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schmerzende Gelenke

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  • schmerzende Gelenke

    Hallo,
    ich habe praktisch im gesamten Bewegungsapparat Schmerzen. Bin damit auch quasi in Dauerbehandlung. Mittlerweile muß ich immer regelmässiger Schmerzmittel einnehmen um meiner täglichen Arbeit nachgehen zu können. Die Lebensqualität nimmt zudem auch immer mehr ab. Allerdings möchte ich die herkömlichen Schmerzpräparate (Diclac) so wenig wie möglich einnehmen. Gibt es dazu Alternativen? Tee's, leichte Drogen oder oder oder???

    Danke für Infos!
    Jochen


  • RE: schmerzende Gelenke


    Lieber Jochen,
    schmerzende Gelenke können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Das müsste erst einmal geklärt werden - am besten über Ihren Hausarzt. Wenn das erfolgt ist, kann dann auch die Therapie entsprechend optimiert werden. Welcher Art diese ist, hängt jedoch von den Ursachen ab - "leichte Drogen" werden es sicher nicht sein.
    Herzlich
    cfw

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    • RE: schmerzende Gelenke


      Hallo Prof. Weber,

      Danke für Ihre Antwort!.

      Letztendlich ist die Ursache meiner Schmerzen in einer angeborenen Wachtumsstörung zu suchen, deren Ursache aber wiederum auch in der Uni-Klinik Göttingen nicht gefunden werden konnte. So hatte ich von Geburt an deformierte Hüftgelenke (fehlende Hüftköpfe). Vor 2 Jahren (mit 31) wurden die Probleme und Schmerzen zu groß, so daß ich mich zur OP (TEP) entschlossen habe. An den Kniegelenken hatte und habe ich Meniskusschäden, die um Laufe der letzten 10 Jahre ebenfalls starke Athrose verursacht hat. Fortgeschrittene Athrose ist auch an den Sprunggelenken zu finden. Alle bisher konsultierten Ortophäden sagten mir letztendlich alle das selbe. Nämlich möglichst lange damit zu leben, um dann an den Knie ebenfalls Prothesen einzusetzen und die Sprunggelenke ggf. zu versteifen. Die Sprunggelenke bereiten mir auch die größten Schmerzen, aber versteifen kommt für mich momentan noch nicht in Frage. Die damit verbundenen Einschränkungen sind zu heftig. Also muß ich mit den Schmerzen leben, womit ich wieder an meine erste Frage angekommen bin. Können Sie mir aufgrund dieser Schilderungen ein Präparat empfehlen, was ich mit meinen behandelnden diskutieren könnte. Um das klarzustellen: Ich möchte nicht unbedingt leichte Drogen auf Rezept bekommen, aber auch nicht unnötig meine anderen Organe schädigen. An heftigen Tagen muß ich 2-4 Mobec15 einnehmen, Tendenz steigend.

      Viele Grüße
      Jochen

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      • RE: schmerzende Gelenke


