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magnesiummangel

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  • magnesiummangel

    nachdem ich seit jahren ständig, aber unregelmäßig probleme mit wadenkrämpfen habe (nachts, während oder nach ausdauersport oder einfach ohne erdenkliche gründe), hat mir mein arzt letztens blut abgenommen und das ergebnis war "akuter magnesiummangel". mein arzt meinte, dass der wert so niedrig ist, dass jederzeit spontan wadenkrämpfe auftreten könnten. zwei wochen vor dem blutabnehmen fing ich allerdings mit der regelmäßigen einnahme von 300 mg magnesium an. nur am abend und am morgen vor der blutentnahme sollte ich, damit das ergebnis nicht verfälscht wird, auf die einnahme verzichten. er meinte nun, ich solle nach diesem ergebnis die 1,5 fache menge nehmen (450 mg also). meine frage wäre nun: eigentlich müsste der tagesbedarf von 300 mg doch durch die nahrungsaufnahme gedeckt sein. kann es sein, dass mein körper dieses nicht verwertet? was könnte dir ursache sein? wäre es möglich, dass ich mein ganzes leben lang jeden tag magnesium zusätzlich zu mir nehmen muss oder kann es sein, dass sich der wert von allein reguliert? und dann wüsst ich noch gern, ob es nicht auf dauer schädlich ist, so viel magnesium zu sich zu nehmen?
    für hilfreiche antworten wäre ich sehr dankbar.


  • RE: magnesiummangel


    Mit der Nahrung werden etwa 250-300 mg Magnesium pro Tag aufgenommen. Davon werden 35-55% im Darm resorbiert, d.h. nur ein Teil des oral zugeführten Magnesiums geht ins Blut über und steht dem Organismus zur Verfügung.

    Magnesium ist Cofaktor für verschiedene Enzyme, die bei der neuromuskulären Erregung eine Rolle spielen. Magnesiummangel begünstigt daher nicht nur Krämpfe in der Wadenmuskulatur, sondern kann auch die Herzmuskulatur in ihrer Funktion beeinträchtigen (Gefahr von Herzrhythmusstörungen!). Auch wenn Magnesiummangel mit erniedrigten Plasmakonzentrationen einhergeht, muß die klinische Symptomatik (also Wadenkrämpfe oder Herzrhythmusstörungen) nicht mit niedrigen Plasmakonzentrationen korrelieren. Das liegt u.a. daran, dass Magnesium zu 99% in den Zellen vorliegt und nur 1% ist im extrazellulären Raum (dazu gehört auch das Blutplasma bzw. Serum) zu finden ist. Geringe Magnesiumkonzentrationen im Plasma sind häufig bei einseitiger Ernährung, bei parenteraler Ernährung (Ernährung durch Infusion), chronischen Durchfällen, einer erhöhten Harnausscheidung (bei Einnahme von Diuretika) u. a. Medikamenten.

    Wenn Sie nun zusätzlich zum Magnesium, das mit der Nahrung zugeführt wird, 300 oder 450 mg Magnesium aufnehmen, sollte die Magnesiumkonzentration im Blutplasma steigen und die Wadenkrämpfe allmählich verschwinden. Achten Sie darauf, viele Vollkornprodukte zu essen, denn die sind reich an Magnesium. Magnesiummengen von 300-450 mg/Tag zusätzlich in Tablettenform zugeführt sind nicht schädlich, denn es sind ja nicht Überdosen. Was der Organismus nicht benötigt, wird ausgeschieden.

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    • RE: magnesiummangel


      vielen dank erstmal für die ausführliche antwort.

      leider kann ich mir bei den ausführungen immernoch nicht ganz erklären, wie ich zu solch einem mangel komme und ob ich diesen ohne zusätzlicher einnahme tatsächlich auf dauer entgegenwirken kann.

      wenn ich mir so meine ernährungsgewohnheiten anschaue, bin ich schon der meinung, dass ich mich relativ vollwertig bzw. gesund ernähre: viel obst, gemüse, wasser und vollkornbrot. nudeln esse ich auch fast nur in der vollkornvariante. allerdings esse ich gern süßes (gummibären u. ä.) und bis auf, dass ich beim letzten urintest vor ca. 3 wochen etwas zu viel eiweiß hatte (wird beobachtet), eine chronische bronchitis sowie laut hautärztin eine nickel-kontakt- und -nahrungsmittelallergie habe, ist bei mir gesundheitlich alles perfekt. da kann man scheinbar keine zusammenhänge finden ... oder?

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      • RE: magnesiummangel


        Dass es bei Ihnen an der Ernährung liegt , halte ich auch für unwahrscheinlich. Auch zu Allergie gibt es keine Verbindung. Warten Sie einfach ab, vielleicht erledigt sich das Problem von selbst.

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        • RE: magnesiummangel


          Hallo,
          ich habe dieses Forum im Frühjahr 2003 kennen gelernt, weil ich nach Wadenkrämpfen gegoogelt hatte.

          Seit 7 Jahren nehme ich Magnesiumpräparate und nichts hat sich geändert.

          Momentan sind das Magnetrans forte morgens und abends je 150 mg und zusätzlich esse ich zur Versorgung mit pflanzlichem Eiweiß ca. 30 bis 50 g ungeschälten Sesam, der auch 1/3 bis 1/2 des Tagesbedarfes deckt.

          2 mal die Woche gehe ich ins Bewegungsbad und auch 2 mal zur Massage. Das hilft zwar für die Erhaltung der Beweglichkeit und schafft etwas Linderung der unfallbedingten Verspannungsbeschwerden, aber wirklich geholfen hat mir gegen die Krämpfe nur die Klangmassage.bisher nur die Klangmassage.

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          • RE: magnesiummangel


            Hallo unminded

            Ich hatte auch mal Magnesiummangel und hatte auch immer das Gefühl, dass das Magnesium gar nicht aufgenommen wird. Ich habe dann gefunden, dass Magnesium nicht aufgenommen wird wenn man auch einen Mangel an B-vitaminen hat, und das war bei mir der Fall. Als ich noch zusätzlich Vitamin-B Tabletten genommen habe sind die Krämpfe weggegangen. Du kannst es ja mal ausprobieren. Viel Zucker ist wohl auch noch ein Magnesiumrauber.

            chica

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