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Panikattacken

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  • Panikattacken

    Hallo,
    ich möchte mich zuerst mal vorstellen. Meine Name ist Arne, bin 27 Jahr alt und habe sei zwei Jahren Diabetes Typ 1. Seit ein paar Monaten leide ich unter regelmäßigen Panikattacken.
    Ich habe dann immer Angst zu unterzuckern. Die Attacken können z.B. an der Supermarktkasse auftreten oder wenn ich mein Messgerät nicht sofort finde. Manchmal reicht schon der Gedanke, dass ich Insulin gespritzt habe und es mal Zeit wird zu kontrollieren.
    Aufgetreten sind die Attacken nachdem ich einmal unerwartet stark unteruckert bin. Hatte gegessen und nach etwas mehr als 2 Std. einen Zucker von 180 gemessen. Dann eine Einheit gespritzt und bin schlafen gegangen. Nach einer Std. war er bei 47. Ist bis auf 34 runter gegangen und ich bekam schon Bewusstseinsstörungen und Muskelverkrampfungen. Vielleicht liegt es auch daran dass Unterzuckerungen bei mir immer sehr unangenehm sind. Schwindel, Zittern, Herzrasen, Konzentrationsschwierigkeiten, starkes Schwitzen und eine ganz blasse Gesichtsfarbe(eigentlich ja normale Begleiterscheinungen einer UZ). Auch wirkt der Zucker bei mir erst nach einiger Zeit, so dass wenn ich bei 55 Zucker esse er in 5 Minuten auf unter 40 fällt. Habe auch das Gefühl, dass der Zucker um so schneller zu sinken begint sobald ich die UZ bemerke.
    Die Symptome der Attacken sind die gleichen wie die der UZ. Es beginnt mit plötzlichem Herzrasen. Der Schwindel kann so stark werden, dass sich mich schon fast hinsetzten muss.
    Ich weiß leider nicht was ich machen soll um die Attacken zu beenden. Hoffe mir kann jemand bei diesem Problem helfen.

    Gruss
    Arne


  • Re: Panikattacken


    Was sagt denn dein Diabetologe zu deinem Problem?

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    • Re: Panikattacken


      Noch nichts. Hab erst am 17 April einen Termin bei ihm. Aber bei dem fühlt man sich immer als würde man mal eben zwischen Tür und Angel behandelt. Weiß nicht ob der auf dieses Problem richtig eingehen wird bzw. es ernst genug nehmen wird.

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      • Re: Panikattacken


        hallo arne,
        ja solche ärzte gibt es , aber genauso auch andere.(notfalls wechseln)
        zu hypo --
        es dauert ca 20 min bis der zucker uber magen darm ins blut kommt,
        da er sich ja dann auch noch im zellwasser verteilt sollte man vor 30 min nicht messen.
        und vor allem jede art von hektik vermeiden.
        ob du einen etwas höheren zielwert ansteuern , damit die ersten hyposymptome etwas früher kommen ca. bei 70-75 mußt du ausprobieren. bei 70 geht die kurve meist nur knapp an die 40 und steigt dann wieder.
        mfg. klaus

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        • Re: Panikattacken


          Hallo Arne,

          Ich hatte genau das gleiche Problem, wie Du. Gerade in Kaufhäusern oder Großmärkten mit sehr grellem Licht, bekam ich solche Panikattacken. Grund war natürlich, dass ich mal in einem Kaufhaus meine Hypo nicht wahrgenommen habe und leider jegliche Gegenmaßnahmen verpasst habe. Ende vom Lied dürfte hier jedem klar sein.

          Grundsätzlich schließe ich mich meinen Vorrednern an, d.h., Du solltest Dir einen kompetenten Diabetologen suchen, der Dich nicht in der sogenannten Türangel hängen lässt!
          Denn es gibt direkte Hypo-Wahrnehmungskurse, in denen viele Diabetiker sich schulen lassen. Das solltest Du unbedingt beim Doc mal anklingen lassen.
          Diese Panikattacken werden vom Kopf gesteuert, d.h. Du bekommst Hyposymptome, obwohl Dein aktueller BZ im Normbereich liegt.
          Um dem etwas gegen zu steuern, rate ich Dir, so wie Klaus schon angedeutet hat, Deinen Zielwert etwas zu erhöhen, bevor Du die Kaufhäuser stürmst! Ich mache das auch und es geht mir gut. Wenn ich vor dem "Sturm" meinen BZ auf 140 ansteigen lasse, bekomme ich diese Panik nicht.( das ist mein persönl. Zielwert!!! ) Und schon kann ich in aller Seelenruhe stöbern. Das bedeutet noch lange nicht, dass ich nichts bei mir habe, für den Falle des Falls!
          Eine Flasche Saft, oder Cola habe ich trotzdem immer dabei. Das wirkt am schnellsten.
          Und wenn Dir ne Hypo unterkommt, dann nie mit Panik reagieren, sondern Dich still in einer Ecke nieder lassen und abwarten, egal was andere Leute denken.

