• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Update

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Update

    Hallo beisammen!

    Wollte mich auch mal wieder melden. :-)

    Mir geht es im Schnitt ganz gut. Bin mittlerweile soweit, dass ich Lyrica komplett abgesetzt und Adjuvin von 100 auf 50 mg reduziert habe. Nächstes Jahr können wir laut meinem behandelnden Arzt über ein Absetzen von Adjuvin sprechen. Wobei er nicht so begeistert ist, weil er bei mir schon eine gewisses Risiko an einem Rückfall vermutet.

    Bin aktuell wohl auch wieder in einer solchen Phase. Von heute auf morgen habe ich sehr unangenehmen Juckreiz an den Waden/Schienbeinen im unteren Bereich (um die Fußfesseln). Hatte ich noch nie und ich Depp habe natürlich gleich mal Google angeworfen. Fazit: Könnte Krebs sein...

    Werde meiner Angst aber einen Strich durch die Rechnung machen und gleich heute zum Hausarzt gehen. Gefühlsmäßig bin ich danach wieder beruhigt.

    Nichtsdestotrotz möchte ich mit meinem Beitrag Hoffnung machen!


  • Re: Update

    Hi Max,
    schön von dir zu hören und es hört sich gut an.;-)

    Das nächste mal kannst du direkt Google einen Strich durch die Rechnung machen und nicht nach Symptomen schauen, das erspart dir dann vielleicht der Angst einen Stich durch die Rechnung machen zu müssen.;-)

    Ich dachte bei den Symptomen als erstes an, Sommer, Sonne, Schwimmbad, kurze Hosen, Wiesen, Gräser und Pollen auf der Haut.................

    Wär schön wenn du uns noch berichtest an was dein Arzt dabei denkt.

    Ich freue mich jedenfalls für dich, Rückschläge gehören dazu und du scheinst ja auch einen Nutzen daraus zu ziehen, indem du weißt wie du diesen das nächste Mal begegnen kannst um die Ängste schneller wieder los zu werden.

    Kommentar


    • Re: Update

      War gerade dort. Ärztin meinte auch, dass es eventuell mit dem Wetter und der großen Hitze zusammenhängt. Da es meinen Schlaf nicht negativ beeinflusst, brauche ich auch nix nehmen. Einfach gut eincremen. :-)

      Kommentar


      • Re: Update

        Danke für die Rückmeldung!

        Ein befreiendes Gefühl, wenn man mit Krebs(angst) zum Arzt geht und einer Wettererscheinung wieder raus kommt.

        Kenne ich auch.;-)

        Nichtsdestotrotz möchte ich mit meinem Beitrag Hoffnung machen!
        Ich glaube das gelingt dir auch.

        Kommentar



        • Re: Update

          Sehr gut, möchte meine grundsätzlich positive Ausstrahlung hier auch weitergeben. Kenne die andere Seite nur zu gut.

          Kommentar


          • Re: Update

            Hallo maXX,

            schön, dass Sie sich wieder mal melden. Es geht wohl vielen so, dass man teilnimmt auch wenn ein Beitrag länger her ist. So freut es dann richtig, wenn sogar etwas Positives berichtet wird.

            Interessant finde ich bei Ihnen, wie Sie mit dem Google-Pessimismus umgehen. Auch das ist ein Beispiel für die meisten Nutzer.

            Alles Gute weiterhin.

            Beste Grüße

            Dr. Riecke

            Kommentar


            • Re: Update

              Schön zu hören!

              Kommentar



              • Re: Update

                Hallo beisammen!

                Ich möchte an meinen letzten (positiven) Beitrag anschließen: Leider durchlebe ich zur Zeit wohl meinen ersten, deutlichen Rückschlag.

                Wie schon eingangs erwähnt, war mein behandelnder Arzt nicht gerade begeistert, als ich voriges Jahr ein Absetzen der Tabletten (Adjuvin) angeregt hatte. Daran ist mittlerweile wohl auch nicht mehr zu denken...

                Begonnen hat alles vor rund 3 Wochen mit anhaltenden Kopfschmerzen und starken Verspannungen im Hals-/Schulterbereich. Eigentlich eh keine unbekannten Problemzonen für mich (Bürojob, schlechte Haltung, kein Ausgleich in Form von Bewegung). Normalerweise bekomme ich das mit Massieren und Schmerzmitteln schnell in den Griff.

                Diesmal jedoch nicht.

