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Lymphknoten - mein Beitrag vom 14.08.16 (Update)

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  • Lymphknoten - mein Beitrag vom 14.08.16 (Update)

    Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,

    aufgrund ambulant im CT festgestellter unklarer Pulmonalherde sowie im MRT festgestellter Lymphknotenvergrößerungen wurde ich ins Krankenhaus eingewiesen. Dort sollten die Lymphknoten punktiert werden. Es stellte sich jedoch folgender Befund heraus:

    Anamnese: nach MRT-Befund ambulant mesenteriale, retroperitonaler und iliakale Lymphopatie.
    Leber: Steatosis Hepatitis. Gallenwege: eingeschränkt beurteilbar. Soweit beurteilbar kein Nachweis einer inter- oder extrahepatischen Gallenwegserweiterung, kein Steinnachweis, kein Hinweis für intraluminale Raumforderung. Gallenblase entfernt. Pankreas: Formkontur glatt, Echomuster homogen, echoreich. Abdominelle Lymphknoten: Sonografisch kein Hinweis auf pathologische Lymphknoten mit schmalem Cortex und Solbiati-Index>2, erhaltene Architektur bis 15 mm Größe dar. Diese sind sonografisch nicht suspekt und werden deshalb auch nicht punktiert. Peritoneum: kein Aszites. Unauffälliger Befund folgender Abdominalorgane: Milz, Harnblase (nicht untersucht) rechte Niere, linke Niere.

    Zusammenfassend Beurteilung: Steatosis hepatis, Zustand nach Cholecystektomie, Pankreaslipomatose. Die lokoregionären Lymphknoten inguinal beidseits sind morphologisch nicht suspekt. Darüber hinaus sonografisch keine Darstellung vergrößerter Lymphknoten.

    Therapie und Verlauf:
    Wir veranlassten zur weiteren Abklärung der oben genannten Beschwerden und CT/MRT Befunde eine Ultraschalluntersuchung des Abdomens. Im Ultraschall des Abdomens konnten sich keine Auffälligkeiten der Lymphknoten feststellen lassen, so dass es keinen weiteren Anlass für eine Lymphknotenpunktion oder Exstirpation gab. Zur Sicherung haben wir die ambulant durchgeführte CT und MRT bei uns eingelesen. Laut unseren Radiologen konnten im CT die unspezifischen Lungenherde gesehen werden und wurden a.e. in Folge des Morbus Still bewertet. Wir empfehlen eine Vorstellung dessen bei Ihren behandelnden Rheumatologen. Im MRT konnten wir keine suspekten Lymphknoten sehen.

    Ich bin natürlich froh, dass sich die vergrößerten Lymphknoten nicht bestätigt haben. Leider aber auch sehr verunsichert was die Pulmonalen Herde betrifft.

    Der Befund im CT: Pulmonal beidseits Nachweis bis zu 4mm große Rundherde. Rechts findet sich eine Verdichtung am Lippenspalt zwischen Ober- und Mittellappen sowie insgesamt 5 Rundherde disseminiert in allen Unterlappensegmenten. Links finden sich insgesamt 7 Rundherde im Unterlappensegmenten zum Teil subpleural gelegen. Breite narbige Schwiele mit Einlagerungen von Fettgewebe am basalen Aspekt des linken Hauptlappenspaltes sowie ventrobasale Schwiele rechts. Beidseits kein Pleuraerguss.

    Ergebnis:
    Zunächst unspezifische kleine Rundherde in beiden Lungenunterlappen sowie rechts zwischen Ober- und Mittellappen dem Hauptlappenspalt angrenzend. Eine artdiagnostische Zuordnung ist aktuell nicht eindeutig möglich. Zunächst sollte eine Verlaufskontrolluntersuchung in 6 Monaten erfolgen. Dezente basalpleuritische Residuen beidseits. Keine suspekten Lymphknotenvergrößerungen mediastinal und hilär.

    Nun meine Frage: sollte wirklich 6 Monate gewartet werden um ein erneutes CT zu veranlassen. Ich finde 12 Lungenherde (wenn auch lt. Ärzte zu klein um zu punktieren) schon ziemlich beunruhigend und meine Angst geht dahin, sollten sich diese als Metastasen herausstellen. Wäre es in 6 Monaten nicht schon weiter fortgeschritten und ein Primärtmor, den es ja dann irgendwo geben müsste ebenfalls schon größer? Leider ist mein Rheumatologe im Urlaub, aber wie soll er erkennen, dass diese Herde von meiner Grunderkrankung Morbus Still kommen?

    Da ich seit April auch an Magenschmerzen und Übelkeit leide, die auch durch Medikamente nicht wirklich weggehen bin ich etwas in Sorge. Diese anfänglichen Beschwerden veranlassten mich damals zum Arzt zu gehen. Dadurch wurde die weiterführende Diagnostik betrieben. (Magenspiegelung ergab Antrumgastritis, Darmspiegelung einige Devertikel) also nichts Besorgnis erregendes. Trotzdem habe ich bis heute diese Beschwerden teilweise noch mit Schwindel.

    Wie ist Ihre Einschätzung dieser Befunde bzw. des weitere Vorgehens in der Diagnose der Rundherde.

    Für Ihre Mühe danke ich Ihnen schon im Vorraus. Mit freundlichen Grüßen Gabriele


  • Re: Lymphknoten - mein Beitrag vom 14.08.16 (Update)

    Das liest sich sehr stark nach gutartigen Veränderungen. Man sollte die Tumoren ausschließen welche Lungenmetastasen machen, das haben Sie mittels Darmspiegelung schon betrieben. Wie sieht es mit den (Vorsorge-)untersuchungen der Brust aus? Sprich frauenärztliche Untersuchungen? Wenn auch das in Ordnung ist so kann ich die Empfehlung zur Verlaufskontrolle gut nachvollziehen, das ist dann in der Tat die einzige Möglichkeit ohne Punktion Sicherheit zu erlangen. 6 Monate sind jedoch sehr lange, maximal 3 Monate sind ebenso denkbar denn fast alle Krebsarten würden nach dieser Zeit schon Veränderungen ziegen.

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    • Re: Lymphknoten - mein Beitrag vom 14.08.16 (Update)

      Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,
      vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, die mir sehr hilft. . Ich werde meine Ärzte auf eine Kontrolle nach 3 Monaten ansprechen. Ja, ich gehe regelmäßig zur Mammographie. Sogar jährlich, (jedes Jahr November, den nächsten Termin habe ich bereits für November 2016) da bei mir eine Familienanamnese besteht. Beim Frauenarzt war ich dieses Jahr im Mai. Dort wurde Ultraschall und Abstrich gemacht, alles ohne Befund. Ich denke auch, dass ich jetzt gut durchgecheckt bin und ich mir nicht allzu große Sorgen machen muß wegen der winzigen Lungenherde. Also nochmals meinen herzlichsten Dank für das Lesen meiner Sorgen und die Beantwortung meiner Fragen. Schön das es dieses Forum gibt und Sie sich die Zeit dafür nehmen.

      Mit vielen herzlichen Grüßen Gabriele

      Kommentar


      • Re: Lymphknoten - mein Beitrag vom 14.08.16 (Update)

        Das Vorgehen hört sich nachvollziehbar und vernünftig an. Alles Gute.

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