ein gelbes Aussehen“. Alle Ratschläge von Verwandten und Bekannten, doch den Arzt aufzusuchen, halfen nichts. Sie meinte: „Das geht schon wieder weg..!“ Meine Schwester ist zwar schon immer sehr schlank gewesen, hat aber seit ca. März d. J. ca. 8 kg abgenommen! Dazu klagte sie über Rückenschmerzen, was sie aber als „normal“ ansah. Durchfälle, Erbrechen und Magenschmerzen hatte sie aber nicht. Meine älteste Nichte erzählte nur, dass ihre Mutter kaum noch etwas äße und immer stark rauche sowie viel Kaffee trinke.

    Am 31.07. ging sie endlich doch zum Hausarzt, der sie sofort in das Mindener Klinikum einwies. Ich erfuhr von meiner Mutter, dass man gesagt habe, ein Stein hätte den Gallengang verstopft. Man wolle wohl versuchen, diesen Stein (erst einmal ohne OP) zu entfernen.
    Am 01.08. erfuhr ich, dass der Stein nicht mehr im Gallengang saß und man inzwischen eine Ultraschall-Untersuchung sowie ein CT durchgeführt hatte. Von einem Stein war keine Rede mehr.
    So auch am 02.08., wo mir durch meine 12-jährige Nichte telefonisch mitgeteilt wurde, dass meine Schwester Krebs habe! Meine Nichte sagte u. a., als ich meinte, sie hätte sich vielleicht nur verhört: „Da ist jetzt von der Galle und dem Stein keine Rede mehr. Mama hat Krebs!“ Als ich meine Schwester selbst sprach, meinte sie zu mir, das sei richtig, man könne nur nicht sagen, ob es ein Pankreaskrebs, ein „Lymphkrebs“ oder etwa nur eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sei.
    Man hätte am 02.08. auch eine Gewebeprobe mit einer dünnen Nadel entnommen und hätte viermal zustechen müssen (das zweite Mal habe unheimlich weh getan), weil man immer nur ganz wenig Gewebe bekommen habe. Die Bauchspeicheldrüse sei sehr weich gewesen. Zusätzlich hatte man ihr am 02.08. auch einen Schlauch durch die Nase gelegt, um den Galleabfluss in einem Beutel außerhalb des Körpers auffangen zu können.
    Am 03. und 04.08. erfuhr ich von meiner Schwester, dass sie so schönes essen bekäme, sie fühle sich wohl und hätte auch guten Appetit.

    Am 07.08. wurde meiner Schwester mitgeteilt, dass man ihr am 08.08. sehr wahrscheinlich die Nasenschläuche entfernen und diese durch ein Stent im Gallengang ersetzen würde.

    Am 08.08.01 wartete meine Schwester auf das Ergebnis der Gewebeprobe. Stattdessen kam ein neuer Arzt zusammen mit dem Arzt, der die letzte Gewebeprobe entnommen hatte, auf sie zu und erzählte ihr, man müsse noch einmal eine Gewebeprobe entnehmen, weil man das letzte Mal leider zu wenig Gewebe bekommen hätte. Der „neue“ Arzt entnahm diesmal, die Nadel hatte auch inzwischen an Größendurchmesser („...wie ein Strohhalm“, so meine Schwester) zugenommen. Diese Biopsie hätte weniger weh getan, sagte meine Schwester mir. Der „alte“ Arzt hätte nur zusehen dürfen und meiner Schwester wurde auch im Gegensatz zum Mal davor gesagt, sie müsse sich sehr ruhig und möglichst lange hinlegen. Nach der letzten Biopsie war sie kurz darauf schon aufgestanden und herumgelaufen.
    Am 09.08. wurde meiner Schwester das Röhrchen eingesetzt und am 11.8. durfte sie nach Hause. Heute am 12.8. muss sie wieder zurück in die Klinik. Morgen rechnet sie mit dem histolischen Ergebnis.

    Inzwischen konnte ich meine Schwester persönlich zu Hause besuchen. Gestern war ich dort und sie erzählte mir, dass sie ihre Krankenmappe eingesehen habe, die man auf ihrem Zimmer vergessen hatte. Dort hätte gestanden: „Befund nach CT: 2 x 4,5 großes inoperables Pankreaskarzinom“. Ihr Lesen wurde aber schnell entdeckt und sie wurde darauf hingewiesen, dass sie das gar nicht lesen dürfe. Außerdem hätte man ihr doch auch schon alles erzählt. „Aber nicht die Größe“, war die Antwort meiner Schwester. Zudem wusste meine Schwester auch, dass sie ihre eigenen Unterlagen wohl einsehen dürfe.

