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Zuviel Betacarotin

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  • Zuviel Betacarotin

    Wie schädlich ist zuviel Betacarotin? Gibt es irgendwelche Gegenmaßnahmen bei einer Überdosis? Mein Gesicht (um Nase und Mund) sowie meine Hände haben sich gelblich verfärbt.

    Ich habe in den letzten Wochen fast täglich 0,5 Liter Karottensaft getrunken und dazu noch das Nahrungsergänzungsmittel Orthomol Immun genommen. Über meine Nahrung habe ich wohl auch noch eine gewisse Menge aufgenommen.

    Hat hierzu jemand Erfahrungen gemacht?


  • RE: Zuviel Betacarotin


    Betacarotin ist nicht gefährlich. Die Färbung der Haut wird veschwinden, wenn du aufhörst, Betacarotin zuzuführen. Es wird mit der Zeit von deinem Körper bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt und verbraucht.

    Mach dir keine Sorgen,
    sheila

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    • RE: Zuviel Betacarotin


      Super, vielen Dank. War mir nämlich nicht sicher, ob es außer der Färbung der Haut noch unangenehmere Folgen haben könnte. :-)

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      • RE: Zuviel Betacarotin


        Hallo bin ausgebildete Ernährungsfachfrau und kann Dir sagen das ein zu Viel von dem Vitamin A auch Retinole genannt zu Hypervitaminosen führen kann die Sympthome sind dann Erbrechen, Durchfall, Schleimhautblutungen, Knochenbrüchigkeit und Übererregbarkeit.
        der Tageasbedarf liegt bei1,5 -2mg.

        Mit freundlichen Grüßen

        I.Obermeier

        Hauswirtschaftl. Betriebsleiterin/
        staatlich geprüfte Ökotrophologin

        Romy78 schrieb:
        -------------------------------
        Wie schädlich ist zuviel Betacarotin? Gibt es irgendwelche Gegenmaßnahmen bei einer Überdosis? Mein Gesicht (um Nase und Mund) sowie meine Hände haben sich gelblich verfärbt.

        Ich habe in den letzten Wochen fast täglich 0,5 Liter Karottensaft getrunken und dazu noch das Nahrungsergänzungsmittel Orthomol Immun genommen. Über meine Nahrung habe ich wohl auch noch eine gewisse Menge aufgenommen.

        Hat hierzu jemand Erfahrungen gemacht?

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        • RE: Zuviel Betacarotin


          Das trifft auf Vitamin A zu, die Vorstufe Betacarotin ist allerdings harmlos. Betacarotin wird im Körper nur dann in Vitamin A umgewandelt, wenn es gebraucht wird.

          Vitamin A ist allerdings zu den von I. Obermeier beschriebenen Symptomen. Dazu muß man aber Vitamin A in hohen Dosen zu sich nehmen. Betacarotin verursacht diese Symptome nicht.

          Sheila

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          • RE: Zuviel Betacarotin


            @sheila

            Kennst du die finnische Studie mit isoliertem Beta-Karotin und Rauchern?? Hier eine Zusammenfassung:

            Mehr tödliche Infarkte durch ß-Carotin
            Die sogenannte Finnland-Studie sollte die gesundheitlichen Vorteile von Vitamin-E- und ß-Carotin-Pillen wissenschaftlich belegen. Und nun jagt eine Hiobsbotschaft die nächste. Nachdem vor 3 Jahren herauskam, daß ß-Carotin das Lungenkrebsrisiko für Raucher um 18 % erhöht (EU.L.E.n-Spiegel 1995/H.2/S.6), zeigte sich nun, daß die Pillen auch die Herzinfarktsterblichkeit steigern: Von 1.862 Männern, die bereits einen Herzinfarkt hatten, erlitten 424 während der Studiendauer von gut 5 Jahren einen weiteren. Wer ß-Carotin alleine oder in Kombination mit Vitamin E einnahm, hatte ein um 75 bzw. 58 % erhöhtes Risiko, beim nächsten Infarkt zu sterben. (Lancet 1997/349/S.1715-1720)

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            • RE: Zuviel Betacarotin


              Vielen Dank für die vielen Antworten. Ich bin seit zwei Jahren Nichtraucher. :-) Eigentlich ernähre ich mich auch relativ gesund. Im Moment besonders viel Salat Mittags und am Abend. Orthomol habe ich zur Vorbeugung gegen Erkältung & Co. genommen.

