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Gichtanfälle

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  • Gichtanfälle

    Kurz zur Krankheitsgeschichte: seit meinem 20. Lebensjahr habe ich erhöhte Harnsäurewerte. Diese habe ich nur anfangs mit Allopurinol behandelt. Dann nicht mehr.

    Jahrelang hatte ich auf diese Weise einen oder zwei Gichtanfälle pro Jahr, die mit Colchicum und Diclo behandelt innerhalb weniger Tage abgeklungen sind.

    Ich bin nun 45 und habe seit August im Abstand von 1 bis 2 Wochen einen Gichtanfall in den Füßen, abwechselnd links oder rechts. Meine Ernährungsgewohnheiten haben sich nicht zum Negativen geändert. Vielmehr nehme ich seit September täglich Allopurinol, seit Oktober täglich Allo. comp., trete mit Wurst und Fleisch kürzer und trinke gar keinen Alkohol mehr (vorher maximal ca. 1 - 2 Flaschen Bier pro Woche).

    Zudem bin ich Bluthochdruckler und nehme täglich Moxonidin und seit 10 Tagen Amlodipin, nachdem das vorher genommene Bisoprolol als Nebenwirkung erhöhte Harnsäurewerte hatte.

    Die Gichtanfälle verschwinden unter Einnahme von Colchicum und Diclo nach wie vor innerhalb von 1 bis 2 Tagen.

    Mein Hausarzt schiebt diese Eskalation der Gichtanfälle auf die Ernährung. Aber die hat sich ja nicht verschlechtert, eher verbessert.

    Eine Blutanalyse hat gute Werte hinsichtlich Harnsäure und Blutfette ergeben, allerdings innerhalb 2 Wochen nach einem Gichtanfall und entsprechender Einnahme von Medikamenten.

    Die permanenten Gichtanfälle beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Die ständige Einnahme von Colchicum und Diclo kann nicht die Lösung sein.

    Gibt es vielleicht noch andere Faktoren, die zu den Gichtanfällen führen können, die mein Hausarzt evtl. nicht bedenkt?
    Kann eine Nierenschwäche vorliegen, die der Arzt nicht erkennt? Es fällt auf, dass ich auch abends, nachdem ich tagsüber 2,5 – 3 Liter Mineralwasser getrunken habe, der Harn deutlich gelb ist.

    Wer kann mir Tips geben?


  • Re: Gichtanfälle


    Eigentlich machst du alles richtig. Ich habe auch einige Jahre lang mit Gichtanfaellen zu kaempfen gehabt, jetzt treten diese gottseidank nicht mehr auf. Genau wie du nehme ich taeglich Alopurinol und halte mich mit Fleisch und Alkohol ziemlich zurueck.
    Gichtanfaelle sind eine direkte Foge zu hoher Harnsaeurewerte, andere direkte Ausloeser gibt es glaube ich nicht. Mir fallen zwei Punkte zu deinem Problem ein:
    1. Vielleicht musst du die Allopurinol-Dosis erhoehen, von 100er auf 300er Tabletten(nicht wuenschenswert wegen der Nebenwirkungen)
    2. Vielleicht solltest du nicht so viel trinken, denn das belastet die Nieren. Ich trinke nicht mehr als ca. 1 bis 1,5 Liter Wasser am Tag.

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    • Re: Gichtanfälle


      Hallo,

      es ist eine irrige Auffassung, Wasser würde die Nieren belasten. Das Gegenteil ist der Fall. Die Nieren werden entlastet.

      Bedeutsam ist allerdings die Kohlensäure, die im Falle von Gichtanfälligkeit vermieden werden sollte.
      Dies gilt auch für andere Säuren (Obst-, Essig und Milchsäure).

      Frdl. Gruß
      Kurt Schmidt

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      • Re: Gichtanfälle


        Vielen Dank für die Tips!
        Mein HA hat mich eindringlich aufgefordert, mindestens 2 - 2,5 Liter pro Tag zu trinken, damit die Harnsäure ausgeschwemmt werden kann. Das wird durch die Packungsbeilage von Allo comp bestätigt.
        Ich trinke fast ausschließlich stilles Mineralwasser. Sollte ich auf kohlensäurefreies Wasser umsteigen?

