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Katze bei Depressionen?

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  • Katze bei Depressionen?

    Hi Community,

    ich habe seit vielen Jahren eine diagnostizierte Depressionen, aber bin insofern funktional, dass ich in die Arbeit gehen kann. Über Jahre hinweg wurde versucht, ein passendes Antidepressivum für mich zu finden- eine Suche, die ich nicht mehr fortführen möchte.

    Wie ist eure Meinung dazu, gegen Depressionen eine Katze zu holen?
    Ich bin sehr tierlieb, jedoch ohne zuvor ein Haustier gehabt zu haben (nur über Verwandte).
    Sollte ich erst einmal damit anfangen, die Katze eines Freundes zu sitten?

    Ich wollte mit meiner Ex-Partnerin einen Hund adoptieren, aber alleine lebend und vor allem beruflich, kann ich nicht die Routinen einhalten, die ein Hund bräuchte.

    Danke für eure Einschätzung!

    (Ich weiß, das klingt sehr nach "Jetzt probiert er eine Katze statt Tabletten, und wenn das wieder nicht hilft, muss sie weg." Das möchte ich natürlich vermeiden.)


  • Re: Katze bei Depressionen?

    Es wird so sein, dass du dich verloren fühlst, leer, sinnlos, weil du keinen hast, mit dem du Innigkeit austauschen kannst, weißt eh, Zuneigung, Hinwendung, Zusammengehörigkeit, Liebe geben und nehmen- dafür sind wir gemacht, das ist in unserer Natur so drinne. Daher finde ich die Idee sehr gut, wenn du dir ein Viecherl holst, das du bemuttern und versorgen kannst und das sich dir dann gern anschließt, weil es bei dir Geborgenheit spürt und Liebe und Zusammensein und miteinander sein...machs, fühl das einmal, dann kannst du verstehen, was ich meine.

    Eine meiner Ex-Schul-Freundinnen hatte über Jahrzehnte Depressionen. Ich habe sie lange nicht getroffen, weil sie weggezogen ist, aber seit ein paar Jahren sind wir wieder in Kontakt. Ich habe ihr ein Kätzchen ans Herz gelegt, also ihr geraten, sie soll sich eines besorgen. Das hat sie auch gemacht und sie sagts nun auch, was wäre ein Leben ohne dieses Katzerl, es hat sich seither so viel getan. Sie ist viel ruhiger, viel entspannter und zugeben muss sie nun, dass sie oft lachen muss, obwohl sie eigentlich Depressionen hat. Von wegen, ihr war fade, weil sie niemanden zum Knuddeln hatte. Wusste ich doch.

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    • Re: Katze bei Depressionen?

      Ich finde es ist eine gute Idee, du solltest dich vorher nur gut informieren, auch ob es ein Freigänger oder Stubentiger werden soll, die Wohnung muss Katzengerecht/sicher sein, eine auch Allergie ausgeschlossen sein.
      Wenn du den ganzen Tag arbeiten en bist und es eine Wohnungskatze sein soll, dann wäre ein Pärchen besser, eins das schon zusammen ist und sich kennt.
      Katzen sind nicht gerade unkompliziert und nicht alle kuscheln gerne, da muss man auch schauen was man will, kastrierte Kater sind da oft verschmuster als die Damen, also auch da erst einmal kennenlernen und schauen ob es passt.
      Informiere dich gut, keine Katzen über dubiose Quellen und genug Zeit haben, auch jemanden der sich hundert prozentig kümmert wenn du mal eine Zeit lang nicht da bist.
      Wenn dann alles passt ist eine Katze super, das beste Haustier ever, gerade weil sie so individuell und selbstständig sind, nichts machen was Mensch will sondern das was Katze will, aber gerade daran bemerkt man auch ob eine Katze ihren Menschen wirklich gern hat, gerade deshalb ist die Zeit mit einer Katze die einen mag mehr Quality Time als die Zeit mit einem Hund der einen mögen muss (ist nicht negativ gemeint, Hunde sind auch super für Hundemenschen).

      Wenn ich etwas anders wohnen würde, kein Hund in meiner Wohnung ein und aus ginge, dann wäre eine Katze definitiv mein Favorit und wenn sie dann auch noch hilft Depressionen zu lindern, umso besser, aber ein Muss sollte das bei deinen Überlegungen nicht sein.

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      • Re: Katze bei Depressionen?

        Es ist einfach erschütternd, wie wir in unserer Kultur leben ( müssen). Der Satz: ich bin funktional, der gibt schon sehr zu denken. Mehr brauchts doch nicht, Mellow, als irgendwie funktional zu sein. Alles andere ist Luxus und muss ja nicht sein. Hunde schlafen achzehn Stunden, dösen, meditieren, träumen vor sich hin. Bei einer Katze ist es ähnlich, da kann man lernen von denen. Zufrieden, auch wenn nix los ist im Moos. Das ist der mediterrane Lebensstil, Kultur pur!

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        • Re: Katze bei Depressionen?

          Es wird so sein, dass du dich verloren fühlst, leer, sinnlos, weil du keinen hast, mit dem du Innigkeit austauschen kannst, weißt eh, Zuneigung, Hinwendung, Zusammengehörigkeit, Liebe geben und nehmen- dafür sind wir gemacht, das ist in unserer Natur so drinne.
          Ja, ich bin in letzter Zeit ziemlich auf Entzug, was Zuneigung, Hinwendung usw. angeht.

          Daher finde ich die Idee sehr gut, wenn du dir ein Viecherl holst, das du bemuttern und versorgen kannst und das sich dir dann gern anschließt, weil es bei dir Geborgenheit spürt und Liebe und Zusammensein und miteinander sein...machs, fühl das einmal, dann kannst du verstehen, was ich meine.
          Sehr guter Aspekt! Nicht nur ich muss eine Katze wollen, sondern auch umgekehrt.

          Eine meiner Ex-Schul-Freundinnen hatte über Jahrzehnte Depressionen. Ich habe sie lange nicht getroffen, weil sie weggezogen ist, aber seit ein paar Jahren sind wir wieder in Kontakt. Ich habe ihr ein Kätzchen ans Herz gelegt, also ihr geraten, sie soll sich eines besorgen. Das hat sie auch gemacht und sie sagts nun auch, was wäre ein Leben ohne dieses Katzerl, es hat sich seither so viel getan. Sie ist viel ruhiger, viel entspannter und zugeben muss sie nun, dass sie oft lachen muss, obwohl sie eigentlich Depressionen hat. Von wegen, ihr war fade, weil sie niemanden zum Knuddeln hatte. Wusste ich doch.
          Ja, das klingt sehr nach etwas, das ich gebrauchen könnte. :-)

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          • Re: Katze bei Depressionen?

