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Hormontabletten

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  • Hormontabletten

    liebe frau dr. pipping,
    meine mutter wurde im februar an gebärmutterschleimhautkrebs operiert und darf jetzt keine hormone mehr gegen ihre wechseljahresbeschwerden nehmen. wie verhält es sich jedoch mit phytohormonen bzw. soja-isovlavonen??? darf man diese einnehmen?
    und gibt es eine gute alternative, um die typischen wecheseljahresbeschwerden zu lindern?
    vielen dank im voraus für ihre antwort,
    vanessa


  • RE: Hormontabletten


    Hallo Vanessa,
    ich würde abraten, in dieser Situation Phytohormone einzunehmen. Wenn synthetische Hormone nicht mehr eingenommen werden dürfen, dann trifft das auch für Phytohormone zu. Es gibt Krebserkrankungen, die hormonabhängig sind, bei denen man auf keinen Fall Hormone einnehmen darf, auch auf Phytohormone verzichten sollte, da diese die Erkrankung begünstigen könnten.

    Ich möchte Ihnen raten, daß Ihre Mutter mit dem Arzt bespricht, welche Möglichkeiten es geben kann, um die Beschwerden zu lindern.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Heike Pipping

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    • RE: Hormontabletten


      hallo frau dr. pipping,
      erst einmal herzlichen dank für ihre antwort! da ich mir schon so etwas gedacht habe wundert es mich, dass die ärztin meiner mutter keine bedenken gegen die einnahme von pflanzlichen hormonen hat und sie ihr sogar empfiehlt. aber diese dame hat schon so einige schwere fehler gemacht, dass dies jetzt nur ein weiteres glied in der kette ist...
      jetzt haben ich bzw. meine mutter jedoch noch eine andere frage: sind in dem wirkstoff minoxidil (haarwuchsmittel) auch hormone enthalten? darf meine mutter dies anwenden oder ist auch hier ihrer meinung nach vorsicht geboten? sie nimmt die 5%ige lösung.
      für eine weitere kurze antwort wäre ich dankbar.
      viele grüße,
      vanessa

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      • RE: Hormontabletten


        Hallo Vanessa,

        wie schon gesagt, es hängt auch von der Art der Krebserkrankung ab. Darüber weiß Ihre Ärztin mehr als ich.. Am besten Sie sprechen sie nochmals darauf an

        Generell gebe ich zu bedenken ,daß pflanzliche Herkunft allein kein Grund ist, etwas unbedenklich einzunehmen. Wenn etwas "wirkt", hat es üblicherweise auch Nebenwirkungen,.

        Zu Minoxidil schreibe ich noch extra.
        Bis dahin freundliche Grüße

        Dr. Heike Pipping

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        • RE: Hormontabletten


          Hallo Vanessa,
          es sind zwar keine Hormone enthalten, jedoch kann durchaus ein Teil des Wirkstoffes von der Kopfhaut aufgenommen werden, in den Blutkreislauf gelangen und hat z.B. als Nebenwirkung gelegentlich zu Menstruationsbeschwerden geführt. Das zeigt, daß damit durchaus der Hormonhaushalt beeinflußt werden kann.

          Ich würde deshalb in der jetzigen Situation auf diese Behandlung mit Minoxidil verzichten, das ohnehin kein "Haarwuchsmittel" ist, sondern bei interner Anwendung ein Mittel gegen Bluthochdruck, bei dem verstärkter Haarwuchs als Nebenwirkung festgestellt wurde. Nach Absetzen verschwindet die Wirkung auch wieder.

