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Antidepressiva absetzen Blitze im Kopf

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  • Antidepressiva absetzen Blitze im Kopf

    Hallo,

    da ich einige Absetzsymptome habe und mein Escitalopram mal wieder in Absprache mit meinem Arzt absetze, möchte ich hier mal ein paar Infos teilen. Auch ich habe oft im Internet nach gewissen Themen gesucht und nichts gefunden. Auch die Ärzte wissen kaum darüber bescheid.

    Es geht um so genannte Stromschläge als Absetzsymptom. Ich nehme seit 10 Jahren zum 3. Mal Escitalopram 20mg und setze es jetzt nach 1 Jahr ab. Diese Stromschläge wie ich sie gerne beschreibe, kommen daher. Sie verschwinden auch nach ca. 4 Wochen wieder. Sollte also jemand drunter leiden, macht euch nicht zu viele Sorgen. Die sind anstrengend aber sie gehen weg. Leider wissen sehr wenige Ärzte über dieses Symptom bescheid und man findet nicht viel im Netz dazu.

    Deshalb dieser Beitrag. Ich hoffe ich kann damit etwas helfen.

    LG und alles Gute


  • Re: Antidepressiva absetzen Blitze im Kopf

    "Leider wissen sehr wenige Ärzte über dieses Symptom bescheid und man findet nicht viel im Netz dazu."

    Ganz einfach: Weil es so selten ist.

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    • Re: Antidepressiva absetzen Blitze im Kopf

      https://www.spektrum.de/news/depress...b-global-de-DE

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      • Re: Antidepressiva absetzen Blitze im Kopf

        Das fand ich grad vorher lesenswert. Ist es auch, meiner Meinung nach.

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        • Re: Antidepressiva absetzen Blitze im Kopf

          Ja, das ist schon länger bekannt.
          Auch das viele Antidepressiva eine Zufallsentdeckung sind, häufig ein Neuroleptikum wo dann zufällig festgestellt wurde, dass sich die Stimmung der Patienten besserte und dann kam erst die Zulassung als Antidepressiva.
          Dass niemand wirklich weiß wie Antidepressiva genau wirken und warum, weshalb beim einen sehr gut, beim anderen kaum bis gar nicht, das ist schon länger kein Geheimnis mehr.
          Und, anscheinend hilft auch ein Antidepressiva bei Corona, schützt davor, diese Medikamente sind eine reine Wundertüte und dennoch für jeden bei dem sie wirken ein Segen.

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          • Re: Antidepressiva absetzen Blitze im Kopf

            Das mit dem Esketamin ist besonders interessant, ein Hoffnungsschimmer am Horizont.
            Ich hatte darüber schon mal gelesen, aber wieder vergessen, also danke für den Link, da ich an dem Thema dran bleiben wollte und es nun wieder weiß.;-)

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            • Re: Antidepressiva absetzen Blitze im Kopf

              Der, der immer wieder suchet, der wird hoffentlich irgendwann das Richtige für sich finden. Arg finde ich, wenn man, obwohl keine deutliche Besserung zu spüren ist, obwohl sich alles verschlechtert sogar, dass man sich das dann weiter verabreicht. Ärzte sind auch nur Menschen, die können doch nicht die Verantwortung lebenslang übernehmen können, ein bisserl Selbstverantwortung ( nicht bloß blind nehmen alles) täte sicher manchen recht gut.

              tired, mich wundert es so, dass Tagaus, Tagein keine Schwermut an mir hängen bleibt,
              obwohl ich sie natürlich auch oft spür, aber das ist nie anhaltend, ein kurzes Aufflackern, dann ist das wieder weg. Momentan übermannt mich manchmal die Trauer, weil alles so vergänglich ist. So kurz erscheint mir das Leben, so wahnsinnig kurz.