              Wie lange dauert es ungefähr, bis die Färbung der Haut nachlässt, also das Betacarotin abgebaut ist. Kennt sich da jemand aus.

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              • RE: Zuviel Betacarotin


                Hab die Studie jetzt gelesen. Du hast recht, da wurde gezeigt, dass zwar das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, in allen Gruppe (Vitamin E, Vitamin E + beta-Carotin, nur beta-Carotin, Placebo) gleich groß ist, aber in den Gruppen mit beta-Carotin der Herzinfarkt oft nicht überlebt wird.

                Das gilt aber in diesem speziellen Fall für Männer, die seit 40 Jahren rauchen, damit auch nicht aufgehört haben und bereits einen Herzinfarkt hatten. In allen Gruppen war das Infraktrisiko bei ca. 22% (20-24,7%). Was hier fehlt, sind Vergleichsgruppen mit Nichtrauchern.

                Hier noch das Abstract zum Follow up, der von dir zitierten Studie.
                http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/q..._uids=15231376


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                • RE: Zuviel Betacarotin


                  Wollte noch dazu sagen wenn Sie Karottensaft trinken ist nicht nur der Farbstoff Betacarotin drin sondern auch die Retinole ( Vitamin A ) d.h. bei zuviel können Sie auch eine Hypervitaminose bekommen da sich nicht nur der Farbstoff im Karottensaft befindet außerdem würde ich bei karottensaft da es fettlösliche Vitamine enthält zur Verwertung etwas Fett zufügen z.B. einen kleinenTropfen Olivenöl.
                  Liebe Grüße
                  I.Obermeier

                  Romy78 schrieb:
                  -------------------------------
                  Wie schädlich ist zuviel Betacarotin? Gibt es irgendwelche Gegenmaßnahmen bei einer Überdosis? Mein Gesicht (um Nase und Mund) sowie meine Hände haben sich gelblich verfärbt.

                  Ich habe in den letzten Wochen fast täglich 0,5 Liter Karottensaft getrunken und dazu noch das Nahrungsergänzungsmittel Orthomol Immun genommen. Über meine Nahrung habe ich wohl auch noch eine gewisse Menge aufgenommen.

                  Hat hierzu jemand Erfahrungen gemacht?

                  Kommentar


                  • RE: Zuviel Betacarotin


                    Es ist richtig, dass ß-Carotin die Vorstufe von Vitamin A ist und vom tierischen Organismus, also auch vom Menschen, in Vitamin A umgewandelt werden kann. ß-Carotin wird daher auch Provitamin A genannt. In Pflanzen gibt es kein Vitamin A, also auch nicht im Karottensaft. Da die Umwandlung vom Bedarf abhängt, ist selbst bei sehr hoher Aufnahme von ß-Carotin keine Vitamin A-Hypervitaminose zu befürchten. Daraus darf man jedoch nicht schließen, dass ß-Carotin in hohen Mengen absolut ungefährlich ist. Hierzu sind die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien kontrovers.

