leider komme ich mit meinem Problem nicht weiter und habe inzwischen etwas Sorge.
Seit ca. 3 Monaten schleppe ich ein immer wiederkehrendes Störgefühl im Hals / den Atemwegen mit mir herum. Es ist nicht dauerhaft da, sondern meldet sich für ca. 1-2 Nachmittags und tritt vor Allem nachts auf. Ich wache auf und habe das Gefühl ich müsste etwas hochhusten / hoch räuspern, aber es kommt nichts. Dazu kommt dann am Folgemorgen oft, ein sehr trockener Hals und dass etwas Schleim hoch gehustet wird. Nie mit Auswurf aber es ist spürbar nach gefühlt 100x Räuspern.
Ich habe einen Facharztmarathon hinter mir. In kurz:
- Ich bin Rheumatiker (Morbus Bechterew - habe damit aber so gut wie keine Probleme bislang)
- letztes Jahr Reflux diagnostiziert
Dafür mache ich wahnsinnig viel. Habe die Ernährung komplett umgestellt, nehme PPIs, Gaviscon, etc. etc. Habe auch schon sehr lange kein Sodbrennen mehr gehabt. Ich halte mich wirklich an so ziemlich alles, was man machen kann.
- 3 HNO-Besuche
Jeweils kam heraus, dass der Hals etwas verätzt / entzündet ist, aber nicht besonders wild. Es wurde mit einem Gerät tief reingesehen und es ist kein Karzinom o.ä. da
- Lungenfacharzt
Das Lungenvolumen etc. ist alles in Ordnung. Es steht noch ein Asthma-Provokationstest aus. Mir wurde aber schon Forte-Spray mitgegeben, was ich 2x / Tag nehme. Hilft leider nicht wirklich
- Allergie-Prick-Test
Letzte Woche habe ich einen Prick-Test gemacht. Besonders bei Gräsern hat der Pricktest stark ausgeschlagen. Ein Bluttest steht nun an zur Bestätigung einer Allergie. Allerdings habe ich keine typsischen Allergiesymptome wie laufende Nase, juckende Augen etc.
- Kardiologie
Komplett unauffällig
- diverse Hausarzttermine
Ich war mehrfach bei 2 verschiedenen Hausärzten. Inzwischen fühlt es sich an, als würde man nicht mehr ernst genommen.
Grundsätzlich verstehe ich das. Allerdings ist das Aufwachen nachts mit diesem sehr starken Husten- Räusperreiz wirklich höchst unangenehm. Die Frage nach dem Stress steht dann auch immer wieder schnell im Raum. Den habe ich sicherlich über einen längeren Zeitraum gehabt. Bin aber nun in Elternzeit und versuche zwischendurch immer zu entspannen.
Ich bin leider etwas ratlos und schwerst unmotiviert, weitere Fachärzte aufzusuchen. In den Stunden in denen ich keine oder kaum Probleme habe, überlege ich immer wieder ob ich nicht aus einer Mücke einen Elefanten mache. In einer Nacht, in der dieses Störgefühl dann aber stark auftritt, macht es regelrecht Panik.
Vielleicht kann jemand mit Erfahrungen helfen?
Ich bin für jede Antwort dankbar.
Viele Grüße
Denis
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