        Lieber Jochen,
        danke für die Ergänzung.
        Sie schneiden ein ganz wichtiges Problem an: Den Umgang mit Medikamenten. Das meine ich in zweierlei Hinsicht: Sowohl im eigentlichen, aber auch im übertragenen Sinn. Lassen Sie mich mit letztem anfangen.
        Die Abneigung gegen die Einnahme von Medikamenten ist weit verbreitet und sicher auch zunächst verständlich: Sie bedeutet die Einhaltung einer bestimmten Disziplin, die Änderung des Tagesablaufes und - nicht selten - auch eine Einschränkung der Freiheit von störenden Terminen.
        Aber: Wie immer muss man den Vorteil eines Tuns mit den möglichen Nachteilen vergleichen und dann entscheiden, was überwiegt.
        Nach Ihrer Schilderung sind für Sie die Schmerzen sehr belastend und schränken Ihre Lebensqualität deutlich ein. Wenn Sie nun aber eine Medikamentöse Einstellung hätten, unter der die Schmerzen deutlich reduziert würden - könnte man dann nicht die oben beschriebenen Nachteile in Kauf nehmen? Die weit verbreitete Annahme, alle Medikamente würden auch schaden, ist so in dieser pauschalen Formulierung nicht zutreffend! Sicher gibt es eine Reihe von Pharmaka, bei deren Anwendung mit schweren Nebenwirkungen bei nahezu jedem Patienten zu rechnen ist. Anders ist es bei vielen Schmerzmedikamenten: Oft überwiegt die Hauptwirkung, und die unerwünschten und störenden Nebenwirkungen treten, zumindest bei regelmäßiger Einnahme über einen längeren Zeitraum, mehr und mehr in den Hintergrund. Somit erweisen sich glücklicherweise viele Bedenken als Vor-Urteile und damit als unbegründet. Natürlich kann man nie vorhersagen, ob bei einem ganz bestimmten Patienten (z. B. bei Ihnen) das Medikament A verträglich ist , auch wenn es von vielen anderen vertragen wird. Also wird man dann zum Medikament B oder C greifen müssen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen ein Medikament wirksam zumindest gegen die Schmerzen helfen kann, ist sehr groß.
        Der zweite Gedanke betrifft die Einnahme der Präparate: Die Wissenschaft hat uns so genannte retardierte Präparate zur Verfügung gestellt, welche deutlich länger wirken - z. B. 8, 12, 24 Stunden oder gar einige Tage. Das erfordert jedoch die Einnahme nach einem strengen Zeitschema, welches sich eben nach der, für den Arzt bekannten, Wirkungsdauer richtet. Konkret würden Sie also das Medikament nicht mehr z. B. "3 x täglich" verordnet bekommen, sondern die Einnahme müsste dann "8-stündlich" erfolgen: Ein kleiner Unterschied mit oft verblüffend großen Folgen! So entsteht nämlich nach einigen Tagen ein konstanter Wirkspiegel im Blut, und (nur!) unter diesen Bedingungen sind die Hauptwirkungen am besten ausgeprägt und die Nebenwirkungen am geringsten.
        Lassen Sie sich bitte aus meiner Erfahrung unterstreichen: Heute verfügen wir zum Glück über hochwirksame Schmerzmedikamente, die auch bei Langzeiteinnahme unter ärztlicher Kontrolle nicht nur den Schmerz erträglich machen, sondern Ihnen eine neue, bessere Lebensqualität geben können.
        Manche Mediziner formulieren eine Aussage, die ich persönlich als ausgesprochen dumm empfinde: "Mit den Schmerzen müssen Sie leben...!" Aber keinesfalls intelligenter ist eine ebenso anzutreffende Auffassung: "Lieber Schmerzen ertragen, als dass ich Medikamente einnehme." Wer käme auf die Idee, die Feuerwehr beim Löschen eines Wohnungsbrandes zu behindern - es könne ja Wasserflecken geben ;-) ...

        Lassen Sie mich den etwas längeren Beitrag kurz zusammenfassen: Beraten Sie mit Ihrem Arzt, ggf. auch mit einem Schmerztherapeuten, ob nicht eine sinnvolle Kombination von Schmerzmedikamenten Ihnen das Leben wieder lebens-WERTer machen würde - und dann kämpfen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt um das für Sie beste Ergebnis.Sie wissen ja: Wer kämpf, KANN verlieren; wer nicht kämpft, HAT verloren.

        Vielleicht ist für Sie auch die folgende Seite interessant:
        http://www.m-ww.de/pharmakologie/arz...schmerzmittel/

        In diesem Sinne wünsche ich Ihnen baldige Besserung und bin
        mit guten Wünschen für Sie
        Ihr
        cfw

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        • Schmerzen im Linken Kniegelenk nach Patella Fraktu


          Im Juli letzen Jahres hatte ich eine Patellafraktur (gesplittert)am linken Knie.Im Gipsveband hatte ich berreitsgroße Schmerzen,wurde nochmals geröngt o.B., es sei alles i.O..Mußte aber ständig Tabletten nehmen(Arthotec). Einige Zeit nach Gipsabnahme wurde es nicht besser sondern verschlimmerte sich. Im Dezember wurden die Schmerzen aber unerträglich und suchte meinen Hausarzt auf. Er verschrieb mir wiederum Schmerzmittel und verwies mich wieder zu einem Chirugen. Da keine Äußernen veränderungen auftraten, nur leichte Schwellung und Rötung war das für den Chirugen unerkärlich das ich solche Schmerzen haben kann. Es wurde eine Spiegelung des Kniegelenkes vorgenommen dabei gab es keine Auffälligkeiten. Knien und Hocken kann ich fast garnicht. Unter Belastung, wie z.B. heben, Treppen steigen Berge hoch und runter laufen oder den genzen Tag auf den Beinen(arbeite als Verkäuferin -nicht in Kasse) habe ich immer noch große Probleme. Auf Druck von außen unterhalb der Kniescheibe reagiere ich mit großen Schmerzen, hingegen bei Belastung innerhalb des Kniegelnkes. Können Sie mir einige Tips zur Behandlung geben? Kein Arzt glaubt mir die Schmerzen, da man ja aüßerlich nichts sieht.

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