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Bitte um Meinung

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  • Bitte um Meinung

    Hallo Herr Dr. Riecke und alle anderen. Meine Kurzzeittherapie (tiefenpsychologisch) ist nun zu Ende und ich soll mir nun aufschreiben was sich verändert hat und wenn nein wie es dann weitergeht. Wenn dann eine Pause einlegen, Langzeittherapie oder andere Therapie mit neuer Therapeutin (Verhaltenstherapie). Wer meine Beiträge kennt weiß so ziemlich meine Probleme. Ich komme mit der Therapeutin gut zurecht nur fehlt mir das mehr dran arbeiten und Verhalten ändern lernen. Klar so kleine Tipps wie Stop sagen usw gibt sie mir . Nun weiß ich nicht was am besten ist da ich sonst auch wieder bei Null anfangen würde.


  • Re: Bitte um Meinung

    Hi,
    fang einfach mal an aufzuschreiben, was gut war, was weniger, was du dir erwartest und durchaus auch dass du dir unsicher bist bei der Therapiewahl.

    Eigentlich hört man ja heraus dass du mit der Therapie nicht zufrieden bist, das könntest du auf diese Weise klären, aufschreiben warum es so ist und was du dir erwartest.
    Die Therapeutin wird dir dann sagen ob sie mit ihrer Therapieform die Erwartungen erfüllen kann, oder was ihrer Meinung nach besser ist.

    Die Entscheidung zwischen den Therapieformen musst du dann selber treffen und am Besten mit Hilfe der Therapeutin, denn es hängt von dem was du noch bearbeiten willst und was du dir erwartest ab, welche Therapie infrage kommt.
    Willst du etwas aufarbeiten das eventuell mit Verdrängung zu tun hat, oder möchtest du im hier und jetzt an deinen aktuellen Problemen arbeiten?

    Wie gesagt, einfach mit schreiben anfangen, dann fällt dir sicher auch das Richtige dazu ein.

    Kommentar


    • Re: Bitte um Meinung

      Hallo Frozen93,

      ich kenne solche Probleme, wie Du sie in Deinem anderen Thread beschreibst, auch ansatzweise: Es kommt einem ein Gedanke, man bekommt ein schlechtes Gewissen, fängt an zu grübeln, es wird einem mulmig bis ängstlich, usw.

      Gute Nachricht:
      Das kannst Du mit der Zeit und Entschlossenheit in den Griff bekommen.

      Wie?
      Der Trick besteht darin zu lernen, nachsichtig mit Dir zu sein!
      LERNE, daß Du Deine Gedanken nicht bekämpfen und unterdrücken mußt.
      LERNE, daß Deine Gedanken trotzdem immer da sein dürfen, Du ihnen aber nicht glauben mußt.
      LERNE, Dich nicht für Deine Gedanken zu verurteilen.

      DU bist NICHT Deine Gedanken!

      Nach meinem Eindruck identifizierst Du Dich zu sehr mit Deinen Gedanken; ein Problem, daß ich aus meiner Vergangenheit und auch heute noch oft genug gut kenne.

      Ich hab das im Laufe der letzten Monate und Jahre dadurch besser in den Griff bekommen, daß ich mich u.a. mit Achtsamkeit und der buddhistischen Lehre etwas beschäftigt habe. Und eine der wesentlichen Säulen für ein erfülltes und zufriedenes Leben ist der, nachsichtig mit sich selbst zu sein und sich selbst immer wieder zu vergeben.

      Die ganzen Gedanken, Grübeleien, Sorgen und Ängste haben wir nur deshalb, weil wir im Laufe unserer Kindheit und Jugend von unseren Eltern (unabsichtlich und womöglich absolut wohlmeinend) entsprechend konditioniert worden sind: "Paß auf Dich auf; gib acht; mach das so; mach das nicht so; " usw. Das prägt sich tief ein. Was Du innerlich als Vorbild hörst, wenn Du an der Geschirrspülmaschine stehst, ist wahrscheinlich eine Stimme Deiner Mutter, die in ähnlichen Situation so etwas zu Dir gesagt hat.

      Solange wir unbewußt und unachtsam leben, besteht die Gefahr, daß sich dieses Muster im Laufe der Jahrzehnte verstärkt und zunehmend verselbständigt.