            Ich finde es ist eine gute Idee, du solltest dich vorher nur gut informieren, auch ob es ein Freigänger oder Stubentiger werden soll, die Wohnung muss Katzengerecht/sicher sein, eine auch Allergie ausgeschlossen sein.
            Allergie ist ausgeschlossen. In der Wohnung müssten zwei Türen geschlossen bleiben (Küche und Schlafzimmer), aber noch genügend andere Räume vorhanden.

            Das Tigerchen müsste in der Stube bleiben, ist u.a. ein logistisches Problem. Keine Ahnung welche Möglichkeiten es gäbe, das Kleine auch mal "kontrolliert" rauszulassen, ohne umzäunten Garten, Balkon etc.

            Wenn du den ganzen Tag arbeiten en bist und es eine Wohnungskatze sein soll, dann wäre ein Pärchen besser, eins das schon zusammen ist und sich kennt.
            Ich würde sehr gerne eine Katze aus dem Tierheim holen und stehe schon in Kontakt mit dem in meiner Stadt. Aber logischerweise haben sie nur Freigänger, die sie von der Straße geholt haben. Pärchen für die Wohnung sind da noch schwieriger zu finden. Arbeite aktuell nur 50% (selbstdiagnostizierter Corona-Burnout; bin Krankenpfleger), was ich noch ein bisschen beibehalte.

            Wenn dann alles passt ist eine Katze super, das beste Haustier ever, gerade weil sie so individuell und selbstständig sind, nichts machen was Mensch will sondern das was Katze will, aber gerade daran bemerkt man auch ob eine Katze ihren Menschen wirklich gern hat, gerade deshalb ist die Zeit mit einer Katze die einen mag mehr Quality Time als die Zeit mit einem Hund der einen mögen muss (ist nicht negativ gemeint, Hunde sind auch super für Hundemenschen).
            Verstehe vollkommen was du meinst. Das macht sie auch für mich so attraktiv, dass sie ihren eigenen Kopf haben, einen gewissen Edelmut und Selbstvertrauen. Dieses "in sich selbst ruhen" und "Grenzen gegenüber anderen setzen" würde ich mir da gerne abschauen. :-D

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            • Re: Katze bei Depressionen?

              Es ist einfach erschütternd, wie wir in unserer Kultur leben ( müssen). Der Satz: ich bin funktional, der gibt schon sehr zu denken. Mehr brauchts doch nicht, Mellow, als irgendwie funktional zu sein. Alles andere ist Luxus und muss ja nicht sein. Hunde schlafen achzehn Stunden, dösen, meditieren, träumen vor sich hin. Bei einer Katze ist es ähnlich, da kann man lernen von denen. Zufrieden, auch wenn nix los ist im Moos. Das ist der mediterrane Lebensstil, Kultur pur!
              Ich habe beruflich Depressionen auch im klinischen Setting (u.a. geschlossene Psychiatrie) kennenlernen dürfen. Viele schaffen es gar nicht aus dem Bett. So etwas hatte ich episodisch vor sehr langer Zeit (zuletzt wohl 2016), dass ich mal bis zu zwei Wochen wirklich ausgeschaltet war und nicht mal in die Arbeit konnte (damals noch ein anderer Beruf). Jetzt schaffe ich es zumindest, im 3-Schicht-Betrieb früh genug aus dem Bett zu kommen und mit Patienten/Kollegen ganz normal zu reden.
              Der mediterrane Lebensstil wär schon was. Bin ich in Südosteuropa/Mittelmeerraum unterwegs, bin ich wie ausgewechselt.

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              • Re: Katze bei Depressionen?

                Und wie immer vielen Dank, Tired und Elektraa. Ihr seid Juwelen in diesem Forum.
                :-)

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                • Re: Katze bei Depressionen?

                  Da gibt es ein Problem.

                  Bei aller Eigenständigkeit sind Katzen sehr soziale Tiere !

                  Diese bauen eine intensive Bindung zu ihrem Menschen auf !
                  Je nach Charakter u. suchen auch die Nähe.

                  Einer Katze gehört die ganze Wohnung, das ganze Haus.
                  Das wird aufgeteilt in unterschiedliche Reviere.

                  Natürlich kann man hier trennen wenn Mensch abwesend ist,
                  also nur einen begrenzten Raum mit allen Annehmlichkeiten
                  anbieten.
                  Ist Mensch wieder daheim, möchte die Katze auch am Leben
                  teilnehmen.
                  Was nachts ? Schlafzimmer tabu ?

                  Das Tier wieder isolieren, aussperren ?
                  Funktioniert nicht bei einer gut sozialisierten Katze.
                  Auch nicht bei einer Katze die Freigänger ist wenn es die Bindung gibt.

                  Es ist auch ein gutes Gefühl eine Katze im Bett zu haben.
                  Ein eigener Kratzbaum mit Höhle sollte da auch stehen.
                  so bleibt die Wahl.

                  Das funktioniert so nicht wenn man berufstätig ist.

                  Halte selbst seit über 40 J. Katzen. Verschiedenste Charaktere !
                  Die dankbarsten Geschöpfe sind diese, die man als Welpe, Findlinge
                  mit Katzenschnupfen u. Würmern aufgenommen hat.
                  War bei mir allgemein der Fall.
                  --------------------------------------------------------------------------------------------
                  Man bedenke auch die Tierarztkosten, wie Impfung, Entwurmung regelmäßig
                  z.B.
                  Entwurmen könnte man selber ?

                  Eine Katze ist kein Schoßhündchen, kein Trostpflaster für eigene Probleme.
                  Eine Katze ist auch ein Partner bei aller Eigenständigkeit.
                  Man muß auch deren Bedürfnissen gerecht werden.
                  Wenn es die Bindung gibt, besteht diese Lebenslang.

                  Wohnzimmer logistisches Problem ?
                  Warum ein logistisches Problem ?
                  -----------------------------------------------------------------------------------------------
                  Bevor Sie sich eine Katze ins Haus holen sollten Sie sich
                  ganz allgemein über die Bedürfnisse, die Grundvorauszetzungen, Grundausstattung
                  informieren.
                  Wo kann was untergebracht werden ???

                  Katzenklo ganz vorne (biite keines das überdacht ist )!
                  Allerdings ein geschützter Raum, Abschnitt. Kein Durchgang.

                  Fütterung ?
                  Kratzbäume, Höhlen, Spiel ?
                  -----------------------------------------------------------------------------------------------
                  Das soll Sie jetzt nicht demotivieren !

                  Ich gebe nur zu bedenken, das man hier eine große Aufgabe u.
                  auch Verantwortung hat.
                  Sich selbst optimal darauf vorbereiten muß !
                  Sich selbst auch darauf vorbereiten muß, das man größere Kompromisse
                  machen muß um dem Tier gerecht zu werden.
                  (Damit meine ich nicht den Freigang).



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                  • Re: Katze bei Depressionen?