                Massieren und Schmerzmittel haben kurzfristig mäßigen Erfolg gebracht. Anfang voriger Woche waren die Probleme/Schmerzen wieder voll da.

                Mitte voriger Woche habe ich dann mit meinem Hausarzt darüber gesprochen - HWS Syndrom, schlechte Haltung, Abnützungen, kein Ausgleich etc. - ich soll es (wieder) mit Massieren und Schmerzmittel probieren, außerdem wieder etwas mehr Bewegung in mein Leben bringen. Wenn die Kopfschmerzen nicht weggehen, dann muss ich in 2 Wochen nochmal kommen. Dann bekomme ich eine Überweisung für ein MRT.

                In diesem Moment zog es mich unendlich runter. Diese beiläufige Info mit dem MRT war für mich eine Quasi-Bestätigung, dass was Ernstes dahintersteckt. Hausarzt wollte mich zwar beruhigen, dass es sich hierbei um ein Standardvorgehen handelt, jedoch habe ich seitdem wieder gewaltige Krebs-/Todesängste.

                Seit dem Wochenende reift der Gedanke, dass ich vielleicht (wieder) eine höhere Dosierung der Tabletten benötigen könnte. Habe seit ein paar Wochen sehr viel Stress (privat und beruflich) um den Ohren und mein behandelnder Arzt hatte voriges Jahr schon angemerkt, dass ich in solchen Situationen wohl recht schnell wieder meine Psyche aus dem Gleichgewicht bringen kann.

                Tja, das habe ich jetzt wohl geschafft...

                Konzentriere mich schon wieder den ganzen Tag auf meine (unterschwelligen) Kopfschmerzen, jedes Stechen wird als Tumorschmerz interpretiert. Innerlich fühle ich mich elendig und krank, Antrieb ist auch dahin (quäle mich durch den Arbeitsalltag). Muss ständig Fiebermessen, weil ich einen heißen Kopf habe (max. 37,5), etc. Kurz gesagt: Mir geht es beschissen. :-(

                Habe heute über Mittag ein Telefonat mit meinem behandelnden Arzt. Hoffe, dass er mir schnell aus diesem Loch helfen kann.

                Kommentar


                • Re: Update

                  "Diese beiläufige Info mit dem MRT war für mich eine Quasi-Bestätigung..."

                  Das ist aber ein falsche Interpretation!

                  Es ist nun mal ein Grundprinzip der medizinischen Wissenschaft, Krankheit auszuschließen, weil man Gesundheit nicht beweisen kann. Immer wird also "umgekehrt" vorgegangen.

                  Kommentar


                  • Re: Update

                    Guten Morgen!

                    Danke Herr Dr. Riecke für die Antwort!

                    Mir geht es nach wie vor nicht sonderlich gut. Hatte am 12.3. ein Telefonat mit meinem behandelnden Arzt und wir haben eine Erhöhung der Dosierung vereinbart.

                    Ich muss Geduld mitbringen, da die Erhöhung, wie gewohnt, erst in 6 - 8 Wochen greift. Ehrlich gesagt mache ich mir innerlich schon wieder Stress, weil es für mich sozusagen eine Bestätigung wäre, dass ich einen Tumor habe, wenn meine Probleme in 6 - 8 Wochen nicht weg sind...

                    Zwischenzeitlich hatte ich schon Massagetermine, da meine Probleme laut Telefonat mit meinem behandelnden Arzt ganz klar von meiner Psyche kommen und ich dadurch "klassiche" Verspannungen im Hals/Rückenbereich habe, welche die Schmerzen auch auslösen können. Meine Angst um einen Gehirntumor sei unbegründet und irgendwelche bildgebende Verfahren hat er nicht vorgeschlagen.

                    Massagen haben die Kopfschmerzen etwas gelindert, sind aber trotzdem quasi ständig (unterschwellig) präsent. Zusätzlich habe ich (wieder) ein unkontrolliertes Muskelzucken am Kopf (leichte Nein-Bewegung) - auch sehr unangenehm und belastend.

                    In der Nacht schlafe ich grundsätzlich gut. Ab und an schwitze ich etwas (aber nix tragisches).

                    Nächsten Mittwoch habe ich einen Vor Ort Termin bei meinem behandelnden Arzt.

                    Kommentar



                    • Re: Update

                      Hallo maXX

                      Tut mir leid zu hören, daß es Dir aktuell nicht so gut geht.