      Meiner Meinung und persönlichen Erfahrung nach führen folgende Schritte mit der Zeit aus diesem Irrweg raus:

      1. Erkennen & Bewußtwerden:
      Es ist schonmal sehr gut, daß Du die Situationen, in denen Dir so etwas passiert, bewußt entdecken und formulieren kannst.

      2. Das Warum ergründen:
      Innerlich nachforschen, warum Du in diesen Situationen so denkst. Welche Erinnerungen und Erfahrungen aus Deinem bisherigen Lebens triggern Dich bzw. Deine Gedanken und Ängste in solchen Momenten? (Ermahnungen der Eltern; Überbehütung durch die Mutter; übermäßige Strenge bei der Erziehung; Schelte wegen Nichtigkeiten; Hänseleien in der Schule; usw.)
      Sobald Du das weißt, weißt Du auch, welcher Mechanismus da in Dir abläuft und warum.

      3. Vergangenheit und Gegenwart trennen:
      Mache Dir schließlich bewußt, daß die Vergangenheit Vergangenheit ist und Du jetzt in der Gegenwart lebst! Deine Gedanken und Handlungsweisen in der Vergangenheit waren wertvolle Strategien, um Dich damals durch's Leben zu führen und zu (be)schützen. Aber heute bist Du lange erwachsen, und kein Mensch auf der Welt kann und hat noch das Recht dazu, Dir zu sagen, wie Du leben, was Du denken und was Du machen sollst bzw. mußt. Ratschläge sind natürlich immer willkommen. Aber Du hast keinen Zwang mehr, diesen zu folgen.

      4. Vergebung und Nachsicht:
      Zur Trennung von Vergangenheit und Gegenwart gehört für mich auch, sich selbst zu vergeben. Vergib Dir selbst, wie Du früher gehandelt und gedacht hast bzw. einfach handeln mußtest, weil die Umstände so waren, wie sie waren. Es nutzt nichts, sich ewig selbst Vorwürfe und Schuldzuweisungen zu machen und somit sein schlechtes Gewissen zu "pflegen" - das macht, wie Du selbst erlebst, nur unzufrieden. Lerne daher, nachsichtig mit Dir zu sein! : Du bist ein guter, wertvoller und liebenswerter Mensch. Du machst im Rahmen Deiner Möglichkeiten alles richtig - und wisse, daß immer mehrere Wege zum Ziel führen: Weder ist Dein Weg der einzig Richtige, noch der eines anderen! Alles, was einen vorwärts bringt, ist richtig


      Was mir bei diesem Weg wie gesagt sehr geholfen hat war die Beschäftigung mit den buddhistischen Lehren.
      Darüber hinaus meditiere ich seit einem halben Jahr immer mal wieder, hatte zuletzt noch einen mehrtägigen Meditations- und Stille-Retreat. Diese Ruhe und Stille in diesen Meditationen hilft mir enorm, mich auf das Hier und Jetzt zu besinnen, Ängste loszulassen und mich besser mit meinem Inneren auseinanderzusetzen, so daß Einsichten und Erkenntnisse wesentlich besser auch ins Gefühl kommen und nicht nur irgendwo im logischen Verstand haften bleiben. Damit sind sie nachhaltiger und überzeugender, insbesondere auch, je öfter Du dieselben Einsichten und Erkenntnisse dann machst.
      Meditation und Achtsamkeit kann ich Dir also auch nur wärmstens empfehlen.

      Strategien wie "Stopp" u.ä. und koginitive Verhaltenstherapien sind auch für mich wertvolle, wichtige Ansätze gewesen damals. Sie gehen aber zumeist nur rein über den Verstand und haben es zumindest bei mir nur schwer bis gar nicht ins Gefühl geschafft.
      Mit Meditationen bekomme ich diesen Übergang definitiv besser hin


      In jedem Fall: Du brauchst Ruhe, Zeit, Geduld und Entschlossenheit.
      Der neue Lernprozeß ist wahrscheinlich nicht in ein paar Tagen oder Wochen abgeschlossen - worauf Du Dein bisheriges Leben lang konditioniert wurdest, ist nicht über Nacht gelöscht und überschrieben.