              Bei diesem Link , diesem Artikel habe ich zwischen den Zeilen herausgelesen, ( mein Reim auf diese wissenschaftlichen Formulierungen) : Hirn kleinhalten, macht depressiv. Eins haben die meisten gemeinsam, laut Biopsien und Messungen, man baut keine "neuen Dörfer" im Schädel, alles scheint zu stagnieren. Ich habe das interpretiert als, du tust zu wenig, du unternimmst das nicht, was du unternehmen solltest, müsstest- daher fällt alles in sich zusammen. Ich glaub nicht, dass das mit noch mehr Buisness zu tun hat, sondern eher, mach mehr aus deinem Leben, entdecke noch welche Bereiche, öffne dich für Neues, brich auf in "unbekannte Bereiche". Da baut man dann automatisch auf, statt abbauen.

              Das sehe ich jedenfalls im Praktikum bei mir selbst- ich fühle mich angehalten, dies zu probieren, das zu testen, jenes anzugehen, wie aus inneren Befehlen heraus und es ist wahnsinnig nett, sich wie ein kleines Kind zu fühlen können, das wieder was gebaut hat, was es vorher nicht konnte, oder einfach was entdeckt hat, was es vorher nicht wusste, oder geschafft hat, was es vorher nicht hingekriegt hat. Das macht so fröhlich. Hinter mir ist ein frisch gebackener Kuchen, zehn Schubladln gesichtet und lauter vergessene Lieblinge wieder entdeckt, endlich benutzt mal wieder, oder aussortiert. Solche Kleinigkeiten machen glücklich, ob du es glaubst oder nicht, ich vermute, das Kind in uns, das will nicht leben, wie viele Schwermütige eben so leben. Kaum spielen mehr, kaum suchen, sammeln, rühren mehr, alles so "wichtig und gewichtig" was irgendwie gar nicht wichtig ist..hols Kind wieder hervor und mach mit dem was, dann fließt Dopamin.. so etwa.

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              • Re: Antidepressiva absetzen Blitze im Kopf

                Bei mir bleibt eher keine Leichtigkeit hängen.:-)
                Ja, warum ist das so dass der eine nie Schwermütig wird und der andere nie fröhlich, selbst wenn man dieselben Voraussetzungen hat?
                Es muss doch auch etwas mit Veranlagung zu tun haben?
                Man kann nicht fröhlich neue Dörfer bauen, wenn das bei einem keinen Frohsinn auslöst.

                Wenn dir der Artikel so gut gefallen hat, der Arzt der dort interviewt wird, Jan Dreher, hat eine recht informative Seite im Netz "Psychiatrie Togo", er macht auch Podcasts die interessant sind, zu den unterschiedlichsten Themen, auch die Absetzsymptome hat er mal als Thema gehabt.

                Und viel Humor ist auch dabei, so gibt es ein gutes Mittel für die Psyche Haribodol, 3x 5gr und der Tag ist deiner, sofern dir nicht einer die ganzen Roten klaut.:-)

                Aber für die Frage warum es bei dem einen so und dem anderen so ist, weshalb ein Mittel hier hilft und dort nicht, gibt es auch da keine Antwort.
                Vielleicht ist es wirklich so, dass die Intensität der Beschwerden hoch sein muss, damit ein Mittel wirken kann und damit vor allem die Spitzen nimmt.
                Aber auch das geht nicht ganz auf.

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                • Re: Antidepressiva absetzen Blitze im Kopf

                  "dass die Intensität der Beschwerden hoch sein muss, damit ein Mittel wirken kann und damit vor allem die Spitzen nimmt."

                  Das gilt für die meisten psychiatrischen Diagnosen.

                  Bei der Psychotherapie ist es umgekehrt: Je weniger Beschwerden, desto besser wirkt sie, "am besten bei Gesunden" wird deshalb oft scherzhaft gesagt.

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                  • Re: Antidepressiva absetzen Blitze im Kopf

                    Was die Kombination aus Medikamenten und Therapie noch einleuchtender macht, mit Spitzen weniger Chancen bei der Psychotherapie.

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                    • Re: Antidepressiva absetzen Blitze im Kopf

                      So selten sind Nebenwirkungen wie Blitze im Kopf usw. gar nicht.
                      Das Problem ist, viele "Therapeuten" klären nicht ausreichend auf und lassen die Patienten am Ende damit alleine.
                      Solche NW sind auch in den meisten Fällen ein Grund für den Abbruch der Therapie

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