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Hautfarbe

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  • Hautfarbe

    Liebes forum!

    ich weiß das was ich jetzt fragen will hat nichts mit krankheiten zu tun, aber da hier sicher auch ärzte oder leute mit medizinischem wissen herkommen werd ihc mal die frage stellen.

    also es ist so:
    ich habe eine dunkle hautfarbe, ich komme nämlich aus sri lanka. und was mich seit kurzem wundert ist wieso unsere handflächen so hell sind wie bei hellhäutigen menschen, die lebenslinien dennoch meiner haufarbe entsprechen. das ist ja nicht ganz logisch und die begründung, dass auf die handflächen nicht so oft die sonne scheint würde sich damit ja auch erübrigen.

    ich hoffe es kann mir jemand weiterhelfen, würde mich brennend interessieren!

    danke im voraus!

    LG


  • RE: Hautfarbe


    Hi,
    Es ist Möglich das es am Klima liegt,Und sich Deine
    Pigmentierung der Unsrigen anpasst.
    Villeicht liegt es auch in Deinen Genen,oder am Altern.
    Möglichkeiten giebt es da viele.

    Kommentar


    • RE: Hautfarbe


      naja das ist nicht wirklich der fall! wenn du dir die leute in sri lanka oder afrika anschaust haben die die selbe helle handfläche je nachdem heller oder dünkler aber auf jeden fall viel heller als die hautfarbe. das ist immer so und hat nichts mit anpassung zu tun.

      LG

      Kommentar


      • Melanin


        Die Hautfarbe ist nicht überall am Körper gleich: Die Handflächen und Fußsohlen sind melaninfrei und deshalb heller und/oder rötlicher als die übrige Haut. Die Lippen sind von roter Farbe. Auch die Haut der Fingerkuppen, Ohren und der Nase ist oft etwas rötlicher, da hier mehr Blutgefäße dicht unter der Oberfläche liegen. Im Bereich der Knöchel und Brustwarzen ist die Haut durch einen erhöhten Melaninanteil dunkler.

        Also Melanin ist der Schlüssel zu deiner Frage. :-)


        noch ein Tipp: Je mehr Melanin in der Haut ist, um so weniger Vitamin D kann in der Haut produziert werden. Dunkelhäutige Menschen, die in hohen Breiten leben, können an Vitamin D Mangel leiden, und sollten zur Vermeidung ihre Nahrung geeignet zusammenstellen.

        Kommentar



        • RE: Melanin


          danke das war sehr aufschlussreich

          aber ich hatte da ja noch eine frage wieso sind gerade die lebenslinien an den handflächen eben gerade voll mit diesem melanin? wieso also dunkel?

          und wovon hängt diese melanin-konzentration weil du das bei den brustwarzen und knöcheln angesprochen hast.

          danke auf jeden fall hat mir dennoch etwas weitergeholfen

          LG

          Kommentar


          • recherchiert


            Hallo Black Devil,

            also mich hat deine Frage auch interessiert und ich habe versucht zu recherchieren. Im Gegensatz du dir bin ich sehr weiß und kann daher, auch wenn ich mich Beachwoman nenne, kaum an einen Strand gehen, ohne zu verbrennen. Also ich habe daher auch ein bisschen Interesse an der Materie. :-)
            Was ich noch so alles herausfand, auch auf englischen Seiten fasse ich hier mal zusammen:

            Nur soviel zu den Lebenslinien: Also deine Hände und Fußsolen sind hell, weil die Haut sich dort halt im Laufe der Jahrtausende der Evolution nicht so stark vor der Sonne zu schützen brauchte. Soweit warst du auch schon, nicht! ;-) Aber warum sind dann die Lebenslinien dunkel? Ich fand auf dieser Seite: http://anthro.palomar.edu/adapt/adapt_4.htm

            ...dass es auch einen Zusammenhang zwischen dem Fettanteil und der Hautfarben geben kann. Aber ich weiß nun nicht, ob sich das so weit auswirken kann, dass die Linien so dunkel erscheinen. Vielleicht hat es aber auch etwas mit der Durchblutung zu tun.