                      Falls es Dich etwas tröstet und Dir ein bißchen Hoffnung gibt:
                      Ich hab das schon zwei Mal durch, solche Rückfälle, 1x Mitte 2014, 1x Mitte 2017. Beide Male dachte ich, jetzt werde ich den Schei* nie wieder los. Beide Male hat es sich wieder gebessert, sobald ich meine Fluoxetin wieder für ein paar Wochen bis Monate genommen habe.
                      Die erste Grundbesserung tritt bei mir nach rund vier bis sechs Wochen ein, danach geht es im Verlauf von Monaten dann immer weiter langsam bergauf, ohne Dosissteigerung.

                      Klar habe ich zwischendurch trotzdem meine Hänger, auch mal etwas tiefere. Aber in der Regel renkt es sich nach ein paar Tagen, längstens ein bis zwei Wochen immer wieder ein.

                      Die letzte übel massive Phase hatte ich vor drei bis vier Wochen, und da war wohl ne Grippe die Ursache. Genauer gesagt: Ich hatte die Grippe, richtig heftig mit allem, was diesen Winter so dazugehört hat, und die wirkte zusätzlich noch als Katalysator – meine Stimmung war so mies wie lange nicht mehr. Null Antrieb, Hoffnungslosigkeit pur. Während man sich, wenn man „nur“ die Grippe hat, ja durchaus darüber freut, wenn’s langsam wieder aufwärts geht und man hier und da das Bett verlassen darf und kann, war das bei mir mit der Depri im Hintergrund echt immer wieder ein K(r)ampf.

                      BTW: Die Grippe hat sich bei mir erst auch eher schleichend entwickelt, schätze mal über ein bis zwei Wochen, bevor dann eines Tages der Schüttelfrost und das Fieber kamen. Vielleicht war’s auch ne Erkältung vorher, keine Ahnung.

                      => Ich will nur darauf hinaus, daß es sehr sehr viele Erklärungsmöglichkeiten für Deinen Zustand und Deine schlechte Stimmung gibt im Zusammenspiel mit der psychischen Grund“erkrankung“. Die Wahrscheinlichkeit, daß es ein Tumor ist, dürfte dabei gegen Null gehen.

                      Sieh den MRT daher wirklich als Bestätigung, daß der Tumor damit AUSGESCHLOSSEN wird als Ursache. Ich hab im Sommer 2014 bei meinem ersten Rückfall in der Klinik auch nen MRT bekommen. Ja, einerseits war mir durchaus etwas bang, andererseits fand ich die Untersuchung als solche irgendwo spannend und hab mir da auch nicht ernsthaft Sorgen gemacht. Es ist eben eine Routineuntersuchung. Nicht mehr, nicht weniger. Punkt.

                      Wenn Du eher ein Bewegungsmuffel bist, solltest Du unbedingt mal wenigstens nach einem Yoga- oder Meditationskurs in Deiner Gegend gucken. Ich kann Dir versprechen: Es lohnt sich!
                      Yoga ist für den ersten Einstieg eventuell etwas besser geeignet, weil man da ein bißchen aktiver ist und sich im Kurs auch währenddessen unterhalten kann. Die Meditation habe ich zwischenzeitlich aber wirklich schätzen gelernt, weil es da komplett ruhig und still ist. Und so eine komplette, absolute Stille tut sooo unheimlich gut…
                      Der Haken ist eben nur wirklich, daß man es zwei-, drei-, viermal gemacht haben muß, bevor man eine erste Veränderung spürt. Und mir fällt es in einem Kurs extern, wo man vorher und nachher mit den anderen ein paar Worte darüber wechseln kann, auch leichter als Zuhause, wo mich permanent irgendwas ablenkt.

                      Auf jeden Fall hilft mir die Meditation sehr dabei, selbst in ängstlichen und depressiven Phasen eine gewisse Ruhe und Gelassenheit zu bewahren und nicht so durchzudrehen wie noch ganz zu Beginn. Ich mache das jetzt seit einem Dreivierteljahr intensiver, eben auch 1x monatlich in einem Kurs, und das bringt echt ne Menge.

                      Ansonsten sind Massagen sicherlich auch schonmal ein guter Anfang. Nutze die Zeit, um die Massage auch zu genießen und loszulassen.

