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Rötung am Rücken

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  • Rötung am Rücken

    Hallo
    Mein Sohn hat seit 4 Tagen zwischen 38.5 und 39.6 Fieber. Nun habe ich heute Morgen drei gerötete Punkte auf seinem Rücken entdeckt und einen oberhalb des Mundes. Ich muss dazu sagen, dass ich im eine menthol haltige Salbe eingestrichen habe, auf die er aber noch nie allergisch reagiert hat. Was könnte es sein, oder ist es möglich, dass er trotzdem eine reaktion auf die Salbe entwickelt?


  • RE: Rötung am Rücken


    Hallo,
    bei fieber und begleiterscheinungen wie pusteln oder pocken helfen in der tat keine einreibemittel die zusäte von ätherischen ölen enthalten...aber deshalb muss man diese nicht entsorgen!.....vielmehr stellt sich mir die frage, wie und ob ich dir helfen kann.

    Durch immunologische und Antigenanalysen wurde nachgewiesen, daß Windpocken und Herpes zoster vom gleichen Virus hervorgerufen werden. Windpocken stellen die akute invasive Phase dar und Herpes zoster (Gürtelrose) die Reaktivierung der latenten Virusphase.

    Windpocken sind sehr ansteckend. Sie werden wahrscheinlich durch Tröpfcheninfektion aus Nase und Hals übertragen. Die Zeit größter Ansteckungsgefahr liegt während des kurzen Prodroms und in den frühen Stadien des Exanthems. Die übliche Inkubationszeit beträgt 14-16 Tage, und die Übertragung auf andere ist wahrscheinlich zwischen dem 10. und 21. Tag nach der Exposition möglich. Wenn die letzten Läsionen verkrustet sind, kann der Patient die Krankheit nicht mehr übertragen. Um eine Kreuzinfektion zu vermeiden, genügt meist eine Isolierung für 6 Tage nach Auftreten der ersten Bläschen. Eine indirekte Übertragung (durch immune Personen) ist nicht möglich.

    Epidemien treten im Winter und Frühling im 3- bis 4-Jahres-Rhythmus auf (der Zeit, die zum Aufbau einer neuen Gruppe von Anfälligen nötig ist). Die Anfälligkeit ist von der Geburt bis zur Ansteckung hoch. Einige Säuglinge weisen eine wahrscheinlich transplazentar erworbene, partielle Immunität bis zum Alter von 6 Monaten auf.

    Leichte Kopfschmerzen, Unwohlsein und mittelhohes Fieber können vom 11.-15. Tag nach Exposition vorkommen, etwa 24-36 h bevor die ersten Läsionen auftreten. Das Prodrom wird bei kleinen Kindern meist nicht erkannt, zeigt sich bei Kindern > 10 Jahre öfter und ist bei Erwachsenen meist schwer. Der initiale Ausschlag, eine makuläre Eruption, kann von einer flüchtigen Gesichtsröte begleitet werden. Die Diagnose kann in der Regel nach Auftreten der charakteristischen juckenden "Tränen"-Bläschen, die klare Flüssigkeit enthalten und sich von ihren roten Höfen abheben, gestellt werden. Die typischen Windpockenläsionen entwickeln sich innerhalb 6-8 h von der Makula zur Vesikula. Die Läsionen treten in Schüben auf, einige Maculae erscheinen, wenn der vorhergehende Schub gerade verkrustet. In schweren Fällen kann das Exanthem generalisiert sein; in der Regel bleiben Gesicht und Extremitäten zum Teil verschont. Sind nur wenige Läsionen vorhanden, ist der Oberkörper Prädilektionsstelle. Ulzerierte Läsionen können auch auf den Schleimhäuten einschließlich des Oropharynx und der oberen Atemwege, der Konjunktiven und der Rektum- und Vaginalschleimhaut vorkommen. Im Mund platzen die Bläschen sofort, sind nicht von der Herpesstomatitis zu unterscheiden und führen oft zu Schmerzen beim Schlucken. Laryngeale oder tracheale Bläschen können eine schwere Dyspnoe hervorrufen. Auch auf der Kopfhaut kommen häufig Läsionen vor; sie führen zu empfindlichen, vergrößerten subokzipitalen und posterioren zervikalen Lymphknoten. Die akute Phase der Erkrankung dauert meist 4-7 Tage; die meisten Krusten verschwinden in weniger als 20 Tagen nach dem Ausbruch.
    Leichte Fälle benötigen nur eine symptomatische Behandlung. Feuchte Kompressen können zur Unterdrückung des zum Teil erheblichen Juckreizes und zur Verhinderung von Kratzen, was zur Infektionsausbreitung und Narbenbildung führen kann, aufgelegt werden. Systemische Anwendung von Antihistaminika kann in schweren Fällen angezeigt sein. Wegen der Häufigkeit von Staphylokokken- und Streptokokkeninfektionen der Bläschen sollten die Patienten oft mit Wasser und Seife gebadet werden und saubere Unterwäsche tragen; die Hände sollten saubergehalten, die Nägel geschnitten werden. Einzelne Läsionen sollten nur bei sekundärer Infektion antiseptisch behandelt werden. Eine ausgebreitete Staphylokokken- oder b-hämolysierende Streptokokkeninfektion wird mit entsprechenden Antibiotika therapiert. Orales Aciclovir verkürzt die Dauer und vermindert die Schwere der Windpocken bei immuninkompetenten Patienten, wenn es innerhalb der ersten 24 h nach Auftreten des Ausschlags gegeben wird. Windpocken sind normalerweise eine harmlose Erkrankung. Deshalb wird die routinemäßige Gabe von Aciclovir bei gesunden Kindern mit unkompliziertem Verlauf nicht empfohlen. Orales Aciclovir sollte bei gesunden Personen mit einem Risiko für schwere Erkrankungen, einschließlich Kindern über 12 Jahren mit Hautproblemen (vor allen Ekzemen) oder Lungenerkrankungen und bei den Patienten, die Salicylate oder intermittierend orale oder inhalative Kortikosteroide erhalten, gegeben werden. Die Dosierung ist 80 mg/kg/ Tag auf 4 Gaben verteilt. Das Maximum beträgt 3200 mg/Tag. Bei immunsupprimierten Patienten sollte Aciclovir, 1500/m2/Tag i.v., unterteilt in Einzeldosen alle 8 h, verabreicht werden. Viele Pharmakologen empfehlen für Kinder, die immuninkompetent und unter 1 Jahr alt sind, 30 mg/kg/Tag i.v., unterteilt in Einzeldosen alle 8 h. Zoster-Immunglobulin (ZIg) kann gegeben werden, um den Verlauf zu milder.

    liebe grüße
    olli



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