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Rückfall von Angst und Panikattacken!

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  • Rückfall von Angst und Panikattacken!

    Hallo zusammen.

    Ich versuche mich kurz zu halten.

    Letztes Jahr November hatte ich eine schlimme Zeit. Angstschwindel hat mein Leben komplett in der Hand gehabt. Es folgten rasch angstzustände und permanente Panikattacken, aus denen ich nicht mehr rausgefunden habe.

    Ein akuttermin beim neurologen bekam ich kurze Zeit darauf. Er verschrieb mir das Medikament Citalopram. Schon nach der ersten Einnahme, hatte ich keine panikattacken mehr. Die Angst war natürlich noch stark präsent. Aber keine Attacken mehr. Es wurde zunehmend besser. Rasch war eine deutliche Besserung vorhanden. An Weihnachten war es wieder schleichend schlechter und es wurde erhöht auf 20mg.

    Soo. Bis vor 2 Tagen ging es mir wirklich sehr gut. Ich habe mich wie bei geboren gefühlt. Alles war so gut. Natürlich war der Weg zu meinem früheren Leben noch lang. Aber ich fing wieder an zu leben.

    Und plötzlich und mit voller Wucht kam die Angst zurück. Mit allem was dazu gehört. Zwangsgedanken bestimmen wieder meinen Tag. Panikattacken drängen mich wieder in die Ecke. Ich bin wieder da wo ich war.

    Ich bin sehr verzweifelt.
    Ich Stelle mir hundert fragen..

    Hört es niemals wieder auf?
    Ich kann so nicht leben. So voller Angst und Panik. Die Gedanken um die Angst sind so laut. Ich habe einen immensen Druck im nacken. Der Körper ist so angespannt. Ich habe kaum Kraft.

    Ich kontaktierte gestern sehr verzweifelt den neurologen. Dieser sagte dass ich auf 30mg erhöhen soll.

    Ich möchte ehrliche antworten..

    Sind solche Rückschläge normal?

    Wird es mir überhaupt was bringen zu erhöhen?
    Wieso kommt es mit mal wieder, wo es mir mit der Einnahme doch schon so gut ging?

    Ich bin so verzweifelt.
    Ich habe eine kleine Tochter und muss für sie funktionieren.
    Aber derzeit sehe ich alles so schwarz.
    Ich möchte nur dass es aufhört.

    Einen Termin bei einer psychiatrischen ambulanz steht noch aus.

    Vielen dank, wer bis hier gelesen hat.

    Liebe Grüße und schönes Wochenende.


  • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

    Hi,
    ja, solche Rückfälle sind normal und deshalb solltest du deshalb nicht verzweifeln.
    Das Medikament hat ja immer einen bestimmten Wirkspiegel, dein Befinden hingegen schwankt und wenn es über den Wirkspiegel hinaus geht, dann kann das Medi nicht mehr alles abfangen.

    Psychiatrische Ambulanz ist sicher gut, aber Medikamente beseitigen nicht unbedingt die Ursache, bei solchen Erkrankungen ist die Kombi Medikament und Psychotherapie am besten und Erfolgversprechendsten, außerdem willst du das Medi ja sicher nicht dein Leben lang nehmen und die Psychotherapie wirkt halt am nachhaltigsten.

    Darum solltest du dich also auch um eine Psychotherapie kümmern, unbedingt.

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    • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

      Vielen Dank für deine schnelle Antwort.

      Also sollte ich dem weiteren Verlauf positiv entgegen schauen?
      Ich sehe nun alles leider so dunkel/ schwarz. Mir ging es wirklich sehr viel besser. Ich konnte wieder aktiv am Leben teilnehmen.

      Und nun dieser derbe Rückschlag.

      Also könnte mir die Erhöhung dennoch wieder helfen?

      Ja die Ursache kenne ich leider nicht. Derzeit ist es die Angst und Panik vor der Angst. Die Angst wieder die kontrolle zu verlieren.

      Eine Therapie möchte ich auf jedenfall machen. Ich hoffe die melden sich nächste Woche.

      Diese zwangs Gedanken machen mich wahnsinnig. Sie sind so laut. Drängen sich ständig in den Vordergrund. Habe ich gerade mal ne gute Minute sind sie sofort wieder parat.

      Kommentar


      • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

        Könnte der Rückfall also normal sein und die Tabletten dennoch die richtigen für mich sein ?

        Wie gesagt..
        Anfangs haben sie sofort angeschlagen und ich merkte nach und nach eine deutliche Veränderung.
        Aber dass es jetzt mit einem so gewaltigen schlag zurück kommt, irritiert mich.

        Kommentar



        • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

          Ja, du solltest positiv bleiben.
          Du hast ja die Erfahrung gemacht dass es auch wieder besser wird und eine Erhöhung des Medikaments kann sicher auch helfen.