                      Schließlich und letztendlich:
                      Nimm die Adjuvin! Denk erst mal nicht mehr über ein Absetzen nach, das erzeugt nur zusätzlichen Streß. Wenn Du die Tabletten im Augenblick brauchst (so wie ich das Fluoxetin), ist das eben so. Lieber ein erträgliches bis schönes Leben MIT den Medis, als ein quälendes, leidvolles und beschi**enes ohne! Meine Devise mittlerweile, nach dem zweiten Fehlversuch.


                      Ich drücke Dir die Daumen, daß es bald wieder aufwärts geht – und das wird es, versprochen

                      LG,
                      Alex

                      Kommentar


                      • Re: Update

                        danke für deine tröstenden worte!

                        der größte haken an der sache ist wohl, dass das letzte mrt mittlerweile rund 10 jahre alt ist (damals war mir ständig schwindlig und eine mögliche psychische ursache wurde noch lange verdrängt).

                        das beruhigt mich zum jetzigen zeitpunkt auch nicht mehr wirklich. :-(

                        Kommentar


                        • Re: Update

                          Moin maXX

                          Es ist nie zu spät, die Hoffnung wiederzufinden und sich, dem Leben und der Gesundheit eine Chance zu geben.

                          Wie alt bist Du? Dein Nick deutet auf 35/36 hin, Mitte 30 also.
                          Klar gibt's Menschen, die mit Mitte 20 oder Mitte 30 nen Hirntumor erleiden; ich hatte ebenfalls einen Bekannten, dem das mit Mitte 20 passiert ist. Es gibt auch Menschen, die mit Mitte 20 bereits nen Herzinfarkt haben oder mit 40 nen Schlaganfall. Gibt's alles.

                          Aber den allermeisten Menschen passiert das NICHT in dem Alter.

                          Sehr viel wahrscheinlicher sind heutzutage psychosomatische Beschwerden infolge von Streß, Be- und Überlastung, Burnout, Bore-Out, Ängsten usw.
                          Wenn Du Dir mal Berichte aus den letzten fünf Jahren durchliest, wie sich schon bei Schülern Druck und Streß dermaßen erhöht haben, daß auch da schon ein nennenswerter Prozentsatz mit gesundheitlichen, psychosomatischen Folgen zu kämpfen hat... *ungläubig-guck-Kopf-schüttel*

                          maXX,
                          unser modernes Leben ist leider in keinster Weise mehr mit dem zu vergleichen, das noch unsere Eltern (teilweise/größtenteils) hatten, geschweige denn vergangene Generationen Hunderte von Jahren vor uns.
                          Klar - Streß, Probleme und Krankheiten gab es schon immer; ich will hier auch nichts unnötig beschönigen.
                          Fakt ist aber definitiv, daß es in vergangenen Zeiten nicht so ein teils extremer Dauerstreß gewesen ist wie heute.
                          Auch hat die Menschheit als Ganzes in früheren Zeiten noch positiver in die Zukunft als Ganzes geguckt - auch diese Sicht ist heutzutage komplett ins Negative gekippt; dazu ist erst gestern noch ein Artikel auf spektrum.de gewesen.

                          Und vor rund zehn Jahren, als Du Deinen letzten MRT hattest, waren viele Ärzte und Therapeuten noch lange nicht auf dem ganzheitlicheren Wissensstand von heute! Manches von dem, was wir heute wissen oder ahnen, wurde vor zehn Jahren noch als abwegig abgetan oder als Ausnahme.

                          Fakt ist:
                          Psychosomatische Beschwerden können sich in vielfältiger Weise auch körperlich äußern. Auch mir ist hin und wieder leicht schwindlig, und manchmal bin ich so entsetzlich müde, daß man glauben könnte ich wäre 82 und nicht 41


                          Übe Dich wirklich, mehr im Hier und Jetzt zu leben und die (unbestätigten!) Sorgen an Deine Gesundheit zu ignorieren und wegzuschieben. Akzeptiere sie liebevoll, aber laß sie ansonsten unbeachtet passieren. Links rein, rechts raus. Lies Dich wirklich mal in das Thema Meditation etwas ein, besorge Dir ne Übungs-CD / Audiobook für Zuhause, such Dir einen Kurs. Ich verspreche Dir wirklich, daß es Dir etwas mehr Abstand zu Deinen Sorgen und Ängsten verschafft.

