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Knoten entdeckt, aber nicht zum Arzt gehen

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  • Knoten entdeckt, aber nicht zum Arzt gehen

    Hallo

    Ich bin wirklich verzweifelt und hoffe sehr auf einen Rat!

    Meine Mutter hat mir vor 2 Monaten erzählt, dass sie bei sich ein paar Knötchen an der Seite ihrer Brust und in Richtung Achselhöhle getastet hat.
    Sie will aber auf keinen Fall zum Arzt gehen. Sie ist auch sonst gesundheitlich nicht in bester Verfassung. Hat Herz-, Nieren- und Leberprobleme. Wegen der Herz-Probleme ist sie in Behandlung, aber auch nur, weil es gar nicht mehr anders ginge. Aber ihre Gynäkologin hat sie schon seit Jahren nicht mehr aufgesucht.

    Sie ist 60 Jahre alt und bekommt jedes Jahr eine Einladung zum Mammografie-Screening. Aber sie ist noch nie hingegangen.
    "Wenn ich wirklich etwas Schlimmes habe, will ich es lieber nicht so genau wissen." sagt sie.

    Ich bin wirklich ratlos. Ich habe keine Idee mehr, was ich machen soll. Es nützt nichts auf sie einzureden, dass sie zum Arzt gehen soll. Das festigt ihren Widerstand nur noch mehr. Aber was kann ich sonst tun?

    Was könnten solche Knötchen denn außer Brustkrebs noch sein? Fühlen sich Verkalkungen oder Zysten beim Abtasten gleich an? Können sie an denselben Stellen auftreten?

    Katja


  • Re: Knoten entdeckt, aber nicht zum Arzt gehen


    Wenn jemand nicht zum Arzt will, kann man nicht viel machen. Leider!
    Man kann nur versuchen demjenigen klar zu machen, dass man nicht nur an seine eigene Sorge darüber denken soll, sondern auch an die Sorge der Mitmenschen.

    Wenn man Erkrankungen im Anfangsstadium erkennt, ist die Heilungsaussicht wesentlich besser als wenn die Erkrankung schon fortgeschritten ist. Das ist so ziemlich bei jeder Erkrankung so. Oft wird zu lange gezögert …..
    Man könnte sich selbst oft viel Leid und Schmerzen vom Halse halten, wenn man frühzeitig den Arzt aufgesucht hätte. Sicher ist es nicht immer einfach den Schritt zu gehen, weil man diese Angst vor etwas Schlimmen im Kopfe mit sich führt. In den meisten Fällen ist diese Angst aber völlig unbegründet, da meist etwas Harmloses und gut behandelbares dabei rauskommt.
    Klar kommt auch mal was nicht so Gutes dabei raus aber wie gesagt – je eher man das weiß um so eher kann man dagegensteuern.

    Um eine wegweisende Richtung zu haben, was es denn sein könnte, muss halt ein Arzt zumindest das abtasten. Der Tastbefund kann dem Arzt dann einen wichtigen Hinweis zur Krankheitsursache geben.
    Wenn es sich z.B. um einen geschwollenen Lymphknoten handelt gibt es unterschiedliche Tastbefunde.
    Feste, aber nicht verhärtete Knoten können das Ergebnis einer Infektion oder Entzündung sein. Steinharte Knoten sind dagegen eher ein Zeichen für Metastasen, die sich im Lymphknoten abgesiedelt haben. Knoten, die sich gummiartig anfühlen, können auf Lymphome hinweisen. Und und und.

    Man kann also durchaus durch einen Tastbefund schon einiges zum vorhanden Knoten sagen. Man darf aber dennoch nicht vergessen, dass es lediglich erste Hinweise sind und man diese Hinweise noch durch andere Untersuchungen absichern muss.
    In den meisten Fällen sind aber die ersten Hinweise auch die richtigen.

