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Prostatakrebs, Bitte um schnelle Antwort

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  • Prostatakrebs, Bitte um schnelle Antwort

    Sehr geehrter Herr Professor,

    Bei meinem Vater (52) wurde Prostatakrebs diagnostiziert. Er hat einen G2 Tumor, der durch Ertasten nicht spührbar ist und er hatte auch noch keine Symptome. Bei der Gewebeprobe war auf der einen Hälfte 75% positiv und auf der anderen 25%. Nun wird er voraussichtlich in 5 Wochen operiert (geht noch in die Ferien jetzt). Mein Grossvater (sein Vater) hatte auch schon Prostatakrebs.
    Meine Frage wäre jetzt: Wie hoch sind die Chancen dass er wieder völlig gesund wird? Ist eine OP das einzig richtige? Das alles macht mir ziemliche Angst. Wird er für immer Impotent und kann er das Urinieren nicht mehr steuern nach der OP? Bitte antworten Sie mir schnell. Vielen Dank!
    Mit freundlichen Grüssen Corinne


  • RE: Prostatakrebs, Bitte um schnelle Antwort


    Es handelt sich um ein frühes Stadium eines Prostata-Ca (T1, G2). Wichtig wäre noch der PSA-Wert. In Anbetracht des jungen Alters wird man schon zu einer Op tendieren (radikale Prostatektomie). Dies ist aber nicht die einzige therapeutische Option. Es käme noch die Seeds-Implantation oder eine Strahlentherapie in Betracht. Lassen Sie sich eventuell von einem weiteren Arzt , z.B. einem Radioonkologen beraten. Es gibt auch einige weitere Informationen im Netz, s. z.B. http://cancernet.nci.nih.gov/ oder www.oncolinks.de.
    In diesem Alter ist jedoch, wie gesagt, die Op als sicherster Weg anzusehen, den Krebs loszuwerden. Die Impotenz ist sicher dabei mit gewisser Wahrscheinlichkeit zu erwarten (es sei denn, eine nervensparende Op ist möglich). Inkontinenz tritt dagegen nur selten auf. Versuchen Sie, einen möglichst erfahrenen Operateur zu finden.

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    • RE: Prostatakrebs, Bitte um schnelle Antwort


      Der PSA Wert ist im Moment bei 12 soweit ich weiss.

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      • RE: Prostatakrebs, Bitte um schnelle Antwort


        Ich habe heute im Internet etwas über die DHB (HormonBlockade) gelesen. Wäre das eine sinnvolle Therapie für meinen Vater?

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        • RE: Prostatakrebs, Bitte um schnelle Antwort


          Der PSA-Wert ist grenzwertig hoch, aber noch mit dem frühen Stadium vereinbar. Hormonblockade ist in diesem Stadium sicher nicht geeignet. Sie hält nicht lange genug vor. Wie gesagt, hier sollte eine lokale Therapie ins Auge gefaßt werden. Wenn man die Operation vermeiden will (aus verschiedenen Gründen), käme als nächstwirksame Methode eine Seeds-Implantation in Betracht. Sie können ja mal Erkundigungen bei mit dieser Methode erfahrenen Urologen einholen (Dr. Kahmann, Dr. Henkel in 12347 Berlin, Britzer Damm 63, Tel.: 030-606 40 26).

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          • RE: Prostatakrebs, Bitte um schnelle Antwort


            Sehr geehrter Herr Prof.Wust,
            Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Mein Vater war heute nochmals bei seinem Spezialisten, der auch die OP vornehmen wird. Er scheint sehr erfahren zu sein und hat weitgehend positiv über die Heilungs-Chance gesprochen und er vermutet auch noch keine Metastasen! Die Gewebeproben (2 mal 8) waren nicht wie zuvor geschrieben 75 % und 25 % positiv sondern 25% und 0 % positiv (was schon besser klingt !). Ev. kann sogar einseitig nervenschonend operiert werden. Ich bin nun wieder in einer besseren Verfassung wie auch mein Vater. Nochmals vielen Dank !
            Mit freundlichen Grüssen,
            Corinne

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            • RE: Prostatakrebs, Bitte um schnelle Antwort


              Sehr geehrter Herr Professor Wust,

              Noch eine Frage hätte ich: Was genau bedeuted Gleason Score (3+3 =6) ? Ist das ein schlechter Wert?

              Vielen Dank für eine Antwort und noch schöne Festtage.
              Liebe Grüsse
              Corinne

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              • RE: Prostatakrebs, Bitte um schnelle Antwort


                Gleason 6 ist ebenfalls noch im unteren Bereich (bzw an der Grenze), d.h. spricht eher für frühes Stadium und günstige Prognose. Der Gleason Score geht bis 10. Paßt soweit alles zusammen. Ihr Vater hat sich jetzt für eine bestimmte Therapie entschieden und alle sollten jetzt optimistisch an die Sache rangehen.

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                • RE: Prostatakrebs, Bitte um schnelle Antwort


                  Hallo Corinne,

                  auf der Suche nach Informationen über Prostatakrebs bin ich auf Deinen "Briefwechsel" im Forum gestoßen, wobei Deine Ausgangsfrage genau meine jetzige Situation wiederspiegelt.
                  Ich habe gestern erfahren, daß mein Vater Prostatakrebs hat und bin jetzt ziemlich durch den Wind. Er ist auch erst 52 Jahre. Das Wort "Krebs" ist im ersten Moment wie ein Schlag ins Gesicht und nun durchforste ich sämtliche Internetseiten nach irgendwelchen Infos, da mein Wissen zu diesem Thema gleich null ist.
                  Das ganze macht mir ziemliche Angst, doch die Hoffnung aufgeben darf man ja nicht.
                  Ich hoffe bei meinem- wie auch bei Deinem- Vater verläuft alles gut!

                  Viele Grüße

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                  • RE: Prostatakrebs, Bitte um schnelle Antwort


                    Hallo Ihr beiden,
                    mein Vatrer ist 56, hat auch Prostatakrebs im Frühstadium.
                    Ich arbeite bei einer Krankenkasse und unsere ärztin konnte mich weitesgehends beruhigen.
                    Die Prostata wird entfern und die umliegenden unteren Lymphkonoten (Rutineoperation). Doch gerade da läuft ja immer was schief. Es sollte ein erfahrender Operateur sein (kleineres Krankenhaus), dann wäre die gefahr einer dauerhaften Inkontinenz bei etwa nur 1%.
                    Weiterhin gibt es eine Anschlußheilbehandlung bzw. Nachsorge in einer Kureinrichtung, die onkologisch spenzialisiert sein somuß (gibt es wohl nur etwa 5 Einrichtungen in ganz deutschland), näheres weiß ich leider noch nicht.
                    Auch nach der Anschlußheilbehandlung/Nachsorge kann die Inkontinenz bis zu einem Jahr anhalten, sollte sich aber von Zeit zu Zeit bessern. Die Ärztin hat diese Zeit als wichtigste betont, da dort intensives Beckenbodentraining stattfindet.

                    Alles Gute

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                    • RE: Prostatakrebs, Bitte um schnelle Antwort


                      hallo,

                      ja sicher. hierzu bitte sfort die beiden pages aufrufen, sie werden dir mit sicherheit weiterhelfen:

                      wwww.prostatakrebse.de
                      www.prostatakrebs-bps.de

                      dort melden sich nur pk-erkrankte zu wort und sind oft kompetenter als unsere ärzte. die wollen immer schneiden und bestrahlen. von der dhb halten die wenigsten etwas.

                      gruß

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