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        • Re: Gichtanfälle


          De Niere ist kein Filter, durch den das Wasser einfach durchläuft. Wenn du übermäßig Wasser trinkst, ist das eine Belastung für den gesamten Organismus, denn das Wasser muß ja über die Darmwände erst einmal aufgenommen werden, es muß vom Herz durch das Gefäßsystem transportiert werden und wird schließlich von der Niere aktiv aus dem Blutstrom herausgearbeitet. Generell sollte man dann trinken, wenn man Durst hat. Dafür hat uns die Natur ja diese Einrichtung gegeben. Und an der jahrmillionen alten Erfahrung der Natur mit dem Durstgefühl ändert es auch nichts, wenn plötzlich jemand meint, daß wir offenbar eine schöpferische Fehlkonstruktion sind und viel mehr trinken müßten, als der Durst uns sagt. Letztendlich zeigt sich langfristig immer, daß der Mensch auf die Nase fällt, wenn er meint, schlauer sein zu müssen als die Natur...

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          • Re: Gichtanfälle


            Ich glaube ganz so kann man es nicht sehen. Es gibt Leute, die trinken einfach viel zu wenig, wenn sie sich nur auf ihr Durstgefühl verlassen. Eigentlich haben nur Leute mit Nierenschäden oder Lungenödemen eine Trinkmengenbegrenzung. Wenn der Arzt hier sagt, die Flüssigkeit sollte zwei bis drei Liter betragen, dann denke ich sollte man sich danach richten, da der Arzt wahrscheinlich bei dem Patienten mehr Fakten kennt, als hier in diesem Forum aufgeschrieben sind.

            Man kann weder allgemeingültig sagen, dass jemand eine Minimal- noch eine Maximalmenge zu sich nehmen sollte. Dazu fehlen einfach zu viele Informationen.

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            • Re: Gichtanfälle


              Hallo Rentier,

              stilles Wasser ist bereits kohlensäurefrei.

              Ich würde mich von dem Beitrag über das verläßliche Durstgefühl nicht beeinflussen lassen.
              Durstempfinden ist bereits ein Notsignal des Körpers.
              Die klare Rechnung ist folgende:
              Der Mensch verliert im Durchschnitt täglich folgende Wassermengen:
              1,4 l über den Urin
              0,1 l über den Stuhlgang
              0,5 l über die Atmung und
              0,5 l über den Schweiß.

              Dieses Wasser ist weg und muß ersetzt werden. So einfach ist das. Deshalb sind Diskussionen darüber, daß man ruhig wenig trinken kann, sinnlos und absurd.
              Von Bedeutung ist natürlich die individuelle Situation.

              Frdl. Gruß
              Kurt Schmidt

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              • Re: Gichtanfälle


                Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft fuer Ernaehrung liegt der taegliche Flussigkeitsbedarf bei 1,5 Liter, einschl. Kaffee(Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/ernae...aid_90490.html).

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                • Re: Gichtanfälle


                  Hallo, die Meinungen gehen auseinander und der, der sich nach der DGE richtet der hat schon längst verloren. Die ändert ihre Meinung so wie sie es haben will und nicht wie es die Gesundheit erfordert. Zu den Gichtanfällen würde ich sagen Vollwertige Ernährung nach Brucker nicht DGE und vor allen Dingen Verzicht auf jedes tierisches Eiweis zumindest einmal solange bis die Gichtanfälle verschwunden sind. Gruß Wasseronkel

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                  • Re: Gichtanfälle


                    Ist ja erstaunlich, welchen Verlauf die Beiträge nun genommen haben. Dennoch sollte man die Ansichten und Einsichten anderer respektieren, auch wenn man damit nicht konform geht. Und man sollte persönliche Angriffe unterlassen.

                    Denn in der Sache an sich bringen persönliche Angriffe garnichts.

                    Mein Resumee bis jetzt:
                    Eine Erklärung für die seit nunmehr über einem viertel Jahr auftretenden Beschwerden habe ich nicht finden können und konnte mir auch niemand anbieten.
                    Auch eine Erhöhung der Dosierung von Allo comp hat zu keinem Erfolg geführt.
                    Verwunderlich ist, daß die Beschwerden nunmehr durch einmalige Einnahme von Colchicum und Diclo innerhalb weniger Stunden weg sind.
                    Vielleicht mache ich ja auch in der Dauer der Einnahme der Medikamente einen Fehler. Vielleicht nehme ich sie ja zu kurz, als daß dadurch die Gelenkentzündungen ganz abklingen können?

                    In der Hoffnung, daß vielleicht doch noch jemand DEN entscheidenden Tip geben kann, bedanke ich mich für die bisherigen Beiträge.

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