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Risiko nach Darmspiegelung ohne Befund

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  • Risiko nach Darmspiegelung ohne Befund

    Lieber Dr Hennesser,

    vor fast genau zwei Jahren hatte ich eine Darmspiegelung ohne Befund (auch keine Polypen).
    In meiner Familie (Vater und Mutter) gab es bisher keinen Darmkrebs, soweit mir bekannt ist. Nur meine Tante väterlicherseits hatte mal einen Magenkrebs.
    Eine gute Freundin der Familie hat nun mit 51 Darmkrebs bekommen. Dieser ist bei einer Routineuntersuchung festgestellt worden. Nachdem man Blut im Stuhl entdeckte wurde eine Spiegelung gemacht. Dabei fand man bereits einen größeren Tumor. Entfernt hat man den aber auch nicht, da es bereits Streuung in die Leber etc. gab. Mit Verlaub also eine "Scheiß Diagnose".
    In ihrer Familie gibt es eine Häufung von Darmkrebs (ich glaube die Mutter hatte das auch).

    Natürlich nimmt einen dies mit. Und bei bestimmten Beschwerden wie pieksen oder Völlegefühl denkt man natürlich auch dran ob man eventuell wieder nachschauen lassen sollte. Sonograhie und Blutergebnisse waren unäuffällig. Meine Ärztin geht eher von einer nervösen Störung aus.

    Nach meiner Darmspiegelung hab ich mich natürlich sicher gefühlt.
    Meine Frage an Sie: Wie sicher kann man sich sein, wenn man eine Darmspiegelung hatte die 2 Jahre her ist und keinen Befund ergab (keine Polypen, Abstriche auf Infektionen negativ etc.) ?
    Ich hab mal irgendwo gelesen, dass man bei weniger als 0,5 % etwas nach 10 Jahren findet. Ist das auch ihre Erfahrung ?
    Vielen Dank und liebe Grüße



  • Re: Risiko nach Darmspiegelung ohne Befund

    Ja, es gibt gute Gründe warum die großen Fachgesellschaften eine Kontrolle nach 10 Jahren empfehlen. Beschwerdefreiheit vorausgesetzt. Polypen entwickeln sich sehr langsam zu Krebs, man geht ganz grob von etwa 10 Jahren aus. Es gibt sogar Meinungen die eine einzige Vorsorgekoloskopie für ausreichend halten wenn diese in Ordnung war, diese sind aber nicht in den Leitlinien enthalten und daher gilt: Bei Beschwerdefreiheit Kontrolle nach 10 Jahren.

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