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Bauchspeicheldrüsenkrebs

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  • Bauchspeicheldrüsenkrebs

    Sehr geehrter Herr Professor Dr. Wust,

    bei meiner Schwägerin wurde im Juni ein Bauchspeicheldrüsenkarzinom diagnostiziert. Bei einer OP wurden ein Teil der Bauchspeicheldrüse Schwanz und Körper), des Magens und des Darms sowie die Milz entfernt. Von den weiterhin entfernten 17 Lympfknoten wies einer Veränderungen auf. Nach der OP sah alles zunächst sehr gut aus. Nun wurden jedoch mehrere, noch kleine Metastasen im Bauchraum festgestellt (u.a. eine an der Leber). Die Bauchspeicheldrüse selbst ist z.Zt. nicht betroffen. Zur Behandlung erhält meine Schwägerin Chemotherapie als Infusion und ergänzend in Form von Tabletten.
    Wie sieht die Prognose bei einem solchen Krankheitsbild aus? (Die Berichte, die ich bisher hierzu gefunden habe, gehen bei Metastasenbildung immer davon aus, dass auch die Bauchspeicheldrüse weiter betroffen ist).

    Im Internet bin ich u.a. auf die Seite der SanaFontis Klinik gestossen. Hier wird angegeben, man habe bei der Behandlung mit dem neuen Mittel "AMT" gute Erfolge erzielt. Ist Ihnen dieses Mittel bekannt, bzw. wissen Sie, ob es diesbezüglich Erfahrungswerte gibt?

    Vielen Dank schon mal für Ihre Antwort,
    mit freundlichen Grüßen
    Claudia Küpper


  • Re: Bauchspeicheldrüsenkrebs


    Die Prognose des Pankreaskarzinoms ist auch nach einer (kompletten) Op ungünstig. Wenn jetzt (wie zu vermuten ist) Metastasen aufgetreten sind, wird die Chemotherapie mit Gemcitabine eingesetzt. Damit ist die noch verbleibende Überlebenszeit i.allg. begrenzt (schätzungsweise 6 – 12 Monate). Selbst eine Zweitlinientherapie ist beim Pankreaskarzinom nicht standardisiert. Dann können Sie sich vorstellen, dass der Einsatz neuer Substanzen rein experimentell ist. Man kann es sicher versuchen (weil es ja keine erfolgreiche Standardtherapie gibt), aber man sollte nicht von eingehenden Erfahrungen mit diesen Substanzen ausgehen. AMT ist allerdings keine innovative Substanz und kein neues Chemotherapeutikum, sondern eine Mixtur aus pflanzlichen Substanzen (s. Homepage der von Ihnen genannten Klinik). Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Mixtur den Krankheitsverlauf beeinflusst. Ich kann nur davon abraten, insbesondere wenn erhebliche Kosten entstehen.

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