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Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

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  • Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

    Hallo,
    ich bin 30 Jahre alt und habe über vier Jahre jeden Tag 20 mg Olanzapin genommen.Ich hatte gute Tage,ich hatte schlechte Tage.Aber die Tabletten haben immer schön alles in die richtige Richtung gelenkt und mich schön in Watte gepackt.Mir war alles egal.Ich habe in diesen vier Jahren fast 60 Kilo zugenommen.Am Anfang störte mich das nicht wirklich..es war irgendwie normal geworden.Man gewöhnt sich ja an alles und solange ich immer schöne Klamotten hatte war alles prima.Ich bin seit vier Jahren in einer Verhaltenstherapie was mir wirklich schon sehr geholfen hat.Ich habe schon zweimal versucht das Olanzapin ganz langsam abzusetzen aber es hat einfach nicht geklappt.

    Jetzt habe ich seit zwei Monaten eine schöne Krankheit dazu bekommen.Diabetes Typ 2!Super...dachte ich mir.Ich muss jetzt Antidiabetika nehmen und aufgrund der Diabetes und der Tatsache daß sich das Olanzapin nicht mit Diabtesmedikamenten veträgt wurde mir dringend geraten das Olanzapin abzusetzen.Zu dem Zeitpunkt als ich von der Diabetes erfuhr war ich bereits runter auf 2,5 mg was auch eigentlich ganz gut geklappt hat.Klar gab es Höhen und Tiefen aber im großen und ganzen war ich zufrieden.

    Meine Gefühle und Empfindungen kamen auch zurück und ich hab auch schon etwas abgenommen.Ich war auf einmal wieder ein Mensch.Ich konnte meinen Haushalt erledigen,kam gut aus dem Bett usw. und konnte endlich auch mal wieder Scherze machen und lachen.Bis jetzt.

    Denn vor vier Wochen setzte ich das Olanzapin ab.Das ging eine Woche gut und dann war aber richtig was los in meinem Kopf.Ich komme überhaupt nicht mehr klar.Ich streite mich nur noch mit meinem Mann,bin aggresiv und gereizt und mich stört die Mücke an der Wand.Ich befinde mich in einem absoluten Ausnahmezustand und habe das Gefühl das absolut nix mehr geht.Ich heule nur noch und mein Kopf spricht den ganzen Tag mit mir.Es ist absolut kein normales Leben mehr möglich.Ich versuche oft mich zusammen zu reißen,das klappt aber nie lange und dann kommt alles doppelt und dreifach raus.

    Hat irgendjemand Erfahrungen mit dem Entzug von Olanzapin?Ich brauche einfach mal den Austausch mit anderen Betroffenen.BItte melden.

    Danke.


  • Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

    Hallo juju2284,
    man kann das absetzen durch langsame reduktion der dosis von 2,5mg durch entsprechende teilung der tabletten und über mehrere tage evtl. 2-3 wochen versuchen. Dein diabetes ist möglicherweise durch olanzapin (mit)verursacht. Das heißt wenn olanzapin ganz weg ist und die ernährung ist adequat, dann hast Du gute chancen, dass diabetes auch weg ist.
    Viele grüße!
    Pharmer

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    • Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

      Hallo,

      so, wie Sie Ihren akuten Zustand beschreiben, dass ein normales Leben nicht möglich ist, empfehle ich Ihnen dringend, morgen den Arzt aufzusuchen, mit dem Sie das Ausschleichen von Olanzapin besprochen haben.