                    Keine Ahnung welche Möglichkeiten es gäbe, das Kleine auch mal "kontrolliert" rauszulassen, ohne umzäunten Garten, Balkon etc.
                    Recht junge Kätzchen kann man an ein Geschirr gewöhnen und Spaziergänge wie mit einem Hund, das muss aber sehr vorsichtig und ohne Überforderung eingeübt werden, es muss ihr Spaß machen, ansonsten n versucht sie nur zu fliehen und dreht sich im Kreis.
                    Natürlich bestimmt die Katze wo sie sich umschauen will und wo nicht.;-)
                    Manchmal ist es auch möglich einen Baumstamm o.ä. am Balkon zu befestigen, irgendeine Kletterhalle, so dass sie dann ein Freigänger wäre.
                    Auch das müsste geübt werden, auch mit dem Vermieter abgesprochen sein und auch ein Freigänger muss bei Anschaffung erst einmal einige Wochen nur in der Wohnung bleiben, um diese als sein Heim zu akzeptieren und dann auch immer wieder zu kommen.
                    Manchmal kommt es sogar vor dass es den Katzen nicht gefällt und sie sich einfach eine neue Heimat suchen, aber dafür lieben wir sie ja auch und man mag es nicht glauben, ob es einer Katze daheim gefällt hängt auch davon ab wie sehr sie geschätzt und wie gut sie versorgt wird, ist man selten da dann funktioniert es nicht besonders gut wenn es ein Wohnungstiger ist.

                    Junge Katzen zu bekommen ist in der Tat schwierig, da müsstest du auch bis zum Frühjahr warten und ggf in der ländlichen Gegend fragen.

                    Aber eine ältere Katze aus dem Tierheim wäre sicher auch eine Option, möglichweise spielt die sogar Corona in die Hände, die Tiere beginnen langsam wieder lästig zu werden, so dass dann sicher auch der ein oder andere Stubentiger abgegeben wird, spätestens wenns in die Ferien geht und das Homeoffice beendet wird.

                    Ist aber gut dass du da schon in Kontakt stehst, die stehen ja auch wiederum mit andere Tierheimen in Kontakt

                    Kommentar



                    • Re: Katze bei Depressionen?

                      Ich drück dir die Daumen!!!

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                      • Re: Katze bei Depressionen?

                        Zitat:
                        ....ist man selten da dann funktioniert es nicht besonders gut wenn es ein Wohnungstiger ist.

                        Das ist ein gewaltiger Irrtum !

                        Stimmt die Einrichtung die Bewegungsfreiheit
                        der soziale Kontakt u. vor allem auch die Auslastung mit dem Menschen
                        in Spiel od. verschiedenen Aufgaben kann das sehr gut funktioieren.
                        Die Katzen stellen sich auch auf die Tagesabläufe ein.
                        Alles ein Lernprozeß der beide betrifft.
                        Mensch u. Tier !

                        Junge Katzen kann man auch bekommen, ob im Tierheim
                        od. beim Züchter.

                        Man bedenke auch, das Tierheime regelmäßig kontrollieren.

                        Jedenfalls sollte eine intensive Beratung im Vordergrund stehen.
                        ---------------------------------------------------------------------------------------------
                        Ein Tier kann kein Ersatz für Depression etc. sein.

                        Nur weil es da ist u. irgendwie Spaß macht, Seelentröster?

                        Man muß sich voll bewußt sein, das es hier erst mal zu einer starken
                        Herausvorderung kommt die zusätzlich belastet, andererseits
                        auch ablenken u. umlenken kann.

                        So eine Katze kann durchaus 20 Jahre alt werden.

                        Kann ich das in meiner Situation bewältigen ?

                        Ob Jung od. älter, jede Katze ist in ihrem neuen Heim erst
                        mal irritiert. Die eine findet sich schneller zurecht,
                        bei anderen kann es Tage dauern.
                        ----------------------------------------------------------------------------------------------------
                        Zitat:
                        Recht junge Kätzchen kann man an ein Geschirr gewöhnen und Spaziergänge wie mit einem Hund, das muss aber sehr vorsichtig und ohne Überforderung eingeübt werden, es muss ihr Spaß machen, ansonsten n versucht sie nur zu fliehen und dreht sich im Kreis.

                        Das kann funktionieren wenn diese entsprechend sozialisiert wurden
                        Das bedeutet auch bestimmte Steßsituationen im äußeren
                        Umfeld kenengelernt haben.
                        ---------------------------------------------------------------------------------------------------
                        Meinen Kater habe ich sehr schnell an das Geschirr gewöhnt.
                        Dieser kannte sogar Hunde, war jedoch nie draußen od.
                        hat mal andere Geräusche gehört. (Trecker etc.)

                        Schlecht sozialisiert.
                        Von den Kindern rumgeschleppt, keine Anhnung was sonst noch
                        passiert ist.

                        Das war dann auch das Problem, ist es auch heute noch.
                        Ich kann wenn überhaupt nur Nachts spazierengehen.
                        Er kennt einige Signale v. der Leine (Klicken) u. auch Laute,
                        einfache Komandos. Langsame Prozesse.
                        Das wichtigste, die Katze im Prinzip nie aus den Augen lassen !
                        Die Katze geht mit Mensch spazieren, Mensch passt auf.
                        Mensch kann auch mal einen neuen Weg aufzeigen.

                        Nicht einfach.
                        Spaziergänge wie mit einem Hund wird es mit einer Katze
                        so nicht geben !

                        Der erste Kleinlaster am Fenster, der Trecker auf dem Hof,
                        die ersten leichten Regentrofen, das erste Pferd in 20m Entfernung,
                        Alles hat Panik ausgelöst, kaum das man aus der Haustür raus war.

                        Hatte allerdings am neuen Wohnort nachts auch schon Spaziergänge
                        v. mehr als 1 1/2er Std. u. da auch Gebiete kennengelernt die ich so
                        nicht kennen würde.
                        Ein Problem können die nachbarschaftlichen Begegnungen mit
                        anderen Katzen sein. Da habe ich dann normale Spritzen mit Wasser gefüllt
                        mitgeführt u. auf diese abgespritzt.
                        Die blieben dann auf Distanz, sind jedoch teils gefolgt.

                        Leinenführung Katze ist sehr speziell !!!
                        ----------------------------------------------------------------------------------------
                        Katzen kann man einfache, wenige Komandos beibringen.
                        Kurz, klar, bestimmt.
                        Nicht laut, umlenken mit einer Geste.

                        Zumindest bei persönlicher Anwesenheit !

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                        • Re: Katze bei Depressionen?

                          Das ist wieder so ganz mein Interessensfeld, man kann mich da für Stunden beschäftigen mit Gesprächen drüber..