      Aber: Ja, unser Gehirn ist extrem anpassungsfähig, und ebenso sind es unsere Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster.

      Wenn Du da entschlossen genug am Ball bleibst, verspreche ich Dir im Laufe der nächsten Monate große Fortschritte und Erleichterungen


      LG,
      Alex

      Kommentar


      • Re: Bitte um Meinung

        Hallo Frozen93,

        ich kenne solche Probleme, wie Du sie in Deinem anderen Thread beschreibst, auch ansatzweise: Es kommt einem ein Gedanke, man bekommt ein schlechtes Gewissen, fängt an zu grübeln, es wird einem mulmig bis ängstlich, usw.

        Gute Nachricht:
        Das kannst Du mit der Zeit und Entschlossenheit in den Griff bekommen.

        Wie?
        Der Trick besteht darin zu lernen, nachsichtig mit Dir zu sein!
        LERNE, daß Du Deine Gedanken nicht bekämpfen und unterdrücken mußt.
        LERNE, daß Deine Gedanken trotzdem immer da sein dürfen, Du ihnen aber nicht glauben mußt.
        LERNE, Dich nicht für Deine Gedanken zu verurteilen.

        DU bist NICHT Deine Gedanken!

        Nach meinem Eindruck identifizierst Du Dich zu sehr mit Deinen Gedanken; ein Problem, daß ich aus meiner Vergangenheit und auch heute noch oft genug gut kenne.

        Ich hab das im Laufe der letzten Monate und Jahre dadurch besser in den Griff bekommen, daß ich mich u.a. mit Achtsamkeit und der buddhistischen Lehre etwas beschäftigt habe. Und eine der wesentlichen Säulen für ein erfülltes und zufriedenes Leben ist der, nachsichtig mit sich selbst zu sein und sich selbst immer wieder zu vergeben.

        Die ganzen Gedanken, Grübeleien, Sorgen und Ängste haben wir nur deshalb, weil wir im Laufe unserer Kindheit und Jugend von unseren Eltern (unabsichtlich und womöglich absolut wohlmeinend) entsprechend konditioniert worden sind: "Paß auf Dich auf; gib acht; mach das so; mach das nicht so; " usw. Das prägt sich tief ein. Was Du innerlich als Vorbild hörst, wenn Du an der Geschirrspülmaschine stehst, ist wahrscheinlich eine Stimme Deiner Mutter, die in ähnlichen Situation so etwas zu Dir gesagt hat.

        Solange wir unbewußt und unachtsam leben, besteht die Gefahr, daß sich dieses Muster im Laufe der Jahrzehnte verstärkt und zunehmend verselbständigt.


        Meiner Meinung und persönlichen Erfahrung nach führen folgende Schritte mit der Zeit aus diesem Irrweg raus:

        1. Erkennen & Bewußtwerden:
        Es ist schonmal sehr gut, daß Du die Situationen, in denen Dir so etwas passiert, bewußt entdecken und formulieren kannst.

        2. Das Warum ergründen:
        Innerlich nachforschen, warum Du in diesen Situationen so denkst. Welche Erinnerungen und Erfahrungen aus Deinem bisherigen Lebens triggern Dich bzw. Deine Gedanken und Ängste in solchen Momenten? (Ermahnungen der Eltern; Überbehütung durch die Mutter; übermäßige Strenge bei der Erziehung; Schelte wegen Nichtigkeiten; Hänseleien in der Schule; usw.)
        Sobald Du das weißt, weißt Du auch, welcher Mechanismus da in Dir abläuft und warum.

        3. Vergangenheit und Gegenwart trennen:
        Mache Dir schließlich bewußt, daß die Vergangenheit Vergangenheit ist und Du jetzt in der Gegenwart lebst! Deine Gedanken und Handlungsweisen in der Vergangenheit waren wertvolle Strategien, um Dich damals durch's Leben zu führen und zu (be)schützen. Aber heute bist Du lange erwachsen, und kein Mensch auf der Welt kann und hat noch das Recht dazu, Dir zu sagen, wie Du leben, was Du denken und was Du machen sollst bzw. mußt. Ratschläge sind natürlich immer willkommen. Aber Du hast keinen Zwang mehr, diesen zu folgen.

