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Darmkrebs

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  • Darmkrebs

    Hallo,
    ich bin neu hier in diesem Forum und bin etwas verunsichert, zwecks meiner Fragen.
    Meine Mutter (81J) hat seit zwei Jahren Darmkrebs, mit Stoma, Metastasen in der Leber. Nach Op und Reha ging es ihr langsam besser. Aber seit ca. 6 Monaten nimmt sie pro Monat ca. 1 kg ab, hat starke Rückenschmerzen und nun auch Schmerzen in der Leber, die sehr geschwollen sein soll, lt. ihrer Ärztin. Meine Mutter will keinerlei Untersuchungen machen lassen. Deshalb hat sie nun seit einer Woche Fentanyl-Pflaster. Wie geht es weiter, wenn die Serie des Pflaster aufgebraucht ist? Muss dieses dann weiter geklebt werden? Welche Probleme kann die geschwollene Leber noch machen? Auf was muss ich achten? Ich bin leider 200 km weit weg von meiner Mutter.
    Vielen Dank für ihre Antwort.
    Viele Grüße, Amster


  • Re: Darmkrebs


    Eine schmerzhafte Leber bei Metastasierung weist leider auf einen sehr starken Metastasenbefall hin. Neben dem Fentaylpflaster hilft auch Kortsion dabei sehr gut gegen diesen Schmerz, der dsurch die Leberkapsel ausgelöst wird. Das Pflaster wird alle 3 Tage gewechselt und natürlich fortgesetzt, auch wenn die Packung aufgebraucht ist (neues Rezept). Diese Schmerzen lassen eine Endphase der Erkrankung erahnen, sie werden aber weniger, wenn die Leber in ihrer Funktion nachläßt, was dann mit zunehmender Müdigkeit einhergeht. Sinnvoll wäre u.U. die Hinzunahme eines Palliativen Dienstes.

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    • Re: Darmkrebs


      Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich ahnte schon so etwas. Meine Mutter hat bei allem Leid, kein Krankheitsbewußtsein. Ich bin deshalb sehr hellhörig bei allen Anrufen und Besuchen.
      Viele Grüße, "Amster"

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      • Re: Darmkrebs


        Alles Gute

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        • Re: Darmkrebs


          Hallo liebe Experten!
          Ich möchte Sie nochmal um Ihren Rat bieten.
          Aufgrund der Schmerzen bei meiner Mutter klebt man nun zwei Fentanyl-Pflaster (25 ...).Nun hat sie seit ca. drei Tagen keine Schmerzen mehr durch die Leber. Die Ärztin meint, diese hätte sich seitlich weggeschoben (meine Mutter hat ein Stoma, was aber wohl noch nicht beeinträchtigt wird). Die Laborwerte sind minimal sogar besser geworden. z.B. Phosphatase vor 2 Wochen: 3.10 umol/ls jetzt 2.32; Hämoglobin vor 2 Wo 5.3, jetzt 5.5 mmol/l; gamma-GT vor zwei Wochen 5.34 jetzt 4.62 umol/ls.
          Allerdings steigt der Hanrsäurewerte stetig an.
          Gibt es jetzt so etwas wie eine Verbesserung oder trügt der Schein? Meine Mutter ist sehr kraftlos, lässt aber keinerlei Hilfe zu, will alles noch selber machen. Das macht es der Ärztin und mir nicht leicht, ihr entsprechende Hilfe anzubieten und auch zu organisieren.
          Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort.
          Herzliche Grüße Amster

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          • Re: Darmkrebs


            Sorry, ich habe noch eine Frage:
            Das die Müdigkeit und Kraftlosigkeit zunimmt verstehe ich, kann es auch vorkommen, dass es meiner Mutter schlecht wird? Sie klagte heute über ständige Übelkeit. Hat auch den ganzen Tag nur gelegen. Einen Arzt wollte sie nicht rufen. Ich werde morgen zu ihr fahren (200 km Entfernung), aber ich weiß nicht was ich tun kann.
            Viele Grüße, Amster

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            • Re: Darmkrebs


              Wahrscheinlich hat sich durch Kortisongabe die Schwellung um die Lebermetastasen zurückgebildet sodaß die Schmerzen weniger sind (oder einfach durch die Schmerztherapie nicht mehr schmerzhaft empfunden werden). Auf alle Fälle ist das doch beruhigend und steigert die Lebensqualität. Der Hämoglobinwert erscheint extrem niedrig, sicherlich würden Bluttransfusionen hier eine Besserung der Kraft bewirken können.