                          Ich bin - nach einem hervorragenden Osterwochenende - gestern und heute auch wieder etwas mehr am Zaudern und Zögern...
                          So what - ich weiß, wo's herkommt, und ich weiß, daß es auch wieder weggehen wird.
                          (Und sollte es doch nicht weggehen, ist das eben auch so - letzten Endes ist nur eines gewiß, und in Gottes Schoß werden wir alle geliebt und sind geborgen. Und nein - ich bin nicht ausgesprochen religiös! Aber ich freunde mich zunehmend damit an, daß es so ist, daß der liebe Gott uns alle liebt, uns allen vergibt, und daß er alles so richten wird, daß es gut ist und gut wird - und das tröstet mich auch etwas.)

                          Du siehst - ich schweife immer wieder auch ein bißchen ab.
                          Aber ich hoffe, daß Du die Anregungen mitnimmst:
                          Genauso, wie es sehr viele Gründe gibt, besorgt zu sein wegen allem möglichen, gibt es auch mindestens so viele Gründe, sich zu trösten, die Dinge anzunehmen und positiv auszulegen. Es ist ALLES eine Frage der Sichtweise. Und ja, es ist nicht immer leicht, eine solche Sichtweise einzunehmen, weiß ich, kann ich bestätigen. Aber man kann es üben!

                          Also - ernstgemeinter Ratschlag, und ich will Deine Sorgen damit wirklich nicht als Lapalie runterspielen:
                          Koch Dir nen guten Tee oder Kaffee, setz Dich damit an den Schreibtisch (oder auf's Sofa, wenn Du Urlaub hast), schließe die Augen, atme durch, sag Dir, daß alles gut ist und Du kerngesund bist - und genieße den warmen Tee/Kaffee/Kakao

                          Das Leben ist zu kurz, um es (nur) mit Sorgen und Ängsten zu vergeuden

                          Mach ruhig, mach in aller Ruhe, einen Schritt nach dem anderen.

                          Drücke Dir die Daumen; das wird schon

                          Alex

                          Kommentar


                          • Re: Update

                            vielen lieben dank für die tollen, aufbauenden worte!

                            das forum ist echt ein segen für betroffene wie mich.

                            heute, muss ich sagen, sind die kopfschmerzen quasi weg. zumindest so gut, dass es mir selbst einleuchtet, dass da kein tumor wüten kann...

                            allerdings haben sich die beschwerden verlagert. herzstolpern und ständiges kopfzucken nerven.

                            jedoch nicht so, dass es mir den boden komplett wegzieht. auch was.

                            Kommentar


                            • Re: Update

                              "allerdings haben sich die beschwerden verlagert."


                              Wechselnde Beschwerden in den verschiedensten Organsystemen sind eines der wesentlichen Anzeichen für psychosomatische Beschwerden.

                              Aber, mit der Akzeptanz dieses Mechanismus lassen die Beschwerden auch nach!

                              Kommentar


                              • Re: Update

                                Ja, ich merke, dass ich diverse Baustellen habe (Kopfweh, Kopfzucken, Herzstolpern) und irgendwas davon empfinde ich als Schwerpunkt. Gerade eben hat auch das Kopfweh wieder etwas zugenommen.

                                Kommentar


                                • Re: Update

                                  Du hast keine Baustellen! Falsche Denke
                                  Das einzige, was Du wirklich hast, ist Streß, und der äußert sich jedesmal anders.

                                  Auch meine Depri hat sich im Laufe der letzten fünf Jahre verändert, auch bzgl. der Symptome. Ich hatte 1-2 Jahre vor der Depri bis vor rund 1-2 Jahren immer wieder auch leichtes Herzstechen in der Brust, immer mal wieder. Ist weg... Praktisch gar nicht mehr.
                                  Dann wieder hab ich Phasen wie Du mit Kopfdrücken / -schmerzen. Da macht es durchaus Sinn, mal genauer hineinzuhorchen, was es genau ist: Ist es nur ein leichter Druck, ist es Unwohlsein, oder ein bißchen wie Watte, sticht es punktuell irgendwo immer wieder...? Zusätzlich noch verspannte Schultern / Nacken? Oder sind es echte Kopfschmerzen, erhöhte Temperatur, Fieber...? Wenn Du Dich dahingehend ein bißchen sensibilisierst, daß "Kopfweh" etwas genauer zu fühlen und zu beschreiben, wirst Du schnell feststellen, daß es meistens von äußeren bzw. psychischen Umständen herrührt.