                          Mellow, ( übrigens herzlichen Dank für dein Lob!) , also wie du gesagt hast: "das Tigerchen" ( müsste in der Stube bleiben..) gabs schon mal meinen Segen. Niemand sagt das, der nicht von vorneherein Zärtlichkeit und Wohlwollen für diese Sorte Haustier mitbringt. Das ist wohl die Grundvoraussetzung und die ist gegeben.

                          Meine Schulfreundin ist ein kleines bißchen anders, wie ich im Umgang mit Katzen. Für mich sind Viecher Teil meines Tagesablaufes, ich mag sie, sie sind integriert, sie bekommen alles, was sie benötigen und nebenher leben wir alle unser Leben. Da wird nicht die ganze Konzentration auf diese Mitbewohner gesetzt und ständig bespaßt, oder betutelt, oder darüber nachsinniert, ob man eh alles richtig macht. Ich bin ihr Zuhause und wir leben gemeinsam in einem Haushalt und verstehen uns prächtig, ganz unbekümmert, locker, einfach, leicht klappt das mit uns. Falls stört, dass sie hochspringt auf den Tisch, wird sie runtergesetzt, bei meiner Freundin ist das nicht machbar, sie klagt, meine Katze hüpft immer auf den Tisch, was soll ich machen...?? Sie faucht, wenn ich sie mit der Leine wieder zurückbringen möcht ins Haus, letztens hab ich eine Stunde warten müssen, bis sie bereit war hineinzugehen...ggg...

                          Kommentar


                          • Re: Katze bei Depressionen?

                            Über Bagh´s Texte freu ich mich immer wieder, weil die so kompetent rüberkommen und stets sehr ausführlich und durchdacht formuliert sind, das muss ich mal vermelden, wenn ich das darf ..ich rätsle oft, wer dahinter steckt. Ein Mann? Eine Frau? Ein Forumsmitarbeiter? Manchmal denk ich, weil das "Sie" konsequent beibehalten wird, dass es sich um jemand handelt, der zwar da ist, zur rechten Zeit, zur rechten Stunde, um zu helfen und zu beraten ( wie gesagt, auffällig kompetent stets) aber dem lieber ist, nicht ins Plaudernde abzutriften. Quasi, bleiben wir bei der Sache, ich halte mich raus bei eurer privaten Quasselei, bin aber da, wenn ihr mich braucht..ggg

                            Kommentar


                            • Re: Katze bei Depressionen?

                              Mir wurde einmal ein kleines Mitzerl gebracht in einem Korb, es war todkrank, es wurde gefunden und man bat mich, es zu nehmen. Wahrscheinlich war es erst zwei, drei Wochen alt, über und über verklebt mit Kacke, es hatte schweren Durchfall und war wirklich mehr tot, als lebendig. Der Tierarzt hatte keine Hoffnung, dass es überlebt. Ich habe mit Pipette alle halbe Stunde Tröpfchenweise aufgepäppelt, mir ein Tuch um den Bauch gebunden, es darin getragen, Tag und Nacht und gehegt und gepflegt, wie eine Mutterkatze machen würde. Es kam davon und wurde ...mir kommen die Tränen, wenn ich dran denke, es wurde die innigste Gemeinschaft ever, die ich je bei einem meiner Tiere hatte. Wenn ich mit Haushalt beschäftigt war, dann sprang sie mit einem Satz auf meine Schulter, da saß sie und machte alles mit, ob ich nun kochte, abwusch, oder saugte, sie hockte da oben und klebte an mir. Alleine ihre Blicke, ihre Kontaktaufnahme mit mir, wie wenn sie und ich sprechen würden in einem hörlosem Gespräch.

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                              • Re: Katze bei Depressionen?

                                Das ist ein gewaltiger Irrtum !
                                Da habe ich mehrfach andere Erfahrungen gemacht, solange der Tiger in der Wohnung bleibt fällt es dem Menschen nicht auf, hat er aber die Gelegenheit sich umzuorientieren macht er es, sogar bei Freigängern habe ich das erlebt, wenn der Mensch oft weg war.
                                Katzen haben eine tiefere Bindung an den Menschen als man glaubt, wird diese Bindung nicht gepflegt dann haben sie kein Problem sich von ihm zu trennen, ganz egal wie viel Platz und Spielzeug sie haben, das können sie auch andernorts finden.
                                Aber du schreibst es auch selber, die Interaktion und das Zusammenspiel/Leben, mit dem Menschen muss stimmen und das tut es nicht wenn die Katze einfach nur da sein soll wenn man von der Arbeit kommt, oder aber die Zeit fehlt die man gerne hätte weil man viel arbeitet.

                                Katzen sind zwar Individualisten aber sie legen auch sehr viel wert auf einen Menschen mit Zeit für sie alleine.

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                                • Re: Katze bei Depressionen?

                                  Hallo Elektraa.
                                  Ich betrachte das als Kompliment auch teils als Kritik die sicherlich
                                  nicht unberechtigt ist.
                                  -------------------------------------------------------------------------------------
                                  Ich habe nichts gegen das plaudernde.

                                  Wollte mich hier auch eigentlich nicht einmischen.

                                  Für mich war vor allem auch wichtig, das dieses eine Herausvorderung sein
                                  kann die sich nicht mal in ein paar Tagen erledigt.
                                  Eben vor allem für jemanden der keinerlei Erfahrung hat mit Tieren hat.

                                  Zuletzt kam mir einiges zu locker rüber, als wenn das so einfach wäre.
                                  Deshalb meine Anmerkungen.

                                  Und egal wie es einem geht, man muß immer bereit sein sich darum zu
                                  kümmern.
                                  Ist das Tier krank, verletzt muß man da sein, egal wie es einem gerade geht,
                                  in welcher Streßsituation man steht.
                                  Das kann auch mit dem Job kollidieren.

                                  Das andere eben auch,das bei entsprechender Bindung eben diese Tiere
                                  sich auch darauf einlassen wenn es einem nicht so gut geht
                                  den engen Kontakt zu suchen ohne zu fordern.
                                  --------------------------------------------------------------------------------------------------
                                  Nur ist auch keinem damit geholfen nur die schönen Seiten zu sehen.
                                  Es einfach zu reden !
                                  Es gibt immer 2 Seiten !
                                  -------------------------------------------------------------------------------------------------
                                  Was eine echte innige Bindung mit einer Katze bedeuten kann
                                  weiß ich auch aus eigener Erfahrung.
                                  Diese Katze mit dem Wesen od. eine ähnliche wird es wohl niemals wieder geben.
                                  Eine ganz besondere Geschichte mit einer Vertrautheit die
                                  Katzen so eigentlich nicht liegt.
                                  In außergewöhnlichen Situationen auch beim Freigang.
                                  Würde hier jetzt einiges sprengen, wenn ich näher darauf eingehen wollte

                                  Es liegt mir auch fern hier die Euphorie zu bremsen,
                                  nur das Bewustsein für die Verantwortung sollte gestärkt werden.
                                  Freiheit u. Gemeinsamkeit für beide.
                                  Das ist eine Partnerschaft auf die sich beide einlassen müssen.






