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Alternatives Leben und Kapitalismuskritik

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  • Alternatives Leben und Kapitalismuskritik

    Hallo an alle Alternativen und Kapitalismuskritiker,

    da die Diskussion schon sehr unübersichtlich zu werden droht, habe ich einen neuen Beitrag eröffnet.

    Meine Überlegungen: Natürlich ist es ein Skandal, was unser Wirtschaftssystem gerade in der Dritten Welt anrichtet. Aber wo liegt die Alternative. Wenn ich nach Kuba schaue ist das dortige System als Gegenpol auch nicht wirklich erstrebenswert.

    Zur Frage beseelte oder nicht beseelte Natur: Wenn wir uns bewußt würden, dass wir diese Welt nur geliehen haben und sie an die nächsten Generationen möglichst unbeschädigt weitergeben sollten, dann würde ein Umgang mit Menschen Tieren und Pflanzen entstehen, der anders ausschauen würde als der heutige. Und da jeder weite Weg mit einem ersten Schritt beginnt, können wir nur in unserem Alltag und mit vielen Kleinigkeiten anfangen.

    Herzliche Grüsse an alle

    Wolfgang E.


  • RE: Alternatives Leben und Kapitalismuskritik


    Danke Wolfgang, Du sprichst mir aus der Seele.

    Gruß CMS

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    • Schritte


      Hallo Wolfgan E.

      Ja, Sie haben vollkommen recht. Vorallem der letzte Satz gefällt mir sehr gut. Aber leider sind die Leute nicht bereit, auch nur die kleinsten Schritte in ihrem Alltag zu vollziehen, mag er noch so einfach sein. Der alte Gedanke lautet bei denen wohl: "Was nützt es, wenn ich das mache, ich kann ja auch nichts ändern.". Wenn das jeder Denken würde, wäre die Gesellschaft tot. Wie sie schon gesagt haben, jede Idee fängt klein an. Denken wir nur an die Grosse Seele des 20. Jahrhunderts, Mahtma Gandhi. Der wollte was ändern, und er änderte was. Aber das passierte nicht von heute auf morgen, sondern brauchte seine Zeit. Aber klar ist, schlimmer kann es fast nicht werden. Die Wüste wächst jeden tag in der Grösse von Niederlanden, 22.000 !!Kinder verhungern täglich. Über 800 Millionen Menschen leiden an Hungersnot. Über 40 gewaltätige Konflikte weltweit und und und. Aber wie hier, leben in Überschuss, gerade was die Ernährung angeht, aber weder schätzen wir das, noch vollziehen wir kleine Schritte, die hilfreich wären.

      Mit Herzlichen Grüssen

      -----
      Niemand begeht einen grösseren Fehler als jemand, der nichts tut, nur weil er wenig tun könnte.

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      • RE: Schritte


        Hier in Deutschland scheint es ja nach der Wiedervereinigung doch noch 3 schlaue Leute zu geben,

        Kommentar



        • RE: Schritte


          Hallo franco,

          ich bin nicht wiedervereinigt worden, ich bin Österreicher.

          Gruß
          Wolfgang E.

          Kommentar


          • RE: Schritte


            Ist ja egal,aber hauptsache deutschsprachig,aus welcher Ecke kommen Sie,ich war vor kurzem in Bregenz,so vor 3 Wochen.

            Kommentar


            • Schritte


              Es gibt nix Gutes - außer man tut es!

              In dem Sinn an alle Angeschlossenen und Wiedervereinigten oder auch die, die beides nicht werden wollen ;-))

              Danke für Ihre Unterstützung!
              Andreas Saakel

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              • RE: Alternatives Leben und Kapitalismuskritik


                Lieber Wolfgang,

                wie schön, daß Sie sich so weitreichende Gedanken über unsere Gesellschatfsordnung machen. Ich war gerade bei so einem "einfachen", aber ziemlich großen Weinfest. Dort trifft man die Blüte unserer Gesellschaft. Ich hatte nicht den Eindruck, daß sie sich überhaupt Gedanken über unserer Zukunft macht. Und über die Tiere haben sie sich leider auch gar keine Gedanken gemacht. Sie wollten einfach Wurscht und Woi, und waren überglücklich - Senf und Musik. Und in Cuba wollten sie eigentlich nur Urlaub machen. Naja, vielleicht habe ich das alles verkehrt verstanden? Wenn ich mir so die Menschen angeschaut hebe, denke ich mir, daß Sie vielleicht ein Außenseiter sind, so einer der in einer Fußballmannschaft auf der Ersatzbank sitzt. Ein richtiger Six-Pack habe ich leider nicht getroffen! Vorwigend Äpfel und Birnen. Eigentlich ist das alles nur zu bedauern! Wenn ich aber meine bescheidene Meinung äußern darf, würde ich ganz kleinlaut sagen, daß ich Lebensmittel vorwiegend von Herstellern kaufe, die ich auch unterstützen will (Coke ausgenommen - jeder hat halt so seine emotionale Schwäche).

