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GAS Angst vor Hilfe

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  • GAS Angst vor Hilfe

    Hallo,

    Ich bin 22 j. männlich. Habe die Schule aufgrund von Angst & Depressionen abgebrochen mit 17, und nun keinen Abschluss oder eine Zukunftsperspektive. Irgendwie ist alles an mir vorbeigezogen. Habe mich Jahrelang nur ins Internet geflüchtet, alles andere einfach ausgeschaltet. Aber ich merke wie es mich innerlich zerreist, diese Leere, dieser Druck endlich etwas zu tun, aber es fühlt sich an als ob etwas in mir es einfach nicht zu lässt, alles verdrängt so zu sagen.

    Ich fühle mich Hilflos und weiß nicht wie ich aus diesen Kreislauf wieder rauskommen soll.
    Mein größtes Problem ist das ich mitterlweile seit Jahren keinen Kontakt zu Menschen mehr habe, außer beim einkaufen, was übrigens immer eine geistige Höllenfahrt ist. Ich traue mich nicht mit Menschen zu reden, irgendwo anzurufen etc. Der Gedanke in eine Klinik oder zu einen Therapeuten zu gehen fühlt sich "fern" und Unrealistisch an. Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.


  • Re: GAS Angst vor Hilfe

    Hi,
    hast du denn gar keine Kontakte?
    Was ist mit deiner Familie, Eltern?
    Können die dich bei der Suche nach Hilfe unterstützen?

    Kommentar


    • Re: GAS Angst vor Hilfe

      Hi,
      hast du denn gar keine Kontakte?
      Was ist mit deiner Familie, Eltern?
      Können die dich bei der Suche nach Hilfe unterstützen?
      Nur meine Mutter aber sie hat's aufgegeben und ist Alkoholikerin.

      Kommentar


      • Re: GAS Angst vor Hilfe

        Du solltest zum HA gehen, am Besten gleich einen Termin bei einem Psychiater machen.

        Vielleicht fällt es dir leichter über die Website einen Termin zu machen, bei den meisten ist das möglich.

        Kommentar



        • Re: GAS Angst vor Hilfe

          "seit Jahren keinen Kontakt zu Menschen mehr habe.."

          Das brauchten Sie ja auch nicht, das Netz ersetzt alles.

          Sarkasmus beiseite, dafür ein Beispiel:

          Ich hatte mal Kontakt mit einem jungen Mann, der ein fast identisches Schicksal hatte.
          Er war auch Anfang/Mitte 20, hatte seine Ausbildung abgebrochen, seine Mutter versorgte ihn betr. Ernährung, er ließ sich aber auch mit ihr auf kein längeres direktes Gespräch ein, verkehrte mit ihr jedoch über Mailkontakt. Seine Welt war ausschließlich das Internet.

          Auch ähnlich wie bei Ihnen entwickelte er aber einen zunehmenden Leidensdruck, der aber recht diffus war - etwa i.S. dass etwas mit ihm nicht in Ordnung sei. Das genügte aber nicht, aktiv fremde Hilfe, etwa Beratung oder Psychotherapie anzunehmen.

          Die Mutter war am Ende und kam Hilfe suchend zu mir.
          Mir war dabei klar, dass nur ein unorthodoxer Weg außerhalb üblicher Modalitäten etwas bewirken konnte und nahm meinen wohlerzogenen Hund mit zu einem Hausbesuch bei ihm.

          Es war dann erstaunlich einfach, weil es nur um den Hund ging.
          Der junge Mann hatte zwar noch keinen direkten Hundekontakt gehabt, war aber so beeindruckt, was das Tier alles konnte.
          Besonders schön fand er, dass "jemand" ihn nur ansah und sich freute, wenn er ihn nur ansprach.

          Mein therapeutisches Anliegen musste ich überhaupt nicht artikulieren.

          Der junge Mann suchte sich in meiner Gegenwart im Netz das nächste Tierheim und sah sich dort ein paar Hunde an, mit denen er mal einen Spaziergang machen könnte (das hatte ich ihm vorgeschlagen).