            noch ein bisschen mehr dazu:
            Der Anteil an Melanin in der Haut ist genetisch bedingt, Melanin wird aber innerhalb einer gewissen Bandbreite durch Sonnenbestrahlung (Ultraviolett) vermehrt gebildet. Man geht davon aus, dass die Hautfarbe einer Population eine evolutionäre Anpassung an die vorherrschende Sonneneinstrahlung ist. Dabei sind folgende Funktionen des Melanin bekannt. Zum einen wird die Haut durch das Melanin vor der Ultraviolettstrahlung der Sonne geschützt; ohne Melanin würde die Haut eher altern, oder leichter Hautkrebs entwickeln. Das Melanin unterbindet die potentiell erbgutschädigende Wirkung, insbesondere der UVB-Strahlung. Der zweite Nutzen des Melanin ist, dass im Blut zirkulierende Folsäure vor der Ultraviolettstrahlung geschützt wird; ohne diesen Schutz würde sie schnell abgebaut. Folsäure ist wichtig für die Entwicklung des jungen Embryos und spielt eine wichtige Rolle bei der Spermienproduktionproduktion. Hellhäutige Menschen, die zu viel Ultraviolettstrahlung aufnehmen und nicht vermehrt Folsäure durch die Nahrung aufnehmen, müssen daher mit verminderter Fruchtbarkeit oder einem erhöhten Risiko von Entwicklungsschäden des Kindes rechnen. Dagegen hat Melanin auch eine nachteilige Rolle. Je mehr Malanin in der Haut ist, um so weniger Vitamin D kann in der Haut produziert werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die gesundheitlich optimale Hautfarbe von der Sonnenbestrahlung und kulturelle Gegebenheiten (z.B. Kleidung, Vitamin D oder folsäurehaltige Nahrungsmittel) abhängt. Albinos haben aufgrund einer genetischen Veranlagung kein Melanin, und infolge dessen weiße Haut und Haare.

            Vielleicht kannst du auch einmal einen Dermatologen fragen. Soetwas müsste man doch als Arzt im ersten Semester lernen. )
            Also alles Gute,

            Beachwoman

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            • Medizinerwissen Teil I


              Hallo Beachwoman,
              ich bin Arzt.
              Ihre Vorstellungen (und die junger Medizinstudenten und Medizinstudentinnen) über das, was ein(e) Arzt/Ärztin im Studium lernt und die Realität decken sich nur wenig.
              Das ist aus meiner Sicht betrüblich, aber jede Gesellschaft bekommt die Elite (den Begriff bitte ich jetzt wertneutral zu verstehen) die sie sich heranzieht. Wenn Sie Ausbildungs-, Arbeits-, Karriere-, und Entlohnungsbedingungen schaffen wie bei uns, dann sehen Sie nach eingen Jahrzehnten die erfolge:

              Ärzte behandeln am liebsten Patienten, die nicht oder nicht nennenswert krank sind, mit Methoden für die es Leitlinien gibt, die das Nachdenken erübrigen und Verfahren die systemkonform abgerechnet werden können.

              Der Doktor wird bei uns fürs "doktern" - also dem Abwickeln von Prozeduren - bezahlt, nicht fürs Denken. Das Resultat sehen Sie.

              Ein (leider mir nicht mehr genauer erinnerlicher bayrischer) Politiker formulierte das so: Wenn wir die Zimmerleute fürs nageln bezahlen würden, dann würden sie nageln auf Teufel komm raus. Sie würden Maschinen fürs vollautomatische nageln erfinden, egal ob ein Nagel an dieser Stelle notwendig, sinnvoll, überflüssig oder schädlich ist. Ihre Taschen wären voll, ihre Hirne vernagelt und Sie würden nie wieder ein ganzes Haus aufstellen.

              Genau so läuft das in der Medizin.