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                                  • Re: Katze bei Depressionen?


                                    Da habe ich mehrfach andere Erfahrungen gemacht, solange der Tiger in der Wohnung bleibt fällt es dem Menschen nicht auf, hat er aber die Gelegenheit sich umzuorientieren macht er es, sogar bei Freigängern habe ich das erlebt, wenn der Mensch oft weg war.
                                    Katzen haben eine tiefere Bindung an den Menschen als man glaubt, wird diese Bindung nicht gepflegt dann haben sie kein Problem sich von ihm zu trennen, ganz egal wie viel Platz und Spielzeug sie haben, das können sie auch andernorts finden.
                                    Aber du schreibst es auch selber, die Interaktion und das Zusammenspiel/Leben, mit dem Menschen muss stimmen und das tut es nicht wenn die Katze einfach nur da sein soll wenn man von der Arbeit kommt, oder aber die Zeit fehlt die man gerne hätte weil man viel arbeitet.

                                    Katzen sind zwar Individualisten aber sie legen auch sehr viel wert auf einen Menschen mit Zeit für sie alleine.
                                    Du beschreibst einen Menschen, tired, weißt du das?

                                    Bei uns ist es doch auch so, nicht nur bei den Katzen.

                                    Lieber Bagh, danke fürs vertrauliche Wort zwischendurch und für die persönliche Ansprache freu ich mich auch. Das sind wir wieder beim Menscheln.... als soziales Wesen machen wir gern Grüppchen, sind nicht gern alleine und daher ist schon einmal klargestellt, Zuwendung tut gut, erst recht, wenn man sich sehnt danach, wie ich...wie Katzen, wie Hunde, wie fast jeder und tired, du sagst es, es kommt drauf an, wie diese abläuft. Entweder "Schwanzwedelnd", oder knurrend, oder mit einem Fauchen, oder mit Schnurren. Ich finde, wir sind mehr Tiere, als uns bewusst ist.

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                                    • Re: Katze bei Depressionen?

                                      Mellow, mein Hund hat bis jetzt Gassi gehen beansprucht, der ist da recht fordernd. !5 Uhr eins stand sie neben mir und bellte kurz, als ich die letzten Buchstaben tippte und bis vorher gabs nicht nur wandern, nein, das reicht ihr nicht, sie braucht viel mehr, liebt Stöckchenwerfen, durch den Tiefschnee graben, mit mir Fangenspielen und und und...da gibts meinerseits ein Schnaufen und Japsen.
                                      Ich habe den erst seit ein paar Wochen, es ist eine Gini, ein Rassehund, ( wollte ich nie, weil ich immer dachte, die sind überzüchtet und daher recht komisch) von der Rasse Papillon, von der Art her, vom Wesen her total anders, als je ein Hund bisher war, mit dem ich zusammen blieb.
                                      Bei mir war am ersten Tag, als ich sie sah, diese neue kleine Hündin, das Gefühl da, das süße Ding? - das darf ich haben, echt??? Aber so was von hübsch, so was von lieb, alleine schon, wie sie sich anfühlte vom Fell her und wie sie mich begrüßte. Liebe auf den ersten Blick.
                                      Am Tag drauf gabs ein Hinschauen mit dem anderen Aug- auf einmal sah ich sie ganz anders, befremdlich, so fremdländisch, exotisch, keine Spur mehr von Mögen, eher, was habe ich mir da ins Haus geholt..., ich fand sie regelrecht unsympathisch.
                                      Heute weiß ich, das hatte sicher damit zu tun, weil sie ständig ihre Bezugspersonen wechseln musste und an diesem Tag sicher schwer verstört war. Ich bin bereits die vierte !!! Hand, die sie aufgenommen hat.

                                      So nach und nach gibts ein Kennenlernen und immer öfter hab ich das Gefühl, Mannommann, du kommst im rechten Moment, wenn ich dich nicht hätte, mir wär nach Trauer- weil, kurz bevor sie auftauchte, da gabs die Beerdigung meines vorigen Hündchens. Um ehrlich zu sein, ich war einfach noch nicht bereit, mich wirklich einzulassen auf ganz nahe und sie auch nicht. Die Frau, die mir den neuen Hund angeboten hat, die wusste, dass meine Lilli nicht mehr war, sie war Züchterin dieser Rasse und hatte den zurückbekommen, weil diese Familie keine Zeit hatte, sich so um sie zu kümmern, wie sie es brauchte und vor dieser Familie, in der sie war, da gabs Zuchtideen, die sie aber nicht erfüllen konnte von anderen Leuten her, daher so viele wechselnde Plätze. Ich bin unvorstellbar stolz, meine Gini zu haben. Sie wurde getauft mit dem Namen: Kleopatra vom Land der Schmetterlinge ( Papillon heißt auf französisch Schmetterling). Ich habe sie umgetauft und sie hört aufs Wort. Sie ist unvorstellbar gscheit, extrem leicht zu handhaben, das Kommunizieren mit ihr ist so einfach, weil sie offenbar alles versteht, so etwas kannte ich nicht, kenne ich ehrlich gesagt gar nicht von den anderen Hunden her. Man sagt dieser Rasse nach, dass sie Therapiehunde sind, weil sie sehr anschmiegsam sind, zugleich irrsinnig sonnig und gute Menschenversteher. Sie ist mein Coach, mein Knuddelwutzi, hält sich an meine Regeln und akzeptiert alles, auch dass ich oft hergeh und Liebe einfordere. Die gibt sie, satt und so viel ich mag und fassen kann. Also bei mir ist das schon wichtig, dass meine Bedürfnisse abgedeckt werden von meinem Anhang, ich mach das ja umgekehrt auch.

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                                      • Re: Katze bei Depressionen?

                                        Vielen Dank für die fruchtbare Diskussion, eure Erfahrungen und Anekdoten.
                                        Ich lese das sehr gerne.

                                        @Bagh11:
                                        Da gibt es ein Problem.

                                        Bei aller Eigenständigkeit sind Katzen sehr soziale Tiere !

                                        Diese bauen eine intensive Bindung zu ihrem Menschen auf !
                                        Je nach Charakter u. suchen auch die Nähe.

                                        Einer Katze gehört die ganze Wohnung, das ganze Haus.
                                        Das wird aufgeteilt in unterschiedliche Reviere.

                                        Natürlich kann man hier trennen wenn Mensch abwesend ist,
                                        also nur einen begrenzten Raum mit allen Annehmlichkeiten
                                        anbieten.
                                        Ist Mensch wieder daheim, möchte die Katze auch am Leben
                                        teilnehmen.
                                        Was nachts ? Schlafzimmer tabu ?

