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Bluttransfusion, für Chemo

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  • Bluttransfusion, für Chemo

    Hallo,
    meine Mutter, sollte die 9. Chemo bekommen und kam zu diesem Zweck gestern wieder ins KH. Bei der Blutuntersuchung, die vorher gemacht werden wird, kam heraus, daß sie diesmal zu wenig rote Blutkörperchen hat. Das war bisher noch nie der Fall. Nun wurde ihr vorgeschlagen, zeitgleich mit der Chemo, eine Bluttransfusion zu machen.
    Irgendwie sträubt sich da alles in mir. Ist das nicht eine Doppelbelastung ? Macht es nicht mehr sinn, den Körper vorher anderweitig aufzubauen und mit der Chemo lieber ein paar Tage zu warten ? Ich stelle mir vor, daß dann die Widerstanskraft im Körper erheblich besser ist, als wenn der Körper auch noch fremdes Blut und damit auch Bluteiweiß verkraften muß.

    Sehe ich das falsch ? Wie könnte man die roten Blutkörperchen schnell anders aufbauen ?

    Viele Grüße
    Ulli


  • RE: Bluttransfusion, für Chemo


    hallo ulli

    also ich kann dir nur ein beispiel von meinem vater sagen, er hat jetzt das 2. mal blut bekommen und es gab ihm immer einen aufschub kräftemässig und ein stück mehr lebensqualität. ihm ging es nach dem auch nicht schlecht sondern wie gesagt es ging ihm besser

    ihm hat es sehr gut getan, wobei er auch ein par tage die chemo verschob um wieder zu kräften zu kommen

    ich weiss nicht wie schlimm die situation bei euch ist, aber mein vater hat laut ärzten nur noch eine kurze lebenserwartung und da es ihm so schlecht ging und die blutwerte so schlecht waren haben wir alle entschieden es mit dem blut zu versuchen.

    aber wie man die roten blutkörperchen sonst aufbauen kann, kann ich dir leider nicht sagen

    rotezorra

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    • RE: Bluttransfusion, für Chemo


      Hallo RoteZora,
      Erstmal alles gute für Deinen Vater. Das beruhigt zu wissen, daß es gut gehen kann. Der Aufschub der Chemo klingt für mich aber vernünftiger, als das gleichzeitig zu machen.
      Über die Lebenserwartung meiner Mutter kann keiner was sagen. Sie hat einen rausoperierten Darmkrebs mit Methastasen in Leber und Lunge. Generell sind bei meiner Mutter die Methastasen ein bißchen zurückgegangen. Sie fühlt sich sehr gut, gerade auch, weil sie nach der letzten Chemo vor 2 Wochen keine schlimmen Nebenwirkungen hatte wie sonst immer (Nur Taubheitsgefühle in den Füßen, sonst immer fürchterliche Brechdurchfälle). Aber sie fühlte sich vor ein paar Monaten auch mal sehr gut, obwohl die Methastasen gewachsen sind. Also schwierig, es einzuschätzen.
      Gerade rief sie an, man hätte nochmal Blut abgenommen und es wäre alles okay. Die Chemo läuft seit ein paar Minuten. Also ein Laborfehler. Diesmal Aufregung um nichts. Trotzdem kann sie das Problem ja wieder haben.
      Vielleicht weiß trotzdem jemand, wie man die roten Blutkörperchen aufbaut ? Könnte ja generell nicht schaden - oder ? Wie steht es da mit Kräuterblut ?

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      • RE: Bluttransfusion, für Chemo


        phü... ok das ist aber super dass das blut in ordnung ist..

        ich wünsche euch beiden viel kraft und mut
        rotezorra

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        • RE: Bluttransfusion, für Chemo


          Wenn es um einen raschen Anstieg der roten Blutkörperchen (=Sauerstoffträger des Blutes) geht kommt nur eine Transfusion in Frage. Dies ist für den Körper keineswegs so belastend wie Sie vermuten. Ursächlich für die Blutarmut ist eine Schwäche des Knochenmarkes, welches durch den Tumor in seiner Aktivität (=Blutproduktion) gehemmt wird. Dem kann man entgegenwirken, indem man körpereigene Hormone, die derzeit offenbar nicht ausreichend zur Verfügung stehen, in die Haut injiziert (Erythropoetin, Darbepoetin). Diese Botenstoffe regen das Knochemark verstärkt zur Blutbildung an. Etwas populistisch kann man es auch Blutdoping nennen. Dies ist eine Methode zur langfristigen Aufrechterhaltung der Blutwerte, diese Injektionen reichen inzwischen als Injektion alle 3 Wochen aus. Sie bewirken jedoch nur langfristig etwas, die volle Wirkung entfaltet sich nach 2-3 Wochen.

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          • RE: Bluttransfusion, für Chemo


            Hallo ulli
            ich bin krankenschwester und arbeite auf einer onkologischen station. die Erys (rote blutkörperchen)können sich durch die chemo verändern. bei vielen patienten fallen die blutwerte ab. da die chemo im zyklus gegeben werden sollte um die beste wirkung zu erlangen gibt man bei uns einen tag vor der chemo blutkonserven. das ist nicht schädigend für den körper, im gegenteil. deine mama ist jetzt wahrscheinlich schwach, antriebsarm,... das ist auch ein symptom des niedrigen blutwertes.

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