              Und jedes Jahr verlassen von 11000 Medizinstudenten 9000 die Universitäten mit einem Staatsexamen, 2000 steigen aus den verschiedensten Gründen, sicher auch, weil sie sich den Beruf anders vorgestellt haben, das Fach ohne Abschluß.

              Von den 9000 gehen nur 7500 in den nächsten Abschnitt (Klinik, also bisher AIP, jetzt Mindestweiterbildung). Ohne diese klinische Arbeit werden sie nie in der Lage sein, Patienten zu behandeln, weil Ihnen dazu noch Papiere fehlen. Diese gehen z.B. zur Lufthansa und werden dort Pilot, werden Lektoren, Fachredakteure, Lehrer, und was weiß ich noch alles.

              Von den 7500 jedes Jahr müssen 500 bis 800 den klinischen Abschnitt abbrechen, weil sich Partnerschaft, Familie und Beruf nicht vereinbaren lassen; weil die mörderischen Arbeitsbedingungen mit Wahnsinns-Diensten früh die Gesundheit ruinieren (oder tatsächlich in die "Geistes" oder psychosomatische Krankheit führen. Weil extremes Mobbing der "Neuen" die Illusion von einer erfüllten und erfüllbaren beruflichen Tätigkeit zusammenbrechen lassen.

              Von den verbliebenen 6500 oder weniger müssen weitere 800 ihre Facharztzeit abbrechen, Gründe wie oben.

              Weitere 800 bis 1100 gehen derzeit jedes Jahr - schon gut qualifiziert - ins Europäische Ausland (Skandinavien, GB, Irland, aber auch Italien) wo sie übereinstimmend von wesentlich besseren Lebens und Arbeitsbedingungen berichten. Seien Sie versichert, von denen kommt nur ein minimaler Teil jemals dauerhaft nach Deutschland zurück.

              Die restlichen gut 5000 fertig ausgebildeten Fachärzte und erfahrenen Kliniker gehen in die Niederlassung oder machen Klinikkarriere (die erhebliche Hornhaut auf den Ellenbogen, einen Büffelnacken für die Tritte von oben und eine Schweißerbrille vor der Seele verlangt, damit man das Elend nicht wahrnimmt und daran verzweifelt).

              Und diese 5000 selbstausbeuterischen, hypertrophierten, persönlichkeitsverbogenen, egomanischen Work-a-holics reichen nicht aus, die 5500 jährlich in Altersruhestand gehenden (oder durch Selbstmord sterbenden oder sonstwie ausfallenden Ärztinnen und Ärzte zu ersetzen).

              Als ich begann, kostete die Ausbildung in der Medizin für den Staat rund 150.000,- DM pro Studienplatz (wohlgemerkt, nicht pro erfolgreich in das System eingegliedertem Arzt). Jetzt sind wir bei Kosten von rund 250.000,- Euro!

              Unsere Ausbildung zum Mediziner (besser Biotechniker Fachrichtung humane Systeme) - nur wenige werden tatsächlich auf dem zweiten, autodidaktischen Bildungsweg irgendwann Ärztinnen und Ärzte, produziert mehr als 50% Prozent Ausschuß. Eine gigantische Ressourcenverschwendung - aber wir -als Gesellschaft- meinen uns das ja leisten zu können.

              (zweiter Teil aus technischen Gründen folgend)

              GS

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              • Medizinerwissen Teil II


                Nun zu de Lerninhalten in den ersten Semestern:

                Erstes Sem.: lerne klagen ohne zu leiden
                Zweites Sem.: lerne leiden ohne zu mucken
                Drittes Sem.: lerne lernen ohne zu fragen
                Viertes Sem.: lerne reden ohne nachzudenken

                Dann kommt eine Multiple Sch... äh Choice Prüfung genannte Prüfung. Hierbei wird weniger Wissen geprüft, als überprüft, ob die Kandidatin / der Kandidat noch Reste von Aversionsverhalten zeigt.
                Danach ist der vorklinische Teil, zu dem alle naturwissenschaftlichen Fächer und die humanbiologischen Grundlagenfächer Anatomie, Physiologie, Biochemie gehören, abgeschlossen.