          Ich wünsche Ihnen für Ihre Mutter alles Gute!
          Mit freundlichen Grüßen
          Dr. Heike Pipping

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          • RE: Hormontabletten


            guten morgen frau dr. pipping,
            vielen dank noch einmal für ihre antwort. sie haben mir und meiner mutter sehr weitergeholfen!!!
            schön, dass es sie und dieses forum gibt!
            ich wünsche einen schönen tag und auch ihnen alles gute.
            liebe grüße,
            vanessa

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            • RE: Hormontabletten


              Mögliche Alternative zur Hormontherapie

              Wanzenkraut (Cimicifuga racemosa), auch als Traubensilberkerze bezeichnet, vermindert Hitzewallungen bei Frauen in den Wechseljahren möglicherweise in vergleichbarer Weise wie Östrogen-Präparate – jedoch mittels eines völlig anderen Mechanismus. Die Extrakte aus der Pflanze simulieren keine Hormonwirkung, sondern blockieren bestimmte Signalmoleküle im Gehirn, und zwar die so genannten Serotonin-Rezeptoren, die unter anderem für die Regulierung der Körpertemperatur verantwortlich sind. Damit gilt es als unwahrscheinlich, dass Wanzenkraut die gleichen Risiken birgt wie Östrogene. Ob eine derartige pflanzliche Therapie jedoch andere negative Langzeitfolgen hat, muss allerdings noch erforscht werden. Dazu wird in den USA eine große klinische Studie mit Frauen in den Wechseljahren durchgeführt. Die Pflanze, mit einer Höhe von ca. 2 m, kommt vor allem in Nordamerika als Waldpflanze vor und diente dort bereits den Ureinwohnern (Indianer) zur Linderung zahlreicher Beschwerden. Auch in der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) kommt sie in vielfältiger Weise zur Anwendung. Sie wird aber auch als Zier-und Gartenpflanze gezüchtet. Ihren Namen erhielt die Pflanze auf Grund ihres starken Geruchs, der u.a. Blattwanzen fernhält.
              <http://www.m-ww.de/sexualitaet_fortpflanzung/familienplanung/klimakterium.html?page=2>

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              • Nachtrag für Vanessa


                Hallo Vanessa,
                vielen Dank für Ihr Vertrauen. Ich möchte aus gegebenem Anlaß sagen, daß Phytohormone durchaus eine Alternative zur Hormonbehandlung sein können, bei gesunden Frauen. Bei Ihrer Mutter steht im Moment im Vordergrund zu verhindern, daß die Krebserkrankung gefördert werden könnte. Deshalb ist bei Gegenanzeigen/Vorsichtsmaßnahmen für die Traubensilberkerze (Cimicifuga) angegeben, daß sie bei Krebserkrankungen besser nicht angewendet werden sollte. Und aus diesem Grund habe ich Ihnen empfohlen, vorsichtig damit zu sein.
                Nochmals alles Gute und viele Grüße
                Dr. Heike Pipping

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                • RE: Nachtrag für Vanessa


                  <http://www.pharmazeutische-zeitung.de/pza/2004-07/davos16.htm>

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                  • RE: Nachtrag für Vanessa


                    Cimicifugawurzelstock-Trockenextrakt
                    Pflanzliches Arzneimittel bei Wechseljahrsbeschwerden.
                    1 Filmtablette enthält 7 mg Cimicifugawurzelstock-
                    Trockenextrakt .
                    Anwendungsgebiete: Zur Besserung von durch die Wechseljahre bedingten psychischen und neurovegetativen Beschwerden. In der Gebrauchsinformation wird der Patient
                    auf folgendes hingewiesen:
                    ,,Bei Störungen bzw. Wiederauftreten der Regelblutung sowie bei anhaltenden, unklaren oder neu auftretenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden, da es sich
                    um Erkrankungen handeln kann, die der Abklärung
                    durch einen Arzt bedürfen.‘

                    Nicht anwenden bei Patientinnen mit hormonsensitivem
                    Mammakarzinom, da nicht bekannt ist, ob Cimicifuga-Wurzelstockextrakte östrogenabhängige Tumore fördern
                    oder unbeeinflusst lassen.

                    Die estrogene Wirkung der Droge wird kontrovers diskutiert.

                    Zur akuten Toxizität, Reproduktionstoxikologie,
                    Mutagenität und Kanzerogenität liegt kein Erkenntnismaterial vor.

