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Kontinuierliche Gewichtszunahme

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  • Kontinuierliche Gewichtszunahme

    Hallo,

    meine Partnerin hat seit einiger Zeit das Problem dass sie mehr und mehr zunimmt. Was sie auch erhöht belastet, da sie es sich nicht erklären kann und keine Änderung ihres Ess-Verhaltens einen Einfluss zu haben scheint.

    Erst heute wieder habe ich eine Analyse ihrer Situation bekommen, welche ich als Grund nehme hier mal was zu schreiben. Ich werde auch folgend ihre Analyse mal zur Diskussion stellen.

    Vielleicht finde ich hier eine Erklärung für ihr Problem.

    Hier nun ihre Analyse:

    "Na das grundlegende Problem ist wohl, dass die Aufnahme von Kohlenhydrate die Insulinausschüttung veranlasst. Das wiederum ist dafür zuständig, die Stoffaufnahme in die Zellen zu aktivieren. Und damit soll überhaupt erst die Grundlage geschaffen werden, dass z.B. auch Fette als Depot angelegt werden können.
    Aus dieser Ansicht resultiert z.B. die Trennkost, weil angeblich dann Fettaufnahme nicht dazu führt, dass es gebunkert wird.
    Ich denke, da ist nur im Ansatz was dran.

    Die LowCarb-Diät ist grundsätzlich umstritten. Allerdings geht die ja auch noch weiter als das was ich tue. Da sind Kohlenhydrate fast komplett verboten, auch aus Obst. Und es wird glaubwürdig begründet, dass der JOJO-Effekt vorprogrammiert ist - das liest man überall. Ist eigentlich auch logisch, denn Kohlenhydrate sind der erste Energielieferant für den Körper. Wird er weggenommen, fehlen ihm wichtige Nährstoffe. Er wird gezwungen die Reserven anzugehen, was ja auch gewünscht ist. Das ist aber anstrengender für ihn und er merkt sich das auch und wird die in doppelter Geschwindigkeit wieder auffüllen, sobald er die leichter zu verarbeitenden Kohlenhydrate bekommt.
    Desweiteren soll mit Kohlenhydraten auch immer ein gewisser Teil an Wasser verbunden sein, der dann ebenfalls fehlt, was wiederum zu der massiven Wassereinlagerung führen soll, wenn man ihm wieder Kohlenhydrate zuführt.

    MEIN Problem ist doch aber schlussendlich, WIE KANN ICH MEINEN KÖRPER ÜBERHAUPT DAZU KRIEGEN, SEIN VERHALTEN ZU ÄNDERN.
    In den Berichten reden die alle davon, dass man in einem Fenster von 2 - 8 Wochen langsam wieder mehr zu sich nehmen soll, um ihn dran zu gewöhnen. Aber mein Körper reagiert ja auf gar nichts. Die erzählen alle, Low-Carb wäre so toll, weil man da gerade in der Anfangszeit massig an Kilos verlieren kann. ABER BEI MIR TUT SICH NIX. Egal was ich esse, wann ich esse, wie viel ich esse ... wenn sich was tut, dann immer nur nach oben.
    Eine Freundin schrieb auch: "einfach mal ein bisschen weniger Süßkram ...". Bei den meisten reicht das aus.
    Aber bei mir bewegt sich überhaupt nix. DAS NERVT. Wir haben jetzt über Weihnachten vermehrt Kekse und Kuchen gegessen. Das mache ich nun seit ein paar Wochen nicht mehr, da könnte doch erwarten, es ginge mal wieder was runter. Aber nix ....
    Der Sport ist ein Problem, definitiv. Ich muss sehen, wie ich das irgendwie unter kriege. Aber trotzdem ... ich weiß nicht was ich machen soll."


    Gruß,
    Martin


  • Re: Kontinuierliche Gewichtszunahme

    Hallo Martin,
    das ist alles zu ungenau, um was ableiten und raten zu können.

    Fragen:
    • Über welchen Zeitraum wurde wieviel Gewicht zugelegt?
    • Wie groß ist sie und wieviel wiegt sie aktuell?
    • Welche Parameter haben sich geändert und über welchen Zeitraum? (z.B. andere Ernährung als sonst, weniger Bewegung...)
    • Wie sieht die Ernährung aktuell aus? Sie sollte mal 14 Tage Buch darüber führen, was sie täglich wann zu sich nimmt (und ggfs. auch, in welcher Stimmungslage).
    • Ist deine Partnerin organisch gesund (Schilddrüse...)?
    • Ist sie berufstätig? Wenn ja, wieviel Bewegung hat sie im Job?
    • ​Wieviel Bewegung inkl. Sport pro Woche in h schafft sie etwa zusätzlich zum Job?
    Wenn diese Fragen beantwortet sind, kann man die Situation erst beurteilen.

    VG, crash


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    • Re: Kontinuierliche Gewichtszunahme

      Ich stimme crashdog da voll zu.
      Um dies näher beurteilen zu können müssen mehr Informationen vorliegen.
      Aber vorab Kohlenhydrate sind grundsätzlich nicht das Problem. Vielmehr sind es Lebensmitteln mit isolierten Kohlenhydrate, da sie meist Kalorien ohne Sättigung und gleichzeitig viel ´Fett liefern, z.B. Getränke, Süßigkeiten, Teilchen, etc. Dagegen Obst und Gemüse sind in der Regel nährstoffreich und Energiearm, Vollkornprodukte sind wichtig für die Sättigung.