                                  Keine Ahnung, wo in D Du genau wohnst - aber am Niederrhein haben wir seit ein paar Tagen wieder Wetterumschwung (wann eigentlich mal nicht in den letzten Jahren ), zum Wochenende sind >20° angekündigt. Vor anderthalb Wochen hab ich morgens noch gekratzt...
                                  => Auch sowas geht auf den Körper und kann Kopfschmerzen auslösen. Ich bin 35 Jahre lang nicht wetterfühlig gewesen, muß mir aber eingestehen, daß sich das - womöglich im Zuge der Depri-Angst als Katalysator - etwas geändert hat. Zum Glück sind's keine Migräneanfälle. Aber etwas verunsichert hat mich das zu Beginn schon etwas.

                                  Gewöhn Dich an folgende Gedanken und Tatsachen:
                                  - Der menschliche Körper ist kein Uhrwerk und keine Maschine! Und selbst Maschinen altern!
                                  - Und in der Tat bist Du nun 35 pi-mal-Schnauze und keine 15 oder 20 mehr. Ist leider so. Ein Arbeitskollege sagte mal zu mir: "Wenn Du älter als 30 bist und Dir tut nichts weh, check mal Deinen Puls...!" Klar ist es eine Sache, wenn man solche Sprüche nur hört, und eine ganz andere, sobald man sie am eigenen Leib zu spüren bekommt. Und wenn man sich dann bei solchen Gelegenheiten noch umhört und mitbekommt, wie viele andere Menschen im gleichen Alter ebenfalls ihre gesundheitlichen Wehwehchen bekommen, frag ich mich manchmal, wo das Märchen von den kerngesunden, vitalen und rüstigen 50-, 60- und 70-Jährigen herkommt, wenn es mit 30/40 schon losgeht

                                  Ich denke aber, je mehr sich mit den Jahren hier und da Erkenntnisse setzen, daß es eben vielfach auch eine Einstellungsfrage ist: Ich kann jedem Wehwehchen, jedem Rückenziepen, jedem Herzstechen und jedem Kopfdrücken meine volle Aufmerksamkeit widmen und in Sorgen "schwelgen" - dann werden sich die Symptome verstärken, ich werde mit der Zeit immer ängstlicher, sorgenvoller, hoffnungsloser und deprimierter. Oder ich kann im Verlauf von Wochen, Monaten und Jahren (es dauert eben und geht sicher nicht über Nacht!) lernen, daß das der Lauf des Lebens ist und es eben irgendwann damit anfängt - bei dem einen früher, bei dem anderen später. Davon bin ich aber noch lange nicht ernsthaft krank, noch nicht mal im Ansatz! Ich bin nur eben auch keine 25 mehr.

                                  Sich das einzugestehen, ist harter Tobak.
                                  Aber wie hat gestern Morgen Joyce Meyer noch im TV gesagt (sinngemäß): "Wenn Du Dich vom Bus überrollt fühlst, dann krabbele unter dem Bus hervor, steig ein und setz Dich auf den Fahrersitz!"
                                  Anders geht's nicht.

                                  Bitte versteh mich richtig:
                                  Ich bin in der praktischen Umsetzung all dieser schönen Ideen und Ansätze auch noch auf dem Weg, und grad heute hab ich auch wieder mehr Druck auf der Magengegend und ein leichtes Motivationsproblem...
                                  Trotzdem bin ich davon überzeugt, daß die Veränderung schonmal mit einem veränderten, positiveren Denken anfängt. Klar muß man auch irgendwann handeln, auch keine Frage, was mir nicht immer leichtfällt - ich hab jetzt satte vier bis sechs Jahre gebraucht, bevor ich mich jetzt endlich und endgültig dazu entschieden habe, den Job zu wechseln!

                                  Aber überhaupt schonmal andere Denkansätze grundsätzlich zuzulassen, ist immer schonmal der richtige Weg

                                  Also: Konzentrier Dich nicht auf Dein Kopfdrücken!
                                  Es ist da, weil Du ihm Deine volle Aufmerksamkeit schenkst!
                                  Ok, jetzt ist es da... so what... Guck es Dir an, versuche zu erspüren, was es genau sein könnte (s.o.), und dann hake es als das ab, was es sehr wahrscheinlich ist (psychosomatisch). Nimm es wahr, akzeptiere es, lächle ihm freundlich zu - und widme Dich den anderen Gästen in Deinem geistigen Gasthaus! Da stehen nämlich noch sehr viel mehr Gäste, die beachtet werden wollen und deutlich positivere Stimmungen in Deinen Tag und Dein Leben bringen

                                  Kommentar


                                  • Re: Update

                                    Ich muss mich wohl von dem Gedanken lösen, dass die Erkrankung nur eine Phase ist.

