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Milben und Katzenallergie und ein paar Fragen dazu...

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  • Milben und Katzenallergie und ein paar Fragen dazu...

    Hallo,

    der Arzt, bei dem ich wegen eines Verdachts auf Allergien war, hat mir nach der Verkündung des Ergebnis keinerlei Hilfe angeboten, mich sogar noch beleidigt. Mein eigentlicher HNO Arzt ist im Urlaub, daher wende ich mich fürs Erste an dieses Forum.
    Ich bin 17, weiblich und lebe noch für einige Jahre bei meinen Eltern mit mehreren Katzen. Ich lebe bereits mein ganzes Leben ohne Alkohol, Zigaretten und co., weil ich ein langes und gesundes Leben führen wollte und dann kommt so etwas..

    Ich wurde mit einer (wohl sehr starken) Milben- und einer (leichten) Katzenallergie bei einem PRICK-Test diagnostiziert.
    Die Katzen können nicht abgeschafft werden und meine finanziellen Möglichkeiten sind stark eingeschränkt.
    Bisher sind meine Beschwerden dauerhafter Schnupfen, seltenes Husten und bei Staubaufwirblung extremes Niesen, sowie ständig gereizte Augen.
    Nun habe ich einige Fragen, die mir schon ein wenig Magenschmerzen bereiten:

    Ist die Lebenserwartung von Milbenallergikern geringer als die "gesunder" Menschen?
    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, an Asthma zu erkranken?
    Sollte ich mich regelmäßig auf Asthma untersuchen lassen?
    Ist eine Hyposensibilisierung ratsam, ist diese dann dauerhaft und wie hoch wären die Kosten?
    Auf Cetirizin reagiere ich mit extremer Müdigkeit, ich kann eigentlich nur noch in meinem Bett liegen und kann mir so dauerhaft einfach kein Leben vorstellen. Insgesamt würde ich gerne auf Medikamente verzichten, ist dies schädlich?
    Auf welche Organe wirken sich die Allergien schädlich aus? Was genau sind die Folgen?

    Ich bin ein wenig verzweifelt und freue mich über jede hilfreiche Antwort...

    Vielen Dank.


  • Re: Milben und Katzenallergie und ein paar Fragen dazu...

    Mach dir nicht so viel Stress - soweit ich weiß gibt es überhaupt keine Auswirkungen auf die Lebenserwartung. Ich habe auch etwa seit ich so alt bin wie du eine Allergie gegen Milben und mittlerweile habe ich fast keine Beschwerden mehr. Habe fast das Gefühl, dass die Allergie sich von selbst abgeschwächt hat. Habe jedenfalls in meinem Umfeld nichts verändert.

    Behandeln lassen solltest du dich trotzdem!

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    • Re: Milben und Katzenallergie und ein paar Fragen dazu...

      Hallo,

      etwa 30-40 % der Patienten die eine Allergie haben können im Laufe Ihres Lebens ein Asthma entwickeln. Bei einer Silbenallergie steht an erster Stelle die Sanierung, an 2. Stelle ein Encasing mit Matratzenbezügen und an 3. Stelle eine Hyposensibilisierung.
      Bei einer Tierhaarallergie steht an 1. Stelle die Meidung des Kontaktes. Auch bei der Katzenallergie besteht die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung z.B. von der Fa. Lofarma (Lais) aber auch andere. Die Kosten hierfür werden zumindest derzeit von der Krankenkasse getragen (ausser Rezeptgebühr). Die Behandlungsdauer erstreckt sich über mind. 3 Jahre.
      Mit einer evtl. Hyposensibilisierung kann ein möglicher Etagenwechsel d.h. die Ausbildung eines Asthmas evtl. verhindert werden. Selbst wenn es im Laufe Ihres Lebens zu einem Asthma kommen sollte lässt sich dieses in der Regel sehr gut behandeln. Hierbei verwendet man in der Regel inhalative Medikamente die nur geringe Nebenwirkungen haben. Ein gut eingestellter Asthmatiker hat die gleichen Lebenserwartungen und meist auch die gleichen Lungenfunktionswerte wie ein lungengesunder Mensch.
      Hinsichtlich Diagnostik und weiterem Therapievorgehen lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt beraten und ggf. zu einem Lungenfacharzt überweisen.

      Mit freundlichen Grüssen
      Thomas Hagen

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