      Viele Grüße
      Dr. Heike Pipping

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      • Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

        Hallo,

        ich habe es tatsächlich geschafft von diesem Scheißzeug loszukommen!!!Es hat jetzt fast zehn Wochen gedauert und ich habe gedacht das hört NIE auf.Ich kann wirklich sagen daß ich wieder ein annähernd normales Leben führen kann.Ich habe keine Angstzustände mehr und bin weder aggresiv noch depressiv.Ich fühle mich das erste mal seit vielen Jahren wieder wie ein normaler Mensch mit einem gesunden Kopf.Ich kann wirklich sagen,es hat sich gelohnt durchzuhalten auch wenn ich geühlte hundert mal am liebsten irgendwas "Feines" eingeschmissen hätte.Heutzutage ist es ja ein Klacks an solche Sachen wie Lorazepam usw. ran zu kommen.Ich habe gleich am Anfang meines Entzugs alle Olanzapintabletten entsprechend entsorgt sodaß ich erst gar nicht auf dumme Gedanken kam,denn hätte ich etwas zuhause gehabt ich hätte es auf JEDEN FALL genommen.Ich war wirklich unausstehlich und es war echt die Hölle für mich aber vor allen Dingen für meinen Mann.Ich kann jedem nur raten,lasst die Finger von diesem Zeug!Ihr werdet nicht mehr froh und schadet euch damit mehr als ihr gut macht.Sucht euch einen gescheiten Therapeuten zu dem ihr Vertrauen habt und macht eine Verhaltenstherapie.Ich weiß aus eigener schmerzhafter Erfahrung dass man seine Probleme nicht mit Tabletten lösen kann.Holt euch Hilfe.Aber nicht in Form von Chemie.Ich bin endlich wieder ein Mensch der lebt,mit allem was dazu gehört.Es ist nicht schlimm wenn einfach mal alles nicht gelingen will oder es einem mal nicht so gut geht.Man sollte sich nicht so gegen diese Krankheit wehren sondern seinen ganz eigenen Weg finden damit zu leben und das beste draus zu machen.Ich habe angefangen meine Gedanken mit Humor zu nehmen.Und alles auch wieder zu zulassen.Diese neun Wochen waren wirklich die Hölle aber es hat sich definitiv gelohnt nicht aufzugeben.

        Liebe Grüße.

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        • Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

          GRATULIERE!

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          • Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

            Hallo Leute ! Wer kann mir helfen von Olanzapin wegzukommen . Nehme das Zeug schon viele Jahre .

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            • Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

              Habe hier gelesen welche Symptome man hat von dem Medikament , mir geht's genauso beschissen ...leer im Kopf .. Ich freue mich nur auf Nacht weil man gut schläft vom Medikament ...ich nehme 15 mg täglich bin gelassen ...auf nix hat man lust ...schlafe 9- 11 Stunden am Wochenende oder in Urlaub . Meine Diagnose ist Schizophrenie .bald geht meine Beziehung auch kaputt weil ich auf nix Lust habe ...sogar duschen gehen ist ein Problem . Mein Arzt sagt nicht viel sagt nur ich soll die weiter nehmen sonnst wird die Krankheit wieder aktiv.Ich hatte mal im Jahr 2011 das Medikament ganz abgesetzt am Anfang des Jahres dann ging mir wirklich gut ...war wieder aktiv ...Energie also Leistung auf der Arbeit war viel besser war aktiv überall Gedichte geschrieben und so Sachen ABER nach ca. 10 Monate war ein Rückfall ganz schlimm bin in Psychiatrie gelandet stationer ....was mir nicht wirklich viel geholfen hat...hatte danach wieder mit 20 mg angefangen.Ich muss aber ehrlich sagen ich hätte davor auch viel resskiert erstmal ich arbeite in 3 Schichten system also auch Nachts und hatte mal am Wochenende was getrunken also bis ich gut besoffen war. Kennt das jemand Alkohol und Olanzapin ??????? Danach wo ich mit Alkohol aufgehört habe seitdem habe ich keine Rückfälle mehr ich gehe wieder arbeiten seid zwei Jahren nur mein Zustand mit Olanzapin ist ganz schlimm ! Habe Depressionen ...beim Aufstehen schlechte Laune und es zieht sich den ganzen Tag ....rauche ganz viel...es hilft etwas gegen Depressionen ...hatte vorkurzem eine Woche Urlaub und nix hinbekommen was Haushalt angeht....nur noch schlafen...müde ...schlecht gelaunt ...Antriebslos...Kann mir jemand ein Rat geben vielleicht nehme ich falsche Medikamente ...vielleicht gibt es Alternativen medikamentation..Bitte um ein Rat ! Danke im Voraus