                    Bei der ß-Carotene and Retinol Efficiacy Trial (CARET), der Alpha-Tocopherol, ß-Carotene Cancer Prevention Study (ATBC; Finnland-Studie), der Physician`s Health Study (PHS) und der Linxian-Study wurde der Einfluss einer Gabe von ß-Carotin, Alpha-Tocopherol (Vit. E) und Retinol (Vit. A) bei Bevölkerungsgruppen mit einem hohen Lungenkrebs-Risiko (Raucher, auch ehemalige, Arbeiter mit Asbest-Belastung) untersucht.
                    Bei der ATBC-Study wurden 50 mg Alpha-Tocopherol, 20 mg ß-Carotin einzeln oder in Kombination 29.133 Rauchern 5-8 Jahre lang verabreicht. Eine weitere Gruppe bekam ein Placebo (Scheinpräparat). Die Anzahl der Lungenkrebserkrankungen war nach Einnahme von ß-Carotin, einzeln oder in Kombination mit Alpha-Tocopherol, im Vergleich zur Einnahme von Alpha- Tocopherol oder Placebo erhöht - allerdings nur bei Konsum von mind. einer Packung Zigaretten /Tag und nicht bei geringeren Mengen.
                    Bei der CARET-Study mit 18.314 Teilnehmern (62% Asbest exponiert, die meisten Raucher bzw. frühere Raucher) wurden 30 mg ß-Carotin + 25.000 IU Retinol oder ein Placebo verabreicht. Die Studie wurde vorzeitig abgebrochen, weil die Zahl der Neuerkrankungen an Lungenkrebs um 28%, und die Sterblichkeit um 17% höher war bei der Gruppe, die ß-Carotin + Retinol bekommen hatte im Vergleich zur Placebogruppe. Wenn man nur die Noch-Raucher berücksichtigt, dann war das Lungenkrebsrisiko sogar um 42% erhöht. Bei der Gruppe, die 2 Jahre vor Studienbeginn das Rauchen aufgegeben hatte, brachte die Einnahme von ß-Carotin + Retinol keinen statistisch nachweisbaren Effekt im Vergleich zur Placebogruppe.
                    Bei der PHS-Study mit 22.071 Teilnehmer (11% Raucher, 39% frühere Raucher), die 12 Jahre lang jeden zweiten Tag 50 mg ß-Carotin oder ein Placebo erhielten, konnte nach ß-Carotin-Gabe weder Vor- noch Nachteile bzgl. Krebs, Herzinfarkt oder Sterblichkeit festgestellt werden.
                    Bei der Linxian-Studie bekamen 29.584 Personen (30% davon Raucher) verschiedene Kombinationen von Vit. A, C, E, B2, Niacin, ß-Carotin, Zink, Molybdän und Selen. Die Einnahme von 15 mg ß-Carotin, 30 mg Alpha-Tocopherol und 50 mg Selen/Tag über 5 Jahre reduzierte das Krebsrisiko (v.a Magenkrebsrisiko) um 13% im Vergleich zu allen anderen Kombinationen.

                    Bei der Interpretation der Ergebnisse müssen Unterschiede in der ß-Carotin-Dosis und im Risikoprofil der Studienteilnehmer berücksichtigt werden. Bei der Linxian-Studie war die ß-Carotin-Dosis (15 mg) und der Anteil der Raucher am geringsten. Ob ß-Carotin in hohen Dosen bei Risikopersonen evtl. als Co-Karzinogen wirken könnte (s. CARET-, ATBC-Study), wird kontrovers diskutiert, weil die meisten Raucher bereits seit Jahren und in hohen Mengen geraucht hatten und der frühe Zeitpunkt der Krebsentstehung, bis zu dem Antioxidantien wie ß-Carotin Schutzeffekte ausüben können, längst verstrichen war. Man weiß, dass ß-Carotin in hohen Dosen prooxidativ und damit zellschädigend wirken kann; aber andererseits durch prooxidative Effekte Mechanismen angekurbelt werden können, die die Zerstörung von Krebszellen begünstigen.