                                        Das Tier wieder isolieren, aussperren ?
                                        Funktioniert nicht bei einer gut sozialisierten Katze.
                                        Auch nicht bei einer Katze die Freigänger ist wenn es die Bindung gibt.

                                        Es ist auch ein gutes Gefühl eine Katze im Bett zu haben.
                                        Ein eigener Kratzbaum mit Höhle sollte da auch stehen.
                                        so bleibt die Wahl.
                                        Ich möchte nur keine Tiere in der Küche und ein Raum mit teurem Musikequipment wird ebenfalls Tabu für eine Katze sein, sonst werden die Gitarren zum Kratzbaum. ^^ Das sind aber die kleinsten Zimmer in der Wohnung. Der Rest ist groß und offen.

                                        Das funktioniert so nicht wenn man berufstätig ist.
                                        Wieso funktioniert das nicht? Ich kenne ein paar Leute, die eine Katze trotz 40-Stunden-Woche halten.

                                        Man bedenke auch die Tierarztkosten, wie Impfung, Entwurmung regelmäßig
                                        z.B.
                                        Entwurmen könnte man selber ?
                                        Kosten für Tierarzt, Futter, Kratzbaum, Spielzeug habe ich im Blick.

                                        Eine Katze ist kein Schoßhündchen, kein Trostpflaster für eigene Probleme.
                                        Eine Katze ist auch ein Partner bei aller Eigenständigkeit.
                                        Man muß auch deren Bedürfnissen gerecht werden.
                                        Wenn es die Bindung gibt, besteht diese Lebenslang.
                                        Ein Haustier zum reinen Selbstzweck gegen Depressionen zu halten, will ich natürlich vermeiden. Aber ich habe das Bedürfnis Zuwendung, Zärtlichkeit etc. zu geben. Das beruhigt mich innerlich wie äußerlich. Ich bin Krankenpfleger und pflege auch meine Großmutter zuhause. Muss irgendwo meinem Naturell entsprechen.

                                        Wohnzimmer logistisches Problem ?
                                        Warum ein logistisches Problem ?
                                        Wohnzimmer habe ich nicht gemeint.
                                        "Logistisches Problem" bezieht sich darauf, dass ich an einer Straße und an einem See wohne, es sehr viele große Hunde gibt (die von ihren Haltern teils ohne Leine herumgescheucht werden) und ein Katzensprung von mir entfernt, gibt es ein Müllhäuschen mit massivem Rattenproblem. Ich sehe da zu viele Gefahren für eine Katze. Und allein mir schon vorstellen zu müssen, dass die Katze mir ausbüchst, tut weh, obwohl ich noch gar keine habe, hahaha.

                                        Bevor Sie sich eine Katze ins Haus holen sollten Sie sich
                                        ganz allgemein über die Bedürfnisse, die Grundvorauszetzungen, Grundausstattung
                                        informieren.
                                        Unter anderem deswegen ja der Thread. An dieser Stelle auch noch ein explizites Dankeschön für Ihren Rat.
                                        Meine Ansprechpartnerin im Tierheim berät mich auch. Das Gröbste haben wir schon mal besprochen. Ins Detail geht es, wenn sie weiß, auf welche Katze ich ein Auge geworfen habe.

                                        Ich gebe nur zu bedenken, das man hier eine große Aufgabe u.
                                        auch Verantwortung hat.
                                        Sich selbst optimal darauf vorbereiten muß !
                                        Sich selbst auch darauf vorbereiten muß, das man größere Kompromisse
                                        machen muß um dem Tier gerecht zu werden.
                                        (Damit meine ich nicht den Freigang).
                                        Welche Kompromisse genau, außer natürlich monetär und bezüglich Zeitaufwand.

                                        Die Katzen stellen sich auch auf die Tagesabläufe ein.
                                        Alles ein Lernprozeß der beide betrifft.
                                        Mensch u. Tier !
                                        Macht es da Probleme, dass ich im 3-Schicht-Betrieb ohne wirkliche Zeitroutine arbeite?

                                        Ein Tier kann kein Ersatz für Depression etc. sein.

                                        Nur weil es da ist u. irgendwie Spaß macht, Seelentröster?

                                        Man muß sich voll bewußt sein, das es hier erst mal zu einer starken
                                        Herausvorderung kommt die zusätzlich belastet, andererseits
                                        auch ablenken u. umlenken kann.

                                        So eine Katze kann durchaus 20 Jahre alt werden.

                                        Kann ich das in meiner Situation bewältigen ?
                                        Dass ich einem Lebewesen in meiner Obhut gegenüber Verpflichtungen haben werde, ist klar. Deswegen hatte ich auch die Frage gestellt, ob ich erstmal die Katze eines Freundes hüten soll. Oder vielleicht erstmal mit einer älteren Katze anfangen, die nicht eine allzu hohe Lebenserwartung hat (auch wenn das eine leicht schaurige Prämisse ist)?

                                        Wollte mich hier auch eigentlich nicht einmischen.
                                        Oh je, warum nicht? Bitte einmischen!

                                        Eben vor allem für jemanden der keinerlei Erfahrung hat mit Tieren hat.
                                        Keine Erfahrung mit Tieren stimmt nicht ganz. Meine Verwandten haben/hatten Hunde und Katzen. Mein Großvater und ich waren die Hundesitter der Familie, weil meine Verwandten alle berufstätig sind.

                                        Ist das Tier krank, verletzt muß man da sein, egal wie es einem gerade geht,
                                        in welcher Streßsituation man steht.
                                        Das kann auch mit dem Job kollidieren.
                                        Das ist klar. Wäre bei Kindern ja auch nicht anders.

                                        Es liegt mir auch fern hier die Euphorie zu bremsen,
                                        nur das Bewustsein für die Verantwortung sollte gestärkt werden.
                                        Freiheit u. Gemeinsamkeit für beide.
                                        Das ist eine Partnerschaft auf die sich beide einlassen müssen.
                                        Ein schöner und wichtiger Appell. Wie Tired ja auch schon ankratzte, holen sich viele wegen Corona Haustiere, die sie dann bald wieder abgeben, spätestens, wenn das Homeoffice wegfällt.

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                                        • Re: Katze bei Depressionen?

                                          Ein Haustier zum reinen Selbstzweck gegen Depressionen zu halten, will ich natürlich vermeiden. Aber ich habe das Bedürfnis Zuwendung, Zärtlichkeit etc. zu geben. Das beruhigt mich innerlich wie äußerlich.
                                          Wenn wir uns mal ehrlich machen, jedes Haustier wird zum Selbstzweck gehalten, im Besten Falle profitiert das Tier davon weil es innerhalb dieses Zwecks Gefühle auf sich zieht.
                                          Außer jemand kommt unverhofft an ein Tier, durch Zufall, alle anderen Tiere die bewusst angeschafft werden dienen einzig dazu dem Menschen etwas zu geben.
                                          Das ist nicht mal schlecht, solange der Mensch das Lebewesen seiner Natur entsprechend behandelt und auch gern hat.