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              • Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

                Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens! Habe hier gelesen welche Symptome man hat von dem Medikament , mir geht's genauso beschissen ...leer im Kopf .. Ich freue mich nur auf Nacht weil man gut schläft vom Medikament ...ich nehme 15 mg täglich bin gelassen ...auf nix hat man lust ...schlafe 9- 11 Stunden am Wochenende oder in Urlaub . Meine Diagnose ist Schizophrenie .bald geht meine Beziehung auch kaputt weil ich auf nix Lust habe ...sogar duschen gehen ist ein Problem . Mein Arzt sagt nicht viel sagt nur ich soll die weiter nehmen sonnst wird die Krankheit wieder aktiv.Ich hatte mal im Jahr 2011 das Medikament ganz abgesetzt am Anfang des Jahres dann ging mir wirklich gut ...war wieder aktiv ...Energie also Leistung auf der Arbeit war viel besser war aktiv überall Gedichte geschrieben und so Sachen ABER nach ca. 10 Monate war ein Rückfall ganz schlimm bin in Psychiatrie gelandet stationer ....was mir nicht wirklich viel geholfen hat...hatte danach wieder mit 20 mg angefangen.Ich muss aber ehrlich sagen ich hätte davor auch viel resskiert erstmal ich arbeite in 3 Schichten system also auch Nachts und hatte mal am Wochenende was getrunken also bis ich gut besoffen war. Kennt das jemand Alkohol und Olanzapin ??????? Danach wo ich mit Alkohol aufgehört habe seitdem habe ich keine Rückfälle mehr ich gehe wieder arbeiten seid zwei Jahren nur mein Zustand mit Olanzapin ist ganz schlimm ! Habe Depressionen ...beim Aufstehen schlechte Laune und es zieht sich den ganzen Tag ....rauche ganz viel...es hilft etwas gegen Depressionen ...hatte vorkurzem eine Woche Urlaub und nix hinbekommen was Haushalt angeht....nur noch schlafen...müde ...schlecht gelaunt ...Antriebslos...Kann mir jemand ein Rat geben vielleicht nehme ich falsche Medikamente ...vielleicht gibt es Alternativen medikamentation..Bitte um ein Rat ! Danke im Voraus

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                • Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

                  Hallo Viktorius,
                  mir kommt das alles sehr bekannt vor.....Erst wurde gedacht ich hätte Depressionen,dann war ich manisch..irgendwann hatte ich eine Psychose und Schizophrenie wurde auch in den Raum geschmissen....Bipolare Störung war auch dabei.Ich kann dir leider nicht dabei helfen,davon los zu kommen,nur Ratschläge geben und dir ganz viel Kraft wünschen. Dieser Entzug war das Schlimmste was ich bisher in meinem Leben durch machen musste.Ich habe zuhause gesessen und wollte am liebsten sterben.Da das aber keine Option für mich war und für dich auch nicht ;-) habe ich Tag für Tag mich durchgebissen.Ich war wirklich unausstehlich.Das ist sehr schwer für die Angehörigen bzw. vor allem für den Partner.Mein ganzer Körper hat verrückt gespielt.Man muss einfach Tag für Tag planen,nichts lange im Vorraus.Mir hat meine Therapeutin hat mir super geholfen,bei der bin ich auch schon ganz lange.Das ist das Beste was man in dieser Situation tun kann.Ich habe einfach gemerkt daß ich meine Störung ( Borderline) nicht mit Tabletten in den Griff bekomme sondern das Ganze an der Wurzel packen muss.

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                  • Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

                    Mein Senf dazu: sehr langsam ausschleichen! Man muss geduldig und konsequent sein - es ist wie im harten training für olympische spiele! Viel erfolg!

