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Was hilft noch bei Depri?

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  • Was hilft noch bei Depri?

    Liebe Leser

    Vor drei Jahren stellte man bei mir die Diagnose Depression. Ich bin seit dem bei einem Psychiater in Behandlung (1xmonatl wegen der Medis) und habe auch schon 2X einige Wochen in einer Psychiatrie verbracht. Hatte eine Verhaltenstherapie.
    Nehme z.Z. Trvilor300 mg und Aponal.
    Aber bisher half nichts wirklich. Ich bin schon dankbar, wenn ich mein Bett verlasse und etwas im Haushalt schaffe. Ich grübel sehr viel und habe jegliches Interesse an allem verloren. Habe heute noch mal wieder bilanziert und mir wurde mal wieder schmerzhaft bewußt, ich habe keinen Menschen, dem ich wirklich vertrauen kann. Mein Mann kann mit meiner Erkrankung trotz Paargespräch in der Klinik nichts anfangen. Ich reiße mich wirklich immer wieder zusammen um ihn nicht zu viel von meinem Seelenleben miterleben zu lassen.
    Früher hatte ich enorm viele Bekannte, die sich aber nicht mehr melden. Ich verstehe es ja, von mir kommt ja auch nichts. Ich schaffe es nichtmal zum Einkaufen zu gehen, geschweige denn jemanden zu besuchen.
    Ich habe auch nicht die Kraft in eine SHG zu gehen.
    Bin meist Hoffnungslos und wünsche mir jeden Abend, am nächsten Morgen nicht mehr wach zu werden.
    Das ist natürlich sehr ungerecht anderen gegenüber, die evtl. schwer krank sind und so gerne leben würden.
    Hat jemand Erfahrung mit alternativer Medizin in diesem Bereich?
    Liebe Grüße Mutlose


  • RE: Was hilft noch bei Depri?


    Hallo Mutlose, sei nicht mutlos und nimm es selbst in die Hand, den Anfang hast Du ja schon gemacht. Klar es geht nicht von heute auf morgen aber es geht. Verstehe unter Depression eine Stoffwechselstörung, esse zumindest viel Obst und Gemüse vermeide Zucker und Kochsalz nehme dafür unraffiniertes Meersalz aus dem Reformhaus. Trinke viel Wasser, lasse Limo,Cola, Industriesäfte, Alkohol weg. Es fehlen Dir auf alle Fälle Mineralien und Vitamine insbesondere Selen und die B-Vitamine aber auch der Rest darf nicht vernachläßigt werden da sie sich gegenseitig benötigen. Sag mir Bescheid wenn ich Dir ein Buch empfehlen soll. Gruß Wasseronkel

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    • Bescheid


      Hallo Wasseronkel !

      Danke für die ermutigenden Worte. Bin eigentlich eine Leseratte, aber momentan fällt mir das Lesen verdammt schwer. Würde mich aber trotzdem über den Buchtip freuen. Liebe Grüße
      die immer noch mutlose

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      • RE: Was hilft noch bei Depri?


        Hallo Mutlose!
        Dein Problem kommt mir bekannt vor, habe nämlich auch Depressionen. Warum hast du nur einmal im Monat Therapie? Hilft sie dir? Versteht der Therapeut dich? Sonst musst du dich um eine andere Therapie bemühen. Mit deinen Medikamenten kenne ich mich überhaupt nicht aus. Wie lange nimmst du sie schon? Wenn du sie erst seit wenigen Monaten nimmst, kann es sein, dass sie noch nicht angefangen haben zu wirken. Die brauchen verdammt lange. Wenn es in deinem Leben nur das Aufstehen und den Haushalt gibt, kein Wunder, dass du mutlos bist. Haushalt ist schon für viele Gesunde verhasst.
        Ich kann da nur empfehlen, ermunter deinen Mann mal zu einem Spaziergang, Bewegung tut gut. Sonst mach Wechselduschen, das soll auch helfen.
        Der Wasseronkel hat in sofern recht, dass Depression eine Stoffwechselstörung ist. Du sollst dich deshalb nicht schuldig fühlen. Hörst du gern Musik? Stell dir die Anlage an einer passenden Stelle auf, das verlangt dann nur einen Knopfdruck und die Musik läuft.
        Du hast geschrieben, du hast keinen dem du wirklich vertrauen kannst. Wenn du dem Therapeuten nicht vertraust, brauchst du einen anderen!!!!
        Süssigkeiten sollen auch helfen, weil sie den Serotoninstoffwechsel positiv beeinflussen sollen. Ich habe verstärkt Hunger auf Süsses, aber ob es wirklich hilft weiss ich nicht. Mit Essen serotoninhaltigen Lebensmitteln kannst du wenig erreichen, weil Serotonin aus dem Darm nicht ins Gehirn gelangt, habe ich neulich beim googeln gefunden, weiss leider die Seite nicht mehr. Offensichtlich bist du ab und zu im Internet. Schreibst du Email?
        Ich weiss wie schwer es ist jemanden anzurufen oder zu besuchen. Ich kriege es auch nicht hin, nur ganz selten. Hast du eine Geburststagskarte bekommen? Da könntest du anrufen und dich bedanken, schon ein kurzes Gespräch kann dich aufmuntern und wenn du dich bedankst, hast du schon mal was zu sagen. Ich glaube du musst wieder unter Leute. Offenbar fühlst du dich einsam.
        Ich wünsch dir alles Gute!!!! Halt durch!
        Tonttu