                Mit meinen besten Grüßen, wie immer,
                Detelina

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                • RE: Alternatives Leben und Kapitalismuskritik


                  Hallo,

                  schön so etwas zu lesen.

                  Aber leider werden wir bzw. unsere Gesellschaft immer träger und bequemer. Wir sitzen im Schlaraffenland und sind einfach satt. Wir wollen nichts mehr tun, nur unseren Gelüsten fröhnen.

                  Das stimmt sehr traurig.

                  Schön ist es, dass es trotzdem immer noch Menschen gibt, die weiterdenken, da ist die Staatsangrhörigkeit, Rasse, Herkunft usw. egal.

                  Gruß Consalus

                  Kommentar


                  • 1. Schritt



                    ich hab schon meiner Fernseher abgeschaltet
                    und mein Autofahren reduziert.
                    Gruss
                    Paul

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                    • RE: Alternatives Leben und Kapitalismuskritik


                      Hallo Herr E.,

                      das hört sich sehr vertraut nach 80ger Jahre-Philosophie an, die (leider) komplett abhanden gekommen ist ... .

                      Alternative?
                      Ich glaube, das System, die Menschen sind zu unflexibel. Jeder kleinste 'Nachteil' oder Verzicht ist wichtiger, als mit eigenen Mitteln zum 'globalen Lebensschutz' beizutragen.
                      Kein Euro, der in ein Unternehmen fließt, wird einen Arbeitsplatz sichern, oder zu umweltbewußtem Produzieren führen, denn es geht um Profit und 'Wachstum'.

                      ... Selbst wenn sie sicher wüßten, daß dieses Wetter 'selbstgemacht' ist und zur Katastrophe führt, Müllberge die Erde umsäumen, und Bangla Desh verschwunden ist, würde sich nichts ändern. Nicht mal dann, wenn bei uns nichts mehr wächst.

                      Gruß,
                      Sabine

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                      • RE: Alternatives Leben und Kapitalismuskritik


                        es hat zwar nur indirekt mit ernährung und diäten zu tun - aber an dieser stelle muß ich mir das auch mal von der seele schreiben. schön, daß sich hier leute gefunden haben, die ähnlich denken.
                        ja. auch ich finde diesen materialismus zum k*****. alles, was wir tun, viele ängste, die wir haben, angebliche zwänge, denen wir unterliegen, ist darauf zurückzuführen, daß wir der kohle hinterherhecheln.
                        alle stehen nur noch da und fordern, fordern, fordern.
                        wir haben alles. bei uns sind plus 25 grad im haus, wenn draußen minus 20 grad sind.
                        wir haben immer fließendes warmes wasser.
                        wir können überall hin fahren. wir bekommen täglich briefe oder zeitungen.
                        wir können alle möglichen sportarten treiben und uns die coolste ausrüstung dazu kaufen.
                        wir schmeißen essen weg.
                        es gibt tausend verschiedene sorten haarwaschmittel. für jedes selbstproduzierte wohlstands-problemchen gibts ein mittelchen.
                        wenn nach einem gewitter mal ein bißchen wasser zum fenster reingedrückt wurde, schreien wir nach der baufirma.
                        sobald die straßenmarkierung ein wenig an glanz verloren hat, kommt der farbtrupp und zieht die pfeile nach. wenn eine straße nach ein paar jahren ein wenig dellig geworden ist, oder die asphaltdecke ein bißchen bröckelt, fangen wir an zu schimpfen, weil wir dann unsere dicken autos in gefahr sehen.
                        bei der derzeitigen trockenheit verschütten wir literweise wasser auf schmückgewächse in unseren vorgärten, damit der auch schön aussieht und der nachbar sich nix denken muß.
                        wir geben tausende an euros aus für sieben-gänge-spezialitäten-menüs, luxusreisen, unnötige telefonate und schönheitsoperationen.
                        die fun-generation von heute übernimmt viel. ziel ist es, so oft wie möglich so schnell wie möglich so viel wie möglich spaß zu haben.
                        es ist alles abrufbar. für jedes und alles gibt es etwas.
                        und wehe, eine gewohnte sache funktioniert mal nicht. dann machen wir ein faß auf und rennen zum anwalt.
                        mir geht es um maßhaltigkeit. angemessenheit. ich bin kein "totalverweigerer". ich bin hier teil dieser gesellschaft. ist auch okay - ich will nicht auswandern. bin hier so geboren.
                        ich will auch nicht frieren. man kann im winter aber auch drinnen einen dicken pulli anziehen. man muß eigentlich nicht täglich duschen. ein waschlappen tut`s aller zwei tage auch.
                        radfahren kann man auch mit dem alten rad, das man schon hat.
                        das wasser vom regen in der fensterecke kann man auch ein paar mal wegwischen, bevor man die fenster austauscht.
                        holprige straßen kann man auch langfahren, wenn man halt sein auto nicht für tausende euros tiefergelegt hat und langsamer fährt.
                        wenn es die natur so will und es partout nicht regnet, dann muß die konifere halt damit zurechtkommen - oder eben auch nicht.
                        auch kartoffeln und quark schmecken lecker. ab und zu darf`s natürlich auch ein braten sein.
                        ein wanderurlaub im schwarzwald entspannt auch.
                        ich kann mich mit meinem partner auch am abend über die angefallenen dinge unterhalten anstatt fernzusehen und wegen jeder einzelsache anzurufen.
                        wir können nix mehr komplett umkrempeln.
                        aber maßlosigkeit vermeiden, das können wir.