          Ich habe ihm dann nur meine Hilfe in Hundefragen angeboten und von der Mutter erfahren, dass er regelmäßig ins Tierheim ginge. Aber nicht nur zum "Gassi gehen", sondern auch freiwillige Arbeiten auf Bitten der übrigens sehr netten Mitarbeiter verrichtete.

          Vielleicht nützt Ihnen die Botschaft etwas. Dass nämlich ein Tun, dass nicht nur ablenkt, sondern für den verkümmerten Selbstwert eine Labsal und der Schlüssel zur verschlossenen Außenwelt ist.

          Eventuell finden Sie sogar ein ähnliches Beispiel caritativen Tuns wie das Beispiel mit dem Tierheim.

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          • Re: GAS Angst vor Hilfe

            Ich würde an erster Stelle mal die Telefonseelsorge anrufen. Das ist schon einmal anders, wenn man sich selbst wieder reden hört und nicht nur ein stummer "verlorener Posten" ist. Diese Leute dort sind für solche Hilfestellung ja da.
            Da kann man mal ganz ohne Scheu alles sagen, was man fühlt und denkt. Das sind liebe Leute, die wegen dem ja da sind und die helfen garantiert über die nächsten anstehenden Schritte. Zum Beispiel eine passende Kontaktgruppe nennen, wo man unter sich ist vorerst- alle mit ähnlichen Problemen...nämlich große Scheu. Du bist ja nicht alleine mit diesem Problem, das hat eh fast jeder, der sich zurückzieht von den anderen.
            Diese Scheu stellt sich wie von selbst ein, wenn man kaum mit wem redet, selten spricht, keine Berührungen hat, keine Zuwendung etc.
            Das ist, wie wenn man wieder "zurückgeht" in die Wildnis, weg von der "Zivilisation".

            Man verlernt alles, was man nicht regelmäßig macht. Lieber dom, du musst Geduld haben mit dir und irgendwie mitfühlend mit dir umgehen und einfach begreifen, das ist "normal", wenn man nicht trainiert ist, dass man wie gelähmt ist. Dafür gibt es ja unendlich viele Menschen, die genau wegen dem studieren und sich vornehmen, das ist mein Ziel, wem zur Seite zu stehen, der schwach ist.

            Es ist auch ein wahnsinnig guter Vorschlag, sich eine Katze zu holen, oder einen Hund. Diese knacken diese Schlösser irre schnell, machen im Nu Schluss mit abgeschieden sein von Leben und Liebe. Die SIND das Leben und die Liebe denke ich immer. Die stellen keine Ansprüche und geben alles und immer wieder meine ich, die sind extra wegen dem unsere Begleiter.

            Kann man von dir mehr erfahren? Was wolltest du eigentlich werden, welcher Beruf würde dich freuen, welches Leben würdest du gern leben, wie stellst du dir ein ideales Leben vor?


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            • Re: GAS Angst vor Hilfe

              Übrigens, lieber Dr. Riecke, ich finde "das Internet" wie einen Freund, der immer und stets für mich da ist, mich unterhält, mich ablenkt, mir wahnsinnig viel gibt. Es ist eine Ecke, die nie verbaut ist, die immer frei ist. Das ist auch Lebenshilfe, sich dem Virtuellen zuzuwenden, wenn das andere verbaut ist und ebenso gültig und koscher in meinen Augen, als wenn man in einer Kneipe steht. ( was mir derzeit ein Gräuel wär, weil ich das gänzlich verlernt hab zurzeit).

              Wenn man mich fragt, ich wär ganz abgetrennt auch Lebensfähig- wenn nur das Geldbeschaffen nicht wär.

              Es gibt Einsiedler, die suchen extra die Abgeschiedenheit dom.

              Ich will dir damit einfach nur glaubhaft machen, das ist EINE Lebensregelung von vielen. Man MUSS nicht unbedingt ein Menschenfreund sein und im Austausch mit ihnen stehen, es geht auch gut ohne. Das Wichtigste ist, dass man damit irgendwie leben lernt, nicht so zu sein, wie die Masse und die "Vorgabe" von der Gesellschaft.

              Es gibt auch im Tierreich Massen und Einzelgänger. Gott liebt jeden, egal wie er kann und mag.

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