    Nun wünsche ich dir, dass du deine Mutter überzeugen kannst, dass sie mit einem Arztbesuch nur JEDEM etwas Gutes tut und alles andere sich selbst gegenüber und auch dir gegenüber unverantwortlich ist.
    Frag sie mal, was Sie machen würde, wenn du die Knoten hättest und nicht zum Arzt gehen willst. Würde sie das nicht auch für falsch halten?? Ich denke schon.

    Katzenauge

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    • Re: Knoten entdeckt, aber nicht zum Arzt gehen


      Hallo Katja,
      also es ist schon mal ein Zeichen, dass Deine Mutter mit Dir
      über ihre Erkundung und Feststellung gesprochen hat. Wenn
      sie so absolut gegen die Erkenntnis ist, hätte sie garnichts
      gesagt.
      Es ist nicht gesagt, dass da wirklich was ist, aber abgeklärt
      müsste es schon werden, weil sie ist auch in einem kritischen
      Alter.
      Versuche es mal nicht mit Eindringlichkeit sondern irgendwie
      anders, sanfter. Ich kann Deine Mutter auch verstehen, sie hat
      schon irgendwie recht, man will Schlimmes nicht wissen, da
      es wirklich alles verändert, bei mir zumindest, die ganze
      Lebenseinstellung. Krass . . . . .
      Also Verkalkungen spürt man überhaupt nicht, Zysten schon
      eher und Knoten auch, kann man aber durch Abtasten nicht
      unterscheiden. Mein Knoten fühlte sich wie eine Weintraube
      an, also so eine Mittelgrosse. Man kann aber nur durch
      die Untersuchung feststellen, was es wirklich ist.
      Am ehesten treten sie wirklich an der Aussenseite der
      Brust, Richtung Achselhöhle hin auf. Das sitzt das meiste
      Drüsengewebe.
      Alles Gute für Dich und Deine Ma.
      Gruss Altmann

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      • Re: Knoten entdeckt, aber nicht zum Arzt gehen


        Danke für die bisherigen Antworten.

        Leider hat meine Mutter mir nicht so genau beschrieben, wie sich die Knoten anfühlen. Ich habe nur herausgehört, dass es schon mehrere sein müssen.
        Und die Tatsache, dass sie es mir überhaupt erzählt hat, ist für sie sehr untypisch. Ich schließe daraus, dass sie schon ziemlich sicher ist, dass es was Schlimmes sein muss. Vermutlich hat sie es schon vor einer ganzen Weile entdeckt, und inzwischen eine Weiterentwicklung (Vermehrung oder Wachstum der Knoten) festgestellt.

        Da ich ja weiß, wie meine Mutter so drauf ist, habe ich wirklich nur sehr sanft versucht sie zu einem Arztbesuch zu bewegen. Hab ihr auch gesagt, dass es ja auch etwas harmloses sein könnte und sie sich vielleicht umsonst Sorgen macht. Aber sie ist ein grundpessimistischer Mensch und zieht das gar nicht erst in Betracht.
        Hab ihr gesagt, dass man auch bei Brustkrebs noch viel erreichen kann, wenn man es möglichst früh behandelt. Aber aus ihrer Reaktion darauf, habe ich herausgehört, dass "früh" schon längst vorbei ist. Also schleppt sie das wohl schon ziemlich lange (mindestens viele Monate) mit sich herum.

        Ich habe sie gebeten, sich trotzdem eine eindeutige Diagnose zu holen, damit wir alle wissen woran wir sind. Aber sie hat keine Lust mit Ärzten über eine Behandlung zu diskutieren. Denn sie würde sowieso keine haben wollen.
        Weil das ja meist eine teure Angelegenheit ist und sie sich selbst grundsätzlich als finanzielle Belastung ihrer Familie (ihre 3 Kinder)betrachtet. Dabei unterstützen wir sie gern und lassen sie das auch wissen. Wir haben ihr auch viel zu verdanken. Aber sie ist seit einigen Jahren ziemlich depressiv geworden und fühlt sich oft überflüssig. Dabei ist sie mir oft eine große Hilfe. Ich bringe ihr meine beiden Söhne vorbei und bin froh sie bei ihr gut versorgt zu wissen. Und sie vergöttern ihre Oma! Aber selbst das Argument, dass ich mir wünsche, dass die Jungs noch lange etwas von ihrer Oma haben, kann sie nicht umstimmen.