          Also nicht so viele Sorgen machen, was auch wieder hilft.
          Selber kannst du es mit Entspannungstechniken versuchen, Ausdauersport wirkt erwiesenermaßen sehr gut und kann es sogar mit Medikamenten bei der Wirkung aufnehmen.

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          • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

            Könnte der Rückfall also normal sein und die Tabletten dennoch die richtigen für mich sein ?
            Ja, es ist selten so dass jemand ein Medikament nimmt und dann geht es dauerhaft gut, Schwankungen und Rückfälle sind normal, das ist auch abhängig von der Gesamtsituation, Stress z.B, das löst wieder Schwankungen aus und Medikamente sind in einer starren Dosis, können also nicht mit schwanken um das aufzufangen, was eine Erhöhung aber tun kann.

            Das Cita hat bei dir anfangs sehr schnell gewirkt, wo sich der Gedanke aufdrängen könnte ob es überhaupt wirken konnte nach der kurzen Zeit und es nicht vielleicht deinem Vertrauen darauf (zum Teil) geschuldet war, dem Placeboeffekt.
            Das wäre auch ein gutes Zeichen, zeigt dass die Angst und Gedanken von dir positiv beeinflusst werden können, durch deine Einstellung.
            Wenn es der Placeboeffekt war, dann hat dieser nun nachgelassen, also muss beim Cita nachjustiert werden um den verschwundenen Placeboeffekt wieder auszugleichen.

            Das muss aber nicht so sein, ist nur eine Theorie weil es halt so extrem schnell gewirkt hat.

            Das ist aber alles durchweg positiv, zeigt dass die Krankheit gut zu beeinflussen ist und da würde dann die Psychotherapie ansetzen und auch Dinge wie Sport und Entspannungstechniken.

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            • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

              Da ich im November aufgrund eines bandscheibenvorfalls in der HWS zur Reha war, kenne ich zu genüge Entspannungstechniken. Aber derzeit schaffe ich es nicht, diese durchzuführen .

              Ebenso Sport fällt mir unfassbar schwer. Ich muss mich einer IRENA Maßnahme unterziehen. Die letzten Male waren kein Problem und gut zu schaffen. Aber diese Woche habe ich es psychisch nicht hin geschafft.

              Ich hoffe, dass es nächste Woche wieder klappt.

              Ich verbinde Sport halt leider direkt mit der Reha. In der Reha begann all das. Ich bin psychisch so fertig nach Hause gekommen. Mein Gehirn verbindet all das, den Sport, die Techniken, einfach alles damit und somit nur negatives.

              Dieses hamsterrad endet gerade gefühlt nie.

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              • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

                Dann fang mit ausgedehnten Spaziergängen in einem guten Tempo an, lauf wenn du kannst im Treppenhaus rauf und runter, geh mal schwimmen.
                Das ist nicht direkt Sport, aber auch effektiv und gut geeignet sich langsam zu steigern, dran zu gewöhnen.

                Kommentar


                • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

                  An den Placeboeffekt dachte ich anfangs auch.
                  Aber ich merkte innerlich immer wie sich eine panikattacke aufmachte und sie nicht ausbrechen konnte.
                  Das Gefühl war so unglaublich.
                  Es war wirklich beruhigend und seit dem ersten Tag der Einnahme war ich einfach so positiv. Für mich zählte es, dass diese endlosen Attacken aufhörten. Die Gedanken waren noch lange Zeit negativ gestimmt. Und auch die körperlichen Symptome blieben noch eine Weile. Aber es wurde schleichend immer besser.

                  Ich hoffe einfach inständig dass die Erhöhung helfen wird. Aber die Angst bleibt mir nun im nacken dass ich noch häufig Rückschläge erleiden könnte.


                  Ich dachte, dass ich auf den richtigen Weg bin. Der weg zur Besserung. Ich habe sogar mal vorsichtig ans arbeiten gedacht. Aber jetzt gerade ?
                  Ich kann nichtmal mehr ans einkaufen denken. Da sträubt sich alles.

                  Ich hoffe man versteht mich einfach.

                  Ich möchte doch einfach nur leben. Ohne all das.
                  Ich bin ein wirklich sehr glücklicher Mensch. Wenn diese Ängste nicht wären.

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                  • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

                    Übrigens, Vielen lieben dank für deine Mühe!
                    Ich schätze es sehr, dass du dir die Zeit nimmst zum Lesen und antworten.

                    Ein großes Dankeschön an Dich !!

                    Kommentar



                    • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

                      Du bist doch auf dem richtigen Weg!
                      Dauerhaft hilft aber nur die Kombi von Medikament und Psychotherapie, die Therapie hat ja noch nicht stattgefunden, aber sie wird dann dafür sorgen dass es weiter besser wird und du nicht dauerhaft auf Medikamente angewiesen bist.