    Noch etwas erzählte mir meine Schwester: der Arzt hätte nach ihrer Rückfrage gesagt, sie dürfe alles Essen, trinken und auch rauchen (!) Dieses erfuhr ich, als ich bemerkte, dass sie stark am Rauchen war, aber wieder leider nichts aß. Das einzige, was sie nicht vertragen würde, wäre Kaffee, sagte sie mir.

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust, bitte teilen Sie mir doch mit, was diese Vielfalt an Informationen zu bedeuten hat! Wir finden in der Familie langsam nicht mehr durch! Zumal jetzt auch noch gesagt wird, dass es entweder ein Pankreaskarzinom sei o d e r ein Lymphkonglomerat, aber keine Entzündung! Bei einem Lymphkonglomerat, so hat man meiner Schwester erklärt, wären die Heilungsaussichten besser.

    Aber wie kann man denn überhaupt von einem Karzinom sprechen, wenn man noch nicht den Gewebebefund weiß? Und vor allem, warum dauert das alles so lange? Wenn man seitens der Ärzte meint, es sei ein Karzinom, weshalb macht man den Patienten mit der Wartezeit so mürbe und sagt auch noch, dass man weiter rauchen darf? Überall konnte ich doch im Internet bisher nachlesen, dass gerade beim Pankreaskarzinom das Rauchen die Lebenszeit nur noch mehr verkürzt! Sollte man Krebspatienten denn wirklich das Rauchen erlauben, wenn man weiß, dass diese vielleicht nicht mehr lange zu leben haben?

    Dazu kommt von meiner Schwester noch die Info, dass man ihr gegenüber nur von einer Chemo gesprochen habe im Zusammenhang mit diesem Lymphkongrumerat!
    Hat man meine Schwester vielleicht schon aufgegeben? Könnten Sie mir anhand dieser Infos mehr sagen?
    Ich würde meiner Schwester gerne mit guten Infos Mut machen, vor allem möchte ich gerne, dass sie wieder zunimmt! Aber vielleicht ist das Karzinom doch bösartig und drückt schon auf den Gallengang!? Ich weiß, dass meine Schwester sich große Sorgen macht, nicht nur um sich, sondern auch um ihre vier Kinder.
    Meine älteste Nichte hat im Krankenhaus den Stationsarzt nach einer psychologischen Betreuung gefragt, die das Krankenhaus aber nicht hat. Zudem hat sie als Antwort bekommen, dass ihre Mutter „wohl jetzt etwas ganz anderes brauche“.
    Wie können wir ihr helfen? Und wo bekommen wir für meine Schwester evtl. eine psychologische Betreuung her?

    Noch eine letzte Frage: sollte eine Chemo auf meine Schwester zukommen, wüsste ich gerne, was Sie davon halten, wenn man zu Unterstützung evtl. den „CoD-Tee“ von Dr. DaVid trinkt, der laut meiner Information das Immunsystem stärken soll. Außerdem habe ich viel gelesen, dass die CoD-Tee-Trinker mit einer zusätzlichen Nahrungsumstellung auch wieder Appetit bekamen und zugenommen haben.
    Somit wurde bei vielen auch der Lebenswille wieder größer. Haben Sie davon schon gehört? Was ist davon zu halten, wenn man gesagt bekommt, dass der Tee in Deutschland nicht verkauft werden „darf“? Könnte dieser Tee denn schädlich sein?

    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar!

    Mit vorzüglicher Hochachtung

    E. Zadka


  • RE: Pankreaskarzinom oder Lymphkongrumerat


    Ihre Schwester hat aller Voraussicht nach ein inoperables Pankreaskarzinom (so wie es im CT-Befund stand). Die histologische Untersuchung wird dies vermutlich bestätigen. Ob Lymphknoten mit befallen sind, ist manchmal schwer zu beurteilen, hätte aber hier keine therapeutischen Konsequenzen. Als Therapie ist hier offenbar eine Chemotherapie vorgesehen (vermutlich mit Gemcitabine), da Inoperabilität vorliegt. Mit der Chemo kann man noch eine ordentliche Zeit gewinnen - leider muß man sich damit abfinden, daß eine Heilung jedoch nicht möglich ist (wenn sich der histologische Befund bestätigt). Es ist vor Beginn der Chemo wichtig, daß der Galleab-fluß gewährleistet ist. Das ist eventuell mit dem geplanten Stent zu erreichen.
    Verunsichern Sie Ihre Schwester jetzt nicht mit abwegigen Therapievorschlägen. Jetzt sollte erst einmal der "schulmedizinische" Weg beschritten werden, der immer noch die größten Erfolgs-aussichten hat. Später können Sie ja noch Tees o.ä. dazugeben. Es hat auch keinen Sinn, einem krebskranken Patienten das Rauchen zu untersagen. Das hat jetzt auf den Krankheitsverlauf keinen Einfluß mehr.