                Die von Black_devil gehört nach meiner Einschätzung in den Bereich Entwicklungsgeschichte / Evolutionslehre / Physiologie / Anatomie, ist also dem vorklinischen Teil zuzuordnen.
                Dermatologie ist die Kunst des Verschreibens immer der gleichen Salbe (meist auf Cortisonbasis) gegen höchst unterschiedliche Krankheiten, ohne dabei Misstrauen beim Patienten zu erwecken. Gäbe es in der Dermatologie nicht ein gutes dutzend Krankheiten, die unweigerlich zu Tod oder Siechtum führen (eigentliche sind des keine Krankheiten der Haut, sondern Systemerkrankungen, die sich vornehmlich oder früh an der Haut manifestieren) dann wäre der größte Teil der Dermatologie überhaupt kein Fach mit eigener Daseinsberechtigung - aber darüber kann man natürlich streiten. Jedenfalls wenn die Leute daran sterben, braucht es einen Spezialdoktor, damit der Patient den Respekt vor der Wissenschaft nicht verliert und gar auf die Idee kommt, seinen eigenen Kopf zu gebrauchen, wenn er ein Problem hat.

                Die Frage von Black_devil ist jedenfalls so einfach nicht. Und es ist eine präzise Beobachtung die einer befriedigenden Erklärung bedarf. Zum fachlichen Teil meiner Antwort gehe ich in meinem Beitrag im Haupthread ein.

                Hier noch die Ergänzung der Lernziele des klinischen Teils der Medizinierausbildung:

                fünftes und sechstes Semester: lerne die Telefonbücher aller Städte über 250.000 Einwohner auswendig, ohne zu fragen warum.

                siebtes bis achtes Semester: Lerne die Telefonbücher aller Städte über 25.000 eines wahlfreien Bundeslandes auswendig - natürlich ohne zu fragen warum.

                neuntes und zehntes Semester: lerne die Nachträge und Berichtigungen der letzten zwei Jahre zu den Ausbildungsstufen 5-8.

                elftes Semester: lerne liquidieren ohne rot zu werden
                (Theorie ohne Praktische Übungen.)

                zwölftes Semester: lerne schneiden ohne selbst zu bluten
                (Praktische Übungen ohne Theorie)

                Dann kommt das Examen, in den folgenden Ausbildungsjahren lernt man zunächst schlafen im stehen, dann schlafen während der "Freizeit". Zum schlafen zu Hause kommt man meist nicht, weil man zu dieser Zeit dann schon kein Zuhause mehr hat, sondern nur noch eine Behausung. In Fällen wo beide Lebenspartner Ärzte sind, wird die Scheidung zu diesem Zeitpunkt noch nicht durchgeführt sondern erst bei der Auflösung der Gemeinschaftspraxis nach dem 55. Lebensjahr.

                GS

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                • Wissenschaftliche Spekulation I


                  Hallo black_devil,
                  die Frage ist vermutlich viel komlizierter als es zunächst aussieht. Mit Begründungen "warum" etwas so ist wie es ist, hat man in den exakten Wissenschaften ein Problem, weil es darauf keine überprüfbare Antwort gibt. Man kann zwar feststellen, daß es aufzeigbare Zusammenhänge gibt, aber die Frage nach dem "Warum" ist die Frage nach dem Motiv, und das Motiv hat immer der Mensch, nicht die Sache an sich. Die Natur hat noch nicht mal die "Absicht" zweckmäßig zu sein, dieser anthropozentrische Ansatz ist - aus der Sache her - nicht begründbar, die Natur ist eben einfach zweckmäßig. Punkt.