        Mir kommen ihre ganzen Argumente so absurd vor. Und ich weiß echt nicht, was ich dem noch entgegen setzen soll.

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        • Re: Knoten entdeckt, aber nicht zum Arzt gehen


          Hallo Katja,
          ja so unrecht hat Deine Mutter auch garnicht.
          Heutzutage wird eben schulmedizinisch das Mögliche getan,
          ob es einen Einfluss auf die Überlebenszeit hat, ist eine
          andere Sache.
          Sicher wird sie da ziemlich durch die Mühle gedreht und
          wenn sie sogar Angst wegen dem Finanziellen hat ist das
          schon fast verständlich. Aber eine KK hat sie doch sicher.
          Ich denke mal, dass sie schon länger als Monate weis,
          dass da was ist.
          Ja, was soll man da machen, vielleicht kannst Du sie doch
          noch umstimmen, weil man muss was machen um das
          Gefühl zu haben, man hat etwas gemacht und dagegen
          angekämpft. Und wenn es doch nichts böses ist, ist sie
          doch bestimmt dann auch erleichtert und vielleicht nicht
          mehr so depressiv.
          Gruss Altmann

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          • Re: Knoten entdeckt, aber nicht zum Arzt gehen


            Hallo Altmann.

            Ich nehme mal an mit "KK" meinst du Krankenkasse. Die hat sie - AOK. Aber die übernehmen doch sicher vieles nur anteilig. Und man muss schon einiges dazuzahlen. Oder bin ich da falsch informiert?

            Ich bin ja auch nicht dafür nahezu hoffnungslose Fälle bis zum Schluss mit Behandlungsversuchen zu quälen.
            Ob und in welchem Umfang man sich behandeln lässt, kann ja immer noch jeder selbst entscheiden.
            Aber um das entscheiden zu können, muss man doch erstmal eine Diagnose haben.

            Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Möglicherweise hat sie wirklich Brustkrebs im fortgeschrittenem Stadium und ohne Behandlung nur noch ein paar Monate zu leben. Möglicherweise macht sie sich und ich mich in den nächsten Monaten (und wer weiß wie lange) völlig umsonst verrückt, weil sie gar nichts so Schlimmes hat.

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            • Re: Knoten entdeckt, aber nicht zum Arzt gehen


              Hallo Katja,
              also wenn da wirklich was ist, dann muss Deine Mutter da
              garnichts dazu zahlen. Aber die Diagnose muss erst mal
              stehen. Es werden ein paar kleinere Zuzahlungen für die
              Medikamente kommen, wie eben üblich.
              Also geht doch erst mal zum Hausarzt, vielleicht hat Deine
              Mutter zu dem Vertrauen und lasst Euch dann eine ÜW
              in ein Brustzentrum geben. Ihr könnt doch nicht weiter
              auf so einer Bombe sitzen, das macht nämlich nervlich
              und psychisch auch kaputt.
              Wenn Ihr es wissen wollt, müsst Ihr es machen.
              Gruss Altmann

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              • Re: Knoten entdeckt, aber nicht zum Arzt gehen


                Man kann leider nicht sagen, was es ist. Allerdings ist Brustkrebs durchaus möglich.
                Vielleicht hilft es, das Problem beim Namen zu nennen.
                Das Wichtigste: Man kann etwas machen. Wenn man nichts macht, dann wird sich bei Brustkrebs ein Geschwür auf der Brust bilden, das nie wieder heilt und übel riecht.
                Ich glaube nicht, dass sie das will.

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