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                        • @Gutemine @mona67


                          sach ich doch!
                          Als Kind sah ich in Kassel im Theater mal ein Stück in dem ein Lied vorkam:
                          Einer ist keiner - Zwei sind mehr als einer
                          Sind wir aber erst zu dritt, machen auch die Anderen mit.

                          An dem Braten arbeiten wir noch ein wenig, aber sonst?
                          Ist doch schon richtig auf dem Weg, oder?
                          Übrigens, manchmal gucke ich mich um und stelle fest, dass ich eigentlich richtig glücklich bin. Es ist warm, ich bin im Trockenen, satt und darf lesen usw. Was sollte mir noch fehlen?

                          Ich wünsche Euch viel Glück und Zufriedenheit mit dem was da ist!
                          Andreas Saakel

                          Kommentar


                          • RE: @Gutemine @mona67


                            Ich kenne einen sehr klugen Herrn Weber, Max Weber. Er hatte nicht viel zu tun und hat sich mehrmals gefragt, wie das mit dem Kapitalismus sei und auch mit dem einzelnen Individuum, also mit mir. Dieser Herr Weber hat festgestellt, daß die soziale Kraefte auf das Geschehen der Seele einwirken und daß die Formung des Lebens in der Welt nach dem Willen eines Gottes geschieht (nur um den lieben Wolfgang E. an dieser Stelle in Schutz zu nehmen). Dann mußte der Herr Weber sich korrigieren - die äußeren Gütter dieser Welt hätten schließlich unentrinnbare Macht über den Menschen gewonnen. Und da er mit dieser Feststellung sehr unglücklich war, hat er sich mit einem Herrn Tolstoj fürchterlich verkracht. Die beiden haben heftig gestritten und wenn Sie sich endlich geeinigt haben, hat Herr Weber gefragt: Was sollen wir tun? Wie sollen wir leben?

                            Ich bin nicht bereit, mir vorschreben zu lassen, wohin ich reisen soll. Alle reisen nach..., nur ich nach Odenwald. Und die Straßen möchte ich auch schön haben. Sonst muß ich mir eine Lada kaufen. Damit habe ich ein Problem, da ich mein Geld (das ich selbst verdiene), nach Überzeugung ausgeben möchte. Und mit den Nachbarn möchte ich gern freundschaftliche Verhältnisse haben, sonst grüßen sie mich nicht und erzählen mir die Klatschgeschichten nicht. Das vermisse ich. Ich bin aber vielleicht bereit, wenn sich noch zwei freiwillig zur Verfügung stellen, so etwas wie eine"Brigade" am Wochenende zu organisiren (einige dürften das Wort noch kennen oder auch nicht, unangenehme Sachen vergißt der Mensch schnell), damit wir diese sich nicht lohnende Industrien endlich schließen, so wie mit der Schwarzkohle und so. Aber wahrscheinlich ist das auch nicht möglich, da ich zuerst eine Umschulung in Organisationsarbeit absolvieren muß und dafür ist ja kein Geld da. Außerdem hätte das weitreichende Auswirkungen auf andere Leute und damit würden sie wiederum nicht zufrieden. Wie sollen wir denn leben? Diese Informationsgesellschaften übrigens, so etwas sollen wir werden, die haben alle einen Virus. Das haben sie auch gestern in den Nachrichten gesagt, dies für alle, die kein Fernsehn schauen. Beseitigen müssen wir was, aber meinen Braten, bitte, nicht. Ich möchte Bauchmuskel aufbauen und ich brauche meinen Braten dafür. Die Präparate schmecken nicht und sind mir zu teuer. Ich esse zwar nach Aristoteles, aber meine Gäste nicht, um an dieser Stelle auch die Ernährung mit Nachdruck zu erwähnen!