          Aber wie gesagt, vorrangig ist ein ansprechbarer Diabetologe, der sich Deinem Problem annimmt, ohne auf die Uhr zu sehen.

          Alles Gute und LG
          Rolle

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          • Re: Panikattacken


            Wie die Attacken den Blutzucker senken konnte ich heute schon wieder feststllen. Statt um errechnete 5-max.10 in 5 Minuten sank der Blutzucker um 30 von 108 auf 81. Alleine diese Attacken machen aus harmlos verlaufenden Unterzuckerungen schwere UZ.
            Zu der Wirkung von Zucker. Also bei Traubenzucker stelle ich meist nach 10min. einen Anstieg des BZ fest, bei in warmen Wasser aufgelöstem Haushaltszucker waren es schon öfters unter 5 Minuten.
            Die Attacken empfinde ich also besonders schlimm wenn sie neben einer Hypo auftreten oder eine verursachen.

            gruss
            Arne

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            • Re: Panikattacken


              Moin Arne,

              wie's aussieht, brauchst Du dringend eine genauere Vorstellung davon, wie Dein Insulin zu welchen Tageszeiten und in welchen Situationen bei Dir wirkt. Die kannst Du dir eigentlich nur selbst verschaffen, und zwar mit etwas System und Deinem BZ-Messer. Am einfachsten geht das, wenn Du etwas mehr Zeit hast und z.B. nach Deinem normalen Frühstück in Halbstundenschritten Deinen BZ verfolgen kannst, bis er nicht mehr auf - oder absteigt, sondern wenigstens in 2 aufeinander folgenden Messungen gleich bleibt.

              Wenn der BZ, der sich dann mit dem Wirkauslauf einstellt, dem vor dem Essen entspricht, hat die Insulinmenge zum Futter gepasst. Bei niedrigerem Auslauf hast Du zu viel, bei höherem zu wenig gespritzt.
              Wenn Dein BZ nach dem Essen erst einmal weit über 200 angestiegen ist, um am Schluss bei 100 auszulaufen, könntest Du bei passender Insulinmenge versuchen, die Spitze zu senken, indem Du dem Insulin einen Vorsprung vor den KHs gibst und vorsichtig etwa in 5-Minuten-Schritten den Spritzzeitpunkt vorziehst. 5 oder 10 Minuten vor dem Essen spritzen macht sogar mit schnellem Analog-Insulin und bei Typ1 oft einen Unterschied von 250 zu 150 in der Spitze nach dem Essen. Und manche Typ2 dürfen wie ich getrost ne Stunde vor dem Frühstück spritzen.

              Morgens ist bei den meisten von uns die Zeit vom Spritzen besonders lang, während viele den Tag über überhaupt keinen Spritz-Ess-Abstand brauchen. Und wenn Du dann alles fein ausgeknobelt hast und in der Hauptwirkzeit Deines Insulins bei eigentlich ausreichend hohem BZ zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs bist, kann Dich trotzdem nach 20-30 Minuten ne Hypo ereilen, weil intensivere Bewegung (dazu zählt schon normales Gehen) die Wirkung des gerade aktiven Insulins um wenigstens den Faktor 2 verstärken kann. Ob das bei Dir auch ne 2 ist oder eher mehr oder weniger, kannst selbstverständlich wieder nur Du rausfinden, indem Du eben systematisch immer dann misst, wenn sich Dein BZ um einen nennenswerten Betrag bewegen kann.

              Mit der Zeit kannst Du mit Hilfe von immer mehr solcher systematischen Beobachtungen Deinen BZ immer häufiger immer zutreffender vorhersagen und auch gezielter steuern, und dann kommst Du mit immer besserem Ergebnis mit immer weniger zusätzlichen Tests aus - und vor allem mit weniger Ansätzen für Panik :-)

              Und auf dem Weg dahin macht Sinn, wie die anderen schon empfohlen haben, den Zielbereich vor allem immer dann ein bisschen höher anzusetzen, wenn ähnliche Situationen schon zu Unterzuckerungen geführt haben.

              Daumendrück, Jürgen

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              • Kaufhäuser meiden


                Hallo Arne,

                mein Rat ist sicher in deinen Augen blööd, aber vielleicht vermeidest du, bis sich die Situation gebessert hat, Situationen a la Kaufhaus, so weit es geht.
                Ich weiß nicht, wodurch bei dir die Panik ausgelöst wird? Hast du eine Idee?

                Ich meide große Kaufhäuser so gut es geht und gehe in kleinen Geschäften einkaufen, weil ich - sobald ich da drin bin- das Gefühl habe, keine Luft mehr zu bekommen. Mir wird heiß, ich bekomme Hitzewellen und bin total eschöpft, wenn ich wieder draußen bin. Der BZ steigt dann enorm. Ich empfinde das als absoluten Stress.

                Versuche, die Situation bei deinem Arzt zu erklären. Vielleicht würde dir eine psychologische Unterstützung gut tun.

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                • Re: Panikattacken


                  ...ich kann Ihre Schilderung sehr gut nachvollziehen...Sie sollten sich professionelle Hilfe suchen bei Diabetologen (ggf. plus Psychologen)

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