        4. Vergebung und Nachsicht:
        Zur Trennung von Vergangenheit und Gegenwart gehört für mich auch, sich selbst zu vergeben. Vergib Dir selbst, wie Du früher gehandelt und gedacht hast bzw. einfach handeln mußtest, weil die Umstände so waren, wie sie waren. Es nutzt nichts, sich ewig selbst Vorwürfe und Schuldzuweisungen zu machen und somit sein schlechtes Gewissen zu "pflegen" - das macht, wie Du selbst erlebst, nur unzufrieden. Lerne daher, nachsichtig mit Dir zu sein! : Du bist ein guter, wertvoller und liebenswerter Mensch. Du machst im Rahmen Deiner Möglichkeiten alles richtig - und wisse, daß immer mehrere Wege zum Ziel führen: Weder ist Dein Weg der einzig Richtige, noch der eines anderen! Alles, was einen vorwärts bringt, ist richtig


        Was mir bei diesem Weg wie gesagt sehr geholfen hat war die Beschäftigung mit den buddhistischen Lehren.
        Darüber hinaus meditiere ich seit einem halben Jahr immer mal wieder, hatte zuletzt noch einen mehrtägigen Meditations- und Stille-Retreat. Diese Ruhe und Stille in diesen Meditationen hilft mir enorm, mich auf das Hier und Jetzt zu besinnen, Ängste loszulassen und mich besser mit meinem Inneren auseinanderzusetzen, so daß Einsichten und Erkenntnisse wesentlich besser auch ins Gefühl kommen und nicht nur irgendwo im logischen Verstand haften bleiben. Damit sind sie nachhaltiger und überzeugender, insbesondere auch, je öfter Du dieselben Einsichten und Erkenntnisse dann machst.
        Meditation und Achtsamkeit kann ich Dir also auch nur wärmstens empfehlen.

        Strategien wie "Stopp" u.ä. und koginitive Verhaltenstherapien sind auch für mich wertvolle, wichtige Ansätze gewesen damals. Sie gehen aber zumeist nur rein über den Verstand und haben es zumindest bei mir nur schwer bis gar nicht ins Gefühl geschafft.
        Mit Meditationen bekomme ich diesen Übergang definitiv besser hin


        In jedem Fall: Du brauchst Ruhe, Zeit, Geduld und Entschlossenheit.
        Der neue Lernprozeß ist wahrscheinlich nicht in ein paar Tagen oder Wochen abgeschlossen - worauf Du Dein bisheriges Leben lang konditioniert wurdest, ist nicht über Nacht gelöscht und überschrieben.

        Aber: Ja, unser Gehirn ist extrem anpassungsfähig, und ebenso sind es unsere Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster.

        Wenn Du da entschlossen genug am Ball bleibst, verspreche ich Dir im Laufe der nächsten Monate große Fortschritte und Erleichterungen


        LG,
        Alex
        Danke für deinen tollen Text. Da kommen mir wirklich die Tränen wenn man zu mir sagst das passt so wie ich bin bzw. handle. Meine Mutter macht es bestimmt nicht bewusst aber sie hat wirklich an allem was auszusetzen statt mal zu sagen das sie was super findet. Da sie zwei Häuser weiter wohnt sieht man sich öfters als noch vor einem Jahr. Ich habe mir ein Buch über Achtsamkeit bei Ängsten und Depressionen gekauft und denke auch das Achtsamkeit wichtig ist. Mein Mann kann sich schlecht in mich hineinversetzen und nimmt mich leider dann erst in den Arm wenn ich wieder am Boden liege. Er und meine Kinder sind mein Leben dort brauche ich mich für nix schämen oder verstellen.

        Kommentar



        • Re: Bitte um Meinung

          Meinst du nicht, lieber Alex, dass du das alles erlebst, um dann anschließend zu solch wunderbaren, komplett stimmigen Gedanken zu kommen?
          Richtig super, wie du das beschrieben hast. Sehr einleuchtend.

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          • Re: Bitte um Meinung

            Ich hatte zum Beispiel gestern vormittag heftigen Überdruss, wirklich ganz arge Befindlichkeiten, mir war so nach Decke über den Kopf und geht alle weg.