                                          Wir kennen uns ja schon eine Weile Mellow und ich denke dass du eine Entscheidung treffen wirst die in erster Linie das Tier und die Umstände berücksichtigt und dementsprechend für dich und das Tier gut ist.

                                          Ich denke eine Katze die es gewohnt ist dass ihr Mensch Schicht arbeitet kommt damit klar, halte es aber in jedem Falle für das Beste wenn es zwei wären, Katzen sind nur bedingt Einzelgänger und nicht immer reicht der Mensch aus.
                                          Aber da wirst du ja im Tierheim beraten und die kennen ihre Katzen meist ganz gut, wissen welche lieber alleine ist und vielleicht auch kein Problem damit hat wenn du Schicht arbeitest und welche viel Zuwendung braucht, oder vielleicht sogar eine die froh ist einige Stunden ihr Reich für sich alleine zu haben.

                                          In einigen Tierheimen ist es möglich das erwählte Tier für ein, zwei Wochen mit heim zu nehmen, sozusagen in Kurzpflege und erst danach zu entscheiden ob es passt oder nicht.
                                          Da würdest du tiefere Einblicke erhalten als durch das Sitten einer Katze, du würdest zumindest einen Eindruck davon gewinnen wie die Katze drauf ist und vielleicht auch davon was man ihr zumuten kann/darf und was nicht.

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                                          • Re: Katze bei Depressionen?

                                            Elektraa:
                                            Katzen sind da etwas anders
                                            Die können sich gut an Regeln halten wenn man dabei ist,
                                            in der Nähe ist.
                                            Klare, einfache Kommunikation vorausgesetzt.
                                            Sind diese allein, gehört Ihnen alles.
                                            Auch die erhöhte Etage.
                                            Eigentlich ist das kein Problem.
                                            Katzen sind ultra vorsichtig, immer bemüht nichts umzustoßen
                                            etc.
                                            Leider bleibt es da mitunter nicht aus das die eine od. andere
                                            Räumlichkeit bei Abwesenheit auch mal tabu ist.

                                            Mellow:

                                            Zitat:
                                            Ich möchte nur keine Tiere in der Küche und ein Raum mit teurem Musikequipment wird ebenfalls Tabu für eine Katze sein, sonst werden die Gitarren zum Kratzbaum. ^^ Das sind aber die kleinsten Zimmer in der Wohnung. Der Rest ist groß und offen.

                                            Wo ist das Problem wenn Du anwesend bist ?
                                            Dann hast Du die Kontrolle, kannst Tabuzonen einrichten wie eben
                                            z.B. die Katze darf nicht auf die Anrichte, nicht auf den Tisch.
                                            Muß man ausprobieren.

                                            Das das Musikequitment z. Kratzbaum wird wage ich auch anzuzweifeln.
                                            Verständlicherweise bleibt der Raum bei Abwesenheit tabu.

                                            Steht ein großzügiger Kratzbaum mit Wohnhöhle zur Verfügung,
                                            möglicherweise auch andere Kratzgelegenheiten, weitere Kratzbäume
                                            ist das kaum zu befürchten.
                                            (Kratzbaum aus Naturholz selbstgebaut z.B. wenn es ein Stubentiger wird)?

                                            Zitat:
                                            Wieso funktioniert das nicht? Ich kenne ein paar Leute, die eine Katze trotz 40-Stunden-Woche halten.

                                            Das war bezogen auf Isolation unabhängig v. Arbeitszeit
                                            u. den anderen Abwesenheitszeiten.

                                            Vor allem wenn es sich um reine Hauskatzen handelt.
                                            Hier ist es besonders wichtig auch eine Spielzeit einzurichten.
                                            Katzen spielen auch nicht sehr lange, wenn öfter mal kurze
                                            intensive Spielzeiten.
                                            Ist Mensch daheim, braucht es den Kontakt, die Komunikation
                                            in allen Lebensbereichen.
                                            Wenn zieht sich die Katze in ihr eigenes Reich zurück,
                                            ihren Kratzbaum mit Schlafhöhle.
                                            Oder auf das Sofa, hier kann man mit einer Decke od. Schlafkissen
                                            auch einen Liegeplatz einrichten.
                                            Auch in Tabuzonen. Alternative anbieten.

                                            Ich selbst habe 21 J. in 3 Schicht gearbeitet, teils mit Wochendarbeit
                                            etc..
                                            Meine Katzen (2-3) waren damals Freigänger. (Pferdehof)
                                            Diese kannten mein Auto ganz genau u. kamen immer nach hause,
                                            spätestens wenn Sie dieses gehört haben.
                                            Sie konnten sich auch gut auf die Abläufe einstellen.
                                            Umso wichtiger dann eben auch der persönliche Kontakt, die Nähe.
                                            Auch wenn jede hier sehr individuell war.
                                            --------------------------------------------------------------------------------------------
                                            Ihre Bedenken sind sicherlich berechtigt was den Freigang betrifft.
                                            Freigang bedeutet auch entsprechend impfen. nicht nur Katzenschnupfen,
                                            auch Tollwut etc.
                                            Die meißten Verletzungen entstehen durch Streitigkeiten mit Nachbarkatzen.
                                            Kann selbst ein Lied davon singen !

                                            Deshalb ist meine jetzige Katze auch kein Freigänger.

                                            Hatte einmal mit den früheren Erfahrungen zu tun, zum anderen auch mit
                                            Umzugsplänen.
                                            Diese erlauben mir auch keinen Freigang mehr, zu viel Verkehr,
                                            obwohl es auch viele Gärten in der nahen Umgebung gibt.
                                            Auch viele Katzen mit Freigang.
                                            --------------------------------------------------------------------------------------------------

                                            Ich finde es toll wie Du dich informierst u. beraten läßt.
                                            Bleib da wirklich dran.
                                            Suche auch direkten Kontakt zu den Katzen wenn möglich.
                                            Vielleicht gibt es da eine Liebe auf den ersten Blick ?

                                            Darf es eine etwas ältere Katze sein ?
                                            Ist es ein Welpe (min. 12 Wochen) ?

                                            Als ich meine beiden Ältesten einschläfern lassen mußte,
                                            War eine Leere im Haus.
                                            Die Älteste u. treueste schwer krank mit fast 20, die Zweitälteste
                                            knapp 16 J. mußte ich wenige Monate später wegen akkutem
                                            Nierenversagen einschläfern lassen.

