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Es ist wie verhext

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  • Es ist wie verhext

    Liebe ForumsbenutzerInnen ;-),
    mein Verhältnis mit dem Thema essen/meinem Körper ist seit etwa 5 Jahren etwas ungesund, und in letzter Zeit habe ich eine sehr komische Phase: mir ist auf einmal bewusst, dass ich mit bestimmten Situationen (zB Eltern, die nerven/sich streiten) überhaupt nicht klarkomme und gerade bei meinen Eltern masslos manchmal in mich hineinfuttere. Das geht schon wieder in Richtung "heimlich" (Schoko aus dem Schrank klauen und irgendwo schnell Essen), obwohl ich eigentlich nichts mehr verbergen will... mit dem Alter (28) sollte das ja nicht mehr nötig sein. Aber auch wenn ich entspannt sein, zB nach einem wunderschönen Sonntag, an dem natürlich auch gegessen (vielleicht sogar geschlemmt wurde) kann ich mich abends gar nicht zurückhalten und muss "noch schnell" was essen, obwohl der Hunger nicht mehr so groß ist. Es fällt mir leichter, eine Wenig-Ess-Woche (wo abends der Magen kracht) durchzuziehen als durchgehend IMMER auf meinen Hunger zu hören... und eben dann und NUR dann zu essen. wie kann man das wieder lernen? Wenn man zB zusammensitzt und gemeinsam isst, würde ich selten was auf dem Teller lassen, und wenn noch jemand "Dessert" schreit, bin ich die erste, die mitmacht, auch wenn ich gar nicht mehr hungrig bin... so wird mir jeder Urlaub und Ausflug im vorhinein schon vermiest. Egal wie ich es angehe (heute isst du was du willst; heute isst du mal weniger; heute isst du, wenn du hunger hast, ich schaffe es nicht. Gar nicht dran zu denken ist sowieso ein Ding der Unmöglichkeit. Wieviel Belohnung/Trost/etc. soll einem Essen geben? Warum funktioniert es eigentlich trotzdem nicht, weil ich spätestens am Tag drauf ohnehin ein schlechtes Gewissen hab... Soll ich die Waage (die dann meistens ein kg mehr zeigt, das mich dann wieder nur zum Fasten hinreissen lässt) beim Fenster raushauen? Wem geht es auch schlecht damit? Meine Arbeit stresst auch gewaltig... und immer wenn etwas zuviel wird (Beziehung, Überfordert bei Arbeit, zuviel involviert in die Eltern-Sache), fang ich an, mir masslos über mein Gewicht/was ich gegessen habe/ Sorgen zu machen. Das ist im Laufe meiner Ess-Störung schon mal ganz in eine (Magersucht) und in die andere (Binge-Eating mit rapider Gewichtszunahme) gegangen, jetzt bleib ich zwar eher vom Aussehen her konstant, aber diese Gedanken machen mich noch wahnsinnig... aber es kann auch sein, dass da jeder alleine damit fertig werden muss... trotzdem würd ich mich freuen, wenn ich ein paar erntgemeinte Tips bekommen könnte. Einfach zu sagen "hör auf zum denken"... naja, das funktionierte noch nie bei mir...
    Alles Liebe
    Eure Julia


  • RE: Es ist wie verhext


    Hallo Julia.
    Es ist schwierig dir auf deine Frage zu antworten.
    Ich (m./vh.42/1,84/80) will dir zuerst sagen, dass es nicht so ungewöhnlich ist, oft ans essen zu denken oder darüber zu grübbeln. Ich gehe einmal davon aus, dass du keine Probleme hast mit Übergewicht und würde dir hauptsächlich raten, etwas mehr über die Auswirkungen der verschiedenen Lebensmittel auf dein Wohlbefinden zu lesen. Es gibt wirklich interessante Bücher, z.B. habe ich ein Buch das von verschiedenen Ärtzen geschrieben wurde auf eine leicht verständliche Art, worin auch steht, welche normalen, alltäglichen Probleme der Erwachsenen sind und woran das liegen kann. Du sollst mich richtig verstehen, wenn ich meine, dass man wissen sollte, z.b. was der Zuckerkonsum (raffinierter Z.!) alles anrichten kann oder z.B. die Laktoseunverträglichkeit. Wenn du weisst, wie dein Körper auf die Esswaren reagiert, wirst du dir wenigsten Gedanken im postiven Sinne machen, was wahrscheinlich dazu führt, dass du dich gesünder (aber bewusst !!) ernährst, dein Körper dich dadurch besser fühlt und du zuletzt zufriedener bist und dir dadurch dann weniger Gedanken machen wirst. Und du solltest nicht vergessen dass Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhält, da ist was Wahres dran, nur sollte man es bewusst tun. Und du sollst auch bewusst auf die Zusammensetzung der Ware schauen (vergleiche einmal den Inhalt von Nutella oder Samba-Streichschokolade, das sind zwei Welten von Qualitäten, worauf dein Körper auch unterschiedlich reagiert und somit auch dein Wohlbefinden). Bei Heisshunger würde ich auch raten, eben sich Zeit lassen und langsam essen, damit das Sättigungsgefühl nicht zu spät einsetzt. Es ist alles eine Sache des Willens. Du wirst sehen, wenn du dich gut informierst über die guten und schlechten Lebensmittel, wirst dir es dein Körper- und Seelenzustand danken.
    Ich hoffe dass ich dir ein wenig helfen kann.
    Claudius

    Julia_28 schrieb:
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    Liebe ForumsbenutzerInnen ;-),
    mein Verhältnis mit dem Thema Essen/meinem Körper ist seit etwa 5 Jahren etwas ungesund, und in letzter Zeit habe ich eine sehr komische Phase: mir ist auf einmal bewusst, dass ich mit bestimmten Situationen (zB Eltern, die nerven/sich streiten) überhaupt nicht klarkomme und gerade bei meinen Eltern masslos manchmal in mich hineinfuttere. Das geht schon wieder in Richtung "heimlich" (Schoko aus dem Schrank klauen und irgendwo schnell essen), obwohl ich eigentlich nichts mehr verbergen will... mit dem Alter (28) sollte das ja nicht mehr nötig sein. Aber auch wenn ich entspannt sein, zB nach einem wunderschönen Sonntag, an dem natürlich auch gegessen (vielleicht sogar geschlemmt wurde) kann ich mich abends gar nicht zurückhalten und muss "noch schnell" was essen, obwohl der Hunger nicht mehr so groß ist. Es fällt mir leichter, eine Wenig-Ess-Woche (wo abends der Magen kracht) durchzuziehen als durchgehend IMMER auf meinen Hunger zu hören... und eben dann u....

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