            In Zukunft werde ich einen Kalender führen und diese Zeiten mal notieren, wo es mir so geht. Garantiert sind das bestimmte Tage, die wie die Periode regelmäßig mein Hirn heimsuchen, weil - meinen Freundinnen geht es auch so, allen, die ich kenne und darüber befragt habe geht es so. Von Zeit zu Zeit gehts runter.

            Es kann ja sein, dass das etwas Sinnvolles ist, etwas, das sein muss, wäre es sonst so? Vielleicht hat das etwas zu tun mit "Schmutz von gestern" hochholen, um ihn dann zu entledigen?

            Ich konnte jedenfalls gestern heulen, mich sauschlecht fühlen, krank und jämmerlich und ab Nachmittag bei der Gartenarbeit sickerte es weg, wie von alleine. Gegen Abend habe ich meine Jogger angezogen und wie jeden Tag geübt, laufen zu lernen wieder, weil ich das verlernt habe und in keinster Weise fühlte ich mich mehr schlecht und ganz, ganz nett war die Welt wieder.

            Ich sehe das alles als "Erscheinung", die mich irgendwie nicht echt berührt, weil ich inzwischen weiß, dass das nur eine Phase ist. Für mich ist das ein Reinigungsprozess, so sehe ich darauf hin und was ganz wichtig ist- ich hüte mich davor, während dieser Zeit Entscheidungen zu treffen.

            Verdruss im Kopf ist kein guter Ratgeber, mir scheint, da würde viel kaputt gehen, wenn man diesem Verdruss sein Leben überlässt und seine Zielsetzung.

            In schlimmen Zeiten halte ich mich fest an meinen Grundwerten- mich beweglich halten, Garten, Hof und Wohnung in Schuss halten, mit meinen Liebsten nicht streiten und mein Plus an Geld auf der Kante haben. das macht mich alles sicher, das brauche ich, um nicht zu wackeln.

            Seit ich mich daran festhalte, geht es mir gut, auch in schlechteren Zeiten. ich zucke bei Schwierigkeiten weit weniger aus, weil mich das beruhigt, sorgfältig geordnet mein Leben im Griff zu haben. Würde ich mit wem in Streit sein, dann wäre ich schon wieder weit anfälliger für unglückliche Ideen. Wäre mein Umfeld in dem ich hause recht unordentlich, dann würde auch das sehr deprimierend für mich sein, ( ich schäme mich dann so, wenn wer kommt) wäre ich nicht mehr gelenkig, nicht gut, dh. gesund genährt, ich würde pausenlos ein schlechtes Gewissen haben.

            Ohne aufrechte Struktur wärs bei mir unmöglich, Ruhe zu fühlen, bzw. Friede in mir.

            Also, in dem Sinn, mir scheint, alle Ideen sind egal, meine täglichen Rituale ( die mich bei Kraft halten) mache ich trotzdem, ohne mich von diesen Ideen lange aufhalten zu lassen.
            Dazu gehören, wie du sagst Alex, ruhiges Einatmen und Ausatmen genau so.

            Vielleicht ist diese Befindlichkeit, wo es einem nicht gut geht zwischenzeitlich, wie ausatmen, wie rausatmen? Ich nehme an, weil es mir ja eigentlich sehr gut geht, das gehört einfach dazu. Ohne dem geht es irgendwie nicht, wie gesagt, bei keinem, den ich kenne. Jeder hat das offenbar ( mehr oder weniger).

            Lieben Gruß Alex!

            Wie gut, dich immer wieder zu lesen!

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            • Re: Bitte um Meinung

              "Nun weiß ich nicht was am besten ist da ich sonst auch wieder bei Null anfangen würde."

              Auf keinen Fall fangen Sie bei Null wieder an.

              Auch wenn Sie vielleicht keine ganz konkreten Anzeichen benennen können, reicher hat Sie die abgelaufene Therapie ganz sicher gemacht.
              Gerade bei tiefenpsychologischen Verfahren, besonders bei einer klassischen Psychoanalyse läuft so vieles im Unbewussten ab, dass man eine Veränderung kaum direkt registrieren und erst recht nicht richtig beschreiben kann.

              Betrachten Sie das Abgelaufene als eine Art Basis, auf der sich jetzt aufbauen lässt.

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