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Frage an Prof.Dr.Wust und alle Anderen

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  • Frage an Prof.Dr.Wust und alle Anderen

    Guten Tag,Hr. Prof.Dr.Wust und alle Mitleser.
    Ich frage hier als Angehöriger, erkrankt ist meine Frau.
    Vorgeschichte:
    -10/2001 nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom, Oberlappenresektion rechts, Tumor konnte komplett entfernt werden. Keine Metastasen und keine Lymphe betroffen. Keine Chemo und Bestrahlung nötig. Seit dem in onkologischer Betreuung/Nachsorge.

    Akut:
    -Frühjahr 2007 eine nicht heilende Stelle im Mund, der erste Kiefernchirurg sagte "das ist harmlos"
    -Herbst2007 der zweite Kiefernchirurg nahm eine Bürstenbiopsie vor ->Verdacht auf Wangenschleimhaut (Plattenepithel) Karzinom, die Klinik bestätigt das. Es ist NICHT der gleiche Krebs wie an der Lunge.
    -11/2007 vor der stat. Aufnahme lassen wir privat ein PET/CT durchführen -> es ist nichts weiter im Körper zu finden ausser an der PE-Stelle
    -Ende 11/2007,Tumorres.,UK-Kastenres.,NECK dis. (alles rechts)und Radialislappen zur Deckung, keine Chemo oder Bestrahlung, da alles komplett entfernt werden konnte und auch die Lymphe frei sind, sowie keine Metastasen vorhanden waren.
    -Ende 12/2007 Entlassung nach Hause.

    Nun zu meinen eigentlichen Fragen:
    -welche Untersuchungen halten Sie im Rahmen der Nachsorge für wichtig und in welchem Zeitrahmen?
    Die Onkologin möchte im April ein MRT, die Klinik sagt "wir werden Ihnen rechtzeitig mitteilen was nötig ist, aber nicht vor April" (Nachsorgetermine ab jetzt alle vier Wochen). Ist eine erneute PET/CT vielleicht sinvoller? Darauf geht die Klinik garnicht ein, aber das PET DiagnoseZentrum sagt eine weitere PET/CT ersetzt alle andere bildgebende Diagnostik - wer hat nun Recht?

    -meine Frau hat im linken, nicht operierten Wangenbereich nach der eigentlichen OP "Schleimhautverdickungen" festgestellt, die die Klinik als harmlos einstuft - was sagt Ihre Erfahrung dazu - (Hintergrund: der erste Kiefernchirurg und selbst die Klinik bei Probenentnahme sagte damals ja auch: "harmlos, nur Lichen")?

    -seit der OP brennt meiner Frau die gesamte Mundschleimhaut, auch ist die rechte Zungenhälfte und die rechte Wange/Lippe immer noch taub - wie lange kann dieser Zustand anhalten, gibt es Erfahrungswerte oder irgendetwas was diesen Zustand möglichst schnell erleichtert/verbessert?

    Vielen Dank an alle die hier antworten möchten
    Gruß Blacky


  • Re: Frage an Prof.Dr.Wust und alle Anderen


    Die Standardbildgebung im Kopf-Hals-Bereich wäre ein MRT (Ausgangs-MRT 6-12 Wochen nach Therapie, dann alle 6-12 Monate). Das PET-CT wird von den gesetzlichen Kassen nicht bezahlt, obwohl es wahrscheinlich am besten wäre (aber das ist noch nicht für alle Anwendungen geprüft). Die unterschiedlichen Empfehlungen sind doch klar. Nur was man selbst anbieten kann, wird empfohlen. Das andere existiert nicht.
    Es ist immer schwer zu sagen, ob eine Verdickung harmlos oder schon der Beginn eines Tumors ist. Da helfen nur engmaschige Kontrollen (die man auch selbst durchführen kann).
    Periphere Nerven nach Op brauchen Wochen bis Monate, bis sie sich wieder regeneriert haben. Wenn ein größerer Ast durchtrennt wurde, was hier möglich ist (Ast des N. Trigeminus), kann es auch permanent sein. Gegen Parästhesien kann z.B. Lyrica (etwas) helfen.

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    • Re: Frage an Prof.Dr.Wust und alle Anderen


      Guten Tag Hr.Prof.Dr.Wust

      Danke für Ihre Antwort,
      zwei Verständnisfragen hätte ich noch
      -zur PET/CT: ist sie in diesem speziellen Fall noch nicht genau geprüft? Ja ich weiß das die Kasse sie - fast nur in Deutschland - leider nicht zahlt. Wäre sie hier sinnvoller/genauer als ein MRT? Ersetzt sie auch ein Knochenszintigramm?

      -zu den "Verdickungen": wie könnte so eine "Selbstkontrolle" aussehen? Solange sich nichts verändert(optisch,haptisch)alles OK - oder wäre das zu einfach?

      Nochmals Danke für Ihre Antwort und ein schönes Wochenende wünschend: Blacky

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