                  Ob Sie meine Überlegungen dazu annehmen weil Sie ihnen plausibel erscheinen, oder eben nicht, ist also erst mal ihr Gusto. Ich nenne es mal Arbeitshypothese, wäre ja schön, wenn man es irgenwann durch Befunde oder Experimente untermauern könnte.

                  Also: wir haben sehr unterschiedliche Typen von Haut, wie Sie festgestellt haben, im Gesicht andere als auf der Kopfschwarte, auf der Brust andere als auf dem Rücken und, wenn Sie jetzt genau hinsehen, an Unterarm und Handrücken erkennbare andere als in der Greiffläche. Und wiederum in den Beugefalten (das sind die Handlinien nähmlich) eine andere als die direkt daneben liegende.

                  Die Haut der Greiffläche ist verwandt mit der der Fußsohle. Sie ist mit speziellen Drüsen ausgerüstet um immer eine ideale Feuchtigkeit für sicheren Griff von glatten staubigen Gegenständen zu gewährleisten (z.B. Kiesel, Kaffetassen etc.) die Unterkonstruktion mit speziellen vertikalen in die tiefe verlaufenden, straffen Fasern mach diese Haut druckfest auf der unterlage aber wenig verschieblich. Auf dem handrücken ist das natürlich anders, da ist es zweckmäßig, daß die Haut verschieblich und weich und dehnbar ist, um die Längenunterschiede beim Beugen gut auszugleichen, würde die Haut sich dort zu straff spannen, wäre sie sehr leicht durch Kerbwirkung zu beschädigen, wie eine Luftballon eben. Aber so zäh und nachgiebig und verschiebbar wiedersteht sie in einem daruber kratzenden Dorn besser, als wäre sie derb. Was auf dem Handrücken nur einen Kratzer macht, läßt einen Dorn auf der Greifseite ev. schon eindringen. Dafür ist die Greifseite aber dicker und fester. Dennoch ist Haut an Hand und Fußflächen die am häufigsten beschädigste Kontaktstelle mit unserer Umwelt.

                  Die Greifhand wird in ganz besonderem Maße von Bakterien bedroht. Deshalb ist das Immunsystem der Haut der Hand ein ganz anderes als an anderen Körperstellen, gibt es dort zum Beispiel keine Langerhans´schen Zellen, die Makrophagen, die ortsständig sind und das Fremdmaterial auffressen - nicht um es zu beseitigen - das tun die Mikrophagen oder Granulocyzen genannt, sondern um den Feind zu zerlegen und zu erkennen. Genauer: für andere Zellen des Immunsystems erkennbar zu machen.

                  Es gibt in der Greifhand und der Fußsohle (also überall wo man die Papillarlinien sieht (die die Fingerabdrücken erzeugen) eine andere Sorte Zellen, die diese Aufgabe erfüllt. Sie sehen so verschieden aus, daß man Ihre Verwandtschaft zu den Makrophagen (die je nach Gewebe auch Mononukleäre Zellen, Langerhanszellen, Histiozyten un mehr - heißen) lange Zeit überhaupt nicht erkannte und dachte, daß dem Immunsystem dort was fehle.

                  Was genau diese Zellen anders machen, wissen wir noch nicht. Interessant ist, daß sie, wie andere Makrophagen auch in die Lymphknoten wandern und sich im ganzen Kreislauf verteilen. Aber ihre spezielle Funktion als "Dorfpolizist" haben sie nur in Ihrem Heimatgewebe. Diese ist also die Greifhand. Interessanterweise gibt es Erkrankungen (zum Beispiel eine Allergie gegen Chromat, eine Zementbestandteil, die sich häufig an der Hand bei Maurern entwickelt) die man an der Hand "erwirbt" die man dann aber auch an den Fußsohlen hat, obwohl diese niemals mit dem Schadstoff in Berührung gekommen sind. Die ortsständigen Zellen zwischen Hand und Fuß haben sich ausgetauscht und ihr "Gedächtnis" mitgebracht. Aber arbeiten tun sie nur in Ihrem Dorf. Eine Untersuchung der Chromatallergie am Rücken oder Unterarm ist sinnlos, dort wird nichts passieren, auch wenn die Hand schwer erkrankt ist.
                  (Ich habe den traurigen Verdacht, daß diese Tatsache vilen Dermatologen nicht geläufig sind, wen ich so manche Atteste und Gutachten sehe!)