                    Fazit: Mit 1/2 L Karottensaft nehmen Sie 13,1 mg ß-Carotin auf. Die wünschenswerte Zufuhr von 2-4 mg/Tag wird damit in jedem Fall erreicht. Eine Zufuhr bis zu 10 mg / Tag über die Nahrung gilt als unbedenklich, während die Unbedenklichkeit höhere Dosen (20 bzw. 30 mg) bei starken Rauchern in Frage gestellt werden muss.
                    Die Gelb-Orangefärbung der Haut (Carotenodermie) tritt auf bei exzessiver Zufuhr von ß-Carotin-haltigen Lebensmitteln auf, ist jedoch harmlos und bildet sich nach einiger Zeit (3 Wochen bis einige Monate) nach Absetzen der sehr hohen Zufuhr zurück.

                    Kommentar



                    • RE: Zuviel Betacarotin


                      Hallo Frau Dr. Ellinger ,

                      in meiner Schlieper steht unter den

                      Retinolen:
                      --------------

                      Vitamin A1 A2
                      Vitamin A--> kommt in Lebertran, Leber, Palmöl, Eigelb vor das ist dann also das umgewandelte Vitamin A was zu Hypervitaminosen führen kann Vorkommen in menschlichen und tierischen Körpern.
                      davon gibt es bei zuviel
                      Hyprvitaminosen:
                      _______________
                      Erbrechen, Durchfall, Schleimhautblutungen Knochenbrüchigkeit und Übereregbarkeit.

                      Also sind doch das Vitamin A1+A2
                      jetzt die in Tier oder Menschen umgewandelten Vitamine und deshalb gibt es dann nur da die Hypervitaminose.,

                      Aber erst muß es über Pflanzen wie Karotten,
                      Petersilie, Spinat,
                      das Provitamin A--->ßCarotin aufgenommen werden und in so einen "Warmblütler"
                      gelangen.

                      Kommt Carotin auch im Eigelb vor oder ist das dann da schon das Vitamin A1,A2 -->?

                      Gut dann weiß ich das man vom vielen Karottensaft worin ?ßCarotin oder auch Provitamin A vorkommt keine Hypervitaminose bekommen kann sonder erst bei der Assimilation d.h. beim Baustoffwechsel
                      in körpereigene Stoffe.
                      Aber wenn man viel Karottensaft d.h
                      Carotin oder auch
                      Pro Vitamin A
                      trinkt und der eigene Körper assimiliert dieses Vitamin kann man doch auch eine Hypervitaminose bekommen.

                      Das stand zusammen in der Spalte der Schlieper deshalb habe ich gemeint das man vom Pro Vitamin A --> Carotin auch eine Hypervitaminose bekommt.

                      Danke für Ihre Info!

                      Liebe Grüße

                      I.Obermeier

                      Dr. Sabine Ellinger schrieb:
                      -------------------------------
                      Es ist richtig, dass ß-Carotin die Vorstufe von Vitamin A ist und vom tierischen Organismus, also auch vom Menschen, in Vitamin A umgewandelt werden kann. ß-Carotin wird daher auch Provitamin A genannt. In Pflanzen gibt es kein Vitamin A, also auch nicht im Karottensaft. Da die Umwandlung vom Bedarf abhängt, ist selbst bei sehr hoher Aufnahme von ß-Carotin keine Vitamin A-Hypervitaminose zu befürchten. Daraus darf man jedoch nicht schließen, dass ß-Carotin in hohen Mengen absolut ungefährlich ist. Hierzu sind die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien kontrovers.

                      Bei der ß-Carotene and Retinol Efficiacy Trial (CARET), der Alpha-Tocopherol, ß-Carotene Cancer Prevention Study (ATBC; Finnland-Studie), der Physician`s Health Study (PHS) und der Linxian-Study wurde der Einfluss einer Gabe von ß-Carotin, Alpha-Tocopherol (Vit. E) und Retinol (Vit. A) bei Bevölkerungsgruppen mit einem hohen Lungenkrebs-Risiko (Raucher, auch ehemalige, Arbeiter mit Asbest-Belastung) untersucht.
                      Bei der ....

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