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Befund nach Magenspiegelung (Barrett)

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  • Befund nach Magenspiegelung (Barrett)

    Hallo Herr Dr.,


    ich habe eine große Angst, dass eine Krebsvorschufe vorliegt.


    Folgender Befund:


    Glattes Einführen des Videoentoskopes Pentax in den Ösopagus.
    Am ösophago-cardialen Übergang miniorseitig Darstellung eoner streifigen, fibrinbedeckten, Epithelläsion und zwarte, rosige Epithelausläufer (PE3).
    Dann stellt sich die bekannte, heute etwa 6 cm große Hiatushernie dar.
    Es zeigt sich klares Nüchternsekret in physiologischer Menge und an typischer Stelle. Sonst im einsehbaren Bereich des Magens unauffälliges Schleimhautfaltenrelief. Normale einschnürende Antrumperiwtaltik. Pylorus rund, Bulbus nicht deformiert ohne lokalisierte Läsionen. Bis in die Pars descendens duodeni mekroskopisch unauffällige Schleimhaut.


    PE: ja, der Histologiebefund wird Ihenn in den nächsten Tagen auf dem Postweg zugesandt, PE 1 Antrum, PE 2 Corpus und PE 3 Z-Linienbereich zum Ausschkuß einer Barettmetaplasie/dysplasie


    Diagnose: Refluxoesophagitis Stadium 1 (K21.0G), short segment Barett Ösophagus (K22.7G), Hiatushernie (K44.9G)


    Therapie: m.E. nicht zutreffend, zunächst 2-3 Wochen 2x40 mg Omeprazol, perspektivisch wohl bedarfsadaptierte Säureblockade (am besten PPI 20-80 mg Omeprazoläquivalent) sinnvoll. Auch die Alternativen (Fundoplicatio) sollen besprochen werden.
    Befdundbesprechung nach Eingang der Histologie.


    Ich werde daraus nicht schlau.
    Können Sie mir weiterhelfen?



    Mit besten Grüßen & vielen Dank


  • Re: Befund nach Magenspiegelung (Barrett)


    Durch eine Schwäche des Zwerchfells gelangt vermehrt Magensäure in die Speiseröhre (Reflux=Rückfluss). Dies hat zu einer Entzündung der unteren Speiseröhre geführt. Dies ist KEINE Krebsvorstufe! Diese würde nur vorliegen wenn sich ein Barrett zeigen sollte, im BEfund ist aber ein "short Barrett" beschrieben, dieser ist wie gesagt KEINE Vorstufe.
    Die angesprochene OP ist heutzutage dank moderner Säureblocker nicht mehr notwendig und bringt nichts.

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    • Re: Befund nach Magenspiegelung (Barrett)


      Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

      Habe ich richtig verstanden, dass es "egal" ist welche Art Barrett vorliegt, solange keine Barrettmetaplasie/ dysplasie bei der Auswertung der Befunde gefunden wurde?

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      • Re: Befund nach Magenspiegelung (Barrett)


        Entscheidend und abzugrenzen ist die Barrett-Metaplasie vom einfacheren "SHORT Barrett", letzterer ist keine Vorstufe eines Tumors.

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        • Re: Befund nach Magenspiegelung (Barrett)


          Aber ist die Länge nicht erstmal zweitrangig?

          Auch bei einem short Barrett kann eine Dysplasie vorliegen und somit eine Krebsvorstufe darstellen, oder habe ich das falsch verstanden?

          Nocheinmal vielen Dank!

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          • Re: Befund nach Magenspiegelung (Barrett)


            Grundsätzlich richtig, Aber beim genauen Lesen des Befundes ist eine Dysplasie nicht zu erkennen, es klingt eher nach einer Refluxösophagitis. Haben Sie das histologische Ergebnis denn vorliegen?

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            • Re: Befund nach Magenspiegelung (Barrett)


              Nein leider findet die Auswertung erst am 5. Juni statt.

              Aber man würde sich sicher schon vorher bei mir melden oder?

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              • Re: Befund nach Magenspiegelung (Barrett)


                Ich denke auch daß man Sie bei etwas Schlimmen benachrichtigen würde. In der Regel wird Ihr Hausarzt umgehend über den Befund - welcher Art auch immer - informiert, vielleicht weiß er schon etwas.

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