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Angst vor Infektionen

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  • Angst vor Infektionen


    Hallo liebes Forum,

    ich binin Therapie bezüglich meiner Angst/ Zwangsstörung. Ich habe Angst vor Kontamination insbesondere mich mit HIV oder HepC zu infizieren.

    Meinen täglichen Beruf den ich ausführe, ist dabei meine stärkste Therapie.
    Ich bin aufgrund meines Berufes mit vielen menschen in Kontakt auch manchmal mit unhygienischen.


    Ich Wäsche und desinfiziere mir daher auch oft die Hände.
    Vor zwei Tagen hatte ich jedoch einen Vorfall der mir insbesondere meinen Gesanken keine Ruhe lässt.
    Ich hatte einen Ausweis und ein Handy eines Mannes in der Hand, welcher wirklich dreckige Hände hatte und auch eher aus der unteren Schicht kam ... ich will damit sagen, dass es eher jmd ist der sich nach der Toilette nicht die Hände wäscht etc. Ich habe keine offene Wunde bei ihm gesehene habe aber auch ehrlich gesagt nicht ganz drauf achten können.
    Meine Gedanken spinnen rum und ich habe Angst dass den Händen vlt auch andere körperflüssigkeiten befindlich gewesen sein könnten (welche man nicht sieht.)
    Ich musste mich bücken, dabei ist
    mein Shirt aus der Hose gerutscht. Es war kalt ich hab nicht nachgedacht (normal passe ich immer auf was ich. Mit meinen dreckigen Hände mache. )
    Hab es dann wieder reingesteckt und bin dabei an meine Unterhose gekommen. Das war schon schlimm genug!
    Aber ich musste irgendwann dringend auf Toilette. Dabei ht sich die Unterhose beim runterziehen eingedreht und der Bereich welcher sich im Intimbereich befindet, ist an den oberen Bereich der Unterhose gekommen, wo ich das Tshirt mit dreckigen Hänsen in die Hose gestopft hatte und dabei die Unterhose gekommen bin.

    Nun habe ich wirklich angst mich mit hepc oder hiv infiziert haben zu können. Weil eben Viren dadurch in meinen Intimbereich gelangt sein könnten.
    Schließlich sind auf dem Handywie man weis viele Bakterien und Viren und gerade wenn der Mensch dem es gehört, nicht viel wert auf Sauberkeit legt.


    Kann ich mich durch die Berührung der Unterhose und der anschließenden beschrieben Situation mit dem Toilettengang infiziert haben?

    Meine Gedanken sind wirklich anstrengend momentan .

    LG


  • Re: Angst vor Infektionen

    Hi,
    ich nehme mal an dass dir die Infektionswege bekannt sind und du selber weißt dass man sich über Alltagssituationen nicht infiziert.
    Auch wenn der Mann dreckige Hände hatte, so war es dennoch eine Alltagssituation durch die du dich "nicht" infizieren kannst.

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    • Re: Angst vor Infektionen

      Das ist ja das Problem was ich habe... eigentlich weiß ich es .... aber ein Zweifel oder ein Mini Risiko ist immer da und das kann ich nicht aus meinen Gedanken verbannen und habe das Gefühl ich muss es erst von Fachleuten gesagt bekommen... ich weiß auch dass das der falsche Weg ist sich durch andere abzusichern aber in manchen Fällen geht es nicht anders, da ich sonst nur in panik und Angst verfalle.

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      • Re: Angst vor Infektionen

        Ja, ich verstehe das gut.
        Bei Angsterkrankungen ist es nicht das Problem sich abzusichern und dann is gut, das wäre überhaupt kein so großes Problem.
        Das Problem ist dass das zum Selbsläufer wird, immer mehr Situationen dazu kommen die man absichern will und irgendwann die Beruhigungen der Fachleute immer kürzer anhalten und das Thema immer wieder neu überprüft werden muss.
        Versicherungen dort einzuholen, wo die Angststörung die Ursache ist, sorgen dafür dass die Störung immer mehr Raum einnimmt.

        Vielleicht schaffst du es ja, dein rationales Wissen über diese Erkrankungen zu nutzen und somit auch zu realisieren dass es die Angststörung ist die dich zu den Zweifeln treibt und dadurch die Fragen nicht mehr zu stellen?
        Je weniger dem nachgegeben wird, desto mehr wird die Angst eingedämmt, je mehr nachgegeben wird, desto schlimmer wird es.

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        • Re: Angst vor Infektionen

          PS,
          sicher wirst du in der Therapie ein paar suggestive Übungen an die Hand bekommen, mit denen du vermeiden kannst in Panik zu verfallen wenn du die Fragen nicht stellst.
          Die erste Zeit ist auch hart, es braucht Übung bis diese neue Denkweise fruchtet, aber dann wird es besser.

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          • Re: Angst vor Infektionen

            Vielen lieben Dank für deine Hilfe!
            Ich kriege es mittlerweile auch ganz gut hin, ich habe nur echt anprobiere mit Ekel und wenn das Gefühl zu stark wird, dann kriege ich es kaum noch unter Kontrolle, sowie im beschrieben Sachverhalt!
            Sie hben Recht ich muss es aushalten !!!

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            • Re: Angst vor Infektionen

              Sie hben Recht ich muss es aushalten !!!
              Das ist leider das einzige was auf lange Sicht wirklich hilft, aber ist halt auch extrem brutal es auszuhalten.
              Deshalb, besprich das in der Therapie und überlege dir zusammen mit der Therapeutin gedankliche und praktische Strategien um es besser aushalten zu können.

              Ich persönlich finde das solche Erkrankungen einer Suchterkrankung extrem ähnlich sind, so können vielleicht auch Strategien aus Suchttherapie helfen.
              Generell können Entspannungstechniken, Sport, Aufgaben die man erledigt wenn der Druck zu hoch wird usw.einiges leichter machen

              Vor allem nicht ärgern wenn es mal nicht funktioniert, Rückfälle gehören dazu, es geht nur selten ohne und das Wichtigste ist trotzdem kontinuierlich dran zu bleiben.
              Ein schwächeln nicht als etwas negatives zu sehen, sondern darauf stolz zu sein was man bis dahin umsetzen konnte.

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              • Re: Angst vor Infektionen

                "Sie haben Recht ich muss es aushalten !!!"

                Das Aushalten einer unangenehmen, aber zum beruflichen Alltag gehörenden und sich so immer wiederholenden Situation ist nicht nur notwendig, sondern letztendlich auch ein Stück Therapie. Wenn Sie nämlich nach wiederholten Malen merken, dass doch nichts passiert ist.

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                • Re: Angst vor Infektionen

                  Ja sie haben beide Recht und Ablenkung hilft mir immer sehr gut! Auch darüber reden hilft... nur hab ich erst wieder in einer Woche Therapie und konnte mich nicht richtig ablenken!
                  Aber ihre Worte bleiben in meinen Ohren, dass man über die schmerzenden Gedanken drüber kommen muss... es ist quälend das stimmt, aber ich kämpfe jetzt seit einem Jahr dagegen an und ich habe schon Riesen Fortschritte gemacht.
                  Danke für Ihre Anregungen und Motivation

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