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        • RE: Was hilft noch bei Depri?


          Hallo Tonttu_e
          Ich weiß nicht, ob er mich versteht. Habe immer das Gefühl, er kann nicht begreifen was mit mir los ist. Kann ich auch verstehen, weiß ja auch nicht was wirklich mit mir vorgeht. Therapeutenwechsel ist bei mir sehr schlecht, gibt nur einen in der Region, den ich erreichen kann.
          Ich nehme die Medis schon seit über einen Jahr.
          Wenn ich dir jetzt sage, ich kann mich nicht aufraffen, irgend etwas zu machen, z.B. spazierengehen, denkst du sicher, ich soll mich mal etwas zusammenreißen. Verdammt, ich versuch es doch, ich brauchte aber doch jemand der mir da in den A...tritt. Und dann wäre es auch kein Vergnügen für mich.
          Nein, mag auch nicht Musik hören. Bin langweilig, ich weiß.
          Für mich ist die Körperpflege schon eine große Anstrengung. Wenn ich mir vorstelle, daß ich früher nicht ohne Make-up aus dem Haus ging, ist das wirklich grausam.
          Ich habe manchmal das Gefühl, ich drehe völlig durch. Ja, bin immer mal wieder im I-Net. Gerade heute, weil ich irgendwie die Hoffnung hatte, das jemand auf meinen Beitrag antwortet. Ich schreibe sonst kaum Mails. Bzw. Ich schreibe Mails, sende sie aber nicht ab, weil ich die Mails oft zu negativ finde und will nicht, daß man mich deswegen irgendwie als Nörgler betrachtet. Ich weiß, hört sich verrückt an. Aber manchmal hilft es einfach, zu schreiben.

          Nein, Geburtstagspost viel diesmal aus. Habe keinen erzählt, das ich birthday habe und die, die es wissen müßten haben es wohl vergessen.

          Ja, ich fühle mich einsam. Verdammt einsam. Aber, ich habe ja die Isolation selbst gewählt.
          Ich wünsche mir ein kleines bisschen Hoffnung. Ich wünsche mir, zu glauben, dass ich irgendwann die Kraft wiederfinde, gegen diese sch... Niedergeschlagenheit anzukämpfen.

          Dir, liebe/r Tonttu_e wünsche ich, dass die Sonnenstrahlen dein Inneres erreichen.

          Liebe Grüße
          Mutlose

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          • RE: Was hilft noch bei Depri?


            Hallo Mutlose,

            ich lese, daß Dir die Medis, die Du nimmst nicht helfen! Dann mußt Du andere nehmen, die Dir helfen!!! Dein Psychiater muß das mit Dir austesten und probieren! Bitte ihn darum, sag, Du willst was Gutes, Neues. Dir stehen die besten Medis zu!!! Ich habe das mal gelesen, daß man das von seinem Doc verlangen kann... habe ich dann auch gemacht und: Habs bekommen- sehr teuer modern und gut!!!
            Ja, wenn Du gerne schreibst, so schreibe ein Tagebuch oder ähnliches- laß Deiner Phantasie freien Lauf, schreib alles auf was Dich nervt, ärgert, Dich bewegt, auch was Dir gefällt, wozu Du Lust hättest... vielleicht kommen Dir ganz andere Ideen wie Du Deine Probleme bewältigen kannst!

            Ich wünsche Dir viel Mut und Kraft!!!

            die
            Kessi

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            • RE: Was hilft noch bei Depri?