                      Wie gesagt, Rückfälle sind normal und sagen nicht aus dass du auf einem schlechten Weg bist, sie sagen nur aus dass du noch nicht ganz gesund bist.

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                      • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

                        Sehr gerne.;-)

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                        • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

                          "Ich möchte doch einfach nur leben. Ohne all das."

                          Sie haben doch schon die Erfahrung gemacht, dass Medikamente prinzipiell helfen.
                          Jetzt hat offenbar der Rückfall Ihr Vertrauen erschüttert.

                          Trotzdem besteht die Tatsache, dass es wieder Hilfe für Sie gibt. Sie sollte nur etwas erweitert werden.

                          Deshalb ist der Rat, eine zusätzliche Psychotherapie zu beginnen, völlig richtig!

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                          • Re: Rückfall von Angst und Panikattacken!

                            Das ist doch nur ein Gefühl, das ist doch bloß Wetterleuchten, das ist keine echte Gefahr!

                            Ich habe manchmal Muskelkrämpfe und die schmerzen höllisch. Welche Kräfte da einwirken, einfach phänomenal. Ich komme da nicht auf die Idee, in meiner Psyche nach der Ursache zu suchen, sondern ich weiß dann, hoppla, ich habe wieder mal übertrieben und meinen Elektrolythaushalt durcheinander gebracht.

                            In meiner Geschichte gab es auch Panikattacken, ich weiß, wie sich so was anfühlt. Hätte ich heute so etwas, dann würde ich mir sagen, hoppla, da läuft etwas schief. Das ist ein Alarmsignal, aber die Ursache ist wo anders.
                            Nimmt man Tabletten, dann ist der Alarm nicht mehr am Leuchten und Piepsen, aber ist deshalb die Ursache ausgeräumt?

                            Meine Freundin hat derzeit geklagt über solche Panik-Schübe und von ihr her weiß ich, dass die angefangen haben zu jener Zeit, wo sie wieder solo war und sie alleine war in der Wohnung. Es gibt Lebensumstände, die beruhigend sind und Lebensumstände, die äusserst beunruhigend sind. Es ist nicht natürlich, alleine zu leben mit Kind- meist hat man Beistand und familären Rückhalt und wenn dann auch noch lebensbedrohlicher Missstand herrscht finanziell, oder beruflich, oder durch fehlende körperliche Kräfte, dann ist man mitten drin in dem Gefühl, ich sterbe, wenn es nicht anders wird.

                            Meine Panikattacken waren das Resultat von einer für mich völlig verkehrten Lebensstruktur, ich habe total daneben gelebt, nicht, wie ich eigentlich leben müsste und sollte. Ich hatte mich total überfordert in einem Bereich und in anderen Bereichen so viel schleifen lassen, was wichtig gewesen wäre.

                            Ich hoffe, du wirst fündig, was dir fehlt und was du falsch machst und was bei dir solche Störungen auslöst. Der Mensch ist ein Gruppenwesen und ein Herdentier und lass mal ein Schaf alleine auf der Wiese, das blöckt auch unentwegt und garantiert fühlt es sich sauschlecht.
                            Meiner Freundin fehlt es an Kuschelhormonen und dem Gefühl, es steht ihr wer bei, der stark ist und da ist für sie und an den sie sich anlehnen kann. Sie ist eher der hilflose und ängstliche Typ und von Haus aus eher nervöser.

                            Bei mir selbst kann ich merken, dass ich seltsamerweise früh schlafen geh, schnell einschlafe, wenn mein Lebensgefährte im Bett ist. So nett es sein kann, alleine zu leben, irgendwie scheint es, dazu sind wir einfach nicht geboren. Vielleicht liegt es bei dir "bloß" an dem, dass du als Mensch nicht hast, was du aber haben möchtest im Innersten. Das Gefühl von Geborgenheit und Mithilfe bei allen Aufgaben, die dir gestellt sind.

                            Mach mal eine Liste, was dir gegen den Strich geht. Stelle eine andere gegenüber, die sich gut anfühlt. Liebe ist das eine Ende und Angst das andere Ende von der emotionalen Skala. Fühlst du Liebe, dann fühlst du logischerweise nicht Angst, sondern eben Liebe und null Bedrohlichkeit, sondern Wärme und Geborgenheit und Vertrauen.
                            Ich kann dieses Feeling herstellen, indem ich nachdenke über Schönes, oder Schönes und Gutes betrachte, oder Liebes umarme, oder einfach bemerke, dass eigentlich alles ein Bussi verdient, was mich umgibt. Wie auch mein PC. Mein heiß geliebtes Gegenüber, wenn sonst niemand da ist.

                            Alles Liebe dir und komm wieder gut aus diesem Kriseln heraus.

                            Schöne Grüße

                            Elektraa

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