                                    Bislang dachte ich, ich nehme ein paar Jahre die Tabletten, setze sie, wenn es mir gut geht, langsam wieder ab und lebe dann ohne Probleme weiter.

                                    Der behandelnde Arzt hat mich bereits voriges Jahr, nachdem ich auf eine weitere Tablettenreduktion hingedrängt hatte, darauf aufmerksam gemacht, dass ich dadurch wieder schnell in ein Loch fallen könnte, wenn ich in eine Stresssituation gerate. Und genau das ist jetzt wohl passiert.

                                    "Generalisierte Angststörung" hört sich für mich, nach Jahren, noch immer so abstrakt und nichtig an wie wenn da "Schnupfen" oder "Grippe" stehen würde...

                                    Kommentar


                                    • Re: Update

                                      so abstrakt und nichtig an wie wenn da "Schnupfen" oder "Grippe" stehen würde...
                                      Aber nur für Leute die das nicht kennen und auf die Grippeopfer gehe ich jetzt mal nicht ein, nichtig sind die jedenfalls nicht, genauso wenig wie eine generalisierte Angststörung.

                                      Du solltest dich und deine Erkrankung nicht über das definieren was was Unwissende drüber denken und verbreiten und was du von diesen übernommen hast.
                                      Sondern an deinem Empfinden, das klar zeigt es ist etwas handfestes und beachtenswert, nichts das mit einem Schnupfen vergleichbar wäre.
                                      Dein Problem scheint auch zu sein dass du es selber nicht als etwas ernsthaftes ansiehst, auch wenn die Folgen definitiv etwas anderes sagen.
                                      Nimm dich selber und dein Empfinden ernst, nimm psychische Erkrankungen ernst, mach das nicht runter nur weil die Gesellschaft bis heute nicht begriffen hat welche Hölle die Betroffenen Durchschreiten müssen.

                                      Kommentar


                                      • Re: Update

                                        Ich muss mich wohl von dem Gedanken lösen, dass die Erkrankung nur eine Phase ist.
                                        Depressionen und Angststörungen sind potentiell ebenso chronische Erkrankungen wie Diabetes, Parkinson, Rheuma, Neurodermitis, Bluthochdruck etc.

                                        Und ja, kann ich bestätigen: Sich selbst einzugestehen und auch zu erlauben(!), eine chronische Krankheit zu haben - erst recht so eine "unsichtbare" -, ist erstmal ein Hammer und nicht einfach. Ich weiß selbst noch nicht, ob ich’s mittlerweile wirklich akzeptiert habe – aber ich lasse die Möglichkeit zumindest schon seit längerem zu und denke, daß ich da auch schon gute Schritte vorwärts gemacht habe

                                        Und was die Tabletten angeht (ich hab ja selbst auch schon zwei Absetzversuche hinter mir):
                                        Was ist Dir am langen Ende lieber – ein Leben mit Angst und Leid OHNE Tabletten? Oder ein halbwegs erträgliches bis teils sogar schönes und zufriedenes Leben MIT Tabletten?
                                        Und überleg mal: Ein Diabetes-Kranker kommt ja prinzipiell auch nicht auf den Gedanken, er bräuchte seine Spritzen irgendwann nicht mehr. Sobald er die Diagnose hat und eingestellt ist, ist das so. Ich hab nen Arbeitskollegen, der regelmäßig Rheuma-Spritzen bekommt – zusätzlich zu seiner Diabetes.
                                        Klar – der mental-psychologische Haken ist, daß Diabetes und Rheuma – generell alles körperliche – keinerlei gesellschaftliches Stigma hat; ganz im Gegenteil ist die Betroffenheit dann meist recht groß.