                    In Untersuchungen zur 6-Monate-Toxizität an
                    Ratten wurde ein ,,no effect level‘‘ von
                    1800 mg Granulat entsprechend 6,5 mg
                    Droge/kg KG p.o. bestimmt.

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                    • aha, kontrovers also


                      also nicht bei mammakarzinom!
                      bei endometrium karzinom schon?
                      oder grundsätzlich überhaupt nicht bei krebs?
                      kann da noch mal jemand was zu sagen!
                      der mensch ist ja keine ratte, minimi!

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                      • RE: aha, kontrovers also


                        also wenn ich krebs habe, dann sind mir meine wechseljahrebeschwerden völlig unbedeutend
                        und ich würde gar nichts nehmen,
                        ausser meinen eigenen hormonen,
                        die muss ich natürlich ertragen, leider, oder ??

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                        • RE: Nachtrag für Vanessa


                          hallo zusammen und vielen dank, dass sich noch mal mit diesem thema beschäftigt wurde.
                          mir fällt dazu noch ein, dass meiner mutter in einer apotheke die tropfen "sanguinaria d6" empfohlen wurden. kann mir jemand vielleicht dazu auch etwas sagen? darf sie diese nehmen oder verbergen sich dahinter auch verstecke gefahren in bezug auf krebserkrankungen?
                          vielen dank im voraus für eine antwort.
                          liebe grüße, vanessa

                          Kommentar


                          • RE: Nachtrag für Vanessa


                            liebe frau dr. pipping,
                            ich will ja nicht nerven, aber mir ist jetzt noch etwas eingefallen: und zwar nimmt meine mutter auf grund einer schilddrüsenüberfunktion schilddrüsenhormone "l-thyroxin". zählen solche hormone eigentlich auch mit zu den "auslösern" von krebserkrankungen oder kann man diese bedenkenlos nehmen bzw. kann meine mutter sie nach ihrer erkrankung bedenkenlos einnehmen? (sie nimmt diese tabletten schon seit ca. 30 jahren...).
                            so, ich freue mich schon auf ihre antwort bezüglich der tropfen (vorheriger beitrag von mir) und der schilddrüsenhormone. herzlichen dank!!!!
                            vanessa

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                            • RE: Nachtrag für Vanessa


                              Hallo Vanessa,
                              es handelt sich dabei um ein homöopathisches Mittel.
                              Es wird untern anderem bei Wechseljahresbeschwerden empfohlen.
                              Ich habe selbst mit Homöopathie nur wenig praktische Erfahrung, wäre aber bei der schwerwiegenden Erkrankung Ihrer Mutter auch hier vorsichtig. Schließlich würde, wenn das Mittel wirkt, der Hormonhaushalt beeinflußt.
                              Ich werde mich diesbezüglich bei einer Fachinformation für Homöopathie erkundigen und dann erneut schreiben.
                              Mit freundlichen Grüßen
                              Dr. Heike Pipping

                              Kommentar


                              • RE: Nachtrag für Vanessa


                                Hallo Vanessa,
                                es gibt ja das Forum, um offene Fragen zu versuchen zu klären. Also nur zu! Sie können jederzeit Ihre Fragen stellen.

                                Das L-Thyroxin kann Ihre Mutter problemlos weiternehmen. Es beeinflußt den Hormonspiegel, über den wir bisher gesprochen haben, nicht;
                                es ist ein Schilddrüsenhormon und wird vermutlich verordnet, um der Bildung einer Struma (Vergrößerung der Schilddrüse oder Knoten) vorzubeugen.

                                Mit freundlichen Grüßen
                                Dr. Heike Pipping

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                                • danke und kompliment!


                                  liebe frau dr. pipping,
                                  erfreut habe ich festgestellt, dass sie schon wieder sehr zeitnah geantwortet haben! großes kompliment zu der art und weise, wie sie dieses forum betreuen! wirklich supertoll!!!

