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Victoza und B12

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  • Victoza und B12

    Bin Typ2-Diabetiker mit starkem Übergewicht und steckte in einer Insulinresistenz. Tagsüber Novorapid und zur Nacht Levemir - alles in relativ hohen Dosierungen.
    Damit ging ich in eine Tagesklinik und bekam dort von der Ärztin zusätzlich Victoza verordnet. Seit Ende Febr. 2017 spritze ich morgens 1,2 mg Victoza.
    Nach der jüngsten Laboruntersuchung riet mir mein Diabetologe nun, Vitamin B12 zu nehmen, da sich ein Mangel rausstellte.
    Schlucke seither mittags eine Dosis 500µg (1 Stick von Apotheke).

    Jetzt zu meiner Frage:
    Da Victoza dafür sorgt, daß der Nahrungsbrei länger im Magen verweilt, bleibt ja zwangsläufig auch das B12 länger der Magensäure ausgesetzt und kommt erst verspätet im Dünndarm an. Geht dadurch die Wikung des Vitamins verloren oder wird sie womöglich stark geschwächt?
    Sollte ich mir nicht besser Ampullen beschaffen und das B12 spritzen?

    Wäre nett, könnte sich dazu vielleicht auch ein Mediziner äußern.
    LG Willi


  • Re: Victoza und B12

    Alle ernsthaften Wirkbeschreibungen nennen die Wirkungen eines Medikamentes in der Rangfolge ihres Anteils an der Gesamtwirkung. Wenn Du mal in den Wirkbeschreibungen vom Victoza schaust, erscheint da der verlängerte Aufenthalt der Nahrung im Magen erst an dritter oder vierter Stelle und damit praktisch in der Größenordnung von Nebenwirkungen. Hätte also an Deiner Stelle eher keine Bedenken wg der möglichen eher kleinen Auswirkung auf den Vitamin Durchgang.

    Du schreibst, dass Du viel Insulin brauchst, weil Du ne Insulinresistenz hast. Die bedeutet, dass wir Typ2 sehr viel mehr als nur 1 Einheit Insulin für eine BE brauchen, und sie ist Grundmerkmal aller Typ2. Und je mehr wir pro BE brauchen, desto höher und länger verläuft unser Blutzuckerausflug nach jedem Essen.
    Eine bewährte Möglichkeit zur Verkleinerung der Insulin-Mengen ist die Verringerung der BEs pro Mahlzeit. Vielleicht probierst Du das mal?

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    • Re: Victoza und B12

      Da Victoza dafür sorgt, daß der Nahrungsbrei länger im Magen verweilt, bleibt ja zwangsläufig auch das B12 länger der Magensäure ausgesetzt und kommt erst verspätet im Dünndarm an. Geht dadurch die Wikung des Vitamins verloren oder wird sie womöglich stark geschwächt?
      Hallo Willi,

      der Zusammenhang scheint eher anders herum zu sein, wie aus diesem Artikel hervorgeht:
      http://www.pharmazeutische-zeitung.d...x.php?id=50008

      Ich würde mir an deiner Stelle darüber keine großen Sorgen machen und abwarten, Wenn die nächste Messung wieder einen Mangel aufweist, dann kannst du immer noch handeln.

      Beste Grüße, Rainer

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      • Re: Victoza und B12

        Danke für den Rat, Rainer, werde einfach noch abwarten.

        Hallo Jürgen, da hast Du was falsch gelesen - ich schrieb von Insulinresistenz in der Vergangenheit. Dank diesem Victoza war ich da im Nu raus.
        Natürlich versuchte ich, die KHE-Menge je Mahlzeit deutlich zu reduzuieren, was allerdings nicht ganz den gewünschten Erfolg hinsichtlich der Insulindosis brachte. Meine Werte blieben insgesamt recht hoch, trotz Ernährungsumstellung auf Logi-Methode bzw. LowCarb.
        Morgens schon kam ich mit weit über 9 aus der Nacht.
        Seltsamerweise konnte ich dem gegensteuern, indem ich zur Nacht nocheine Portion Obst zu mir nahm.

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        • Re: Victoza und B12

          Das ist ja super, wenn Victoza dazu führt, dass Du mit weniger Insulin aus dem Pen auskommst. Das bebeutet nämlich, dass Deine körpereigene Insulinproduktion noch deutlich messbar funktioniert! Denn die Hauptwirkung vom Victoza ist der zusätzliche Antrieb der eigenen Insulinausgabe direkt nach dem Essen

          Häufig hängt der Morgenwert bei uns 2ern irgendwie an dem Spitzenwert nach den Mahlzeiten. Aber den hast Du mit LC bestimmt schon deutlich reduziert. Weil ich meinen Morgenwert zu hoch fand, aber mit mehr Basal am Abend zwischen 24 und 2 Uhr immer in den Unterzucker kam, bin ich irgendwann mal auf die Idee gekommen, morgens direkt vor dem Aufstehen zu messen - praktisch den Wert, den ich eigentlich haben wollte Schon ne halbe Stunde nach dem Aufstehen 1-2 mmol/l höher.

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          • Re: Victoza und B12

            Bin Typ2-Diabetiker mit starkem Übergewicht und steckte in einer Insulinresistenz. Tagsüber Novorapid und zur Nacht Levemir - alles in relativ hohen Dosierungen.
            Damit ging ich in eine Tagesklinik und bekam dort von der Ärztin zusätzlich Victoza verordnet. Seit Ende Febr. 2017 spritze ich morgens 1,2 mg Victoza.
            Nach der jüngsten Laboruntersuchung riet mir mein Diabetologe nun, Vitamin B12 zu nehmen, da sich ein Mangel rausstellte.
            Schlucke seither mittags eine Dosis 500µg (1 Stick von Apotheke).

            Jetzt zu meiner Frage:
            Da Victoza dafür sorgt, daß der Nahrungsbrei länger im Magen verweilt, bleibt ja zwangsläufig auch das B12 länger der Magensäure ausgesetzt und kommt erst verspätet im Dünndarm an. Geht dadurch die Wikung des Vitamins verloren oder wird sie womöglich stark geschwächt?
            Sollte ich mir nicht besser Ampullen beschaffen und das B12 spritzen?

            Wäre nett, könnte sich dazu vielleicht auch ein Mediziner äußern.
            LG Willi
            Richtig ist zweifelsohne, dass das Victoza die Magenentleerung verlangsamt. Alles andere ist nach meiner Kenntnis bisher in Studien nicht belegt.
            Für Sie bedeutet das:
            Haben Sie höhere Vitamin B12-Spiegel aus der Zeit vor Victoza? Wenn ja, würde sich Ihr Verdacht erhärten und Sie sollten diesen Verdacht auf eine potentielle Nebenwirkung unbedingt dem Hersteller NovoNordisk melden. Solche Meldungen sind im übrigen sehr wichtig, um sehr seltene Nebenwirkungen (die sich in klinischen Studien aus statistischen Gründen nicht zeigen) zu entdecken.
            Die Frage, ob Sie mit oraler Gabe von Vitamin B12 eine deutliche Verbesserung der Spiegel erreichen, ist schwer allgemein zu beantworten. In jedem Fall sollten bei oraler Gabe von B12 zusätzlich auch die anderen B-Vitamine gegeben werden. Letztlich kann der Erfolg am Blutspiegel gemessen werden. Oder man geht sofort auf die Injektion in den Muskel.

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