                            Viele Grüße, wie immer :-)
                            Detelina

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                            • Aristoteles


                              Hallo Detelina

                              Kannst du mir erklären, wie das geht, nach Aristoteles ernährung zu leben?

                              Viele Grüsse

                              Kommentar


                              • RE: Aristoteles


                                sehr gern. etwas später. muß noch etwas erledigen. Detelina

                                Kommentar


                                • RE: @Gutemine @mona67


                                  Hallo Detelina,

                                  der Herr Sigmar Gabriel von Niedersachsen hat mal ein schönes Bild für Politik gefunden:
                                  Politik ist nicht wie eine Schnur- wenn man daran zieht, bewegt sie sich in eine Richtung, sondern wie ein Netz - wenn man an einem Knoten zieht, bewegen sich viele Knoten in viele verschiedene Richtungen.
                                  Und das ist das Problem!

                                  Aber allerdings finde ich trotzdem, was wir wollen und was wir kriegen sind immer ein paar andere Schuhe und was wir haben, sollten wir immer Schätzen.
                                  Ohne dabei 'asketisch' zu sein, bin ich im Gegensatz zu Dir durchaus der Meinung, daß es wichtig ist, zu relativieren und die eigenen Probleme und Bedürfnisse mehr im Vergleich mit richtigen Problemen und der Realität der 'Restwelt' zu betrachten.

                                  Gruß,
                                  Sabine

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                                  • RE: @Gutemine


                                    Hi Sabine,

                                    eigentlich zu dem 2. Absatz sehe ich keinen Gegensatz. Manchmals formuliere ich etwas, sagen wir, pointierter, um dadurch einer bestimmten Meinung Nachdruck zu verleihen. Ich glaube allerdings nicht, daß wir die Probleme der 'Restwelt' lösen können, indem wir selbst 'alternativ' leben. Was heißt denn schon 'alternativ'? Ich glaube aber, daß sich jeder nach seinem Wissen und Gewissen für diese Probleme angagieren sollte und dieses Angagement hängt bei mir weniger mit meiner Ernährung oder persönlichen Lebenstil zusammen.

                                    Herr Gabriel mindestens hat die Sache mit dem Netz richtig erfasst, wie schön für ihn! Er gehört ja zu der eher jungeren Generation. Er müßte aber vielleicht darüber nochmals intensiv nachdenken. In der gestrigen FAZ stand, die Schäffchen laufen ihm weg. Es gibt objeltive Probleme, die gelöst werden müssen, und die haben mit persönlichen Verzicht nichts zu tun. Ich wäre ab sofort bereit 'alternativ' zu leben. Was ist mit den restlichen 80 Mio.?

                                    Viele Grüße
                                    Detelina

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                                    • RE: @Gutemine


                                      Lliebe Detelina,
                                      woher weißt Du, daß persönlicher Verzicht nicht dazu beiträgt, z.B. sowas wie Artgerechte Haltung in der Mast, oder Umweltprobleme zu lösen?
                                      Und warum kommt gerade von Dir das Argument vom Rest?
                                      Schließlich fängt eine Veränderung immer irgendwo an. - Klar ist es idealistisch, zu glauben, wenn nur 'alle' mitmachen, tut sich was ... aber wie sollte sich sonst etwas ändern? Die Politik ist doch nicht mehr dazu in der Lage, klare Entscheidungen zu treffen. Das macht die Wirtschaft.

                                      ... Mal davon abgesehen, daß viele Probleme wirklich nicht mit persönlichem Verzicht, oder Engagement zu lösen sind ... .


                                      Gruß,
                                      Sabine

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                                      • RE: @Gutemine


                                        Es würde ja schon genügen, wenn Kinder nicht mit Zwang und Druck an tierische Nahrung gewöhnt werden. Viele Kinder mögen das Zeug nicht, werden aber gezwungen. Wenn sie dann darauf geeicht sind, können sie es später nicht mehr lassen, selbst wenn sie es eigentlich wollen.
                                        Jedenfalls hat es bei mir etliche Jahre gedauert, vom ersten Entschluss nicht mehr beim Tierequälen mitmachen zu wollen bis zum Einstieg in die vegane Ernährung.
                                        Aber inzwischen hat es nichts mehr mit Verzicht zu tun im Gegenteil, ich habe noch nie in meinem Leben so abwechselungsreich und schmackhaft gegessen, wie jetzt.
                                        Geniessen, ohne andere dadurch zu quälen, das wäre schön, oder?

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