                                  ich bin gespannt, was sie bezüglich der homöopathischen tropfen in erfahrung bringen. es ist doch interessant und zugleich sehr verwirrend (enttäuschend), dass viele pflanzliche "mittelchen" bei bestimmten vorerkrankungen mit vorsicht zu genießen sind. das hätte ich vorher nicht vermutet und ich bin froh, dass ich jetzt dahingehend mehr weiß.

                                  ich wünsche ihnen noch einen schönen restlichen sonntagabend...
                                  liebe grüße,
                                  vanessa

                                  Kommentar


                                  • RE: Nachtrag für Vanessa


                                    Hallo Vanessa,

                                    ich habe mich inzwischen beraten lassen bzgl. des Sanguinaria D6.
                                    Prinzipiell spricht nichts gegen die Behandlung mit diesem homöopathischen Mittel. Man geht wohl nicht davon aus, daß der Hormonstoffwechsel direkt beeifnlußt wird.
                                    Die Wirkung kann schon nach 14 Tagen zu spüren sein.

                                    Allerdings bitte ich , den behandelnden Arzt Ihrer Mutter zu informieren, daß sie dieses Mittel zusätzlich einnimmt. Selbstmedikation ist bei einer ernsthaften Erkrankung nicht zu empfehlen. Dazu gehört auch Homöopathie.

                                    Alles Gute für Ihre Mutter wünscht Ihnen
                                    Dr. Heike Pipping

                                    P.S. Herzlichen Dank für Ihre Ermutigung und nochmals viele Grüße!

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                                    • und noch eine frage....


                                      hallo frau dr. pipping,

                                      wahrscheinlich raufen sie sich jetzt die haare, dass ich mich schon wieder an sie wende, aber es ist jetzt bestimmt auch das letzte mal (vorerst) :-))

                                      können sie mir sagen, wie sich vitasprint (vitamin b12) auf den organismus auswirkt? meine mama hat gehört, dass es evtl. auch dafür gut sei, wieder einen relativ gesunden appetit und auch hungergefühl zu entwickeln. allerdings habe ich in der vergangenheit mal zu hören bekommen, dass vitasprint auf grund des eiweißgehalts bei einigen krebserkrankungen nicht angewendet werden dürfte, da durch das eiweiß eine bösartige zellveränderung begünstigt werden könnte.
                                      stimmt das, oder darf sie vitasprint ohne sorgen einnehmen?

                                      nochmals herzlichen dank für ihre mühe!

                                      alles liebe,
                                      vanessa

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                                      • RE: und noch eine frage....


                                        Hallo Vanessa,
                                        nein, raufe mir nicht die Haare. Finde es eher positiv, daß Sie sich für so viele Fragen interessieren.

                                        Vitasprint ist Vitamin B12. Es wird zur Bildung von Hämoglobin benötigt. Allerdings wird es oral nur sehr gering (etwa zu 1 %) aufgenommen. Das ist allerdings bei der Menge in Vitasprint berücksichtigt worden. Man kann es z.B. blei Blutarmut und Schwächegefühl zur Unterstützung einnehmen.

                                        Es gibt für das Präparat Vitasprint (R) keinen Hinweis, daß man es bei Krebserkrankungen nicht einnehmen darf. Da ich allerdings schon einmal eine Frage in dieser Richtung hatte, habe ich versucht, mich zusätzlich zu informieren. Die Antwort steht bisher noch aus. Ich melde mich auf jeden Fall, wenn ich mehr in Erfahrung gebracht habe.

                                        Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

                                        Mit freundlichen Grüßen
                                        Dr. Heike Pipping

                                        Kommentar


                                        • Vitasprint


                                          Hallo Vanessa,
                                          ich habe mich erkundigt. Es gibt ganz unterschiedliche Erfahrungen und Ergebnisse zu Vitamin B12 bei Krebserkrankungen, sowohl günstige als auch ungünstige.

                                          Deshalb wird empfohlen, bei einer akuten Erkrankung kein Vitasprint einzunehmen, eben weil man nicht ausschließen kann, daß es sich in einigen Fällen negativ auswirken könnte.

                                          Viele Grüße
                                          Dr. Heike Pipping

                                          Kommentar

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