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Frage an Dr. Hennesser

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  • Frage an Dr. Hennesser

    Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,

    meine Mutter (72) ist im Januar 2003 an Darmkrebs erkrankt.
    Jan. 2003 : OP Adenokarzinom des Colon transversum
    mit anschl. Chemo 5 FU / Fol.

    März 2004: 1. Lebermetastasen im 2 + 5 Segment
    2. Tumor im kleinen Becken (8x10 cm)
    3. CEA 4,5 - Ca 19-9 299

    Mai-24.Sept.
    2004 : 4 Zyklen 5 FU / Fol. / Oxaliplatin nach FUFOX - Protokoll (AIO Studie)
    CEA 4,5 - Ca 19-9 1161 vor Beginn der Chemo

    23.07.04 Restaging nach 2 Zyklen: gutes Ansprechen der Leber- und Beckenmetastasen, CEA 4,5 - CA 19-9 69

    07.10.04 Restaging nach 4 Zyklen: Beckenmetastasen nicht mehr sichtbar. Lebermetastasen zurückgegangen aber 1 neue Metastase auf der Leber
    CEA 10, Ca 19-9 190

    Jetzt soll die Chemo umgestellt werden und meine Mutter soll sich für eine der beiden nachstehenden Therapien entscheiden:

    1. 5 FU / Fol. / Irinotecan (FOLFIRI)
    oder
    2. neue Studie mit Irinotecan bzw. Irinotecan plus einen Antikörper (Cetuximab).

    Ihr geht es im Moment , bis auf das geringe Gewicht (44,8/ 162) sehr gut, ist total beschwerdefrei .
    Können Sie uns eventl. eine Entscheidungshilfe geben ?

    Vielen Dank.


  • RE: Frage an Dr. Hennesser


    Wenn der EGF-Rezeptor positiv ist (dies muß am OP-Präparat untersucht werden) hat die Kombination aus Irinotecan und Erbitux wahrscheinlich die besseren Ansprechraten. Somit würde ich diese Alternative bevorzugen.

    Kommentar


    • RE: Frage an Dr. Hennesser


      Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,
      vielen Dank für die schnelle Anwort. Die OP war ja schon im Jan 03, da kann ja wohl keine Probe mehr vorhanden sein? Kann von der Leber eine Probe genommen werden?

      Bei der Studie ist aber nicht gewiiss in welchen Arm man durch
      die Computerauswahl kommt, oder ?

      Würden Sie mir bitte nochmals Antworten.
      Vielen Dank.

      Kommentar


      • RE: Frage an Dr. Hennesser


        Der Pathologe hat ganz gewiß noch ein Präparat, aus dem er eine Rezeptorbestimmung auch nach dieser Zeitspanne vornehmen kann. Wenn er dies nicht selber durchführt kann er es zumindest weiterleiten an ein Institut, wo diese Bestimmung durchgeführt wird. Solche Nachbestimmungen sind nichts Ungewöhnliches und gerade in der Onkologie gegenwärtig eher häufig, eben wegen der neuen Therapiemöglichkeiten.
        Die Studien sind inzwischen hinsichtlich der Kombination aus Irinotecan und Erbitux in der palliativen Situation abgeschlossen. Somit ist keine Randomisierung erforderlich, die vielleicht in den "falschen Arm" randomisieren könnte. Diese Therapie ist inzwischen somit so etabliert, daß sie außerhalb von Studien eingesetzt werden kann.

        Kommentar



        • RE: Frage an Dr. Hennesser


          Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,
          vielen Dank für Ihre Antwort.
          Ich werde mich in der Pathologie des Krankenhauses nach einem Präparat erkundigen.(Das OP-Krankenhaus ist nicht das jetzt behandelnde Krankenhaus)
          Zu der Studie: Die Studie soll erst in KW 44 beginnen, da das KH die erforderlichen Unterlagen selbst erst am 22.10.04 bekommen soll. Der Studienleiter konnte uns auch noch nicht sagen, ob die Chemo wöchentlich, alle 2 oder 3 Wochen oder, oder .... gegeben wird.Und wie gesagt,entweder nur Irinotecan oder Irinotecan mit
          Antikörper wird vom
          Computer ausgewählt. Auch nach der Rezeptorbestimmung hatte ich dort im KH schon gefragt . Mir wurde gesagt, das man die nicht braucht. Kann es sein, dass es nochmal eine neue Studie gibt oder hat man uns eine falsche Auskunft gegeben?
          Ich bin nun doch etwas sprachlos und verunsichert.

          Bitte nochmals um Ihre Antwort.
          Vielen Dank.

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          • RE: Frage an Dr. Hennesser


            da wird zum teil richtig gelogen, leider

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            • RE: Frage an Dr. Hennesser


              Es ist schon möglich, daß die Kombination nun in einen etwas veränderten Ansatz geprüft wird, z.B. ohne vorherige Rezeptorbestimmung. Man wird Ihnen keine Studie "vorgaukeln", denn dafür sind die Auflagen in Deutschland viel zu hoch. Eine andere Frage ist jedoch, ob es für Sie sinnvoll ist, auf diese Studie einzugehen bzw. darauf zu warten. Ist es denn eine ambulante Einrichtung oder eine stationäre Versorgung? Stationär kann Erbitux nämlich aufgrund des enormen Preises oftmals nicht verabreicht werden, da die Kassen das nicht bezahlen, das Präparat im Rahmen von Studien jedoch kostenlos ist. In diesem Falle sollten Sie sich aber eine Zweitmeinung bei einem Niedergelassenen Onkologen einholen.
              Zusammenfassend halte ich wie bereits gesagt die Kombination mit Erbitux eindeutig für besser, dies kann inzwischen außerhalb von Studien eingestezt werden.

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              • RE: Frage an Dr. Hennesser


                ich werde ambulant betreut, meine onkologin sagte mir von anfang an, dass sie auf "befindlichkeitsstörungen" der gkv keine rücksicht nehmen wird.
                ich fühle mich bei der niedergelasssen onkologin weitaus besser aufgehoben als im krankenhaus.

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