              Hallo!
              Danke für die sonnigen Wünsche. Auch wenn du dir wünscht, dass es den nächsten Tag nicht gibt, wünsche ich dir, dass du wieder gesund wirst.
              Eine Freundin von mir war schwer depressiv, sie war 1 Jahr in stationärer Behandlung und sie hat es geschafft. Auch wenn sie wollte, es gäbe kein Morgen.
              Was kessi sagt, ist schon ganz richtig. Ein neues Medikament kann helfen.
              Wenn du sagst, du kannst dich nicht aufraffen, verstehe ich das doch. Ich kenne das auch ab und zu, seit ich Medikamente bekomme und die wirken, ist es besser. Und ganz ehrlich, es ist nicht deine Schuld! Und langweilig bist du auch nicht. Ich bin sicher du hast einige Geschichten zu erzählen. Und wo du schreibst, fallen dir vielleicht ab und an doch mal noch Sachen ein. Das mit den Geburtstagsgrüssen ist schade. Zum Teil liegt es daran, dass die Leute wirklich nicht dran denken.
              Da fällt mir noch was ein: es gibt doch Seelsorge. Vielleicht hilft es dir, wenn du dich mal aussprechen kannst. Obwohl es bestimmt ein Riesenschritt ist anzurufen.
              Wenn du magst schreib mal an
              Tonttu_e@yahoo.de
              Und mach dir keine Sorgen ob irgendwas zu negativ klingt. Ich habe Erfahrung mit so was, kenne einige Leute, die Depressionen hatten.
              Eine gute Nacht!
              Tonttu

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              • RE: Was hilft noch bei Depri?


                Hallo Mutlose, hatte selber 30Jahre immer wieder Depressionen. Irgendwann waren sie plötzlich weg, spurlos verschwunden. Führe dies es kann kaum anders sein bei mir darauf zurück als ich nach dem lesen des Buches vom Dr.med.Batmanghelidj mit dem Titel " Sie sind nicht krank, sie sind durstig" meinen Blutdruck mit Wasser und Salz(kein Kochsalz) gesenkt hatte waren auch die Depressionen weg. Nachdem lesen des Buches vom Dr.Ulrich Strunz mit dem Titel "Frohmedizin" war mir dies nochmals richtig klargeworden es hängt mit dem Stoffwechsel ganz besonders mit dem Stoffwechsel des Gehirn zusammen. Kopf hoch, Du schaffst es.
                Gruß Wasseronkel

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                • RE: Was hilft noch bei Depri?


                  Liebe Mutlose,

                  hier schreibt Morgenfrau.

                  Bin im medizinsichen Bereich tätig und auch Mitglied einer Selbsthilfegruppe (jahrelang).

                  Für mich kann ich sagen:

                  Gerade der Besuch einer SHG hat mir in der Bewältigung meiner Probleme/meines Lebens sehr geholfen und hilft immer noch.

                  Es hat den Vorteil, daß ich dann aktiv mein Leben gestalten kann, und nicht "gelebt" werde.

                  In diesem Sinne einen schönen Tag

                  Morgenfrau

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                  • RE: Was hilft noch bei Depri?


                    Liebe Mutlose, kann dich sehr gut verstehen, leide auch an Depressionen. Mache eine Analyse, merke immer mehr woher die Depressionen kommen.
                    Ich war auch schon zwei Mal in stat. Behandlung, in der letzten wurde ich Medikamentös eingestellt, wie man so schön sagt und kann nur sagen, das Medikament samt Therapie hat mir geholfen. Ich habe Paroxat genommen. Leider musste ich es absetzen, weil ich schwanger bin und ich muss gestehen, oft wünsche ich mir, es nehmen zu können, weil es mir nicht gut geht. Jedenfalls nehmen zwei meiner Freundinnen nun auch das Mittel und beiden geht es besser. Es ist ein Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Such dir einen guten Psychater oder bist du zufrieden mit deinem?
                    Trivilor hat auch eine Freundin von mir genommen, die nimmt nun aber auch so einen Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Frag doch mal deinen Arzt.
                    Ich bin der Meinung, dass wenn ein Medikament hilft, sollte man es tun. Mein Bruder ist Arzt und hat mal zu mir gesagt, du musst dir vorstellen, du bist wie ein Auto ohne Stoßdämnpfer und das Medikament sind dann die Stoßdämper, weißt du wie ich das meine?
                    Alles Gute und viel Glück,
                    A

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