      Kommentar


      • Re: Kontinuierliche Gewichtszunahme

        Danke für die zügigen Antworten. Ich bin dabei die Informationen zusammen zu tragen und werde sie dann einstellen. Ich denke, nur auf die Hälfte zu antworten bringt jetzt nicht viel. Ich hoffe zeitnah alle Infos zu haben.

        Kommentar



        • Re: Kontinuierliche Gewichtszunahme

          Ich habe die Fragen welche ich nicht selbst beantworten kann an sie weiter gegeben. Zitiert folgen nun die Antworten.

          -Über welchen Zeitraum wurde wie viel Gewicht zugelegt?
          "Keine Ahnung, da ich nicht mehr über die Waage kontrolliere. Ich schätze dass ich von 2014 bis jetzt an die 10-12 kg zugelegt habe. "
          - Wie groß ist sie und wieviel wiegt sie aktuell?
          160cm "keine Ahnung, siehe oben. Schätze um die 75kg"
          -Welche Parameter haben sich geändert und über welchen Zeitraum?
          "Ich habe keine Depressionen mehr, sondern bin meistens glücklich mit meiner Familie, wenn auch gestresst. Essenstechnisch habe ich nicht viel geändert. Eher dass ich seit einigen Monaten darauf achte, nicht großartig zwischendurch zu essen, mittags auf Salat möglichst ohne Kohlenhydrate oder wenn dann mit Vollkornbrot (1 Scheibe) zurück zu greifen und nachmittags ganz auf Brot zu verzichten. Und meine Portion abends beim Essen versuche ich klein zu halten und Naschereien danach zu vermeiden. Das mache ich schon über einen längeren Zeitraum. Außerdem steht an meinem Platz eine Wasserflasche, so dass ich zum Kaffee genug Wasser trinke."
          - Wie sieht die aktuelle Ernährung aus?
          Mit ihrer aktuellen Ernährung versucht sie die Aufnahme von Kohlenhydraten einzuschränken. Ebenfalls den Genuss von Süßwaren. Ganz verhindern kann sie es aber nicht. Muss sie das überhaupt?
          sie trinkt 3-5 Tassen Kaffee am Tag. Der Rest an Getränken besteht aus gefiltertem Leitungswasser und vielleicht mal eine Tasse/Glas Süßgetränk.
          Was Sie , Frau Dr. Breidenassel, sagten bezüglich der isolierten Kohlenhydrate ist ihr bekannt. Das genau Versucht sie zu vermeiden. Sie isst kaum Teilchen. Schokolade kommt eher mal vor. Aber dann belässt sie es bei ein paar Stück. Vollkornbrot isst sie ohnehin lieber. Ihrer Aussage nach greift sie somit eher zu den gesünderen Sachen und trotzdem bunkert ihr Körper alles ein. und das versteht sie nicht.
          14 Tage Aufzeichnung folgt.
          - Ist deine Partnerin organisch gesund?
          sie hat eine leichte Schilddrüsenunterfunktion und nimmt zur Regulierung Tabletten mit der kleinsten Dosierung. Weitere Erkrankungen sind nicht bekannt.
          - Ist sie berufstätig? Wenn ja, wieviel Bewegung hat sie im Job?
          Sie ist berufstätig. Als Fachinformatikerin ist sie sitzend tätig.
          - ​Wieviel Bewegung inkl. Sport pro Woche in h schafft sie etwa zusätzlich zum Job?
          Bewegung zusätzlich kaum. Regelmäßigen Sport macht sie keinen. Wir haben uns ein Trainings gerät zugelegt, was aber aus Zeitmangel nur sporadisch genutzt wird.

          Vielleicht noch interessant ist, sie hat zwei Kinder. Beide recht fordernd und anstrengend. Aus zwei Kindern ergeben sich. viele Termine die abzustimmen und wahrzunehmen sind. Generell hat sie viel Stress, dadurch leicht reizbar und oft nervlich angespannt.
          Neben dem gibt es noch ein weiteres Thema das Zeit bindet und Nerven kostet. Generell ist für sie die mangelnde Zeit, vor allem ihren Kindern gegenüber, ein großer Stressfaktor.
          Ebenfalls interessant dürfte sein dass sie die Pille nimmt. Sie selbst vermutet genau dort auch einen Zusammenhang. Dem Körper ständig vorspielen er sei schwanger würde verursachen dass er mehr bunkert. klingt allerdings logisch. Sie erwägt deswegen eine Umstellung auf eine Hormon freie Verhütung.

          Gruß,
          Martin

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          • Re: Kontinuierliche Gewichtszunahme

            Die Pille würde nicht einen solchen Gewichtszuwachs erklären. Zumal die heutigen Pillen eine sehr niedrige Hormondosierung haben.
            Aber durch die mangelnde Bewegung ist ihre Energieverbrauch nicht viel höher als das was de Körper zur Lebenserhaltung benötigt. Mit einem einfachen Rechenbeispiel kann man dann die Problematik einfach erklären: Für 1 kg Körpergewicht zu oder abzunehmen werden ca. 7000 kcal benötigt. Wenn man nun "nur" 100 kcal", also ca. 1 Glas Cola oder 1 Glas Sekt oder 1/2 Marsriegel oder 1 Duplo oder 1 Fruchtjoghurt, pro Tag zu viel ist, nimmt man im Jahr 36.500 kcal mehr zu sich als der Körper benötigt. Dies sind dann also knapp 5 kg pro Jahr, die sich schleichend einstellen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist der Stoffwechsel nochmal langsamer und benötigt weniger Energie, so dass die Gewichtszunahme schneller geht.

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