                                        Aber ernsthaft:
                                        Das, was wir haben – im weitesten Sinne – wünsche ich niemandem, auch wenn man es von außen nicht sieht.
                                        Hab mich grad beim Mittagessen mit Kollegen eben noch über meinen Meditationskurs nächste Woche unterhalten. Fragte der eine, was ich mir davon erhoffe und erwarte, was mein Ziel sei. Ich: „Mehr Ruhe und mehr Gelassenheit.“ Antwort: „Du…?!? Du bist doch immer schon so ruhig…! Dann ist das nur äußerlich, dann muß es ja Situationen geben, in denen es ganz gehörig in Dir rumort…“ – „Ja, in der Tat… Depressive sind gute Schauspieler “.
                                        Ich kann das im engeren und bekannteren Kollegenkreis mittlerweile alles relativ entspannt erzählen, es schreckt mich nicht mehr, ich will auf diese Weise meinen Teil dazu beitragen, Depressionen und Angststörungen zu ent-stigmatisieren. Bei den meisten Diabetes-Kranken weiß man es ja auch.
                                        Klar wird’s viele geben, die dann hinter vorgehaltener Hand schmunzeln oder sich vielleicht sogar das Maul zerreißen… so what… ich wünsche denjenigen wirklich nicht, daß sie jemals so einen Mist durchmachen müssen – oder maximal ein bis zwei Tage, um es wenigstens im Ansatz nachempfinden zu können.

                                        "Generalisierte Angststörung" hört sich für mich, nach Jahren, noch immer so abstrakt und nichtig an wie wenn da "Schnupfen" oder "Grippe" stehen würde...
                                        Ja, ich weiß, was Du meinst – es ist so wenig greifbar und scheinbar grundlos.

                                        Aber auch hier habe ich nach über vier Jahren „Ursachenforschung“ mittlerweile aufgegeben, Gründe zu suchen und genau herausfinden zu wollen, warum, weshalb und wieso. Es ist so, wie es ist; der liebe Gott hat mich genau so geschaffen, wie ich bin und wie er mich haben wollte; er wird seine Gründe dafür gehabt haben, und die muß ich nicht verstehen und werde sie wahrscheinlich auch niemals verstehen. Ich verstehe von meiner „Krankheit“ mittlerweile genug, daß sie mir keine Angst mehr einjagt (wozu sicher auch die Tabletten ihren Teil beitragen!), insbesondere sehe ich meine „Krankheit“ eigentlich nur ungern als echte, pathologische Krankheit, als vielmehr eine Konsequenz vieler Umstände und Ereignisse in meinem Werdegang und gerade auch der modernen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die heutzutage garantiert alles andere als „artgerecht“ sind
                                        Alles darüber hinaus kann ich schlicht nicht verstehen, das übersteigt mein Fassungs- und Vorstellungsvermögen. Und das ist vielleicht auch ganz gut so.


                                        Um meine Worte auch nochmal in meine, persönliche aktuelle Situation einzubetten:
                                        Ich hatte gestern mein nächstes Vorstellungsgespräch, und das lief nicht ganz so gut; Fragen von der Personalleiterin, die kein Mensch braucht… Das zieht mich irgendwo schon etwas runter…
                                        Gerade eben ein Gespräch mit meinem Chef gehabt und ihn über meinen Wechsel vorab informiert. Fand er sehr gut, war sehr dankbar und hofft und wünscht mir, daß ich die richtige Entscheidung getroffen habe.
                                        Wenn ich das nur selbst so genau wüßte…!
                                        Sprich: Mir ist gerade auch heute wieder relativ mulmig zumute, ich bin latent lustlos, unmotiviert und ziehe mich durch den Tag.

                                        Trotzdem: Auch, wenn es meine Gedanken immer wieder in eine bestimmte Richtung zieht, lasse ich in meinen Bemühungen nicht locker, die Dinge dann doch positiv(er) zu sehen und mich liebevoll daran zu erinnern, daß ich mich entspannen und mir nichts passieren kann.

                                        Die Zukunft ist noch nicht geschrieben (zumindest kenne ich sie noch nicht); manchmal hat man mit seinen Entscheidungen Glück; manchmal wird man auch den berüchtigten Griff ins Klo tätigen…
                                        Aber ohne, daß ich es nicht ausprobiere, werde ich es nicht herausfinden.
                                        Sollte es schiefgehen, werde ich mich dann damit auseinandersetzen, mich hängenlassen, schwer depri sein oder was auch immer.
                                        In jedem anderen Fall geht es gut und es war den Versuch und die Mühe allemal wert


                                        Kommentar


                                        • Re: Update

                                          Danke nochmal für eure Beiträge! Tut echt gut, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

                                          Kommentar


                                          • Re: Update

                                            Geht mir genauso
                                            Dieses Forum hier trägt massiv zu meiner regelmäßigen Erleichterung und Entspannung bei, einfach, weil ich mich verstanden fühle und mich nicht verstellen muß.

                                            Kommentar

                                            Lädt...
                                            X