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              • Re: Darmkrebs


                Sehr geehrter Dr. Hennesser, vielen Dank für Ihre Antwort. Ich
                habe meine Mutter am Wochenende gesehen und war über ihr Aussehen sehr erschrocken: braun/gelbe Haut, sehr eingefallenes Gesicht und alle Tätigkeit strengen sie enmorm an. Aber sie lehnt jede Hilfe ab. Schmerzen hat sie doch wieder am Rücken und an der Leber. Über eine Bluttransfusion haben wir schon mit ihr gesprochen, aber sie will in kein Krankenhaus.
                Ich stehe dem allen hilflos gegenüber.
                Viele Grüße, Amster

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                • Re: Darmkrebs


                  Guten Morgen Dr. Hennesser,
                  meine Mutter hat seit zwei Tagen Brechreiz, kann sich aber nicht übergeben. Trinkt nur Wasser und kann kaum was essen. Dieses ist schon vor zwei Wochen aufgetreten, hat sich dann aber alles wieder beruhigt. Jetzt ist es schon wieder so. Was geschieht da gerade mit meiner Mutter und was kann man für sie tun? Sie lebt noch alleine (will es so, will keine fremde Hilfe etc.). Sie bekommt seit Ende April 25 mg (?) Fentanylpflaster gegen die Schmerzen im Rücken und Leber.
                  Viele Grüße, Amster

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                  • Re: Darmkrebs


                    Dies weist auf die schon erwähnte Leberfunktionsstörung hin, die Leber beginnt ihre Funktion aufgrund der Metastasen langsam aber sicher einzustellen. Man kann die Schmerzen ebenso behandeln wie einen evtl. Juckreiz, die Schwäche wird leider zunehmen und es wird zu einer zunehmenden Schläfrigkeit kommen. Eine Transfusion wird ehrlicherweise wahrscheinlich wenig daran ändern. Ich denke es ist das gute Recht Ihrer Mutter, nicht zum Sterben ins Krankenhaus zu wollen. Sprechen Sie Ihren Hausarzt an, inwieweit er Ihre Mutter und Sie "begleiten" kann und ob es evtl. einen ambulanten Palliativdienst oder ein sogenanntes SAPV - Netz bei Ihnen gibt.
                    Noch eine Anmerkung: Ich hoffe die offenen Worte meinerseits helfen Ihnen bei der Einschätzung am besten, auch wenn sie natürlich nicht immer gerne gehört werden.

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                    • Re: Darmkrebs


                      Sehr geehrter Dr. Hennesser,
                      vielen Dank für ihre "offenen Worte". Das der Abbauprozess begonnen hat ist mir verständlich und ist auch nicht zu übersehen. Sie haben mir mit ihrer Erklärung geholfen, alles noch einwenig besser zu verstehen. Die Hausärztin ist sehr bemüht, hatte mir aber zu dem bestehenden Brechreiz nicht viel sagen können, außer dass es nun zu dem begonnenen Prozeß gehören wird und immer mal wieder auftreten kann.
                      Da ich nicht vor Ort bin und meine Mutter immer noch meint, dass sie keine Hilfe braucht kann ich alles nur aus der Ferne beobachten und stelle täglich fest, dass sie immer schwächer wird, in dem sie mir sagt, dass ihre Beine nicht mehr so viel Kraft haben und sie nicht nach unten gehen kann.
                      Ich würde ihr so gerne helfen, aber wird im Moment nicht gewünscht. Schade.
                      Vielen Dank nochmals für Ihre Antwort und ihre Zeit. Ich würde diese bei erneuter Frage gerne noch mal in Anspruch nehmen.
                      Mit vielen Grüßen "amster"


                      .

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