                                            War dann auch im Tierheim.
                                            Habe mich zu den Katzen gesetzt u. eine kam gleich auf mich zu,
                                            als wenn man sich schon ewig kennen würde.
                                            Habe mich sofort entschieden.
                                            Es hieß, man hätte diese mit schweren Brandverletzungen gefunden.
                                            Wäre noch sehr Jung, ca 4 J.

                                            Schnell stellte sich heraus das etwas nicht stimmte mit dem Tier.
                                            Massiver Zahnstein u. andere Probleme.
                                            Das schlimmste der Zahnstein den man auch im Tierheim
                                            schon hätte behandeln können, müssen !

                                            Ich hätte die Kleine zurückbringen können !
                                            Ich konnte es nicht !


                                            Ein liebenswertes Geschöpf.
                                            Trotz Möglichkeit z. Freigang, hat Sie diesen nicht genutzt.
                                            also gab es an der Haustür einen Liegeplatz während meiner
                                            Anwesenheit, der auch ausgiebig genutz wurde, zumindest
                                            in der angenehmen Jahreszeit.

                                            Leider mußte ich diese Katze auch nach 2 J. einschläfern lassen.
                                            Nierenversagen.
                                            Hat man die Zähne im Nachhinein betrachtet konnte es keine
                                            junge Katze sein, diese war wesentlich älter.

                                            Wer weiß was da zuvor auch alles schiefgelaufen ist.

                                            Was ich damit auch meine,
                                            es ist schwer ein Tier zurückzugeben für das man sich entschieden hat.
                                            Man sollte sich auch bewußt darüber sein das es schwieriger werden kann,
                                            als erwartet mit der Eingewöhnung, dem Charakter.

                                            Kennt man die Vorgeschichte ?

                                            Kitten sind da schon etwas anderes.
                                            Die erkunden die Welt, sammeln Erfahrungen, da kann auch mal
                                            was zu Bruch gehen, wird mal was angeknabbert.
                                            Pflanzen das Stichwort.

                                            Anzuraten ist jedenfalls für einige Tg. daheim zu sein beim Erwerb,
                                            um eben zu beobachten, sich anzunähern.
                                            Die gegenseitige Kommunikation zu erkunden u. zu üben.

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                                            • Re: Katze bei Depressionen?

                                              Wir sind schon so verdorben, das ist echt arg. Früher kam ein Kätzchen zur Tür rein, es wurde gefüttert, mitversorgt, fertig. Früher kriegte man Babies, es wurde gefüttert, mitversorgt, fertig. Ein warmes Plätzchen, wo man aufwächst, geborgen und nicht obdachlos, weder verwöhnt, noch vernachlässigt, mehr bräuchte es doch nicht.

                                              Als mein "Stiefschwiegersohn" geheiratet hat, da hieß es, die Katze darf nicht mehr ins Haus. Sie plärrte etliche Tage, nachher machte sie es sich in der Garage gemütlich ( was ich wiederum nicht aushalten würde, aber wie man sieht, die Katze schon.

                                              Lieber Mellow

                                              Angenommen, du gehst Reha, oder Kur, oder fährst gen Süden für ein paar Monate, weil deine neue Freundin einen Camper hat und sie dir Flausen dieser Art einsetzt, die dir sehr gefallen- dann...???

                                              Warum holst du dir nicht eine zweibeinige Katze aus dem "Obdachlosenheim"? Alle, die gerne in einer Partnerschaft leben würden, aber so eine nicht finden, die fühlen sich obdachlos. Da brauchst du keinen Kratzbaum aufstellen, den könnte dann dein Rücken abgeben. ...

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                                              • Re: Katze bei Depressionen?

                                                Als ich gelesen habe, mha, nebenan ein See, oh, mein Traum...als ich gelesen habe, wie taktvoll, wie höflich, wie liebenswürdig, dachte ich, oh, ein Traum, erst recht nach den Worten: ich will Liebe geben, mag gern verschmust, zärtlich betuteln, verwöhnen, versorgen, das liegt in meiner Natur..ooooohhhh...ein Heiliger unter all den kalten Gestressten..

                                                Man braucht sich nur vorstellen, wie wahnsinnig viele entsetzlich brüten über die Frage, wo krieg ich wen her, der sich freut über mich, der gern mit mir zusammen wäre, ich würde alles tun dafür..

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                                                • Re: Katze bei Depressionen?

                                                  Oder, noch ein Vorschlag, nimm Beides- wennste auf Kur bist, schaut wer auf dein geliebtes Kätzchen und natürlich auch auf deine Oma.
                                                  Bei mir in der Garage ( bewohne in einem kleinen Dorf ein Bauernhaus) da kamen mir eines Tages zwei kleine Kätzchen entgegen. Mein Freund hat Beide am selben Tag in seinem Haus einquartiert. Einer davon lebt noch, ist eher eine Wildkatze, streunt, kommt mit Bisswunden pünktlich zum Fressen, legt sich für drei Minuten zum Kraulen vor unsere Beine und geht dann wieder seine Runden. Tagsüber schläft er im ersten Stock auf einer Gästecouch und manchmal, das ist sehr selten, macht er auf schnurrendes Schoßkätzchen, zumindestens liegt er ganz nah beim Freund, der sich dann immer irrsinnig freut. Sein heißgeliebter Petzi..
                                                  Voraussichtlich ist eine ältere Katze nicht sehr bedürftig, was spielen betrifft und bespaßen, ist zusätzlich meine Überlegung, zu der, dass eigentlich eine Einzelkatze wesentlich mehr auf die Person bezogen ist, die sie versorgt, als eine, die einen Katzenkameraden hat, mit dem sie sich unterhält. Bei meiner Schwester war, nachdem sie sich eine Zweite geholt hat, die Hölle los. Sogar im Lampenschirm haben sie Fangen gespielt und alles zerschlagen, was nicht angebunden war an Deko und Blumentöpfe.
                                                  Lieber Bagh, ich würde auch so machen- gucken gehen, in welche man sich verliebt, wenn mehrere zur Wahl stehen, unbewusst suchen und finden sich ganz oft die Richtigen, wenn gleich zu Beginn große Sympathie da ist. Das ist meiner Meinung nach ein Zeichen, auf das man achten muss. Bei meinem neuen Hund- hab ich das schon erzählt..? - da habe ich mir vorgenommen, entscheiden tut die Intuition und die brachte eben ans Licht, schau her, er gefällt dir sehr, sehr...so war es auch bei meinem Partner. Erstes Kennenlernen, beiderseitiges Hinziehen, Anziehen und nicht lang drauf auch Ausziehen, aber das ist eine andere Geschichte. Es steht noch nicht fest, wie sie ausgegangen ist, sie dauert noch und dauert noch, obwohl sie schon zwölf Jahre anhält...kein Ende in Sicht.

                                                  Ganz liebe Grüße ans Seengebiet..dort wo liebe Leute zu Hause sind...

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