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    • RE: Pankreaskarzinom oder Lymphkongrumerat


      Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

      ich möchte Ihnen erst einmal für Ihre schnelle Antwort danken!
      Nun möchte ich mich aber noch einmal an Sie wenden, in der Hoffnung, dass Sie vielleicht noch eine Antwort auf meine Frage wissen!

      Meine Schwester hat heute gesagt bekommen, dass der histologische Befund "negativ" sei. Bei näherer Hinsicht sieht es aber so aus, dass sie jetzt entlassen wird, dann 14 Tage zu Hause verbringt, um danach wieder ins Klinikum Minden eingeliefert zu werden, um operiert zu werden! (Befund war aber doch 2,5 x 4 cm, angeblich inoperabel!)

      Nach Auskunft des Histologen hat man bei der 2. Biopsie am letzten Mittwoch wieder nicht genügend Gewebe bekommen. D. h., man will in 2 Wochen bei der OP "nur" ein größeres Stück Gewebe entnehmen und dieses dann einschicken, um Klarheit zu bekommen, was meine Schwester nun hat! Wenn der Tumor gutartig ist, spielt die Zeit keine Rolle, wenn er bösartig ist, auch nicht....

      Was sind das für Antworten? Wir sind alle sehr irritiert! 2 Wochen warten übrigens nur, weil der Arzt in Urlaub geht. Ich fasse es nicht!

      Ich bin zwar Laie, habe aber auch viel über Pankreaskrebs inzwischen lesen können. Für mich sieht es jetzt so aus, als seien dort in der Klinik "Stümper" am Werk, die sich auf Kosten meiner Schwester vielleicht noch ein paar Lorbeeren verdienen wollen! (Klingt hart, ich weiß, aber schließlich geht es hier um Leben und Tod. Meine Schwester hat keine Grippe!)

      Wir möchten deshalb meine Schwester überreden, in eine andere Klinik zu wechseln, wo man schneller zum Ergebnis kommt. Da "ihr" behandelnder Arzt jetzt erst einmal 2 Wochen Urlaub macht, denke ich, dass das der richtige Weg wäre, zumal man doch nicht noch einmal 3 Wochen warten kann, um endlich eine evtl. Chemo beginnen zu können.

      Meine Frage: welche Klinik in der Umgebung käme infrage, notfalls fahre ich mit ihr auch weiter.
      Vielleicht gibt es ja sogar irgendwo einen Ansprechpartner einer Institution, an den man sich wenden kann, wo evtl. nicht so lange Wartezeiten auf meine Schwester zukommen!

      Meine Schwester kann doch nicht warten, bis der Arzt wieder aus dem Urlaub zurück ist! Sowas haben wir noch nie gehört! Und dann kommt vielleicht wieder "Kein-Ergebnis" dabei heraus. Schließlich geht der Tod nicht auf Urlaub!

      Wir wollen das so nicht einfach hinnehmen. Bitte, haben Sie eine Idee, was wir tun können, da wir inzwischen immer noch keine Ergebnisse haben?

      Wo bekommt meine Schwester schnell ein Ergebnis, damit eine Chemo begonnen werden kann? Vielleicht sogar eine lokale? Oder eine hyperthermische Behandlung, falls das der Tumor zuläßt. Welche Klinik nimmt meine Schwester auf, auch ohne "Befund"-Unterlagen?

      Wie gesagt, ich fahre mit ihr auch bis nach Berlin oder Freiburg. Hauptsache, es geschieht etwas und die Wartezeit hat ein Ende!

      Für eine Antwort danke ich Ihnen schon ganz herzlich im voraus!

      Liebe Grüße, E. Zadka
      (Mail2pencil@aol.com)

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      • RE:(NACHTRAG)Pankreaskarzinom od. Lymphkongrumerat


        Ich habe vergessen, zu erwähnen, dass sich das Carzinom im Pankreaskopf befindet!

        Bin für alle Hinweise und auch Erfahrungen anderer dankbar!

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