                  Weiter im Teil II

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                  • Wissenschaftliche Spekulation II


                    Teil II

                    Jetzt kommt die Vermutung, warum die Greifhandfläche und die Fußsohle nicht dunkel pigmentiert sind!

                    Der Unterschied der Belichtung kann für diese gravierende Differenz nicht alleine ausschlaggebend sein, sonst müßten Sie ja auch in den Beugefalten ganz hell sein (unter der Achsel) was aber definitiv so nicht ist, ehen im Gegenteil, siehe unten.

                    Die Bestrahlung mit UV Licht erzeugt in jedem Gewebe Sauerstoffradikale (bei Leber Lunge Milz etc ist das nur nicht so bedeutsam, da wir die nicht an der Oberfläche tragen.

                    Diese Sauerstoffradikale entstehen durch Einfangend er sehr energiereichen Lichtquanten in große Moleküle, die eine spezielle chemische Eigenschaft haben (konjugierte Doppelbindungen) besonders effektiv, weil die eingefangene Energie in diesen Molekülen hin und her rasen kann. Das Molekül schwingt dann so wie die Zinken einer Gabel schwingen können. das hört erst auf, wenn die Energie an ein anderes Molekül abgegeben wurde oder wenn das Molekül zerbricht. Dann hat man einen Schaden, der repariert werden muß. Viel Licht heißt viele eingefangene Quanten, heißt viele Schäden heißt, viele Reparaturen, heißt frühe Erschöpfung der Reparaturkapazität - und das nennt man altern.

                    Das angeregte Molekül kann auch die Energie an ein anderes Molekül weitergeben. Dem geht es dann ebenso. Das häufigste Molekül in der Nähe ist Wasser. Wenn das Wasser angeregt wird durchübernahme der Energie, zerfällt es in zwei ungleiche Teile, wovon einer - der Hydroxylradikal - wieder sehr rabiat neue Verbindungen eingehen kann.

                    Die Bildung von Hydroxylradikalen ist das Prinzip des Wasserstoffperoxids, H2O2, welches man zum Bleichen von Haaren und Wäsche verwendet. Auch aus Chlorbleiche entsteht über einen Umweg der Hydroxylradikal.

                    Der Hydroxylradikal ist für jedes Gewebe ein Risiko, den er kann zu Schäden führen, wenn er nicht über einen Blitzableiter, das Enzym Katalse, sofort beseitigt wird.

                    Der Hydroxylradikal hat aber auch einen großen Nutzen: er ist ein starkes Desinfektionsmittel . Dazu wird er in Medzin und Haushalt auch über Chlorbleiche oder Wasserstoffperoxid eingesetzt.

                    Wenn wir mehr Melanin in der Haut haben, werden die Photonen überwiegend vom Melanin (das sich hierzu hervorragend eignet) eingefangen und die damit in das Molekül eingespeicherte Energie kann über einen speziellen Mechanismus unschädlich entsorgt werden. Dazu muß der Körper aber aus dem Stoffwechsel Wasserstoff bereitstellen, also so ganz ohne Aufwand funktioniert dieser Schutz auch nicht. Eine der Gruppen von Lichtschutzfaktoren in Sonnencremes (z.B. Zimtaldehyd) funtioniert genauso.

