Früher als sie in jüngeren Jahren gemalt hat, war sie schon immer recht dicht mit dem Gesicht über dem Papier. Nun wenn sie liest hält sie sich das Buch normalerweise auch nahe vor die Nase - 20 cm Abstand oder etwas weniger. Wenn ich es auf einer Entfernung von 80 cm halte sagt sie, dass sie die Schrift nicht mehr lesen kann - alles unscharf - und ihre Augen schmerzen. Auch 40 cm sind für sie unangenehm. Das aktuelle Buch hat 9 Punkt Schrift, also ca. 3 mm große Zeichen, was ich auch aus einem Meter noch wunderbar lesen kann. Das klingt erst mal nach Kurzsichtigkeit.
Allerdings kann sie weit entfernte Straßenschilder oder Kennzeichen von Autos anscheinend fast genauso mühelos lesen wie ich. Das dürfte bei Kurzsichtigkeit doch nicht möglich sein? Daher wundert es mich, dass sie anscheinend in der Entfernung dazwischen Probleme hat.
Im Test mit einer selbst ausgedruckten Buchstabentafel ist sie aus der vorgegebenen Entfernung je nach Auge auf gut 0,8 gekommen. Beim Amsler-Gitter-Test sagte sie, dass für sie viele der Linien im Zickzack gehen. Wenn das so extrem wäre dann dürfte sie aber auch nicht auf kurze Entfernung so gut und ausdauernd lesen können? Es ist natürlich auch die Frage, wie verlässlich ihre Angaben sind.
Meine Tochter hatte anscheinend von Freunden ein paar Horrorgeschichten zu Augenärzten und Brillen erzählt bekommen. Deswegen frage ich erst mal hier um Rat, anstatt sie direkt irgendwie – vielleicht unnötigerweise - in eine Praxis zu bekommen. Gibt es vielleicht noch etwas anderes, was wir mal probieren sollten?
Kommentar