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Angst vor Lungenkrebs

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  • Angst vor Lungenkrebs

    Lieber Prof. Dr. Wust,

    seit einiger Zeit schon beschäftigt mich nun die Angst vor Lungenkrebs. Ich bin 27 Jahre alt, rauche seit 10 Jahren, in den letzten Jahren aber immer weniger und habe Tage, an denen ich Pause mache und in der ganzen Zeit generell selten mehr als 10 stk am tag. Seit ein paar Wochen habe ich komplett aufgehört.

    Im letzten Sommer ist mir das erste Mal bewusst aufgefallen, dass ich etwas Atemnot bekomme bei kleinen Belastungen wie z.B. in den dritten Stock Treppen steigen. Seit ca. 2 Monaten sind noch weitere "Symtome" hinzugekommen. Mir ist aufgefallen, dass ich beim Ausatmen ganz leise ein rhythmisches Pfeifgeräusch höre, besonders nach tiefem Ein- und ausatmen. Zusätzlich habe ich seit 7 Wochen eine Stelle am Rücken, die leicht schmerzt bei bestimmten Bewegungen und mittlerweile auch öfter Juckreiz auslöst. Auch beim Einatmen in bestmmter Position bemerke ich diese Stelle. Die Stelle ist auf der linken Seite, einige Zentimeter unterhalb des Schulterblattes. Außerdem habe ich in den letzten Tagen Leisten/Adduktorenschmerzen bemerkt (besonders morgens) und auch Nacken/Schulterschmerzen, besonders rechts. Die Atmenot an sich ist allerdings nicht merklich schlimmer geworden in dieser Zeit. Auch habe ich keinen anhaltenden Husten, muss mich jedoch öfter mal räuspern (keine Heiserkeit).

    Anfang Dezember war ich bei meiner Ärztin und habe die Lunge abhorchen lassen, da hat sie nichts auffälliges bemerkt. Das Pfeifen kann ich aber deutlich hören. Ich bin mir bewusst, dass ich hypochondrische Anlagen besitze, dennoch glaube ich nicht, dass ich mir jedes dieser "Symptome" einblide. Deshalb würde ich gern von Ihnen wissen, wie Sie meinen Fall aus der Ferne einschätzen würden.

    Einen Termin beim Lungefacharzt habe ich in zwei Wochen, momentan kann ich aber an nichts anderes mehr denken. Das viele im Internet nach Symptomen recherchieren macht mich verrückt.

    Viele Grüße


  • Re: Angst vor Lungenkrebs

    Zunächst würde ich denken (vielleicht etwas oberflächlich), dass Sie als mittelstarker Raucher (5 Packungsjahre) nicht gerade im besten Trainingszustand sind. Das hängt sicher auch von Ihrer sonstigen Konstitution ab, die ich nicht beurteilen kann. Die Schleimhaut erholt sich nur sehr langsam (das dauert Jahre), so dass Sie auch nach Beendigung des Rauchens noch nicht gleich wieder topfit sind. Das Pfeifen beim forcierten Ausatmen ist vielleicht eine angedeutete Spastik (bei vermutlich bestehender Raucherbronchitis), aber der Übergang zum Normalen ist fließend. Es hängt mit den physikalischen Strömungsgesetzen zusammen, dass die Bronchien beim schnellen Ausatmen etwas zusammenfallen (und dadurch auch mal ein Strömungsgeräusch entstehen kann). Einen Verdacht für eine Krebserkrankung kann ich daraus nicht ableiten, auch nicht für Lungenkrebs.
    Einen Zusammenhang mit den anderen Beschwerden kann ich nicht sehen, aber hier könnten muskuläre Verspannungen eine Rolle spielen. Summa summarum sehe ich Potentiale, durch Änderung des Lebensstils hier deutliche Verbesserungen zu erzielen.

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