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                    • Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

                      Hallo, mir ist am Freitag den 22.05.2015 das Olanzapin ausgegangen. Ich konnte übers Wochenende und den Feiertag zu keinem Arzt um neues zu besorgen. Habe mich dann erkundigt und mir wurde erklärt, dass eine kurzzeitige Unterbrechung der Einnahme (drei Tage) keine negativen Folgen haben wird. Am Dienstag habe ich mir das Medikament dann besorgt, habe die Einnahme am Abend aber verschwitzt. Ich will Olanzapin schon länger absetzen und da ich immer noch keine Absetzerscheinungen feststellen konnte, kam mir der Gedanke die Einnahme so lange heraus zu zögern, bis ich negative Symptome feststellen kann. Nun sind es fünf Tage ohne Olanzapin und ich fühle mich unverändert. Ich habe das Medikament ein Jahr in 20mg Dosis täglich eingenommen. Kommen die Absetzsymptome immer erst nach einer gewissen Zeit, was kommt noch auf mich zu?

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                      • Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

                        Hallo mazl,
                        ich kann dir davon nur tunlichst abraten.Das dauert eine ganze Weile weil Olanzapin ein Medikament ist das einen Spiegel aufbaut.Bei mir ging das ein paar Wochen gut und dann war Essig.Deswegen habe ich es bei meinem letzten und erfolgreichen Versuch echt nur ganz langsam abgesetzt ich habe sogar die 2,5 er nochmal geteilt und die auch noch mal vier Wochen lang genommen.Und dann ging die Misere erst richtig los.Aber da muss man durch so blöd wie das klingt,ich habe es geschafft und ich war ein richtiger Psychopillen-Junkie.Man muss sich sehr viel ablenken und einen riesen Willen haben aber gleichzeitig auch etwas ändern in seinem Leben damit man einen "Ausgleich " hat und eben nicht mehr dieses Zeugs braucht.Bei mir war es das Beste das Medikament abzusetzen da ich es fünf Jahre praktisch umsonst genommen habe( mit verheerenden Folgen) denn nachdem ich das ganze kurz vor Weihnachten 2014 endlich überstanden hatte kams richtig dicke.Diagnose : Borderline.Ich habe es jetzt schon ganz gut im Griff durch meine tolle Therapeutin und werde nie wieder auch nur irgendwas in die Richtung zu mir nehmen.

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                        • Re: Olanzapin absetzen? Der Höllentrip meines Lebens!

                          Hier ein Auszug aus Wikipedia:
                          https://de.wikipedia.org/wiki/Olanzapin Kritik[Bearbeiten]

                          Die Firma Eli Lilly, die als erste Olanzapin unter dem Handelsnamen Zyprexa auf den Markt brachte und patentieren ließ, kam 2006 in die Schlagzeilen („Zyprexa-Skandal“), da sie bewusst bestimmte Nebenwirkungen des Medikaments wie beispielsweise die drastische Gewichtszunahme und die mögliche Manifestation einer Diabetes-Erkrankung verschwiegen hatte. Seit dem Jahr 2005 wurden deshalb in 28.500 Fällen insgesamt 1,2 Milliarden Dollar außergerichtliche Entschädigungszahlungen geleistet (Stand Februar 2007). Um die durch diesen Skandal in den USA zurückgehenden Einnahmen auszugleichen, verteuerte die Firma ihr Produkt Zyprexa in Deutschland.
                          Siehe auch: Eli Lilly and Company

                          Ich kam mit Zyprexa überhaupt nicht zurecht. Ein echtes Scheißzeug. Nach sechs Jahren der Qual und einem eindringlichen Gespräch mit meiner Psychiaterin hat sie mir dann Amisulprid verschrieben. Das hat für mich funktioniert. Damit konnte ich überhaupt erstmal wieder einigermaßen leben. Und es lässt sich auch besser ausschleichen, wie Zyprexa.

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