                    Wenn man also weniger Melanin als Lichtschutzfaktor in der Haut einlagert, entsteht mehr Hydroxylradikal, und damit mehr körpereigenes Desinfektionsmittel. Vermutlich war der Selektionsvorteil durch diese bakterizide Wirkung in der Handfläche / Fußsohle den damit verbundenen Nachteil einer höheren Belastung des Gewebes durch oxidative Stoffe bei weitem wert. Irgendwie hat es jedenfalls die Natur geschafft, das Problem der Alterung durch Strahlung (Licht oder Radioaktivität macht da nicht viel unterschied) an der Hand besonders gut in den Griff zu bekommen, denn die Greifhand ist rund achtmal weniger anfällig für Strahlenschäden als die übrige Haut.
                    Ich vermute, daß die Natur dafür irgendetwas anderes wichtiges aufgeben mußte. Vielleicht können wir in der Handfläche kein Vitamin D bilden? Bei dem kleinen Anteil an der gesamten Körperoberfläche ist das unbedeutend; würde aber erklären, warum diese doch anscheinend für die hand günstige Prinzip nicht überall am Körper eingesetzt wird.

                    Also Vermutung: Die Hand- und Fußflächen bleiben hell, um durch Radikalbildung einen zusätzlichen Antibakteriellen Schutz zu haben. Dieser Effekt macht sich wegen der sehr viel höheren mikrobiellen Belastung dieser Kontaktflächen dort in der evolution positiv bemerkbar.


                    Weiter Teil III

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                    • Wissenschaftliche Spekulation III


                      Teil III

                      Und warum nun, ist die Haut in den Handlinien dann doch Dunkel?

                      Wenn Sie ganz genau hinsehen, entdecken Sie, daß in den Beugefalten keine Papillarlinien verlaufen, die Haut gehört also nicht zur Greifhandstruktur. Wenn sie beobachten, werden Sie auch sehen, daß diese Stellen mechanisch tatsächlich nur ganz selten druckbelastet sind, weil sie ja tiefer liegen.

                      Dadurch ist zunächst mal da die hohe mechanische Anforderung an die Druckfestigkeit der Haut dort wesentlich reduziert.
                      Im Grunde hat die Natur die beiden gegensätzlichen Anforderungen Druck- und Verschiebungsfestigkeit auf der einen Seite und Flexibilität auf der anderen Seite dadruch gelöst, daß sie die Funktionen Fassen und Biegen auf zwei verschiedene Gewebe verteilt hat, Das biegeelastische Gewebe der Handlinien wird nicht als Greiffläche verwendet, die Haut an den Greifflächen wird wesentlich weniger durch Biegung belastet.

                      Und wenn sie etwas sehr biegeelastisch gestalten wollen, dann nehmen Sie dazu spezielle Werkstoffe, z.B. Gummi.

                      Genau so ist es in der Handfalte. Die dort legenden Bindegewebsfasern sind nicht von straffen Typ (Beispiel Sehne) sondern vom elastischen Typ.

                      Wissen Sie welche Farbe Naturkautuschuk hat, wenn er gewonnen wird? Weiße Milch. Wenn er trocknet wird daraus ein gelblich braunes Material.
                      Welche Farbe hat ein Autoreifen? Richtig, man fügt Ruß zu, um eine Photonenfänger zu haben, denn sonst ware der Kautschuk binnen eines halbe Jahres spröde, weil die Vernetzung beschädigt wird.

                      Also meine Vermutung: In der Beugefalte ist die Flexibilität viel wichtiger als die Anforderungen durch Druckbelastung und mikrobiellen Angriff. Und dazu brauch man zum Schutz der elastischen Fasern einen wirksamen Lichtschutz gegen Versprödung.

                      Wer hat sich das alles nur ausgedacht?????
                      Niemand! Aber alle Organismen, die eine gute Veränderung , wenn Sie denn mal da war , und sei sie von noch so geringem Gewicht im Einzelfall, nicht übernommen haben, sind nicht mehr da.

                      2.000.000.000 Jahre später erkannte Gorbatschow: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

                      Grüße

                      GS

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                      • RE: Wissenschaftliche Spekulation III


                        DANKE VIELMALS FÜR DIESE MEHR ALS GROSSZÜGIGE ERKLÄRUNG!!!!!!!!!!!

                        LG

                        black_devil

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